Gehaltunterschied Mann- Frau

In dem Thread weiter unten ist mir aufgefallen, dass viele Frauen wirklich viel weniger verdienen als ihre Partner.
Die Männer haben oft das Doppelte oder sogar Vierfache.
Diese Unterschiede haben mich in dem Ausmaß überrascht.
Und vor allem, dass es nur selten anders herum ist.
Liegt das an den schlechter bezahlten Berufen oder der Teilzeit Beschäftigung?
Selbst wenn Kinder da sind, ist das aber doch dauerhaft kein Grund um beruflich zurück zu stecken...
Ist da weniger Ehrgeiz der Frauen der Grund oder die zu stark ausgeprägte Bereitwilligkeit sich in die klassische Rollenverteilung zu begeben?
Ich bin im Osten aufgewachsen und kenne das so nicht...meine Eltern, meine Großeltern, alle waren Vollzeit berufstätig, Kinder haben da nichts dauerhaft an der Beruflichen Tätigkeit der Frauen verändert bzw zu Teilzeit Tätigkeit geführt.
Mein jetziger Partner verdient auch mehr als ich...aber nicht das Doppelte.
Es sind ein paar Hundert Euro Unterschied und wir haben beide ganz normale Berufe.
Ich bin Krankenschwester und er Lehrer an einer Sonderschule.
Kinder haben wir beide aus früheren Beziehungen.
Ich habe immer gearbeitet, auch als die Kinder gerade geboren und ich noch mit dem Vater zusammen war.
Für mich ist klar ,dass ich auch finanziell Verantwortung trage für die Kinder die ich in die Welt gesetzt habe und vor allem trage ich Verantwortung für mich und meine wirtschaftliche Zukunft.
Stichwort Rente, Altervorsorge und auch finanzielle Unabhängigkeit, sprich ich muss in der Lage sein meine Miete zu bezahlen.
Frauen haben doch heute genau so studiert oder eine entsprechende Ausbildung gemacht wie Männer.
Daran kann es ja nun nicht liegen.
Ist den Frauen finanzielle Unabhängigkeit so unwichtig? Oder beruflicher Erfolg.
Was wenn eine Beziehung scheitert?
Was ist im Alter?
Wo ist die Perspektive wenn die Kinder älter werden?
Wie gesagt, ich war einfach verwundert über diese Grüßen Unterschied e im Einkommen.
Für den Mann ist es ja auch belastend zu wissen dass er finanziell alleine für eine Familie sorgen muss..

Seufz, dieses Thema wurde doch nun schon hinlänglich in allen möglichen Threads diskutiert. Wie oft muss man das denn noch durchkauen? Über die Suchfunktion findest du bestimmt drölftausend und einen Beitrag dazu...

Hallo,

mein Mann verdient viel mehr als ich und wir sind eine Familie. Ich habe einen kaufmännischen Berufen gelernt (den ich liebe), mein Mann hat studiert und jetzt im Management tätig. Ich arbeite nur 20 Std. und habe mich dafür bewusst entschieden. Ich habe nicht Kinder in die Welt gesetzt, um die 8 Std in den Kindergarten zu schicken. Die Zeit mit den Kindern ist uns sehr wichtig.
Falls es zu Trennung kommen sollte, kann ich immer mehr Std machen und mir/meinen Kindern ein tolles leben leisten.
Zum Thema Rente: da bin ich abgesichert, auch wenn ich die nächsten Jahre in Teilzeit arbeiten werde.

Man kann natürlich auch überlegen, warum dein Mann nicht auch reduziert arbeitet. Beide haben dann Anteil an der Kindheit ihrer Kids. Dann ist auch keine Ganztagesbetreuung notwendig.
Das wird nicht oft probiert.
Die Frau möchte das vielleicht einfach mehr.

Warum sollte ein Mann seine Arbeitszeit reduzieren damit die ganze Familie am hungertuch nagt? Wer sollte das fehlende Gehalt auffangen? Die Frau soll dann vollzeit arbeiten mit wesentlich niedrigeren gehalt?

