Ich fühl mich allein

    • (1) 24.04.19 - 11:43
      Heuteingrau

      Hallo ihr Lieben,

      entschuldigt bitte, dass mein Beitrag nicht wirklich zum Thema passt aber ich möchte einfach mal etwas loswerden und das traue ich mich nur anonym.
      Ich habe das Gefühl bald zu explodieren und das möchte ich nicht bzw. kann ich mir aufgrund meiner beiden Kinder auch einfach nicht erlauben.
      Um mich zu verstehen muss ich etwas ausholen.
      Ich bin das jüngste von 7 Kindern. Ich habe 5 Brüder und eine Schwester.
      Mein Vater verließ die Familie als ich 1 Jahr alt war. Danach war er wohl lange Zeit spielsüchtig und alkoholabhängig. Er war für mich nie präsent und ich lernte ihn auch erst als Teenager kennen. Gab einem ab da an aber oft genug zu verstehen, dass er keine wirklichen väterlichen Gefühle für seine leiblichen Kinder hat. Was auch der Grund ist weshalb ich bis heute eher ein sehr oberflächliches und sporadisches Verhältnis zu meinem Vater habe. Man schreibt sich alle paar Wochen mal. Wir wohnen auch 200km auseinander.
      Seit ich denken kann hatte meine Mutter meinen damaligen Stiefvater an ihrer Seite. Meine ersten Lebensjahre wuchs ich normal auf doch ich merkte relativ schnell dass meine Familie anders ist. Meine Brüder, bis auf einer, hatten schon relativ viel mit Gewalt und Drogen zu tun und machten meiner Mutter das Leben nicht gerade einfach. Mein Stiefvater entpuppte sich auch als gewalttätiges Arschloch und ich musste mehr als einmal mit anhören wie er meine Mutter schlug oder sie die Treppen runterstieß.
      Gegen Mitte der Grundschulzeit wurde es am schlimmsten.
      Einer meiner Brüder fing an mich zu missbrauchen. So zeigt man seine Liebe sagte er damals...
      Das ganze ging etwa zwei Jahre und hörte auf als ich meiner Mutter einen Brief schrieb und ihr alles darin erzählte.
      Aber jemals mit mir darüber geredet oder mich mal in den Arm genommen hat niemand.
      Als mein Bruder sich die Arme und die Pulsadern aufritze und die ganzen Wände seines Zimmers mit Onkelztexten aus seinem Blut voll schrieb kam er in die geschlossene Psychatrie.
      Selbst da nahm meine Mutter mich mit zu den Besuchstagen und auch sein Zimmer wurde nach dem Streichen meins.
      Ich fühlte mich seit ich klein war so alleingelassen von meiner Familie...

      Dann kam die weiterführende Schule. Auch dort hatte ich es nicht leicht, einmal weil ich nicht gerade hübsch war und auch ständig nur die Klamotten meiner Brüder bekam und auch weil der Ruf meiner Familie nicht gerade gut war.

      Es verging einige Zeit. Dann trennte sich meine Mutter von meinem Stiefvater bzw schmiss ihn mein einziger vernünftiger Bruder raus weil sich mein Stiefvater wohl an meiner damals 14 Jährigen Schwester vergehen wollte.
      Meine Schwester verließ auch ein paar Monate darauf das Elternhaus und ging zu ihrem damals um einiges älteren Freund, der auch ihr Mann wurde.
      Meine Mutter hat nichts dagegen unternommen, wie sie es nie tat.
      Nachdem nun auch meine Schwester weg war und drei meiner Brüder entweder im Gefängnis oder in der Psychatrie saßen und der einzige normale meiner Brüder auch schnell das Weite suchte nachdem er seine Frau gefunden hat war das Haus das wir hatten zu groß und wir zogen ein paar Städtchen weiter in eine Wohnung.
      Nur meine Mutter, ihr neuer Freund, der jüngste meiner Brüder und ich.

      Ich verbrachte viel Zeit als Teeanger im Badezimmer unserer Wohnung. Ich weinte und schnitt mich... fast täglich. Ich versteckte die Narben unter Schweissarmbändern, passte ja eh zu meinem jungenhaften Outfit Und wenn ich die Tür wieder öffnete setzte ich mein Lächeln auf und versuchte einfach weiterzuleben.

      Mit 16 bekam ich meinen ersten Rechner. Schnell lernte ich Chatplattformen kennen und einen jungen Mann mit dem ich täglich mehrere Stunden telefonierte.
      Er wohnte 200km entfernt von mir.
      Als ich 17 Jahre alt war erkrankte meine Mutter plötzlich an Lungenkrebs. Als der Krebs entdeckt wurde hatte er bereits gestreut, eine Chemo war nicht mehr möglich. Innerhalb weniger Wochen verstarb sie.
      Nach der Beerdigung packte ich meine Sachen und zog zu meiner Internetbekanntschaft mit dem ich dann auch 3 Jahre eine Beziehung führte bis wir uns freundschaftlich trennten.
      Zu meiner Schwester hatte ich mal mehr und mal weniger Kontakt, nach allem was war konnte ich einfach für niemanden aus meiner Familie mehr ein inniges Verhältnis aufbauen. Was meine Brüder angeht, hatte ich zu dem jüngsten und dem zweitjüngsten hin und wieder Kontakt. Ich heiratete damals meinen ersten Mann, bekam eine Tochter, machte meine Ausbildung ging arbeiten und lebte einfach mit meiner Vergangenheit ohne ihr groß Beachtung zu schenken. Auch wenn das oft schwer war aber ich lernte zu funktionieren und zu verdrängen und mir ging es eigentlich recht gut damit.

