Treue der Männer und Beruf

    • (1) 14.04.19 - 12:53
      neugierig2019

      Hi und schönen Sonntag

      Hatte gestern beim Mädelsabend folgende Diskussion. Kann man vom Beruf eines Mannes auf seine Treue schließen? Wir haben uns gedacht, dass Männer, die mehr in soliden Berufen wie Beamter oder Handwerker arbeiten, eher treu sind als zB. Männer, die berufsbedingt viel unterwegs sind. Wir haben dabei auch festgestellt, dass ganz besonders Männer in Werbeberufen oder im Vertrieb nicht besonders treu sind (hatten alle schon schlechte Erfahrungen mit solchen gemacht).

      Würdet ihr das auch bestätigen oder sagen, das ist Blödsinn.

      Bin selbst zur Zeit solo und lerne immer mal wieder Männer im Real Life oder im Internet kennen. Mein Ex war im Marketing und hat mich bestimmt 2-3 betrogen in 8 Jahren. Kann Zufall sein aber vielleicht wäre das nicht passiert, wenn ich einen Beamten genommen hätte.

      Freue mich über eure Antworten.

      • Auch Handwerker betrügen....

        (3) 14.04.19 - 13:11

        Uii- das sind aber Vorurteile vom Feinsten!

        Ich denke, dass man keinesfalls vom Beruf auf Treue und Loyalität schließen kann.
        Das kommt auf die Einstellung eines jeden Menschen ( in diesem Fall des Mannes) an.

        • (4) 14.04.19 - 13:25
          vertriebblubber

          Ist es nicht auch ein Vorurteil deinerseits, dass man NICHT vom Beruf auf den Charakter (der meisten in dem Beruf) und damit auch auf eine verstärkte Neigung zu Fremdgeherei schließen kann.

          Wahrscheinlch ist dein Mann Vertriebler.

        • Natürlich benötigt man Voraussetzungen, um untreu zu werden. Wobei zahlreiche ausserpartnerschaftliche Erlebnisse situativ entstehen. Eine Messe, weit weg von Zuhause, neue Eindrücke, abends in der Hotelbar, attraktive Gegenüber....der Schritt nach oben ins Zimmer ist nur ein kleiner. Dass man aber auch für Berufe bestimmte Fähigkeiten und Voraussetzungen benötigt und diese auf einer ganz anderen Ebene genauso hilfreich sind, sexuelle Kontakte zu knüpfen, lassen zumindest die Überlegung zu, dass es Berufe gibt, deren Protagonisten eher fünf grade sein lassen und auch einem Abenteuer nicht abgeneigt sind.
          Natürlich spielen auch noch andere Dinge eine Rolle wie Libido, Neugier o.ä......

          Grundsätzlich glaube ich nicht, dass Menschen monogam veranlagt sind. Aber je nach Charakter, Gelegenheit, Spielraum, Willensstärke und Intelligenz läuft es eben mal mehr, mal weniger monogam. Und Dinge wie Intelligenz, Charakter und viele andere Eigenschaften wie Kreativität,
          Belastbarkeit, Durchsetzungsvermögen, soziale Skills etc. bestimmen auch die Berufswahl oder den Erfolg im Beruf.

          Menschen, die beruflich erfolgreich sind, sind es eventuell auch sexuell. Und wer in etwas erfolgreich ist, will es vielleicht auch öfters machen. Was beim Thema Sex latent die Möglichkeit des Fremdgehens erhöht.

          Auf jeden Fall kann man eine gewisse Wechselseitigkeit nicht per se ausschliessen.

      Gelegenheit macht bekanntlich Liebe. Ich glaube, dass so ziemlich jeder fremdgehen würde, wenn der Anreiz groß genug ist (platt und überspitzt ausgedrückt, würde vermutlich kaum einer ein namhaftes Topmodell von der Bettkante schubsen) und wenn die äußeren Umstände gut passen (weg von Zuhause, keine bis geringe Chance, dass man auffliegt...).