Geniale idee....sowas kommt generell NUR hier

weitere 10 Kommentare laden

Ich verdiene deutlich mehr als mein Mann. Theoretisch könnte er ganz Zuhause bleiben, ich aber nicht :) Will er aber nicht und ich würde es ebenfalls nicht wollen, wenn es andersrum wäre. Von Trennung mal abgesehen kann mein Partner ja auch dauerhaft krank werden, und was wäre dann? Ich will meinen Kindern auch alleine etwas bieten können: Garten, Urlaube, Unternehmungen usw. Auch will ich nicht, dass mein Partner sich alleine krumm machen muss mit 60 Stunden Wochen.

Zur Zeit bin ich in Elternzeit, freue mich aber schon wieder zu arbeiten und will auch noch einen Ticken mehr verdienen irgendwann, um dann auf eine 4 Tage Woche runter gehen zu können.

Es gibt aber eben auch Frauen, die ihre Kinder gerne selber betreuen und viel Zeit mit ihnen verbringen. Finde ich auch ok. 👌🏻

Bei uns ist genauso.
Ich verdiene mehr durch Studium und Beamtenstatus. Mir wurde immer eingetrichtert, dass ich mich nie von einem Mann abhängig machen soll.
Das habe ich nicht zwingend beherzigt, aber irgendwo immer im Hinterkopf behalten. Jetzt könnte im Fall einer Trennung alles alleine stemmen und darauf bin ich sehr stolz.

Ich komme auch aus dem ehemaligen Osten.
Ich gehe Vollzeit arbeiten, mein Mann ist selbstständig.
Er verdient locker das dreifache von mir.
Er ist aber auch studiert und ich habe nur eine Ausbildung.
Im Westen würde ich deutlich mehr verdienen und vermutlich nahe dem Gehalt meines Mannes kommen.

Hallo
Ich bin auch aus der ehem. DDR
Ich kenne es wie Du; alle waren stets arbeiten.
Bitte vergleiche das nicht mit dem Betreuungssystem im Westen.
Damals war alles anders.

Ich bin Hausfrau und Mehrfachmutter und bleibe dies noch 2 Jahre.

Ich bin froh nicht zwischen Job und Betreuungstätte zu hetzen und noch Haushalt zu machen.
Ich bin nicht gegen Frauen die das tun, nur mir wäre es zuviel.

Hier im Westen herrschen komplett andere Strukturen als im Osten damals wo Daheimbleiben nie eine Option war.

Warum hier so ein Lohngefälle herrscht?
Keine Ahnung. Ich finde aber; wer sich aktiv zu Kindern entscheidet darf auch 3 Jahre daheim bleiben fürs Kind.
Ich bin da klassisch. Der Mann arbeitet, die Frau hat Kind und Kegel.
Ich bin wie Du komplett gegenteilig aufgewachsen und lebe trotzdem ganz anders nun.

Ich bin froh, dass die Last des Geldverdienens noch an mir vorrüber geht. Ich bin dankbar keinen Mann zu haben, der mich für nen Job aus dem Haus jagt.

Weder er noch ich leiden und nein, ich habe keinen Topmanager daheim. Stinknormal eben.
Ich werde in 2 Jahren wieder arbeiten, dann war ich lang genug weg von der Arbeitswelt und dessen Intrigen, wie ich eben oft höre von aktiv arbeitenden Menschen.

Da juckt mich grad das Gefälle vom Lohn noch wenig.
Ich bin kein Analytiker. Aber bewusst und gerne daheim noch.

Ich lebe mein Modell gerne.
Meine Mutter sagte oft zu mir; dass die Verhältnisse heute im Westen es nicht ermöglichen, wie damals im Osten, direkt nach dem Mutterschutz zu arbeiten, aufgrund der miesen Betreuung hier.

Sie sieht, dass Frauen oft nichts anderes über bleibt. Damals ging das nicht.

Beide begeben sich irgendwie in eine Abhängigkeit.
Tatsächlich starten viele Frauen auch nicht beruflich durch, wenn ihre Kinder schon längst groß sind.

Es isr total okay, wenn es beide wollen. Es darf keine Schlagseite entstehen.

Kurz zum Osten. In der DDR hat mein Vater fast doppelt so viel wie meine Mutter verdient.

Auch bei Vollbeschäftigung beider, hat ebenso in der DDR die Frau tendenziell mehr zu Hause gemacht. Neben der Vollbeschäftigung kam das dann noch dazu.

