Umgang mit Behinderten

Hallo ,
ich habe ein Problem und zwar lebt bei mir im Haus ( Mietshaus , 8 Parteien ) eine Frau ca 50 Jahre alt mit ihren Katzen . Sie hatte vor ein paar Jahren einen Schlaganfall und ist seitdem geistig ...ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll .... eben nicht mehr normal . Sie weiß aber was sie tut . Sie hat einen Betreuer welchen ich aber noch nie gesehen habe .

Jedes mal kam sie hoch bettelte um Kaffee , Trinken , Geld , Pfandflaschen oder Süßigkeiten Mein Besuch wird von ihr im Hausflur abgefangen und nach Zigaretten gefragt . Wer nichts gibt wird beschimpft .
Sie schnorrt sich durchs ganze Haus .

Letztens kam sie hoch und wollte 15 Euro haben , habe ich aber abgelehnt .
Etwas später kam sie wieder hoch und wollte "wenigstens " 7 Euro haben ich hab ihr aber kein Geld gegeben .

Seitdem beschimpft sie mich jedes mal als fette Schl.... und droht . Auch meine beiden Kinder ( 13 und 5 Jahre alt ) werden bedroht .
Ich weiß dass ich selber schuld bin weil ich vorher immer Mitleid hatte und was gegeben hab . Aber das kann doch kein Dauerzustand sein !
Wie gesagt sie wird aggressiv und droht .
Sobald ich an ihrer Tür vorbei gehe kommt sie raus und das Theater geht los .
Bis jetzt hab ich es ignoriert und bin an ihr vorbei gegangen aber diese Beleidigungen vor meinen Kindern müssen aufhören .
Desweiteren nervt es dass ihre Katzen ihr Geschäft im Keller verrichten und ich es weg machen muss . Es riecht da sehr unangenehm

Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen oder kann mir Tips geben ?
Den Vermieter interessiert es nicht und den Betreuer kenne ich nicht .

Gruß

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https://mobil.kostenlose-urteile.de/AG-Muenster_8-C-74994_Geruchsbelaestigung-Mietminderung-wegen-Hundeexkrementen-im-Treppenhaus.news13997.htm

Das Amtsgericht Münster hat in einem Urteil irgendwann 20 % Mietminderung wegen Hundekot im Treppenhaus festgesetzt.
Für Katzenkot im Keller mag es etwas weniger sein. Also schreibt den Vermieter an und setzt ihm eine Frist und droht eine Mietminderung an. Ich würde auch Fotos von den Hinterlassenschaften machen u. mir die Daten notieren. Dann kann sich niemand mit einem einmaligen Ereignis rausreden.

Die Mitmieterin könnt ihr anzeigen. Zumindest kann die Polizei den Betreuer ausfindig machen. Euch wird man nirgends Auskunft erteilen. Dann kommt mal Bewegung in die Angelegenheit.

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Hallo!

Du solltest versuchen, den Betreuer ausfindig zu machen und mit ihm darüber reden.

Meine Mutter hatte vor 9 Jahren eine Hirnblutung und anschließend mehrere kleinere Hirninfarkte. Sie ist seitdem zum Beispiel sehr "distanzlos", also sie umarmt die Leute, obwohl sie sie nicht so gut kennt.
Das ist natürlich nicht so schlimm, aber es ist eine Verhaltensänderung nach der Blutung.

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Den Vermieter hat es aber zu interessieren, Du hast die Beschwerde ja sicher schriftlich mit Fristsetzung eingereicht? Wie war denn die Reaktion? Und bist Du rechtschutzversichert oder wenigstens im Mietverein? Wurde bereits Mietminderung wegen der Katzen angedroht?

Den Betreuer kannst Du ja auch mal abpassen und drauf ansprechen, er wird sicher auch ein gesteigertes Interesse daran haben, dass seine Klientin keinen Ärger bekommt.

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Es gingen schon mehrere Beschwerden beim Vermieter ein weil sie alle Hausbewohner anbettelt und aggressiv wird .
Es ist öfter Gebrüll im Hausflur zu hören wenn sie mal wieder nichts bekommen hat .
Mal helfen ist ja kein Problem und unter Nachbarn gern aber ich bin ja auch nicht verpflichtet sie durch zu füttern .
Der Vermieter lässt sich hier nicht blicken ihn interessiert gar nichts mehr . Wenn man was sagt wird man nur angeschnauzt von ihm .
Ich werde versuchen den Betreuer ausfindig zu machen denn soweit ich weiß bekommt sich wöchentlich ihr Geld ausgezahlt nur bis jetzt habe ich immer nur den Pflegedienst gesehen der ihr Bein versorgt .

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Frag doch beim Pflegedienst nach oder hinterlasse eine Nachricht, beim Pflegedienst für den Betreuer.

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Frag mal beim zuständigen Amtsgericht nach den Kontaktdaten vom Betreuer. Ggf. Können die Dir helfen

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Danke für den Tip , werde ich versuchen .