      Ich war einige Jahre im Vertriebsaußendienst unterwegs. Da ging es drunter und drüber. Bei manchen war es eine Art Parallel-Leben. Weit weg von zuhause, gute Chancen damit durchzukommen und reichlich Gelegenheiten.

      Ein Beamter - ich nehme an ihr meint den klassischen Büromenschen mit einem 9 to 5 Job - fällt recht schnell auf, wenn er andere Gewohnheiten an den Tag legt.
      Dagegen kenne ich Lehrer, die auch fremdgehen.

      Es gibt zahlreiche Ergebnisse zu dem Thema. Aber wahrscheinlich nix belegbares, weil das Ergebnis abhängig ist vom befragten Kundenkreis.

      Hier ist eine aktuelle Erhebung eines Seitensprungportals, das genau das Gegenteil behauptet. Handwerker an Platz 1! Und die vermeintlich sozial eingestellten Damen aus medizinischen Berufen rangieren ganz oben.

      https://www.capital.de/karriere/diese-berufsgruppen-gehen-am-haeufigsten-fremd

      • Ich bin Software-Entwickler, und wenn wir geschäftlich unterwegs sind, passiert abends jeweils nichts, außer dass wir ein Bier trinken und dann schlafen gehen. Ich denke, dass mein Beruf eher introvertierte Menschen anzieht, die privaten Veränderungen eher skeptisch gegenüber stehen. Ich habe eben gerade studieren müssen, ob einer meiner Kollegen mit einer anderen Person in einer Beziehung ist als vor einigen Jahren und habe niemanden gefunden.

    Es gab wohl mal eine Studie (nee, ich google das jetzt nicht), dass in bestimmten Berufsgruppen mehr narzisstisch veranlagte Menschen vertreten sind. Z.B. Führungspositionen in Konzernen oder Politiker. Aber auch Berufe, bei denen man automatisch immer wieder im Mittelpunkt steht, wie Rechtsanwälte oder Priester.

    Und natürlich gibt es wohl auch Erhebungen darüber, dass narzisstische Personen aufgrund ihrer Persönlichkeit häufiger fremdgehen.

    • (14) 14.04.19 - 13:59

      👍

      Ich stimme dir zu - so zumindest meine Vermutung.

      Um beruflich weiterzukommen bzw. ganz nach oben zu gelangen, braucht es mitunter viel Selbstbewusstsein bis hin zur Selbstüberschätzung, vielleicht ein Maß an Skrupellosigkeit oder auch das sprichwörtliche "über Leichen gehen."

      Dafür muss man gemacht sein. Oder man gewöhnt sich daran. Erfolg verdirbt bisweilen den Charakter und wer es gewohnt ist, bejubelt und gepushed zu werden und wenig Kritik einstecken muss, weil man recht weit oben in der beruflichen Nahrungskette rangiert, der verliert den Blick nach unten und für das soziale Miteinander.

      Und weil Erfolg anziehend macht, auch wenn die Leute aussehen wie ne Schüssel Erbsen, wird es ihnen leicht gemacht, weil potenzielle Kandidatinnen sich regelrecht frei Haus anbieten.

      • (15) 14.04.19 - 14:12

        Auch ein anderer Denkansatz könnte zutreffen: Für Versagenssituationen im Job muss dann ein privater Erfolg herhalten, mit dem man das Ego schnell wieder pushen kann. Und der Rest ergibt sich aus der Situation, wie Du sie gerade geschildert hast.

(16) 14.04.19 - 13:23

Ich finde nicht, dass das Vorurteile sind, wie man dir hier entgegen geschleudert hat.

Welchen Beruf man wählt, hängt ja auch vom Charakter ab und wenn ich gerne etwas "präsentiere" und jemand bin, der gerne mal die große Show abzieht, dann passt das sowohl zum Vertrieb als auch zu notorischer Fremdgeherei. Mag ja dann sein, dass er sich auch gern präsentiert und die große Show um sich selbst genießt.

Ich war zwar noch nie mit einem Vertriebler zusammen, kenne aber so einige und das sind meistens oberflächliche, selbstgefällige Schaumschläger, die es genießen, sich schwätzen zu hören und möchten, dass alle Welt sie ganz ganz toll findet - wenige Ausnahmen. Einer, der notorisch betrügt, hat in meinen Augen meist ähnlich fiese Züge.

