Was soll man da noch tun? Chancenlos?

    • (1) 26.04.19 - 20:54
      Bisschen anders

      Hallo.

      Zum Glück geht es nur um eine theoretische Frage und ich bin nicht betroffen. Ich bin schon seit Jahren hier unterwegs. Eine zeitlang häuften sich die Themen um eine bestimmte Sache, aktuell lese ich es nur vereinzelt, aber jedesmal war ich wirklich betroffen und sah selbst keinerlei Lösung. Ich hoffe, ich komme nie selbst in die Lage.

      Also es geht um das Thema, dass der Partner plötzlich mit einer Frau befreundet ist, die ihm immer wichtiger zu werden scheint. Woher ist ja egal. Eben, dass der Mann (Geschlechterrolle könnte natürlich auch vertauscht sein) plötzlich immer mehr Kontakt zB zu einer Arbeitskollegin hat. Ob das nun nur virtuell oder auch mit persönlichen Treffen stattfindet spielt keine Rolle.

      Nun tun dies die Herren ja sogar oft entgegen dem (verständlichen) Wunsch der eigenen Partnerin. Und die Begründung, da sei schließlich nichts, die Andere sei einem aber so wichtig, das lasse man sich nicht verbieten, könnte demütigender ja nicht sein.

      Mich beschäftigt nur ehrlich die Frage, gibt es überhaupt etwas, was Frau da tun könnte, wenn sie sich wünscht, die Ehe/Partnerschaft zu erhalten? Ich erinnere mich wirklich dunkel an einen Beitrag vor Monaten, wo es um eine scheinbar gut laufende, langjährige Ehe ging. Sowas muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was die Männer da ihren Frauen antun, selbst, wenn sie sich zu dem Zeitpunkt noch nichts zu Schulden haben kommen lassen. Aber aus meiner Sicht bleibt da doch dann wirklich nichts mehr, als dem Mann ganz klar zu sagen, dass weiterer Kontakt zur Trennung führt und das dann sofort durchzuziehen. Das wäre aus meiner Sicht der einzige, wenn auch gefährliche Weg, dem Mann die Augen zu öffnen und die geringe Chance, dass er aufhört, ohne, dass es zur Affaire kommt.

      So etwas laufen zu lassen und abzuwarten gipfelt doch fast zwangsläufig darin, dass man entweder betrogen oder verlassen wird. Wenn der Mann dann hinterher merkt, was er verzapft hat und zum Weib zurückkehrt, ist der Betrug ja passiert. Bringt aus meiner Sicht also mal gar nichts.

      Ich stelle mir gerade einfach vor, wie aus einem oberflächlichen Kontakt auch in einer fundierten Partnerschaft so etwas schlimmes erwachsen kann, was auch in einem vermeintlich frühen Stadium nicht aufzuhalten wäre. Ich würde das als so frustrierend, verletzend und demütigend empfinden.

      Kann jemand meine verrückten Gedanken nachvollziehen?

      • Ich verstehe bis heute das Problem nicht... Kumpels des gleichen Geschlechts sind immer gern gesehen und vollkommen akzeptiert, aber wehe es ist mal das andere Geschlecht, dann wird ein Fass aufgemacht, obwohl sich der Partner bei beiden identisch verhält.

        Mein Mann hat eine beste Freundin und ich würde im Traum nie daran denken ihm das zu verbieten. Warum denn auch? Ob er nun mit nem Mann irgendwo versumpft oder mit ner Frau. Ich hatte auch eine zeitlang einen sehr guten Freund, aber das hat sich dann leider aufgrund sich ändernder Interessen im Sande verlaufen. Ich war allgemein nie wirklich mit Frauen befreundet.

        • Ich sehe, dass du es nicht verstehst. Es geht hier nicht darum, dem Partner/ der Partnerin einen Freund/eine Freundin zu verbieten oder zu erlauben oder wie auch immer. Daher ist es auch unerheblich und nicht Thema, ob das bei dir, deinem Mann und seiner besten Freundin wunderbar funktioniert. Wobei mir bei „bester Freundin des Mannes“ oder wahlweise auch „Seelenverwandtschaft“ immer irgendwie die Augenbraue zuckt. Sei‘s drum.