Das Problem ist der Mann! 🦹‍♂️

Auch damals im Osten fanden es nicht alle gut. In meinen Kindergarten kam ein Mädchen aus der DDR, ihre Eltern sind über die Prager Botschaft ausgereist, weil man ihr ihre Stelle gestrichen und ihn degradiert hat, als sie wegen den Kindern nicht mehr voll arbeiten wollte.

Mein Mann hat sich die letzten Jahre mit viel Glück hoch gearbeitet, er hat in seiner Fortbildung genau aufs richtige Pferd gesetzt. Ich war krank, hatte Familienangehörige zu pflegen... nun mache ich einen Umschulung, die ich/wir privat bezahlen und solange bringe ich nicht so viel nach Hause wie er.
Nach der Umschulung werde ich wohl die Hälfte von dem haben, was er im Moment hat. Er hat kostspielige Hobbies, ich habe zeitaufwändige. Das gleicht sich also wieder aus ;)

Er wäre mit der zusätzlich anfallenden Haushalts- und Alltags"arbeit" wie auch der Pflege von Sozialkontakten massiv gestresst, ich davon 10-11h in einem Büro zu sitzen, das passt einfach.

Wäre ich Single würde ich wohl auch nicht mehr verdienen wollen/müssen als ich nach der Umschulung habe, nur mein Lebensstandard wäre geringer.

Hallo,

Ich und mein Mann sind beide Hauptverdiener, wir sind beide irgendwo abhängig voneinander (Haus etc.) aber beide zugleich unabhängig.

Mir ist meine Unabhängigkeit sehr wichtig, weiter habe ich einen gesunden Ehrgeiz im Job und mich bis zu einem gewissen Alter gut hochgearbeitet, ich arbeite aber auch in einer Branche wo mir viel möglich ist.
Ich hatte jetzt noch weiter aufsteigen können, habe mich aber jetzt dann eher fürs Kind entschieden mit 30/31Jahren.

Ich werde zwar etwas mehr Elternzeit nehmen, aber mein Mann auch, wir sehen uns immer gleichberechtigt und ich werde ab den 1 Lebensjahr auch wieder arbeiten und unser Kind wird betreut, zwar keine 8 Std täglich, aber wir wollen nunmal beide arbeiten.

Das stößt tatsächlich gerade bei meiner Schwiegerfamilie schlecht auf. Wir haben dafür unterschwellig schon einige Sprüche kassiert, wobei was heißt wir... Eher ich, ich bin ja die Frau 🤔😅
seine Schwester und seine Mutter denken gar nicht soweit dass es hierbei auch um meine Unabhängigkeit geht geschweige denn das ich gerne arbeite und ich noch etwa mehr "Karriere" machen möchte, ich habe eben noch Ziele im Beruf.
Zum anderen müssen wir es finanziell auch machen, da wir wie gesagt beides Hauptverdiener sind, ist es natürlich schwieriger den Ausfall auszugleichen.

Allgemein ist im Freundeskreis meines Mannes eher so dass die Frauen sich auch darauf freuen Zuhause zu bleiben, da steht es gar nicht zur Debatte dass der Mann vllt Zuhause bleibt? Nur eine Dame ist da anders gestrickt. Die ist aber auch selbstständig und hat sich ordneltich was aufgebaut, ihr Mann bleibt dann auch gerne Zuhause, eventuell sogar ein ganzes Jahr.

Wichtig finde ich nur, einfach mal jede Konstellation zu akzeptieren und nicht darüber zu urteilen, nur habe ich das Gefühl dass ich jetzt schon von einigen angefeindet werde die eben gerne ihre 3 Jahre oder sogar länger Zuhause bleiben möchten, nichts an ihrem Job schätzen und denen die Unabhängigkeit nicht so wichtig ist. Denke das ist alles aus deren Erziehung gekommen sowie das eigene Familienbild was die eben nur so kennen und selber leben möchten.

