Worte an Nummer 3

"Hallo Unbekannte,

ich kenne dich nicht. Du bist eine Fremde für mich. Fremden schenkt man manchmal ein Lächeln, einen Smalltalk in der Warteschlange, ein Pflaster auf der Wanderung, einen Cent an der Ladenkasse...
Dir habe ich unfreiwillig so viel mehr geschenkt: Zeit, ganz viel Zeit.
Abends, wenn mein Mann nicht gleich im Anschluss an die Arbeit nach Hause kam, wenn er am Wochenende länger geschlafen hat, weil der Abend mit dir so lange war, wenn er samstags arbeiten musste, weil er unter der Woche lieber noch bei dir war...
In dieser Zeit habe ich ihm den Rücken frei gehalten, unsere Kinder betreut, die gemeinsamen Aufgaben alleine bewältigt...
Ich habe dir auch Nerven und Geduld geschenkt, denn nicht immer kam er gut gelaunt und euphorisch von dir zurück... Manchmal habe ich dir auch Exklusivität geschenkt: du hast Dinge zuerst erfahren und erlebt, die ich sonst immer mit meinem Mann geteilt habe. Ich glaube, das war das Schwierigste für mich. Meinen Kameraden zu teilen.

Ich weiß, eine Person von außen kann sich immer nur so viel nehmen, wie die bestehende Beziehung zulässt. Ich bin Teil dieser Beziehungen und trage dafür ebenfalls Verantwortung, aber ich bin nur ein Teil. Ich trage nicht alles. Kann ich gar nicht. Muss ich auch nicht.

Es tut weh, nicht mit entscheiden zu dürfen, es tut weh, so viel zu "schenken", ohne dies bewusst zu tun!
Ich fühle mich immer noch ausgesaugt und hintergangen. Von euch beiden.
Ich weiß, mein Mann ist der Schlüssel, das Tor. Mit ihm gemeinsam arbeite ich. Aber du, du machst mir trotzdem immer noch zu schaffen. Darum schreibe ich dir.

In guten Momenten denke ich, du hast mir auch etwas geschenkt, denn manchmal hast du bestimmt Dinge positiv beeinflusst und eigentlich hast du erst den Impuls gegeben, an der Beziehung massiv zu arbeiten. Aber entschuldige, dass ich deinen positiven Part (noch) nicht annehmen kann. Dafür ist es vielleicht noch zu frisch. Und noch kann ich nicht sicher sein, dass unsere Beziehung wieder richtig tragfähig wird.

Ich kenne dich nicht, ich kann dich nicht greifen, nicht anschauen, nicht sprechen. Ich weiß, du weißt viel über mich. Meine Schwächen, Fehler, die ich gemacht habe. Du weißt, dass ich gutgläubig bin/war...
Ich stehe an einer Wegkreuzung und muss mich entscheiden: soll ich meinen Gefühlen folgen und härter, misstrauisch, verschlossener werden?
Ich habe durch dich Impulse bekommen, Dinge positiv zu verändern, an meiner Beziehung und damit an meiner Beziehungsfähigkeit zu arbeiten. Aber ich stehe eben auch an der Wegkreuzung. Muss ich mich wegen dir verändern? Schaffe ich es wegen dir vielleicht nicht, mir positive Wesenszüge zu erhalten und zu bewahren?
Du stehst sinnbildlich da, das ist klar. Aber du fügst mir immer noch Schmerzen zu, denn ich bin nicht mehr die Frau, die ich war - und auf einen Teil der Veränderung hätte ich gerne verzichtet.
Die schenke ich dir!

Wenig konstruktiv, eigentlich ohne Sinn, diese Worte. Aus dem Vakuum geschrieben, denn selbst sagen kann ich sie dir nicht. Aber sie müssen auch raus. Irgendwie."


Verworren und emotional, ich weiß... Aber irgendwo muss ich hin mit meinen Gedanken.

Habt ihr ebenfalls Worte an eure*n Unbekannte*n?
Wollt ihr sie teilen?

1

Nö, ich hätte in diesem Fall nur "Worte" für meinen Mann, der mich betrogen hat.

2

"hätte"...

Dann hast du auch keine Unbekannte, oder?

4

Nein, mein Mann ist aber keine Marionette und hat einen eigenen Willen. Mit IHM habe ich Beziehung und ER hat mir seine Treue geschworen. Sollte er mich betrogen haben, dann ist nur er mir eine Rechenschaft schuldig.
Sollte die Frau meine Freundin sein, dann würde es anders aussehen, ist in diesem Fall aber offenbar nicht so.