          Es geht der TE um den Moment, wo man erkennt, dass dem Partner/ der Partnerin ein Mensch des anderen Geschlechts immer wichtiger wird, bis nach der immer enger werdenden emotionalen Bindung irgendwann folgerichtig auch die körperliche Vereinigung folgt. Und was man dagegen tun kann. Ob man am besten gleich die Reissleine zieht und versucht, damit noch zu retten was zu retten ist oder eben den Dingen ihren Lauf lässt.

          Sinnerfassend zu lesen kann so schön sein.

      (4) 26.04.19 - 21:21

      Warum dürfen Männer und Frauen nicht befreundet sein? Sobald jemand in einer Beziehung ist, darf man nur noch gleichgeschlechtliche Freundschaften pflegen? Ist doch Blödsinn. Ich bin glücklich verheiratet, mein bester Freund auch.

      • Es geht doch nicht um die Freundschaft an sich, sondern darum, dass die/der Freund(in) über den Partner gestellt wird! Da steckt meines Erachtens schon immer mehr dahinter, sonst würde man den Wunsch des Partners respektieren um ihn nicht zu verletzen! Ich gebe der TE 100% Recht!#ole

    Ich denke man kann das gar nicht pauschalisieren. Es gibt durchaus solche Freundschaften, wo es gut geht. Gefährlich wird es, wenn der Partner anfängt, Kontakte zu verheimlichen und etwas gegen den Willen der Partnerin macht z. B. treffen. Wenn mir jemand sympathisch ist, kann man sich doch zusammen treffen und der Partner merkt, dass da keine Gefahr ausgeht? Seltsam finde ich es, wenn auf einmal jemand neues ins Leben trifft, nie der Partnerin vorgestellt wird und auf einmal die Rede von Seelenverwandtschaft ist etc. Das kann man sagen, wenn man sich bereits Jahrzehnte kennt aber doch nicht nach ein paar Wochen. Da würde ich als Partnerin mir schlecht vorkommen, da ja die Seelenverwandte eigentlich Ich sein sollte und nicht jemand dahergelaufenes. Sich sympathisch sein und jemandem mögen ist OK.

  • (7) 26.04.19 - 21:42

    "Aber aus meiner Sicht bleibt da doch dann wirklich nichts mehr, als dem Mann ganz klar zu sagen, dass weiterer Kontakt zur Trennung führt und das dann sofort durchzuziehen. Das wäre aus meiner Sicht der einzige, wenn auch gefährliche Weg, dem Mann die Augen zu öffnen und die geringe Chance, dass er aufhört, ohne, dass es zur Affaire kommt."

    Hätte mir mein Partner derart die Pistole auf die Brust gesetzt, wäre für mich die Beziehung ohnehin erledigt gewesen. Ein Ultimatum ist auch kein so hochtrabend und scheinbar überlegenes "Augen öffnen", sondern schlicht das Durchsetzen des eigenen Willens auf Biegen und Brechen.

    "Und die Begründung, da sei schließlich nichts, die Andere sei einem aber so wichtig, das lasse man sich nicht verbieten, könnte demütigender ja nicht sein."

    Als viel demütigender empfinde ich die Unterstellung, dass mit Loyalität beim eigenen Partner nicht gerechnet werden kann und er daher überwacht werden muss.
    Vertrauen sieht jedenfalls anders aus.

    Ich bin mit einem Kollegen seit nunmehr 18 Jahren befreundet, mit meinem Partner seit 21 Jahren zusammen. Zum Glück hat er so viel Selbstbewusstsein, dass er mich mit einem solchen Affentheater verschont hat.