      Nach 6 Jahren trennten mein erster Mann und ich uns. Auch hier wieder freundschaftlich und wir fanden einen guten gemeinsamen Umgang mit unserer Tochter.
      Als er eine neue Frau kennenlernte welche bereits zwei Kinder hat (damals 13 und 15) habe ich mich für ihn gefreut und es lief sehr gut was unsere Tochter anging.
      Aber dann kam unsere Tochter (sie war 5) irgendwann zu mir und erzählte davon, dass der Sohn der Freundin ihr Videos mit Nackten gezeigt hat und er sie untenrum angefasst hat. Für mich brach eine Welt zusammen. Mein Mann trennte sich von seiner Freundin und wir gingen mit unserer Tochter zur Kinderschutzambulanz und zur Therapie. Sie war damals zum Glück noch so klein, dass sie nicht verstanden hat, dass es sexueller Missbrauch ist und sie hat auch aufgrund der erfolgreichen Therapie keinen psychischen Schaden genommen. Das kann natürlich trotzdem jederzeit noch kommen, sie ist jetzt knapp 10 Jahre alt und daher kann ich ihren Vater umso weniger verstehen.
      Ein paar Monate nach dem Missbrauch kam er wieder mit der Frau zusammen. Ab da an wurde unserer Verhältnis schlecht. Ich ging zum Jugendamt, nachdem er verlauten ließ, dass jeder eine Chance verdient hat und der Junge eine Therapie machen würde.
      Das Jugendamt verbot dem Vater damals, dass der Junge und unsere Tochter sich sehen dürfen. Wenn er sich daran hält dürfe unsere Tochter weiterhin alle zwei Wochen zum Vater. Was sie natürlich auch wollte, er ist ihr Vater.
      Das ganze ist jetzt knapp 5 Jahre her, er ist weiterhin mit dieser Frau zusammen und hat den Jungen auch voll und ganz akzeptiert. Ich nicht! Was absolut keiner von denen verstehen kann, stattdessen werde ich als krank dargestellt und als neurotisch.
      Der Junge war damals zwar erst 13 Jahre alt, er ist therapiert und ich glaube auch nicht dass er sich nochmal an meiner Tochter vergehen würde aber er hat es getan und das ist etwas was ich niemals verzeihen werde und mein Mutterherz blutet bei dem Gedanken dass dort alle einen auf normal machen.
      Ich habe versucht gerichtlich dagegen vorzugehen. Erfolglos.

      Als ich noch mit ihm verheiratet war lernte er auch mal meine Schwester kennen und wenn man sich selten mal gesehen hat hat man sich auch verstanden. Als wir uns trennten und die das mit meiner Tochter geschah, hatten meine Schwester und mein Ex anscheinend guten Kontakt. Sie freundeten sich an und da meine Schwester damals große Probleme mit ihrem Mann hatte (sie hatten bereits 3 Mädchen zusammen) zog meine Schwester zu meinem Exmann.
      Ich fühlte mich irgendwie ziemlich hintergangen und der Kontakt war daher auch auf Eis.
      Es tat weh zu wissen dass alle einen auf Familie machten, vor allem eben auch dann wenn meine Tochter alle zwei Wochenenden da war und sich niemand für mich und meine Gefühle interessierte. Aber ehrlich gesagt kannte ich das ja schon.
      Ich lernte dann etwa ein Jahr später meinen jetzigen Mann kennen. Er ist großartig und ein toller Stiefvater für meine Tochter geworden und mittlerweile auch toller Vater unserer gemeinsamen 2 1/2 jährigen Tochter.
      Die zwei Brüder mit denen ich hier und da mal Kontakt hatte bedrohten und beleidigten mich auf ganz schlimme Art und Weise weil es ihnen nicht passte das mein Mann türkischer Abstammung ist.
      Daher gibt es auch keinerlei Kontakt. Hier und da erfahre ich wenn sie wieder mal im Gefängnis sitzen.
      Mein Bruder der mich als Kind missbrauchte hat sich im letzten Jahr das Leben genommen.

      Wir ziehen in 2 Monaten aus unserer Wohnung in unser gemeinsames Haus. Ich dachte ich würde jetzt endlich ankommen und Vergangenes hinter mir lassen können aber irgendwie ist mir das nicht gegönnt und nun zu dem was ich eigentlich schreiben wollte und wofür ich so weit ausholen musste (entschuldigt bitte dafür).