Ich akzeptiere deren Entscheidung ja auch und würde nicht darüber urteilen, meine beste Freundin bspw bekommt ihr drittes Kind, da wird auch noch Nummer 4 und 5 kommen, die geht in ihrer Mutterrolle vollkommen auf, ich freue mich für sie dass es so ist, dass sie zufrieden mit ihrem Leben ist und würde dieses nie in Frage stellen. Die würde mich aber auch nie für meine Entscheidung anfeinden, gar schlecht über mich reden, sie weiß dass es unserem Kind trotzdem an nichts fehlen wird und ich da einfach anders ticke als sie. Wir sind eben zwei verschiedene Familien 😊

Mein Schlusssatz fehlt 😅

Ich denke dass die besagten Frauen eben auch nicht den Ehrgeiz im Job haben und sich eben früher oder später eh in ihrer Mutterrolle sehen, so ist es zumindest in dem Freundeskreis meines Mannes. Das ist auch kein urteilen von mir, sondern wird tatsächlich auch so kommuniziert, da fielen schon Worte wie "Gott sei Dank muss ich dann erstmal nicht drei Jahre arbeiten" 😅
Bei so viel Ehrgeiz kann der Verdienst ja auch nicht wirklich besser werden? 😬🙈

In meinem Freundeskreis habe ich aber auch eine Dame die Friseurin aus Leidenschaft ist und eine arbeitet im Gesundheitswesen, da ist der Ehrgeiz zwar da, aber die Möglichkeiten sind eben beschränkt und die Bezahlung ist naja... Wissen wir ja alle. Dass sind ja nunmal auch häufige Job der "typischen" Frau.

Was glaubst du denn, warum du TROTZ Schicht- und wochenenddiensten weniger verdienst als dein Mann?
Weil du in einem typischen Frauenberuf arbeitest.

Wäre das ein typischer Männerberuf, wärs auch deutlich besser bezahlt! 😤

Und wer bleibt dann zu Hause, wenn jemand wg mangelnder Kinderbetreuungsplätze reduzieren muss?
Derjenige in der Partnerschaft, der weniger verdient: Also meist die Frau.

Das wir Frauen weniger verdienen, ist doch meist nicht die Naivität von uns Frauen, sondern vom die Ursachen liegen m.E. im System.
Wir Frauen werden diskriminiert und merken es oft nichtmal. Anstatt zusammenzuhalten gegen Ungerechtigkeit, suchen wir die Ursachen gegenseitig bei uns.

So tragen auch wir indirekt dazu bei, die ungerechten Strukturen zu vertuschen und nicht aufzulösen.

Hallo,
im Regelfall arbeiten diese Mütter nach einigen Jahren "ich habe auch einen harten Job zu Hause", und wir möchten keine Fremdbetreuung, im C&A in der Strumpfabteilung.
Hier liest man seit Jahren von Müttern welche nicht müde werden zu erklären, dass das Gehalt geteilt und das Konto zusammen geführt wird, der Partner SEHR GUT verdient, sie nur etwas arbeitet weil sie wollen-nie weil die Flocken ganz nett sind und wenn und überhaupt nur 3x 3 h pro Woche. Das Haus gehört immer beiden und für Mutti ist gesorgt bezüglich der Rente.
Beruflich sehe ich täglich folgendes, die Hütte gehört doch nur ihm, die Konten dann doch irgendwie auch und er hat nie wertgeschätzt was sie so tut.
Manchmal erbarmen sie sich noch eine Weile für einander. Die Kinder haben Papa und das von ihm generierte Einkommen gern und Mutti landet im Kaufhaus bei den Socken und rennt dem Unterhalt nach.
Aber jeder hat die Wahl zwischen Thermomix und auf sich selbst achten.
….auch Mütter welche zig Stunden im OP stehen, 6 Gerichtstermine die Woche haben, 40h im Büro konzentriert arbeiten, am Zahnarztstuhl assistieren, oder, oder, oder lieben ihre Kinder.
Ok, sie basteln vielleicht nicht mehr gern 19.30 Uhr im Kindergarten und das Kind bekommt nicht immer Konsequenz Gedöns aber vielleicht ab und zu ne Cola.

Damit ist alles gesagt!
Danke :-)

Hallo,

da spielen verschiedene Faktoren mit hinein.