    (8) 26.04.19 - 21:46
    VerstehedasProblemni

    Ich selbst bin seit über 18 Jahren mit einem Mann sehr gut befreundet.
    Er war immer mit ein und derselben Frau zusammen und hat diese auch geheiratet und 2 Kinder mit ihr bekommen.
    Ich gehe und ging in seiner Familie ein und aus. Es gab niemals Komplikationen und wir hatten und haben keine sexuelle Verbundenheit. Mittlerweile ist er geschieden und Single.
    Er ist auf meiner Hochzeit mein Trauzeuge gewesen und für mich die 1. Adresse, wenn ich einen Rat brauche. Ich bin einfach Glücklich, auf so eine lange und beständige Freundschaft zu vertrauen. Dies ist mir sehr wichtig.
    Mein Ehemann hat und hatte niemals das Gefühl, mit ihm einen Konkurrenzkampf führen zu müssen. Für uns passt alles, wie es ist. Man muss nicht immer nur vom schlimmsten ausgehen :-)

    Ich kann mich da nur meinen Vorschreiberinnen anschließen.

    Ich selbst komme grundsätzlich besser mit Männern als mit Frauen aus und im Leben lernt man immer wieder neue Menschen kennen und schätzen. Man schließt eben neue Freundschaften und warum zum Geier darf dies nur gleichgeschlechtlich sein und was machen Menschen, die sexuell an beiden Geschlechtern Interesse haben? Dürfen jene dann gar keine Freunde mehr haben?

    Warum muss man davon ausgehen, dass man betrogen wird oder verlassen wenn man diese Freundschaft duldet (schreckliches Wort als wäre man der Gebieter über den Partner)?

    Ich denke eher, dass Verbote und Erpressung den Partner in diese Richtung treiben.

    Tatsächlich bin ich sehr froh dass mein Partner und ich genug Selbstbewusstsein haben um zu verstehen, dass Freundschaften auch zwischen den verschiedenen Geschlechtern funktionieren und gut sind. Meine Kumpels sind eine Bereicherung und keine Konkurrenz für ihn.

    Ich bin mit ihm zusammen und habe ihn als Vater meiner Kinder gewählt dennoch brauche ich auch Freundschaften, die sich in einer völlig anderen Dimension abspielen als unsere Partnerschaft. Meine Kumpels sind mir ähnlich und haben die gleichen Interessen wie ich, mein Partner teilt diese teilweise nicht und so ist er froh, dass ich dafür andere habe und er die Dinge mit mir unternimmt die ihm auch Spaß machen.

    Würde er mir in dem Punkt Misstrauen hätte er sich nunmal niemals auf mich einlassen dürfen, denn in dem Moment indem mein Partner anfängt mir Vorschriften machen zu wollen hat er verloren.

    • Ich komme auch besser mit Männern als mit Frauen aus, dennoch würde ich niemanden über meinen Mann stellen!

      • Du würdest also eine Freundschaft aufgeben deinem Mann zuliebe?

        Bei uns ist der Punkt, dass niemand über einem anderen steht. Ich muss nicht wählen und ja mein Partner hat meine Freundschaften zu akzeptieren sonst kann er gehen. Wahre Freunde sind etwas fürs Leben Partner.... Nunja sagen wir sind ersetzbar. Mein Partner muss mich nehmen wie ich bin und das gehört nunmal zu mir.

        • Du willst es nicht verstehen oder? Ich habe "gesunde" Freundschaften, die eine Eifersucht seitens meines Mannes nicht notwendig machen. So weit, dass ich heimlich mit jemandem schreibe oder mich bei meinem männlichen Kumpel ausheulen muss wie schlecht es mir in der Ehe doch geht oder wie unverstanden ich mich fühle (das zielt meines Erachtens nur auf eins ab!!), kommt es bei mir nicht! Weil wenn ich ein Problem habe, regle ich das mit dem, mit dem ich es habe-mit meinem Mann! Alles andere wäre unfair und wie gesagt, niedere Beweggründe.

          • Ich finde nicht, dass man in einer Partnerschaft immer alles nur mit dem Partner zu klären hat und man sich durchaus bei Freunden auch mal ausheulen darf.
            Mir hat die Sicht von Freunden in einer verfahrenen Situation schon oft geholfen und mir die Augen geöffnet.
            Dabei würde ich meinen Partner allerdings nie schlecht machen, sondern ausschließlich Fakten weiter geben.
            Von dem her verstehe ich was du meinst, wenn jemand kein gutes Wort an seiner Partnerschaft lässt zielt es vermutlich tatsächlich nur auf das eine ab und man versucht sich als armes Hascherl darzustellen, das unbedingt "getröstet" werden muss von jemandem, der einen so viel besser versteht (in dem Fall der vermindliche Freund/Freundin). Meinst du es so?