      Vor etwa 2 Jahren meldete sich meine Schwester bei mir. Sie würde gerne Kontakt haben, sie vermisst mich und auch wegen der Kinder würde sie es schön finden. Mich wurmte es noch immer total, dass sie so engen Kontakt zu meinem Exmann hat und seiner Frau dessen Sohn meine Tochter missbraucht hat aber ich schluckte es weil ich dachte jetzt wo meine Schwester mit meinen Nichten schon in meiner Nähe wohnt will ich auch ein Teil davon sein. Und die letzten 1 1/2 Jahre verstanden wir uns auch echt gut. Natürlich habe ich vieles ausgeblendet und geschluckt aber ich wollte eine Schwester haben, das Gefühl haben da ist noch jemand aus deiner Familie dem du doch nicht egal bist.
      Außerdem hat sie mittlerweile einen neuen Partner und vor 8 Monaten meinen Neffen geboren. Von Anfang an hatte ich den kleinen so unglaublich lieb dass ich manchmal sogar Angst davor hatte da ich das Gefühl nur von meinen Kindern und meinem Mann her kenne.
      Ich war froh, dass meine Schwester da war...


      Vor knapp zwei Monaten habe ich allerdings von meiner Tochter erfahren, dass die Freundin ihres Vaters samt dem Jungen bei ihm eingezogen ist.
      Meine Schwester wusste davon. Die wohnen wohl schon ein paar Wochen oder Monate zusammen und meine Schwester wusste es von Anfang an. Ich habe nie verlangt dass sie mir Story aus dem Leben meines Ex erzählt, wollte ich auch nie wissen weil es mir ehrlich gesagt nie gut damit ging zu wissen wie eng die sind.
      Aber ich hätte erwartet, dass Sie mir als meine Schwester erzählt, dass die dort eingezogen sind oder zumindest meinem Ex darauf hingewiesen hätte dass es mir dies zu erzählen hat. Stattdessen sollen es alle verheimlichen auch meine Tochter.
      Ich war enttäuscht als ich das erfahren habe und habe meine Schwester daraufhin angeschrieben. Das einzige was kam war, dass sie auf genau sowas keinen Bock hätte und sich einfach nur raushalten will. Danach blockierte sich mich überall.

      Ich weiß mittlerweile ehrlich gesagt nicht mal mehr was ich fühlen soll....
      Das hat mir so einen großen Stich ins Herz versetzt. Plötzlich habe ich wieder niemanden mehr. Meine Kinder und mein Mann sind die einzige Familie die ich habe, die einzige Familie die mich nicht enttäuscht und trotzdem fühle ich mich so allein.
      Meine Tochter hat durch die Schule und ihren Vater natürlich häufig Kontakt zu meinen Nichten und Neffen und zu meiner Schwester. Um so mehr tut es irgendwie weh wenn ich Fotos sehe wo alle zusammen Ausflüge machen, feiern, lachen... nur halt eben ohne mich.
      Ich will damit abschließen aber ich weiß nicht wie.
      Am liebsten würde ich meine Familie aus meinem Gedächtnis streichen und nie wieder ein Teil meines Lebens werden lassen.
      Aber das ganze hat mich so getroffen und verletzt, dass meine ganze Vergangenheit mich wieder einholt und mich frage warum ich ausgerechnet in diese Familie geboren wurde und wieso ich keinem einzigen von Ihnen wichtig bin.
      Für meine Kinder und meinen Mann funktioniere ich und habe Spaß mit ihnen aber im Inneren brodeln die Gedanken und machen mich verrückt in Momenten wo man mit seinen Gedanken ganz allein ist.
      Ich dachte nur, dass es gut tun könnte einfach mal alles rauszulassen auch, wenn vllt vieles kalt klingen mag wie ich über meine Vergangenheit „rede“ aber zum einen wollte ich textlich nicht noch mehr schreiben und zum anderen ist das mittlerweile meine Art geworden mit alldem umzugehen. Je oberflächlicher ich darüber rede, je mehr Zeit vergeht umso weniger fühlt es sich echt an.
      Aber das mit meiner Schwester hat mich erneut so aus der Bahn geworfen dass ich es einfach loswerden wollte....
      Ich wünsche mir so sehr, dass mich die Zeit auch ihr gegenüber kalt werden lässt aber durch den Kontakt zu meinem Ex und allem was dazu gehört wird es mir diesmal wirklich schwer gemacht. Einfach flüchten kann ja ich diesmal nicht....

      Es tut mir wirklich leid, dass mein Text so lang geworden ist, es musste einfach nur mal raus.

      S.

      • Ich denke du hast zwei grosse Baustellen, die eine ist deine Herkunftsfamilie, da würde ich eine Therapie empfehlen.