Einmal werden Frauen bei gleicher Arbeit nicht immer ebenso bezahlt wie Männer, nach wie vor. Berufe, in denen hauptsächtlich Frauen arbeiten werden generell nicht so gut bezahlt wie "typische Männerberufe". Und dann gibt es ja auch Studien dazu, dass Frauen weniger forsch Gehaltserhöhungen einfordern.

Wenn es dann darum geht, wer bei den Kindern bleibt, ist es eben häufig die Frau, weil Mann ja mehr verdient. Nach Elternzeit folgt teilzeit, manchmal für viele Jahre. Im Westen noch viel eher als im Osten, denn hier herrscht in vielen Köpfen noch das "alte" Rollenmuster sowie der Gedanke, es wäre nicht in Ordnung, wenn ein Kind im Kindergarten betreut wird. Das sieht man auch an den Öffnungszeiten mancher West-Kindergärten. Lies mal bei Urbia quer, da gibt es Kindergärten, die schließen über die Mittagszeit. Das sind Hausfrauenzeiten. Arbeiten ist für mindestens einen Elternteil so gar nicht möglich. Das ist eine Spirale, aus der man je nach Gegend in der man wohnt, gar nicht so leicht ausbrechen kann.

Wenn damit alle zufrieden sind, ist das ja ok. Aber wehe Frau will das nicht - wie soll sie denn arbeiten gehen, wenn es keinen Kindergarten in der Nähe gibt, der Betreuungszeiten anbietet, mit denen Beruf und Familie gut unter einen Hut zu bringen sind?

LG

Fun fact: In klassischen Frauenberufen, in denen der Männeranteil steigt, steigt das Durchschnittsgehalt. In klassischen Männerberufen, in denen der Frauenanteil steigt, sinkt das Durchschnittsgehalt.

Manchmal ist es einfach nur die gute alte Diskriminierung.

Hallo

Mein mann verdient das 4 fache von mir.

Er arbeitet ohne Unterbrechung seit der Ausbildung in einem großen Konzern.

Ich habe früh ein kind bekommen und eine "normale" Ausbildung gemacht.


Ich arbeite weniger als mein mann. Wir haben 2 Kinder, hund, großes haus. Das mein mann weniger arbeitet damit ich mehr gehen kann kommt ÜBERHAUPT NICHT in Frage denn finanziell könnte ich das NIE auffangen.
Es ist UNSER Einkommen und es passt genau so wie es ist. Wir sind eine Familie. Jeder trägt seinen Beitrag dazu bei.

Vollzeit arbeiten würde ich definitiv nicht....solange das 2. Kind nicht in der schule ist. In stk 5 muss man schon ordentlich verdienen. Nein Steuerklassenwechsel käme nie in frage. Hier kommen ja gerne so super intelligente Vorschläge.

Privat sorge ich für das alter vor

Bei uns ist das Verhältnis 2:3.

Studiert haben wir beide, er ist einfach in einer Branche tätig, in der die Gehälter etwas besser sind.

Ich denke, das muss man im gesellschaftlichen Kontext sehen.
Bis 1977 stand im BGB, das der Mann seine Einwilligung geben muss, wenn eine Frau arbeiten wollte. Erst seit 1969 wurde eine verheiratete Frau als geschäftsfähig angesehen. Bis 1997 war eine Vergewaltigung in der Ehe keine Vergewaltigung.

Es ist also noch gar nicht sooo lange her, das BRD-Frauen, sobald sie heirateten, eher als Anhängsel des Mannes betrachtet wurden, denn als eigenständige Menschen.

Und egal, wie kacke die DDR auch gewesen sein mag - in Sachen Frauenrechte war sie der BRD überlegen.

Grüsse
BiDi

Hallo,. Mein Partner und ich (nicht verheiratet) verdienen beide ca das selbe ungefähr 2100 Euro netto.
Zur Zeit bin ich in Elternzeit, nach der Elternzeit gehe ich wieder vollzeit arbeiten, jedoch in einem etwas anderen Beruf, der Verdienst bleibt der selbe. Bin zur Zeit städtisch angestellte Erzieherin u werde nach der Elternzeit als tagesmutter von zu Hause aus beginnen.
Mit ist finanzielle Unabhängigkeit extrem wichtig u mir würde nie einfallen, mich auf der Kohle meines Mannes auszuruhen..

Lg

Frage ich mich auch manchmal.