            Heimlichkeiten Jeder Art finde ich allerdings auch ganz furchtbar ich stehe zu allem was ich schreibe, sage und tue und sehe keinen Grund darin irgendwas zu verheimlichen.

            Reagiert der Partner allerdings zunehmend genervt auf offensichtliches Getippsel und macht jedesmal eine Szene kann ich sogar das verstehen.

            Es kommt eben wirklich auf die Situation an finde ich und Pauschalaussagen ergeben eben keinen Sinn.

            • Genau so meine ich das, und das mit dem Ausheulen hast du auch komplett richtig verstanden. Deine Einstellung klingt auch sehr gesund für mich, nur eben diese Verheimlicherei ist für mich schon ein Indiz, dass da mehr im Argen sein muss, sonst müsste man es ja nicht verheimlichen. Und wenn mein Partner mich bitten sollte, zu xy keinen Kontakt mehr zu haben, sollte ich mich auch mal selbst reflektieren und nicht von vornherein pauschal sagen, Pech gehabt oder es dann eben heimlich machen.#winke

              • Ja ich verstehe absolut was du meinst.
                Natürlich darf mein Partner auch Kritik äußern, gerade wenn er ein ungutes Gefühl hat in Bezug auf eine Freundschaft.

                Wenn er allerdings trotz vieler Beteuerungen meinerseits immer noch ein ungutes Gefühl hat ist es vorrangig sein Problem und seine Unsicherheit, denn wenn nichts zu befürchten ist und ich das versichere ist dem auch so.

                Vielleicht liegt es allerdings auch an unserem generellen Umgang miteinander. Es gibt bei uns keinen Besitzanspruch und wir können uns auch darauf verlassen, dass der andere es zugibt sollte er sich "fremdverknallen". Uns ist Offenheit einfach wichtig daher kenne ich solche Kontakt er böte und Ultimaten nicht.

                Bei den Heimlichkeiten denke ich wie gesagt auch, dass es drauf ankommt. Wie oft liest man hier, dass gerade Frauen oft zur Furie werden, wenn ihre Partner andere Frauen auch nur anschauen oder gar nett zu ihnen sind. Oft hat man hier schon gelesen, dass der Partner offen war und nebenbei erklärte mit wem er dann zum Sport gehen würde und Frau tickte völlig aus obwohl er es ja sagte. Dann kann ich es tatsächlich verstehen, wenn man Dinge ab dann verheimlicht immerhin tickt sie ja so oder so aus.

                Wie dem auch sei ich empfinde deine Argumentation logisch, danke für die Ausführung.

(16) 26.04.19 - 21:56

Ja Mensch, ich schrieb doch theoretisch.

Damit meine ich natürlich, dass die Gesamtsituation einem blinden mit Krückstock klar ist, dass sich da mehr anbahnt. Es sollte keine Grundsatzdiskussion sein, ob platonische Freundschaften zum anderen Geschlecht möglich sind, was ich niemals ausschließen würde.

Es geht darum, dass plötzlich eine neue Frau in das Leben eines Mannes eintritt und vollkommen unnötig immer mehr Raum einnimmt, wo eben klar ist, dass die Situation brisant ist. Siehe aktuell der Beitrag kurz hier drunter.

Darum geht es mir, wenn es höchstwahrscheinlich auf einen Seitensprung hinausläuft, nicht, generell andersgeschlechtlichen Umgang zu verbieten.

  • Und dass es auf einen Seitensprung hinaus läuft erkennt man woran?
    Meine Glaskugel funktioniert bei so etwas nicht.

    Mal anders herum... Was bringt einem ein Ultimatum in dem Moment? Es gibt nichts unerotischeres als ein Mensch, der sich bedroht fühlt und mit so einem Aufstand in Form solch einer Forderung gibt man dies auch noch offen zu.
    Zudem würde ich mir überlegen, sollte dieses Ultimatum ziehen, wann kommt die nächste Frau, die eine potentielle Bedrohung für die Beziehung darstellt?