        Die andere Baustelle ist der sexuelle Übergriff. Da geht es nicht nur um dich, sondern in allererster Linie um deine Tochter (und auch um den Täter). Du sagst deine Tochter hat keine Folgeschäden. Die wird sie aber entwickeln, wenn du es nicht schaffst, mit der Geschichte klarzukommen. Was du dir ausbedingen kannst und sogar musst, ist dass deine Tochter NIE alleine mit dem damaligen Täter ist. Alles andere ist tatsächlich Geschichte, Teil eurer Biographie, welche alle ausser dir gut aufgerabeitet haben.
        Es ist wichtig sein Kind zu beschützen, es ist wichtig das Kind zu unterstützen, wenn es Missbrauchsopfer wird, es ist aber ebenso wichtig, die Weiterentwicklung nicht zu behindern. Gerade bei jungen Missbrauchsopfern besteht das Risiko, dass es Folgeschäden gibt durch die Art und Weise wie das Umfeld agiert. So wie du die Sache beschreibst, stellst du momentan genau in der Hinsicht einen Risikofaktor dar.

        • (3) 24.04.19 - 13:08

          Danke für deine Antwort. Das soll nicht ignorant rüber kommen aber ich glaube kaum dass es so ist wie du schilderst. Was den Missbrauch meiner Tochter angeht rede ich ganz offen mit ihr. Ich war von Anfang an an und auf ihrer Seite. Auch als gewisse Menschen behaupteten, es wäre nicht alles von dem wahr was meine Tochter uns erzählte.
          Sie weiß mit ihren noch 9 Jahren nichts von meinem eigenen Missbrauch und ich war noch nie schwach gegenüber meinen Kindern. Ganz im Gegenteil. Sie können sich immer voll und ganz auf mich als Mutter verlassen.
          Was den Jungen angeht rede ich offen mit ihr darüber, dass es mich stört, dass der Junge bei ihrem Vater lebt, dass ich den Umgang am liebsten verbieten würde. Aber ich habe sie ganz offen gefragt wie es ihr damit geht und was sie will. Sie liebt ihren Vater, sie hat das was damals angeht verarbeitet sagt sie, nimmt es selbst sogar nicht als so schlimm dar. Sie sagt sie würde es anders sehen wenn es ihr jetzt passiert wäre aber sie sagt ganz ehrlich, dass sie damals dachte es wäre einfach etwas verbotenes wie klauen und nur deshalb hat sie es mir gesagt und nicht weil es sie belastet hat. Genauso sprach sie auch damals mit den Therapeuten darüber.
          Sie hat dem Jungen verziehen sagt sie und ihn akzeptiert, akzeptiert aber auch, dass sie nie mit ihm alleine sein darf und dass ich diesem Jungen niemals verzeihen kann und auch genau deswegen diesen Bruch mit ihrem Vater habe. Meine Tochter und ich haben ein sehr gutes und offenes Verhältnis, weshalb sie auch zu mir kam nach einigen Wochen des Schweigens was den Zusammenzug anging. Ich kann verstehen, dass sie nicht eher zu mir kam und bin dankbar dafür, dass sie es doch tat.
          Würde ich jemals das Gefühl haben, dass sie die Situation bedrückt und sie würde nicht mehr zu ihrem Vater wollen würde ich wieder gerichtlich vorgehen. Aber sie liebt ihren Vater und auch die Freundin hat sie sehr ins Herz geschlossen.
          Wenn mir aber ein Zusammenzug aller verheimlicht wird hab ich doch das Recht diese Leute darauf vernünftig anzusprechen ohne, dass ich von meiner Schwester überall blockiert werde und von meinem Exmann als krank betitelt werde weil ich finde dass er echt ein moralisches Arschloch ist und ich nicht verstehen kann wie man als Vater mit demjenigen auf Familie machen kann der die eigene Tochter missbraucht hat.
          Glaube eher kaum, dass ich das Problem bin.
          Und eigentlich ging es auch gar nicht um den Missbrauch meiner Tochter.

          • Dadurch, dass du dem Täter nicht verzeihen kannst, deine Tochter aber schon, setzt du sie einem extremen Loyalitätskonflikt aus. Die Sicherheitsvorkehrungen scheinen ja alle ernst zu nehmen.
            Hut ab vor deiner Tochter, tolles Mädel!
            Natürlich erzählt dir keiner was von den Plänen, wird ja jeder wissen, wie du dem Jungen gegenüberstehst und wie du reagieren wirst.

            • Ich glaube nicht, dass ich dem Täter verzeihen muss nur weil meine Tochter es getan hat. Und das unabhängig davon, was mir passiert ist.
              Ich habe aber akzeptiert, dass sie ihm verziehen hat und verliere auch nicht ein einziges schlechtes Wort ihr gegenüber was ihren Vater, der Freundin oder ihren Kindern angeht.
              Und selbst wenn alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind bespricht man sowas mit der Mutter des Kindes zumal ich keine Furie bin und gewiss nicht mit Pistolen um mich schieße.