Mir war ein planbares eigenes gutes Einkommen schon vor 20 Jahren bei der Studienwahl wichtig. Kein Geld zu haben, ist auch keine Lösung, in keiner Lebenslage. ;-)

Aber man muss auch bedenken, dass es nicht jedem gegeben ist, zu studieren und/oder einen guten Job zu finden und zu behalten.

Hallo!

Würde ich Vollzeit arbeiten, würden mein Mann und ich etwa gleich viel verdienen. Arbeite zur Zeit aber nur 25 Stunden, ganz und gar freiwillig.

Für mich das Wichtigste: ich bin unabhängig. Würde mein Mann morgen mit einer anderen durchbrennen, wäre das zwar echt doof ;-) aber weder wohn- noch finanztechnisch ein Problem.

LG Claudi

Genauso sehe ich das auch.
wenn mein Mann aus gesunheitlichen Gründen, Tod oder doch ne andere Frau finanziell nicht mehr für uns einstehen kann dann reicht mein Gehalt für uns drei aus.
wir können das Auto, die Wohnung und den Garten halten.

Ich will nicht so abhängig sein. 2 Freundinnen ging es jetzt so. Die Männer verließen sie ungefähr 2 Jahre nach der Geburt. Beide sind jetzt Sozialhilfeempfänger wo sie vorher selbst für sich einstehen konnten (achja und beide legten die Hände ins Feuer dafür das dies der Mann ihres Lebens ist).
Das stand für mich nie zur Debatte.
Ich habe die Elternzeit je 1 Jahr genommen und mein Mann ein halbes Jahr. Er hat die Eingewöhnung beider Kinder übernommen (ich war zu emotional;-))
wir teilen uns die Kindkranktage und den Haushalt.
Das die Frau kein Einkommen hat finde ich sehr sehr blauäugig

Also ich arbeite gerade in Vollzeit und überlege nach meinem Ref sehr wenig zu arbeiten, ganz im Gegensatz zu dem, woran ich vorher immer geglaubt habe. Ich hab immer zuerst an Rente und Unabhängigkeit gedacht und es war immer mein Ziel, dass ich nicht die Teilzeitmutti bin. Nun habe ich ein Kind, das ist 5 und eins, das ist 3. Seit 5 Jahren mache ich also Vollzeitstudium mit Kindern (Elternzeit oder Pausensemester hatte ich nicht) oder eine Vollzeitstelle mit Kindern und es schlaucht mich einfach. Meinen Mann schlaucht es einfach nicht so sehr wie mich. Der arbeitet gerne voll. Ich glaube, ich würde lieber so für 3-4 Jahre weniger verdienen als immer in diesem Hamsterrad zu bleiben.

Hallo,

ich bin ebenfalls im Osten aufgewachsen und wohne auch noch hier.

Bei beiden Kindern bin ich recht früh wieder arbeiten gegangen (nach 6 bzw. 7 Monaten) und wo die Kinder 1 Jahr alt wurden, habe ich die Stunden wieder auf mind. 32,5h erhöht.

Meine Kinder sind jetzt 7 und 2 1/2, ich arbeite fast Vollzeit (35h die Woche) und darf bis zu 3 Tage im Homeoffice arbeiten.

Ich habe studiert, danach sofort Arbeit gefunden und seitdem bin ich in dieser Firma.

Mein Mann hat mit dem Studium angefangen, wurde aber noch während des Grundstudiums von einem weltweitem Unternehmen abgeworben und hat sich dort peu à peu nach oben gearbeitet. Er verdient das 3fache von mir - ohne Studium!

Ist halt so! Was soll ich machen? In meiner Firma habe ich nicht die Möglichkeit in irgendeiner Art und Weise aufzusteigen. Die Hierarchie ist sehr flach. Über mir sind nur der Chef und sein Stellvertreter.

Mein Bruder hat das Gleiche wie ich studiert, wir arbeiten in der gleichen Firma, machen auch zu 90% das Gleiche. Er verdient brutto 500€ mehr als ich. Naja was solls?! Ich nehme es so hin, falle ja auch viel öfter aus wegen den Kindern und dergleichen.