    Verstehst du was ich meine? Ist ein Mann tendenziell zugängig für so etwas wird es nicht die letzte Situation gewesen sein und somit sollte man sich generell überlegen ob monogamie dann das richtige ist oder ob der Partner der falsche ist.

    (18) 26.04.19 - 22:25
    DasleseichausdemBeit

    Also, ich habe besagten Beitrag gestern gelesen.
    Aber ehrlich gesagt, "könnte" es sich hier auch um eine reine platonisch Freundschaft handeln. Gegenteiliges lese ich dort nicht.

    Aber klar, wenn alles eindeutig ist und man sich nach vorangegangenen Gesprächen sicher ist, dass mehr laufen wird oder Tatsachen bereits geschaffen wurden, kann man wohl wirklich "nur" für sich einen Schlussstrich ziehen..:-(

    Ich verstehe was du meinst. Ich habe 2 männliche beste freunde. Die kennen mich in und auswendig und natürlich vertraue ich Ihnen auch Dinge an, die nicht jeder wissen muss. Aber auch für mich gibt es da Grenzen. Die gibt es aber bei meiner weiblichen besten Freundin auch.
    Der Kontakt auf den du anspielst wäre mir auch Zuviel. Zumindest grundlos und auf Dauer!
    Aber die Wahrheit ist, als Partner/in kannst tatsächlich nichts machen. Es liegt an der Person selbst Grenzen zu ziehen und entsprechend zu handeln wenn Gefahr für die Beziehung besteht. Und wenn er / sie das nicht will. Was willst du machen?

Ich hatte auch so einen Mann, nach außen hui und heimlich... Ihr wollt es nicht wissen. Ich hätte mir gewünscht, dass er offen und ehrlich damit umgeht. Und vor allem mit mir redet und mir sagt, was in ihm vorgeht.

Ich war oft emotional komplett am Boden und ich fühlte mich jedes, wirklich jedes Mal komplett hängen gelassen und hat es mir vorgeworfen.
Dann hatte ich eine Affäre, dieser Mann hat mich komplett angezogen, wie an einer Schnur. Ich konnte mich dem nicht erwehren. Wie damit umgehen? Ich war offen und ehrlich zu meinem Mann und war am Boden zerstört. Ich bat ihn um Beistand und dass wir das überstehen. Er fühlte sich beleidigt von mir und ist aggressiv geworden. Hat mich also komplett allein gelassen. Die Affäre war dann beendet und wir fanden wieder zusammen. Es lief ganz gut eine kurze Zeit.
Anfang des Jahres habe ich herausgefunden, dass mein Mann seit immer schon außereheliche sexuelle Kontakte unterhält, seit Jahr und Tag...
Inzwischen sind wir getrennt und ich ertrage nicht einmal mehr seine Nähe. Schrecklich ist das.
Wie gesagt, ich hätte mir Offenheit und Zusammenhalt gewünscht. Damit kann man solchen Krisen begegnen, davon bin ich überzeugt.

Bevor ich meinem Partner irgendetwas verbieten oder vorschreiben würde oder ihn darum bäte, einen Kontakt zu einer Frau zu reduzieren, würde ich lieber in Kauf nehmen, dass er sich verguckt oder gar auch “fremdgeht“.
Ich scheue den Vergleich mit anderen Frauen nicht und glaube, dass es gar nicht mal schlecht für die eigene langjährige Beziehung ist, wenn jemand von außen mal wieder beide Partner dazu nötigt, ihren Standpunkt und ihre Beziehung zueinander zu bestimmen und sich zu fragen: Lieben wir uns noch? Führen wir noch die Beziehung, die wir führen wollen?
Krisen, und dazu gehört sicherlich auch, wenn man sich frendverguckt, sind immer auch eine Chance für die eigene Beziehung.
Damit das klappt, braucht man natürlich einen Partner, der nicht Verliebtheit mit Liebe verwechselt und man selbst sollte sich dieses Unterschieds auch bewusst sein.
Auch wenn es schmerzhaft sein kann, ich gönne meinen Partner das Gefühl, verliebt zu sein. Und er darf das auch auskosten so sehr er das will. Er gehört mir doch nicht.
Ich vertraue lieber darauf, dass uns so viel verbindet und trägt, dass er nicht alles wegen ein paar Schmetterlingen hinschmeißt.
Was wäre es denn für eine Liebe, in der man einander gegenseitig ein- und beschränkt? Das kann nur auf freiwilliger Basis geschehen, dass man sich selbst beschränkt. Alles andere finde ich zutiefst bevormundend.