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Wir haben mal über das Ordnungsamt einen Betreuer ausfindig machen können. Dein Vermieter bekommt die Auskunft auch. Katzenkot im Keller geht garnicht. Mitleid ist recht und schön aber soviele Beeinträchtigungen und auch noch Bedrohung muss man nicht hinnehmen. Fordere Deinen Vermieter schriftlich per Einschreiben auf, für Abhilfe zu sorgen. Die Ankündigung von Mietminderung hilft meistens ganz gut.
Er hat nicht nur das Recht, Miete zu kassieren sondern auch ein paar Pflichten.
LG Moni

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Den Vermieter interessiert das nicht . Er ist genervt von den Beschwerden .

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Du solltest dann rechtliche Schritte einleiten bzw. vorab mit deiner Rechtsschutz telefonieren etc., die werden dir helfen können.
Ein Nachweis von Schreiben ist immer wichtig hierbei, am besten wie bereits erwähnt per Einschreiben.

Viel Erfolg 👍

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Gegebenenfalls die Polizei rufen, wenn sie euch bedroht. Ist zwar auch nicht die feine Art, aber der Betreuer ist dann schnell ausgeforscht.
Mag sein, dass ihre Krankheit dieses Verhalten auslöst, da hab ich keine Ahnung.

Im Prinzip ist es egal woher das kommt, aber so geht's nicht weiter. Da bekommt man ja Angst.

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Ja das ist mein größtes Problem die Angst . Denn wie gesagt sie ist aggressiv und droht . Was wenn sie mal handgreiflich wird ? Ist zwar bis jetzt noch nicht passiert aber mir ist mulmig wenn mein Sohn alleine zu Hause ist . Er darf niemanden rein lassen wenn ich nicht da bin . Einmal hat er sie rein gelassen da hat sie sich in der Küche bedient .
Wie gesagt ich helfe gern . Aber da kommt kein Danke sondern ein " Na los machen Sie schon , geben Sie mir was " .
Ende April hatte sie mal wieder kein Geld und wollte etwas zu trinken haben da hab ich ihr eine Flasche Wasser gegeben und sie meinte " Was soll das geben Sie mir Wasser mit Geschmack "
Und Schlaganfall hin oder her aber ich denke sie weiß was sie tut und so wie sie fordert finde ich das ziemlich dreist und unverschämt .

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Das geht definitiv zu weit. Mir wäre da auch mulmig ohne Ende und ich hätte Angst. Ich würde damit zur Polizei gehen und wenigstens mal fragen was man da machen kann.

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Wenn Du Dich bedroht fühlst, ruf die Polizei. Und mach das jedes Mal, wenn etwas ist. Außerdem kannst Du das Sozialamt informieren und natürlich auch das Ordnungsamt, Vermieter würde ich nur wegen dem Katzenkot ansprechen.
Ja, die Dame mag krank sein, aber das muss nicht so extrem zu euren Lasten gehen und es ist völlig okay, sich dagegen zu wehren. Betreuer ist ein Job und hier bei uns hat ein Betreuer bis zu 100 Klienten, also pro Monaten 1,5h Zeit, sich um ihn zu kümmern. Letztlich werden da dann die dringensten Fälle abgearbeitet, Post gesichtet etc. - für mehr bleibt einfach keine Zeit - also müsst ihr dafür sorgen, dass die Nachbarin zum dringensten Fall des Betreuers wird.


Mein Opa war auch nach zwei Schlaganfällen aggressiv und meine Familie hat das viel zu lange ausgesessen und sich schlagen lassen - als ich dann in einer Notsituation dafür gesorgt habe, dass er in die Psychatrie kam, haben die ihn echt toll eingestellt mit Medikamenten. Er war noch ansprechbar und konnte am Alltag teilhaben, gleichzeitig hat er niemanden mehr attackiert.

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Ich werde mit dem Betreuer reden .
Schön zu hören dass es für euren Opa so gut ausgegangen ist .

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Hallo.

Ich würde mich mit dem Vermieter noch mal in Verbindung setzen mit der Bemerkung, sollte er nichts unternehmen schalte ich die Polizei ein. Das grenzt ja schon echt als Stalking. Auch wenn es nicht bewusst bzw. auf den Schlaganfall zurückzuführen ist, muss man das nicht dulden. Sollte der Vermieter immer noch nicht reagieren würde ich tatsächlich mal die Polizei einschalten. Wer weiß, ob ihr nicht die einzigen seid.

Alles Gute und starke Nerven.

LG

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Wir sind nicht die einzigen . Allen hier im Haus geht es so mit ihr .
Danke .

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Die Frau tut mir leid.

Dennoch musst du an dich selbst und deine Kinder denken. Der Nachbarin nichts mehr geben, bis auf ev. "Guten Tag" konsequent ignorieren, lass sie einfach immer stehen, reagier nicht auf sie. Falls sie dir den Weg versperrt oder anderweitig körperlich wird, nach Ansage die Polizei rufen - Jedesmal.

Wenn eine Fremdgefährdung vorliegt, gehört sie ins Krankenhaus/Psychatrie und dort medikamentös eingestellt. Ihr müsst nicht der Prellbock sein.

Ich wünsch dir starke Nerven.