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3

Ich ziehe meinen Hut vor dir.

Ich wurde vor ca 2,5 Jahren so verletzt. Während ich alles am laufen hielt und am absoluten Limit lief, verbrachte er fast jeden Tag mit der anderen. Er hat mich sogar für eine Zeit verlassen, um es mit ihr zu versuchen, kam aber bald zurück.

Wir haben viel daran gearbeitet, viel geredet, aber ja, er hat such einmal meinen Schmerz körperlich fühlen müssen. Ich hab alles was in mir an Verletztung, an Demütigung, an Schmerz da war auf ihn eingeprügelt. Es musste einfach raus!

Heute bin ich mir sicher, dass, genau das, war unsere Rettung. Es war ein langer Weg und abgeschlossen ist er nicht. Manchmal kommt es noch hoch, aber das ist heute mein Problem.

Ihr kann ich aber nicht verzeihen. Er hat ihr zunächst gesagt, er könne und wolle mich und die Kinder nicht verlassen, doch sie hörte trotzdem nicht auf, ihn ständig zu kontaktieren. Nachdem er weg war, hat sie ihm aus Eifersucht tatsächlich den Umgang mit den Kindern untersagt (es sind zwar nicht seine, aber er war nun mal ewig lange der Stiefpapa). Anfangs hatte er noch Kontakt zu den Kids. Dann war er für sie nicht mehr erreichbar. Für meinen damals 7 jährigen brach eine Welt zusammen und dieses Gefühl von "ich bin es nicht wert" nagt noch heute stark in ihm.

Wie soll ich ihr das verzeihen? Das sie mir meinen Mann nahm, ok. Aber das sie meinem Sohn so einen Schaden zugefügt hat, in dem sie ihn tatsächlich den Kontakt untersagt hat, während sie mit ihrem Ex Bett und Tisch noch teilte...

Er hat dann seinen Job gewechselt. Sie hat dann noch versucht ihn mit einer erfundenen Schwangerschaft zurück zu gewinnen, dann hat er sogar seine Nummer gewechselt.

Ich bewundere dich, das du so nett und sympathisch Worte für jemanden findest, der euer Leben so auf den Kopf gestellt hat, dir gemeinsam mit deinem Mann das Herz entriss und drauf rumtrampelte. Liebes, du bist wahnsinnig stark und ich wünsche dir von Herzen, dass sich alles zum guten wendet!

12

Dir ist aber schon klar, dass dein Mann der ultimative Waschlappen sein muss, wenn er sich von seiner Flamme seine Beziehung zum Kind wegdiktieren lässt.

Ehrlich um die würde ich mir keinen Kopf machen. Mein Kopf würde ich darum drehen wie ich so viele Jahre mit so einem rückratlosen Menschen vergeuden konnte ohne zu erkennen, was das für einer ist.

Es gibt vielleicht einen, der es fordert, aber schlimmer ist doch der, der es dann macht.

Und er hat das alles gemacht. Das Fremdgehen. Das Kind verlassen. Dich verlassen. Das wiegt doch viel schwerer als ein bisschen Pimpern mit nen Typen der offenbar kein Problem darin sieht seine Frau zu hintergehen und sein Kind zurücklässt, wenn man ihn dann ohne Anhang behalten will und ein bisschen rumzetert.

Ich kapier die Logik immer nicht wie viele immer der Person hinterherfluchen mit dem der Partner fremdgegangen ist. Der Partner hat mein Vertrauen missbraucht, seine Versprechen gebrochen und seine Verantwortung vernachlässigt.

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Vielen Dank für deine Worte und deine Geschichte!
Sie haben mich sehr berührt und geben mir neue Impulse zum Nachdenken.
Natürlich auch einen Kloß im Hals, aber das liegt ja in der Natur der Sache...

Alles Liebe für euch!#klee

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5

Öhm. Nein. Hier besteht das Problem nicht und wenn, dann würde nur der Gatte eins um die Ohren bekommen. Denn nur mit ihm hab ich zu tun.