              Die hatten einfach Panik dass ich das nicht akzeptieren würde und das Sorgerecht einklagen würde.
              Mir ging und geht es aber immer um das Wohl meiner Tochter und da mir wichtig war was sie denkt und was sie möchte wäre ich diesen Schritt nicht gegangen. Aber ich werde einfach vor vollendeten Tatsachen gestellt. Und ich wiederhole mich wenn ich sage, dass es kein Grund ist mich überall zu blockieren weil man sich raushalten möchte und keinen Stress möchte. Sie hat mir kurz zuvor noch ins Gesicht gelogen obwohl ich gar nichts explizit gefragt habe. Nachdem mir meine Tochter aber dann von dem Zusammenzug erzählte war mir einiges klar. Wusste ich nicht, dass man als erwachsene Menschen vor allem als Schwester den anderen nicht auf so etwas ansprechen kann ohne direkt ignoriert zu werden.
              Ständig möchte mein Ex nun dass vieles über meine Schwester läuft.. er arbeitet mit ihrem Freund zusammen. Ich könne doch unsere Tochter dahin bringen dann kann er sie flexibel nach der Arbeit dort abholen. Sehe ich nicht ein. Ich wohne 5 Autominuten von ihr entfernt. Er kann sein Kind gefälligst hier abholen. Und generell soll vieles über sie laufen. Das möchte ich auch unabhängig von meinem Streit mit ihr nicht. Versteht er nicht und beleidigt mich als kranken Psycho der sie nicht mehr alle hat. Und da fallen noch einige andere Beleidigungen.
              Würden man anders mit mir umgehen und meine Bedenken und anderes einfach mal ernst nehmen wäre ich der letzte Mensch mit dem man nicht reden könnte.
              Ich muss mir aber auch nicht alles gefallen lassen.

    Hallo,
    lass dich mal drücken #liebdrueck

    Mir fehlen die Worte, ich kann es nicht fassen und wahrscheinlich kann sich keiner da reinversetzen, was du bisher alles aushalten musstest.

    Hast du beim Jugendamt angezeigt, daß der Stiefsohn mittlerweile beim Vater deiner Tochter wohnt - da können sich die beiden doch gar nicht aus dem Weg gehen.

    Ich weiß nicht, was ich dir bzgl. deiner Schwester raten soll - ob ihr einfach ein oberflächliches Verhältnis weiter aufrecht erhalten sollt.

    Konzentrier dich auf deinen Mann, deine Kinder. Das ist jetzt DEINE Familie. Und vlt. kannst du dir jemanden zum reden suchen - einfach reden kann manchmal wirklich helfen, auch wenn vieles dabei wieder hochkommt.

    Du bist eine wirklich starke Frau.
    LG und alles Gute

    • Dankeschön für deine Worte.
      Tatsächlich war ich beim Jugendamt und habe mir Rat eingeholt. Mittlerweile sieht es aber einfach so aus, dass der Junge so etabliert wurde, dass er von allen akzeptiert wurde einschließlich meiner Tochter. Sie hat ihm verziehen und es ist okay für sie, dass er bei ihrem Vater wohnt. Eigentlich freut sie sich, weil dadurch natürlich auch die Freundin ihres Vaters dort wohnt und die hat sie echt gern, auch die Tochter hat sie ins Herz geschlossen, die zwar ihre eigene Wohnung hat aber durch den zusammenzug nun auch öfter da ist. Mit meiner Schwester zusammen und ihren ganzen Kindern hat sie für sich dort eine echt tolle Familie. Das möchte sie natürlich nicht verlieren und ich stehe als Mutter irgendwie im Zwiespalt.
      Der Junge wurde laut Gutachten erfolgreich therapiert. Ein weiterer Missbrauch gegenüber meiner Tochter wird ausgeschlossen.
      Meine Chancen aktuell dagegen vorgehen zu können sind klein. Und meine Tochter würde so leiden, wenn sie nicht mehr zu ihrem Vater dürfe oder die Beziehung daran zerbricht, dass die Freundin wieder ausziehen muss.

      Du hast Recht ich muss mich auf meine eigene kleine Familie konzentrieren. Das würde mir mit einem klaren Bruch leichter fallen aber ich bekomme einfach ungewollt viel zu viel mit von denen und das stimmt mich einfach traurig.

      Ich muss versuchen neu anzufangen. Ich freue mich unglaublich auf unserer Haus und unsere neue Umgebung und vllt fällt es mir ja da leichter damit abzuschließen.

      • (10) 24.04.19 - 15:04

        Was deine Tochter betrifft: Hör nicht auf, ihr eine gute Mutter zu sein. I-wie wirst du damit umgehen (lernen müssen), dass sie eben diesen ständigen Kontakt zu dieser "großen Familie" hat und auch genießt.
        Dennoch versuche, einen guten Draht zu ihr zu halten - du bist die Mutter und das wirst du dann spüren bekommen, wenn es ihr nicht so gut geht.
        LG

    Sie müssen sich nicht aus dem Weg gehen, sie dürfen nur nicht unbeausichtigt sein.