LG

Mir persönlich ist es wichtig, dass meine Frau ihr Potential in einem vernünftigen Mass ausschöpft. Ich meine damit, dass sie nicht für etwas mehr Geld einen miesen Job annehmen soll, aber dass sie einem ihrer Qualifikation entsprechenden Job nachgeht. Ich habe grundsätzlich auch nichts dagegen, wenn jemand einer kreativen Tätigkeit nachgeht, die eher den Status eines Hobbies hat. Nur sollte es in vernünftigem Rahmen ausgeübt werden, d.h. vielleicht einen Tag in der Woche. Beispiel: Ich selbst gehe gerne Fahrrad fahren, aber ich kündige nicht meinen Job und mache es zu meiner Hauptbeschäftigung. Wenn jemand gerne Bilder malt, bastelt etc., sollte es aus meiner Sicht im Wesentlichen gleich sein, wenigstens so lange, bis die Bilder sich gut verkaufen. Mein Deutschlehrer war z.B. Buchautor. Er hat richtig erkannt, dass er von einem Buch pro Jahr nicht leben kann und hat deswegen eine Stelle als Lehrer angenommen und seine Bücher in Teilzeit geschrieben.

Ich denke, dass sich viele Frauen, die sich bereitwillig in finanzielle Abhängigkeit begeben, zu wenig Gedanken über die Zukunft machen, übrigens auch die zugehörigen Männer. In entsprechenden Foren, in denen der Männeranteil höher ist als hier, kann man jeweils das Gegenstück zur Story lesen: Mann hat sich jahrelang für die Karriere abgerackert, viele Überstunden gemacht etc., nun Scheidung, Zugewinnsausgleich, Unterhaltsforderungen etc., erhebliche Einbussen im Lebensstandard, ausser Job nichts im Leben, weil man der Karriere alles geopfert hat usw. Das wäre alles nicht passiert, wenn die Frau mindestens vergleichbar viel verdienen würde oder vielleicht in ihrem Job nur das Pensum etwas reduziert hätte mit der Möglichkeit, dieses wieder zu erhöhen, so dass wenigstens das theoretische 100%-Gehalt im vergleichbaren Rahmen wäre. Dazu kommt, wie du erwähnt hast, die mentale Belastung, Burnouts gerade bei Männern in meinem Alter nehmen ja laufend zu.

Ich verstehe Männer nicht die sich darauf einlassen, finanziell alleine alles zu stemmen.
Und bei der derzeitigen Rechtslage Stelle ich die Behauptung in den Raum dass es Scheidung in finanzieller Hinsicht nicht gibt....der Mann bleibt auch nach neuem Scheidungsrecht zumindest Jahre nach der Scheidung für deine Ex unterhaltspflichtig.
Sogar oft lebenslang wenn ein Richter es so einschätzt dass sie nach 20 oder 30 Jahren ohne Arbeit, nie wieder finanziell für sich Sorgen kann.
Alles schon gesehen, mein Vater ist Scheidungsanwalt.
Nie im Leben käme mir in den Sinn einem Erwachsenen den Lebensunterhalt über Jahre oder Jahrzehnte zu finanzieren....

Verstehe ich auch nicht. Frauen, die das tun, allerdings genauso wenig. Es wird immer dargestellt, als sei es kein Ding, nach x Jahren Kinderhüten und Hausfrauendasein wieder in den Job einzusteigen - von wegen. Kenne genug Gegenbeispiele, die in ihrem erlernten Beruf nicht mehr Fuß fassen konnten und jetzt irgendwo für 400€ anner Kasse sitzen.
Ganz zu schweigen von finanzieller Abhängigkeit und nicht vorhandener Altersvorsorge, sofern Letztere nicht ebenfalls der Mann übernimmt. Nein, danke.

Ich habe vor unseren Kindern das dreifache meines mannes verdient. Und nein er verdient vollkommen normal. Ich wollte trotzdem zu Hause bleiben um Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Mein Mann hat Arbeitszeiten die uns viel Familienzeit ermöglicht. Ich habe vor meinen Kindern für meine Rente und Absicherung vorgesorgt.