  • Aber echt. Ich hatte sofort bestimmte Kollegen vor Augen, die genauso drauf sind wie du schreibst 😆

    Ich hab um Einkauf viel mit Vertrieblern zu tun. Es gibt paar schmierige Typen, so wie Du das beschreibst. Aber die meisten sind Menschen, wie Du und ich und haben abseits des Verkaufes durchaus tiefgründige Seiten. Nix Schaumschläger. Ich bin übrigens all die Jahre als Frau nie von einem angebaggert worden.
    Mein Mann hat mich jedoch betrogen. Arbeit vor Ort, eher bodenständiger Typ...

Guten Morgen,
Ich kenne einen, der jahrelang im Vertrieb war und immer mindestens 2 Frauen gleichzeitig hatte, die natürlich nichts voneinander wussten.
Und eine Bekannte von mir wurde mal im wahrsten Sinne des Wortes von einem Abschleppdienstmitarbeiter während seiner Arbeit abgeschleppt, der ihr hinterher mitteilte, dass er Frau und Kind daheim hat. Ganz große Nummer.... Wahrscheinlich wollte er sein schlechtes Gewissen teilen.
Mein Mann arbeitet im Büro, ist bisher immer treu gewesen, aber als Garantie sehe ich das nicht, wer weiß schon was kommt.
LG Cheryl

Treue ist allzu oft keine Entscheidung, sondern ein Mangel an Möglichkeiten. In gewissen Berufen hat man einfach mehr Möglichkeiten auf sexuelle Abenteuer als in anderen. Dass da mehr Männer (und Frauen!) was mitnehmen, ist reine Statistik.

Ja kenne einen Ingenieur, verh, Kids..der im Ausland sich stets "bedienen" lässt.
Auf Berufsreise

Ich denke das Risiko ist bei solchen Männern defenitiv höher.

Polizisten sind auch Beamte, gelten aber nicht als sonderlich treu.

(23) 14.04.19 - 14:32

Kann ich aus eigener Erfahrung nicht bestätigen.
Mein Ex Mann war im Vertrieb, zumindest weiß ich nichts von Affären.
Meine Freundin hatte 10 Jahre einen Finanzbeamten als Partner...der hat das halbe Büro gevögelt.
Handwerker haben auch gute Möglichkeiten....der Sanitär Typ der nach der Dusche schauen musste, hat mir direkt gesagt, dass er gerne Sex mit mir haben würde....
Mein Schwager ist bei DHL und bekommt ständig Angebote von Frauen bei denen er Pakete ausliefert....

Ich kenn 4 Beamte/Beamtinnen , die im Privatleben gar nicht "solide" sind ;)
Sorry, aber das ist für mich Klischeedenken.

(25) 14.04.19 - 15:25

Ich halte nichts von solchen Vorurteilen.

Allerdings ist klar, dass Menschen, die in serviceorientierten Berufen arbeiten, kontaktfreudigere Gesellen sind, rein schon von ihrem Naturell das her, denn sonst würde ihnen der Beruf ja nicht liegen, und die kommen natürlich auch sehr viel leichter und schneller so in Kontakt mit Anderen. Sind eloquent, sympathisch, überzeugend. Kriselt es nun in der Beziehung von so jemandem, hat der eher die Chance, jemand anders Nettes kennenzulernen als ein introvertierterer kontaktscheuer Geselle.

Ich denke, es ist also eher die Gelegenheit, die hier schneller Liebe (oder Triebe ;-) ) macht, weniger die Berufswahl an sich. Denke ich jetzt an mir bekannte Fremdgeher, waren das tatsächlich alles eher Leute aus Kundendienst, Marketing, Vertrieb und Service. Ich kenne aber auch andersherum drei Männer, denen Untreue gar nicht liegt, die ebenfalls in Verwaltung und Kundendienst tätig sind. Gibt also wie überall "so'ne und so'ne". 😝 Fahrlehrer und Skilehrer sollen ja besonders schlimm sein. 😅

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