(22) 27.04.19 - 00:08

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Eine solche Freundschaft hat mit dazu geführt, dass ich mich nach langjähriger Ehe getrennt habe, da mir durch die Freundschaft bewusst wurde, was mir in meiner Beziehung fehlt. Den Kontakt hätte ich mir nicht verbieten lassen, dazu war mir dieser Mensch viel zu wichtig geworden. Ich bereue den Schritt nicht, auch wenn ich mit ihm nicht zusammen sein kann und nie werde, da er in seiner Beziehung bleibt. Aber auch er wird sich mich nie verbieten lassen, sie kämpft seit 2 Jahren drum, dass er mich aufgibt, aber er kann es nicht, er will es nicht. Manchmal denke ich, er wartet förmlich drauf, dass sie sich trennt, weil er nicht der A.... sein will, der Frau und Kind verlassen hat. Aber sie bleibt und nimmt es weiter hin, dass er seine freie Zeit lieber mit mir verbringt. Ich könnte es nicht und es ist ein Grund, warum ich ihn auch nie selbst als Partner wollen würde (das weiß er auch), für mich ist es feige und inkonsequent, was das betrifft, und was er macht, ist Betrug, auch wenn er es nicht praktisch durchzieht, im Kopf geht er fremd seit 2 Jahren. Denke, seine Frau glaubt ihm, dass es harmlos ist, aber wenn die mal sehen würde, was er mir so schreibt, holla, Cybersex lässt grüßen.

Für langjährige Freundschaften mag das anders aussehen, aber wenn mein Partner plötzlich eine neue beste Freundin hat, wäre ich auch auf der Hut. Ob man es verhindern kann, weiß ich nicht, denke, manche sind einfach immer auf der Pirsch, kommt sicher auf den Mann an.

(23) 27.04.19 - 06:34

Ich kann aus der Sicht einer Ehefrau sprechen, die sich neu verliebt hat:

Ich war in einer Langzeitbeziehung: über 20 Jahre waren wir zusammen. 12 Jahre davon verheiratet. Ich dachte, ich sei glücklich. Mir fehlte es an Nichts. Gemeinsam haben wir 3 Kinder.

Eines Tages lernte ich durch Zufall einen anderen Mann über das Schreiben im Forum kennen. Der Austausch war sehr intensiv. Irgendwann telefonierten wir. Unsere Gespräche waren offen und ehrlich. Ich hatte das Gefühl, so sein zu können, wie ich wirklich bin.
Wir trafen uns dann persönlich. Und dieses Treffen war der Wahnsinn. Es war, wie wenn man das Gegenstück findet. In all den Jahren hatte ich niemals solche Gefühle für meinen Exmann.

Ich wollte mich trotzdem wehren gegen diese starken Gefühle für diesen anderen Mann. Aus Vernunftsgründen. Wegen der Kinder, aus finanziellen Gründen und auch aus Angst vor dem Ungewissen.
Aber man kann wahre Gefühle nicht unterdrücken. Es geht nicht. Ich liebe diesen Mann aus ganzem Herzen!
Ich konnte das einfach nicht beenden, aber ich versuchte es.
Der Kontaktstopp hielt 5 ganze Tage. Dann schrieb er mir wieder.

Ich führte viele gute und offene Gespräche mit meinem Exmann, der das Anfangs überhaupt nicht nachvollziehen konnte, warum ich das nicht einfach beende mit dem anderen Mann.
Heute versteht mich mein Ex. Er sagt Selbst, er habe mich noch nie so glücklich gesehen.
Wir beschlossen, Freunde zu bleiben und für unsere Kinder ein perfektes Elternteam.