Hallo, wir haben 3 Kinder(15,13 und 3).
Meine Prioritäten haben sich mit den Jahren geändert. Als ich Kind Nr.1 bekam war ich 25 Jahre alt. Als er 6 Mon.alt war wollte ich unbedingt wieder arbeiten gehen, da ich dachte ich müsste allen zeigen das ich Kind und Arbeit und Haushalt locker schaffe. Eigentlich sollte es auf 400 Euro Basis sein, durch Krankheitsausfall und Urlaub war ich fast täglich 7 Std.da.
Meine Mama hat aufgepasst. Sie hat damals den ersten Zahn entdeckt, die ersten Schritte und Worte live miterlebt. Teilweise hat er sich lieber vpn Oma trösten lassen als von mir .Ich habe soviel verpasst. Bei Kind Nr.2 war ich 2,5 Jahre zuhause und bin dann bewusst nur 2 Vormittage arbeiten gegangen. Als die Jungs in der Schule waren hatte ich teilweise 2 Jobs weil ich dachte das ich es allen beweisen muss. Wieder passte meine Mama nachmittags nach der Schule auf die Kinder auf. Ich hab in 11 Jahren arbeiten mit Kindern nur 2 Tage Kinderkrankschreibung gehabt. Selbst bei Krankheiten " schob" ich sie zur Oma.
Dann hat es bei mir irgendwann klick gemacht und ich hab komplett zurückgerudert. Als ich mit Nr.3 schwanger wurde hab ich bewusst entschieden zuhause zu bleiben. Angedacht waren 6 Jahre. Tja, nach 1 Jahr musste ich für 6 Std die Woche arbeiten gehen da wir sonst keinerlei Möglichkeiten gehabt hätten einen Klndergartenplatz zu bekommen.
Nun arbeite ich 6 Std die Woche.
Da ich in eknem.typischen Frauenberuf arbeite würde mein Mann, selbst wenn ich Vollzeit arbeiten würde das vierfache verdienen.
Falls irgendwann mal etwas passieren sollte oder ich das Bedürfnis habe mehr zu arbeiten, kann ich aufstocken.
Habe aber gemerkt das es allen 3 Jungs guttut das ich zuhause bin wenn sie aus der Schule oder dem Kiga kommen. Da ich den Haushalt morgens erledige habe ich nachmittags Zeit.

Ich habe es umgekehrt versucht, wollte zu Hause bleiben und habe gemerkt dass das nichts für mich ist, bin dann als das 2.Kind 2 war wieder 30 Stunden arbeiten gegangen.
Als dann später das 3.Kind kam, hat es auch bei mir klick gemacht und zwar, dass ich keinesfalls zu Hause bleiben will.
Die Jahre zu Hause waren für mich furchtbar....nur Kinder und Haushalt... definitiv nichts für mich.
Also nach dem Mutterschutz wieder Vollzeit eingestiegen, da ich gut verdiene, dafür eine Haushaltshilfe eingestellt.
Hab mir dann auch eine Stelle mit viel Verantwortung gesucht die mir wirklich Spass macht.
Die Tage sind lang, ich muss viel reisen, aber es funktioniert so seit 10 Jahren.

Wir verdienen in etwa beide gleich viel. Ich ein bisschen mehr. Obwohl er älter ist, ein bisschen kürzer für die Ausbildung gebraucht hat, ein Mann ist.

Irgendwie haben wir beide wohl zunächst das Modell im Kopf gehabt, das uns unsere Eltern vorgelebt haben. Also hat er mir (wohlwollend) das Angebot gemacht, ich müsse nicht mehr arbeiten gehen (so wie es seine Mutter gemacht hat, Hausfrau, und übrigens auch keinen Pensionsanspruch). Leute, ich bin doch nicht verrückt!

Also habe ich es so wie meine Mutter gemacht: zurück in den Job!
Und es hat sich ausgezahlt. Zu Hause wäre ich nicht glücklich. Und finanziell sowieso.

Mittlerweile wäre auch mein Mann mit dem Modell Alleinverdiener nicht mehr einverstanden. Der finanzielle Unterschied wäre viel zu groß.

Mir ist meine Unabhängigkeit auch sehr wichtig. Wir hatten auch schon eine massive Krise, wo ich bereits an Trennung gedacht habe. Sehr erleichternd zu wissen, dass ich die finanzielle Freiheit habe jederzeit gehen zu können.

LG