Deine Lebensgeschichte ist sicherlich sehr schlimm und auch das, was deiner Tochter widerfuhr, ist eine schlimme Sache, die bestimmt sehr viel in dir an altem Schmerz ausgelöst hat.

Aber was mir aus deinen Zeilen entgegen springt, ist, dass du unbedingt lernen musst, dich selbst viel besser abzugrenzen, dich zu schützen und dich nicht zu verstricken, damit schützt du im Übrigen auch deine Tochter.

Ich weiß nicht, ob du das Ganze mal wirklich therapeutisch aufgearbeitet hast. Wenn nicht, wird es höchste Zeit und wenn doch, muss irgendwas schiefgelaufen sein, dass du noch so in deiner eigenen Vergangenheit drin steckst.

Deine Vergangenheit war schlimm. Ja. Aber du bist eine erwachsene Frau, die sich eben nicht mehr ständig, wie du es beschreibst, davon einholen lassen muss. Du bist keine Verdammte und auch nicht das einsame kleine Mädchen von damals, du hast eine Familie, für die du nicht nur funktionieren "musst", wie du es beschreibst, will sagen, du hast auch Menschen um dich herum, die dir wohlgesonnen sind. Da muss dein Blick hin. In die Gegenwart. In die Zukunft. Das bedeutet nicht, dass du jemals komplett abschließen wirst können mit deiner Geschichte, aber sie als Teil integrieren lernen, der heute nicht mehr dein ganzes Leben bestimmt und überschattet.

Zu deiner Tochter noch eine Anmerkung. Es gibt Menschen, die mit schlimmen Erlebnissen umgehen und sie bewältigen können. Es kommt darauf an, was sie selbst stützt und unterstützt. Du hast sie therapeutisch angebunden, was sicherlich richtig war, dann erkenne bitte auch, dass es keine Notwendigkeit ist, dass aus dieser einmaligen, wenn sicherlich auch schlimmen Sache für alle nicht unbedingt eine psychische Störung in der Zukunft zwangsläufig resultieren muss. Vielleicht hilft es dir, was deine Tochter angeht, mal nach Resilienz zu googeln. Ich schreibe dir das, weil du nachvollziehbar Befürchtungen hast, die aber vor allem auf deinem Hintergrund basieren und nicht eintreffen müssen, es ist eben keine Gesetzmäßigkeit. Und auch, wenn ich möglicherweise deinen Zorn auf mich ziehe, ist es für deine Tochter sogar gut, wenn sie mit dem Jungen Kontakt hat und merkt, okay, er hat etwas Schlimmes, Grenzüberschreitendes getan, aber ein Monster ist er nicht. Vielleicht hilft ihr das sogar beim Verarbeiten.

Ich lege dir wirklich dringend nahe, dass du dir Hilfe suchst und dich auf den Weg machst. #klee

  • Ich verstehe gar nicht wie alle darauf dreschen dass ich meiner Tochter im Wege stehen würde. Ich akzeptiere die Gefühle meiner Tochter und stehe ihr da auch nicht im Wege und trotzdem muss ich den Jungen doch nicht mögen oder toll finden dass alle innerhalb kürzester Zeit auf normal machen und da war nicht mal die Therapie meiner Tochter beendet und der Junge hatte seine nicht mal begonnen.

    Und es ging hier auch nicht um den Missbrauch meiner Tochter sondern um das Verhalten meiner Schwester mir gegenüber.
    Damit ihr verstehen könnt wieso mich ihr Verhalten so verletzt habe ich von meiner Vergangenheit erzählt.
    Es ging darum wie ich mich fühle eigentlich 7 Geschwister zu haben und doch nicht einen einzigen.

    • Und ich glaube auch nicht, dass ich mir für meine Tochter alles gefallen lassen muss.
      Mein Ex hat zu Zeiten als ich das Jugendamt einschaltete lauter heftiger Gerüchte in die Welt gesetzt, sein eigenes Kind versucht gegen mich aufzubringen und erzählt ihr immer wieder wie scheisse doch Ausländer sind. Und generell sind seine Ansichten sehr skurril.
      Und trotz allem rede ich ohne Hass, Vorurteile oder sonst irgendwas über ihren Vater oder die anderen.

      • Das meine ich mit abgrenzen...

        Dein Ex ist dein Ex. Er ist deine Vergangenheit. Du bestimmst deine Gegenwart und Zukunft selbst.
        Du brauchst eine Haltung, dass es dir egal wird, was er über dich sagt oder über Ausländer und wie skurril seine Ansichten sind. Das braucht dich nicht jucken. Er hat keine Deutungshoheit über dein Leben. Er hat dir nicht zu sagen, wie gestört du bist, wenn du doch weißt, dass es nicht so ist.
        Aber dahinzukommen, dass du dich emotional nicht mehr verstricken und in den Sumpf ziehen lässt - auch nicht durch deine Schwester, bzw. deine Geschwister - dabei brauchst du dringend Unterstützung meiner Ansicht nach, damit du den Blick auf die guten Dinge richten kannst, die in deinem Leben nun einmal auch vorhanden sind und die eine viel größere Rolle und Wichtigkeit haben sollten als der ganze Mist.