6

Egal was noch kommt, was ist, was war, was sein wird. In Deinen Worten erkenne ich eine starke, empathische, reflektierte, liebevolle, respektvolle - alles in allem einfach rundum TOLLE Frau, und wenn dieser Mann, Dein Mann, das nicht zu schätzen und retten weiß, so eine tolle starke Frau an der Seite nicht zu verlieren - dann hat er Dich nicht verdient, und DU hast in jedem Fall jemanden verdient, der genauso toll mit Dir umgeht an guten wie an schlechten Tagen. Bleib wie Du bist, und wenn er Dich nicht gut behandelt, dann behandel Du Dich selbst bitte gut und sorg dafür, dass diese wunderbare Frau nie das Lachen verliert! #herzlich

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Danke du Liebe*r!
Danke für die tollen Worte -die ich bestimmt nicht immer verdient habe... Auch bei mir gibt es Heulen, Zähneklappern etc.
Danke auch für das tolle Bild in deinem Schlusssatz! - Ein schönes Sinnbild: ich bin auf dem Weg, mein Lachen wieder zu finden!

Danke #herzlich

7

Meine Güte..... Die meisten, die hier antworten, waren noch nicht in der Situation und antworten hypothetisch, dass sie ganz souverän vorgehen würden. Die Geliebte sei ihnen mehr oder weniger egal und nur der Mann der Ansprechpartner.
Wie es dann aussieht, wenn es soweit käme, weiß niemand. Es geht nämlich um eine Menge Emotionen, die sich dann überschlagen und die man nicht vorhersagen kann. So etwas ist eine absolute Ausnahmesituation, die etwas mit den Menschen macht bis hin zu Posttraumatischen Belastungsstörungen oder Schlimmerem. Da darf rationales Denken u. Handeln auch mal in den Hintergrund treten. Du läufst ja nicht mit der Maschinenpistole Amok.

Mir geht dieses lässsig aus dem Ärmel geschüttelte "natürlich geht es mir nicht genauso" - ohne je in einer ähnlichen Situation gewesen zu sein - gelinde gesagt auf den Keks.

Ich finde deine Worte sehr empathisch. Kein Hass, keine Rachegedanken.... Was soll daran falsch sein? Dein Mann wird vermutlich die richtige Ladung Emotionen abbekommen haben. Das Eine schließ das Andere ja nicht aus.

Mir hatte die Paartherapeutin damals geraten, ein Tagebuch zu schreiben. Alle Emotionen, Gedanken etc., die schon zig Mal ausgesprochen oder gedacht wurden, einfach aufzuschreiben. Irgendwo muss es hin und bevor man dran erstickt oder in einer Endlosschleife mit dem Partner diskutiert, kann das eine praktikable Lösung sein.

Du machst es auf diese, auf deine Art. Ich finde, Berechtigung hat das, was weiterhilft!!!

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Die Frage der TE bezog sich auf die Worte an die Unbekannte. Nur darauf habe ich geantwortet.
Ja, ich bin nicht in der Situation und trotzdem kann ich behaupten, dass ich dieser anderen Frau nichts zu sagen hätte. Auf welcher Grundlage denn???

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Danke für dein schlichtes Verständnis! Das tut gut!

Ja, ich hätte mir nie träumen lassen, dass eine Affäre mein ganzes Leben entwurzelt - und noch weniger hätte ich gedacht, dass sich in der konreten Situation die Wertigkeiten, die scheinbar fest zementiert waren, sich verschieben... Leben live...

Danke auch für deine netten Formulierungen! Beim Stichwort Maschinenpistole und dem Mann, der auch etwas zu hören bekommt, musste ich schmunzeln... #schein