Ich hätte das Selbst nie für möglich gehalten. Aber heute kann ich aus Eigenerfahrung sagen: Es kann JEDEM passieren, sich in einen anderen Menschen zu verlieben. Ob man nun verheiratet ist und Kinder hat, oder nicht.
Gegen Gefühle kann man nichts tun.
Allerdings finde ich persönlich, dass man den Mut und die Fairness gegenüber dem bestehenden Partner haben sollte, sich für den anderen Menschen voll zu entscheiden mit allen Konsequenzen, die dann auf einen zukommen.

Ich finde das kommt immer auf den Fall selbst an.

Bspw wenn der Mann eine langjährige Freundin schon vor einem hat, sollte dies eh kein Thema sein.
Wenn sich da aber plötzlich eine "Freundschaft" entwickelt, was ansich ja auch nicht schlimm ist, diese Freundschaft aber immer intensiver wird und mein Mann mehr bei der Dame ist als bei mir, ja das würde mich auch stören.

Selber erst im Freundeskreis gehabt, der Herr ist mit der Dame (ist auch verheiratet und hat Kinder) ständig unterwegs gewesen, hat mehr Zeit mit ihr verbracht als mit seiner Freundin, waren ständig Kaffee trinken, Mittag essen etc.
Das ganze auch in kurzen Abständen.
Nebenbei wurde viel geschrieben.
Die Freundin entwickelte eine Eifersucht, welche sie 8 Jahre in der Beziehung nie hatte. Ich denke manchmal sagt einem das Bauchgefühl auch vielleicht mehr als einem lieb ist.
Sie stellte ihn also vor die Entscheidung.
Lange Rede kurzer Sinn, er war dann kurz vorm Betrug, sie hat die beiden quasi erwischt. Jetzt arbeiten die an ihrer Beziehung, ob die es verkraftet weiß man noch nicht.

Ich denke wenn es einem irgendwann komisch vorkommt, jemand Neues viel höher gestellt wird und viel mehr Zeit mit meinem Partner verbringt, ja ich wüsste nicht wie ich reagieren würde... Würde ich ihn vor die Wahl stellen? Ich weiß es nicht, aber würde er mir zu verstehen geben dass ihm das neue dort wichtiger ist... Puh, das fühlt sich sicher an wie ein Schlag ins Gesicht.

Für mich steht mein Mann tatsächlich an erster Stelle, aber ziemlich gleich auf mit meiner Familie und meinen engen, ich meine wirklich engen Freundeskreis und niemand der erst später dazu kam.

Mein Mann würde mich da aber auch nie zu einer Entscheidung zwingen, das würde mir tatsächlich schwer fallen, denn meine Freunde sind ja für mich da wenn bspw meine Ehe scheitert. Die haben schon einiges mir durchgestanden und ich pflege diese Freundschaften auch, aber mein Mann fühlt sich ja von niemanden bedroht.
Würde da wer neues kommen und mein Mann hatte ein gravierendes Problem, würde sich damit nicht gut fühlen, würde ich diese "Freundschaft", die ja zu Beginn egtl eher eine Bekanntschaft ist, nicht weiter vertiefen.

Für mich ist Freundschaft aber auch etwas was wirklich lange brauch und diese neuen Bekanntschaften die über den Partner gestellt werden, ja die sind wohl vllt wirklich gefährlich.

(25) 27.04.19 - 17:24

Mein Tipp: Wehret den Anfängen!

Mein Kontakt zu einem Arbeitskollegen vertiefte sich. Mein Partner hat mir eine klare Absage gemacht, wo seine Grenzen sind.

Er findet es z. B. Mies, wenn ich dem Kollegen abends/nachts zurückschreibe. Das macht nämlich den Eindruck(!) als würde ich hinter seinem Rücken schreiben. Dieses Argument kann ich nachvollziehen. Daher schreibe ich abends nichts mehr.

Nur ein Beispiel...

Top Diskussionen anzeigen