        • Es hat keine Bedeutung für mich was mein Ex mir sagt. Ich sagte dass seine Beleidigungen seine Reaktion auf meine Unterhaltungsversuche mit ihm sind. Und dass ich mir nicht alles gefallen lassen muss.
          Und ich finde es nicht in Ordnung wenn er unserer Tochter sagt das Ausländer alle scheisse sind und ihr ein solches Bild vermittelt.
          Und ich fühle mich durch ihn sicherlich nicht angegriffen ich will nur das auch meine Sorgen ernst genommen werden und dass meine Tochter anständig erzogen wird.

    Du solltest wirklich lernen, dich besser abzugrenzen und dir dabei dringend Hilfe suchen. Ich wollte dich weder angreifen noch kritisieren, sondern dir Möglichkeiten zeigen, wie du besser mit deiner Lebensgeschichte und der Gesamtsituation umgehen kannst. #klee

    • Das hat nichts mit abgrenzen zu tun. Ich habe mit dem Rest meiner Familie abgeschlossen. Sie interessieren mich nicht einmal.
      Die letzten 1 1/2 Jahren waren meine Schwester und ich wirklich eng und ich habe richtig guten Kontakt zu meinen Nichten gehabt und auch meinen Neffen habe ich unglaublich lieb. Ich fühle mich einfach hintergangen. Nachdem ich Sie darauf ansprach hätte man ganz normal reden können. Ich habe deren Freundschaft immer akzeptiert und habe nie ein schlechtes Wort darüber verloren. In der Regel gar keins.
      Dass mich blockiert darf mich doch verletzten oder nicht. Und gerade eben nach unserer Familiengeschichte.
      Ich habe über meine Vergangenheit geschrieben für das bessere Verständnis nicht weil ich damit nicht klar komme. Ich sehe meine Vergangenheit nüchtern und habe einfach nur versucht mir hier ein neues Leben aufzubauen. Ich habe die Menschen die mir nicht gut taten aus meinem Leben verbannt. Mit meinen Brüdern habe ich seit Jahren keinen Kontakt.

      Nachdem meine Schwester hier in die Nähe zog und sie mich anschrieb habe ich uns eine Chance gegeben auch gerade für meine Kinder.
      Ich wollte nur nie Mittel zum Zweck sein. Das war ich aber für sie denn sie war ziemlich alleine als sie hier hin zog. Mein Ex ist sehr viel arbeiten und seine Freundin auch. Ihr wurde Langweilig.
      Die Wochenenden meldete man sich kaum bei mir, da an diesen tagen ja nicht gearbeitet werden musste.

      Ich bin doch keine Maschine die ständig sagen kann ach scheiss drauf.

      Ich lebe ganz normal weiter mit meinem Mann und meinen Kindern. Ich bin weder depressiv, aggressiv oder mies gelaunt gegenüber meinen Kindern. Und generell komme ich gut zurecht.
      Trotzdem habe ich das Recht enttäuscht zu sein diesem Luft zu machen... ich habe nicht vor mich an irgendwas zu klammern. Mir ist bewusst dass da kein Zusammenkommen ist und trotzdem darf mich das doch traurig stimmen.

Es tut mir sehr leid, dass du in deinem Leben so viel Schlimmes erleben musstest. #blume

Soweit ich verstanden habe, bist du traurig, mit keinem deiner 6 Geschwister Kontakt zu haben. Das verstehe ich, ich wäre da auch traurig. Trotz der schweren Kindheit willst du deine Vergangenheit/Geschwister aber nicht zurück lassen, sondern weiterhin Kontakt haben, oder?

Die 2 Brüder, die deinen Mann aufgrund seiner Abstammung nicht akzeptieren und regelmäßig im Gefängnis sitzen, würde ich abschreiben. Du kannst ja die Tür angelehnt lassen, vielleicht berappeln sie sich irgendwann mal. Aktuell ist es wohl besser, dass die 2 kein aktiver Bestandteil deines Lebens sind.

Ein Bruder hat sich umgebracht.

Du spricht öfter von deinem einzig vernünftigen Bruder, der weggezogen ist. Außerdem gibt's noch den jüngsten Bruder - was ist mit den beiden, ließe sich da ein Kontakt aufbauen?

Dann deine Schwester, um die es dir hauptsächlich zu gehen scheint. Sie scheint den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, im Zweifel auch ohne dich. Eine Schönwetter-Schwester sozusagen. Was spricht dagegen, eine oberflächliche Beziehung mit der Schwester und deren Kindern weiterzuführen? ich denke, wenn du sie in die Geschichte mit deinem Exmann und deiner Tochter mit reinziehst, wird die sich wieder verdünnisieren (macht sie ja gerade).

Falls ich soweit überhaupt richtig liege, schreibe ich nach einer Antwort von dir gerne weiter.