Alles Gute! #blume

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Der Vater meiner Kinder hat mich auch betrogen und ist dann nach langem Kampf mit seiner Kollegin weitergezogen. Das ist jetzt 7 Jahre her und ich hab das gut weggesteckt. Mittlerweile ist die damals Unbekannte eine gute Freundin und ich bin auch auf ihre Hochzeit eingeladen – mein Ex wird ihr Ehemann. Ich passe auch gern auf deren gemeinsames Kind auf, der hat hier auch schon übernachtet, denn das ist der Halbbruder meiner Kinder und ein total liebenswerter Kerl. Er nennt mich immer "Mama + mein Vorname".
Das war ein langer Prozess, keine Frage.
Anfangs war viel Verzweiflung. Und Hass. Aber der ist wichtig, um von der Ex-Beziehung Abstand zu gewinnen. Meine negativen Gefühle richteten sich aber fast ausschließlich gegen meinen ehemaligen Partner. Ich hab auch gesehen, dass er sie angelogen hat, sie ein Jahr hingehalten, immer wieder enttäuscht – genauso wie mich. Ich bin froh, dass ich den Absprung von ihm geschafft habe und finde, dass meine Next eigentlich einen viel besseren Mann an ihrer Seite verdient hat, denn sie ist eine ganz tolle Frau. Mit meinem Ex kommuniziere ich auf einer eher sachlichen Ebene. Mit seiner Freundin ist es um einiges persönlicher. Ich habe tiefere Freundschaften als mit ihr, aber ich schätze sie sehr und bin froh und beruhigt, dass sie sich so gut um meine Kinder kümmert, wenn die dort sind.
Ihr hab ich damals auch eine Mail geschrieben, in der ich sie darauf hingewiesen habe, dass ich Abstand brauche und sie nicht ständig sehen möchte, aber sicher nicht auf Zickenkrieg aus bin. Sie war anfangs sehr ängstlich im Umgang mit mir, hatte sicher auch mehr Skrupel und schlechtes Gewissen als mein Ex (der zuckte immer nur mit den Schultern und sagte, dass das halt so ist, wie es ist).
Mir hat es geholfen, mich erstmal auf mich zu konzentrieren, das auch so meinem Ex zu kommunizieren, Gedanken aufzuschreiben. Deinen Brief finde ich sehr empathisch und reflektiert.
Ich lese heraus, dass die Affäre zwischen deinem Mann und der Frau beendet ist (oder du sie zumindest beendet glaubst) und ihr an euch arbeitet. Stimmt das so? Wie auch immer: ganz viel Kraft wünsche ich dir. So eine Situation ist extrem energieraubend und man fühlt sich in seiner vorher sicher geglaubten Familie so ohne Netz und doppelten Boden. Das hat bei mir eine Weile gedauert, mich da wieder zu fangen. Mein Vertrauen allerdings in den Vater meiner Kinder ging komplett flöten. Allerdings hat er mich auch weiter mit der Frau betrogen, da war nichts mehr zu retten.

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Danke für das Teilen deiner Geschichte! Ganz neue Blickwinkel für mich! Danke!

Hut ab vor dir, wie du dein Leben neu geordnet und emotional bereinigt bzw. in den Griff bekommen hast! Das beeindruckt mich!

Ja, die Affäre ist offiziell seit einer Weile beendet, aber tief in mir drinnen habe ich noch nicht wieder das Gefühl erlangt, mich im Leben in allem auf meinen Partner verlassen zu können. Und ich glaube, diese Frau verkörpert für mich auch eben dieses Gefühl teilweise mit...

Alles Gute für euch! #klee

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Echt meinen tiefen Respekt vor Deinen reflektierten Worten. Manchmal hilft es zur Verarbeitung, Dinge aufzuschreiben. Mir hilft das auch oft.

Mein Mann hat mich jahrelang betrogen. Als ich dahinter kam, brach für mich auch meine gesamte Welt zusammen.

Aber ehrlich gesagt, Fragen oder Worte an "die andere" oder "die anderen" hatte ich nie. die waren mir schlichtweg egal, deren Motivation ebenso.

Mein Mann war mein Ansprechpartner. Große Worte, viele Tränen, Ehe nicht aufgeben wollen, nochmal 3 gemeinsame Jahre - dann kam es aber zum endgültigen Bruch - einfach weil er nicht aufhörte.

Heute ist er mein Ex seit 16 Jahren und das ist auch mehr als gut so #huepf

Ich drücke Dir die Daumen, Deinen Weg zu finden.

Lichtchen

P.S. Meine große Unbekannte, an die ich mal Worte und Fragen richte, wäre höchstens ich selber denke ich #zitter

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Danke für deine lieben Worte und das Teilen deiner Geschichte und Erfahrung!
Auch du gibst mir neue Impulse, damit das sich-im-Kreis-Drehen irgendwann abgehakt sein wird!

Dir auch alles Gute! #klee

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Liebe Ehefrau,

Es ist passiert. Und keiner weiß warum es das Schicksal so wollte. Er ist in mein Leben gestolpert und hat alles durcheinander gebracht.

Wir verstanden uns von Anfang an sehr gut und waren auf einer Wellenlänge. Er ist ein wundervoller Mann und hat auch von dir erzählt. Nie negativ und immer voller liebe. Er war mir ein sehr guter Freund. Wir sahen uns beruflich regelmäßig und haben die Zeit miteinander genossen.

Doch nach vielen Monaten merkte ich, dass da mehr war. Ich habe es verdrängt denn auch ich bin verheiratet und habe Kinder. Es war ein No-Go, das wusste ich. Es dauerte wieder einige Monate bis ich merkte, dass es von seiner Seite auch mehr war. Nein, wir haben nicht darüber gesprochen sondern jeder für sich verdrängt und mit sich selbst ausgemacht. Ein Jahr lang. Es hätte zu viel zerstört und zu viele Menschen unglücklich gemacht. Wir versuchten mit allen Mitteln eine gewisse Distanz zu wahren und eine Grenze zu ziehen und es funktionierte eine Zeit lang ganz gut, war jedoch sehr anstrengend.

Dann plötzlich brach die Grenze. Die Mauer die wir mühevoll aufgebaut haben stürzte ein. Nein, wir haben es nicht geplant, aber es war so eine Erleichterung nicht mehr dagegen ankämpfen zu müssen. Ich kann nicht sagen wie und warum es passiert ist, nur soviel, dich trifft keine Schuld. Eine große Last ist von uns abgefallen während wir uns direkt die nächste Bürde auferlegt haben. Ja, wir hätten sofort aufhören müssen, aber das Kind ist sowieso schon in den Brunnen gefallen.

Er hat dich immer geliebt und du warst immer seine Nummer eins. Ich wollte ihn dir nie wegnehmen und auch er wollte nie weg von dir, denn du bist sein Leben. Was zwischen uns war sollte kein Ersatz sein. Wir brauchten wohl einfach einen Raum um dem Alltag zu entfliehen. In einem Moment tat es uns gut und im nächsten bereuten wir schon was wir getan haben.

Natürlich wussten wir, dass wir dich und auch meinen Ehemann verletzen, jedoch konnten wir das gut verdrängen. Es hat nichts mit dir zu tun, dich trifft keine Schuld. Gern würde ich auch sagen, dass uns keine Schuld trifft. Wir haben wirklich lange versucht dagegen anzukämpfen aber verloren. Ich weiß nicht, was das Schicksal uns damit sagen will, vielleicht werde ich es irgendwann erkennen. Ich wünsche dir oder besser gesagt euch, dass ihr es gemeinsam schafft.


Es tut mir leid

Die andere

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Manchmal tut es so gut, weinen zu können... Du hast mich richtig zum Weinen gebracht, aber es hat gut getan! Ich bin sehr aufgewühlt, habe deinen Text mehrmals gelesen, ihn dann wieder beiseite gelegt, wieder gelesen.

Danke für deine Worte und deine Einblicke! Du hast mich sehr berührt!
Danke, dass du dich für mich als Fremde so geöffnet und dazu noch solche Mühe gegeben hast. Ich nehme deine Worte mit!

Alles Gute auch dir! #klee

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Es ist ein weitverbreitete Irrglaube, dass man in der Affäre schlecht über den Partner spricht.

... Viele verpartnerte Menschen sprechen gegenüber ihren Affären niemals schlecht, sondern immer respektvoll (oder auch gar nicht) über ihren Partner.

Just my 2 cents

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Mal eine Frage dazu an die Doppelmoralisten unter uns:

Neulich diskutierten wir ja, dass man als Frau die Finger von verheirateten Männern zu lassen habe. Immer, egal wann und ohne Ausnahme. Verheiratet = Tabu. Böse Frau, wenn sie ihm doch schöne Augen macht. Pfui!
Und nun frage ich mich, wie das jetzt mit den Antworten hier zusammen passt, dass die Geliebte eines Mannes nicht die Ansprechpartnerin ist. Die geht einen nichts an, weil sie hat ja nur mitgemacht. Er ist der Strolch.

Darf man eine Frau also beschuldigen oder gar beschimpfen, wenn sie dem vergebenen Mann nachsteigt? Oder erst wenn er sich drauf eingelassen hat?

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Für mich ist es so, als würde ich die Zuckerindustrie für das Übergewicht meines Mannes verantwortlich machen. Vielleicht ein blödes Beispiel, trifft es in meinen Augen aber gut.

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Stecken hinter beiden Aussagen denn die gleichen Leute?
Ohne Erfahrung zu haben, finde ich, dass die Verantwortung derjenige hat, der in einer Beziehung ist. Den/die anderen muss das doch nicht interessieren, der oder die kennt den Ehepartner/die Ehepartnerin des Objekts der Begierde doch überhaupt nicht.

Mag schon sein, dass ich eine Frau, die meinen Mann anbaggern würde, subjektiv in die Hölle oder auf den Mond wünschen würde, aber objektiv wäre die mir nichts schuldig.

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