  • Danke dir. Ja soweit liegst du richtig. Bis sie hier her zog war alles in Ordnung für mich. Ich kam gut zurecht damit dass meine Familie so ist und ich eben keine Bilderbuchfamilie habe. Und auch damit dass der Kontakt zu meinen Geschwistern begrenzt ist. Aber in den letzten 1 1/2 Jahren wurde sie einfach mehr zu meiner Familie als sonst überhaupt. Gerade wegen meinen Nichten.
    Und daher verletzt es mich einfach so sehr wie schnell ich bei ihr abgeschrieben war.
    Was natürlich alte Wunden aufreisst aber ich verfalle nicht in Selbstmitleid oder so.

    Der jüngste Bruder ist einer von den beiden die meinen Mann und unsere Tochter missachten. Er und der andere sind auch die die ständig im Gefängnis sitzen. Sie sind auch abhängig und stecken immer wieder in Schwierigkeiten.

    Zwischen dem Bruder der vernünftig ist und mir liegen 13 Jahre. Als er 18 war zog er damals aus und wandte sich dem Glauben zu und seiner neuen religiösen Familie. Er baute sich sein eigenes Leben auf und nachdem ich aus der Heimat zog verlief es sich aus verschiedenen Gründen
    Ich schließe bei ihm nie aus dass man sich nochmal annähert aber aktuell ist das nicht so.

    Der andere brachte sich wie gesagt um und mein ältester Bruder ist 16 Jahre älter als ich und ich kann mich kaum an ihn erinnern. Im Kindergartenalter war er plötzlich nicht mehr da. Als er auszog hat er sich nur noch einmal gemeldet. Danach nie wieder.

    • Vorab: Ich hab mir auch den Rest deiner Antworten durchgelesen und sehe es wie Motzgurke. Du gehst erstaunlich reflektiert und ohne Verbitterung mit dem ganzen Thema um, Respekt! Ich finde es auch wirklich schade, dass du von vielen (hier im Forum und scheinbar auch bei deinen Verwandten) als die Engstirnige hingestellt und hintergangen wirst.

      Schwierige Sache. Die "lebenstüchtigen" Geschwister haben früh das für sie richtige getan und sich von der Familie abgewandt. Liebe TE, du wirst es zwar rational eh wissen trotzdem möchte ich dir nochmal deutlich sagen: Deine Geschwister haben sich nicht von DIR persönlich abgewandt, sondern haben zu ihrem eigenen Schutz einen Cut mit der Familie gemacht. Bitte zieh dir den Schuh nicht an, dass das was mit dir persönlich zu tun hätte! Du warst ein Kind und das schwächste Mitglied der Familie.

      Deine Schwester hat ihr ganzes Leben lang nie zu dir gestanden. Ich kenne die Frau nicht persönlich, aber es zieht sich wie ein roter Faden durch eure Historie. In jungen Jahren hat sie die 1.Gelegenheit genutzt, zu ihrem Freund zu ziehen. Das ist ok, sie war noch ein halbes Kind, musste an sich selbst denken - auch wenn das bedeutet, dich zurück zu lassen. Ich schätze mal, der Kontakt danach war nicht sehr innig. Du hast dich in den letzte 1 1/2 Jahren sehr schwesterlich benommen. Sie hat bei der ersten Gelegenheit ihre Illoyalität dir gegenüber gezeigt. Ich denke, wenn man deine Schwester vor die Wahl stellen würde: Du oder dein Ex+Anhang... Ich wüsste spätestens jetzt, was ich von der Frau zu halten habe. Das mag hart klingen, aber in meinem Umfeld sind Geschwister loyaler zueinander.

      Ich denke, am gesündesten für dich wäre eine gewisse Distanz zur Schwester. Du kannst die Menschen nicht ändern, nur dich selbst. Keine Erwartungen oder Loayalitätsanforderungen an sie. Schönwetter-Schwester halt. Man nimmt die schönen Stunden mit.

      Du sehnst dich nach deinen Nichten und Neffen. Je nachdem wie alt sie sind, können sie auch zu dir und deinen Kindern eine enge Bindung aufbauen, ohne dass ihre Mutter involviert ist. Vielleicht lassen sie sich aber auch von der Mutter beeinflussen - in dem Fall wäre es eine Überlegung, den Kontakt zu deinem Teil der Familie einzustellen.

      Dennoch, du suchst familiären Halt. Ich würde dir auch empfehlen, dich auf deine eigene kleine Familie zu fokussieren, auf Menschen, auf die du dich verlassen kannst. Wie ist denn die Schwiegerfamilie drauf?

      Im übrigen würde ich dem Täter-Jungen auch keinen cm über den Weg trauen. Auch ohne dass ich die Mutter des Opfers bin. Ich seh's wie du - der Junge wusste sehr genau, was er deiner Tochter da antut. Dass er ihr zuerst Lügen unterstellt, etc.... sein ganzer Umgang mit der Sache macht's nicht besser. Der Vater hätte nicht mit der Mutter des Täters zusammenziehen dürfen, wenn er an seine Tochter gedacht hätte.

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