Mein Problem = Dein Problem?

Hey in die Runde.

Ich möchte gerne folgende Frage diskutieren: Ich habe seit mehr als einem Jahr eine Partnerschaft, die ich insgesamt als gut und ausgeglichen bezeichne. Ich vertrete seit jeher die Auffassung, dass jeder seine Probleme geklärt haben sollte, ehe er in eine neue Beziehung geht. So handhabe ich das jedenfalls und meine Themen mit Exmann, Kindern, Unterhalt usw. sind längst bereinigt. Ich führe ein nach schweren Zeiten sehr glückliches Leben, bin zufrieden und ausgeglichen, habe einen tollen Job, verdiene gut, mit den Kids läuft alles prima. Und ich bin stolz darauf, dass ich mich wirklich aus der tiefsten Sch... da selbst rausgearbeitet habe.

Es kam dann eben der Wunsch nach einer neuen Partnerschaft und ich traf meinen jetzigen Freund.
Wir hatten einen schönen Kennenlernzeitraum, ich stelle viele Fragen, die Lebensansichten sind identisch.
Der Alltag sieht jedoch ein klitzekleines wenig anders aus... In Sachen Exbeziehung und seinen Kindern tun sich immer wieder riesige problembehaftete Themenberge auf, die massiv in unsere Beziehung schwappen und ob ich es will oder nicht: Ich bin dann involviert mit zig tausend Problemen, die ich überhaupt nicht verursacht habe. Und mein Partner nimmt diese ewigen Diskussionen und Provokationen gar nicht als Problem auf, von dem er mir hätte berichten müssen?! Er hatte mir damals vermittelt, dass mit Ex und Kindern alles geregelt und alles super sei. In Wahrheit war es so, dass sie rief und er sprang. Inzwischen erpresst sie ihn mit den Kindern. "Wenn Du nicht das und das tust, dann..."

Ich bin ein hilfsbereiter Mensch, aber ich lasse mich nicht vor jeden Karren spannen und ich erwarte auch, dass jemand, der in der Scheiße steckt, auch eine gewisse Selbstreflektion walten lässt, und sich fragt, welchen Anteil er zum Problem beigetragen hat.
Eine ewige "Opfernummer" mache ich aus Prinzip nicht mit. Wer Hilfe braucht, bekommt welche - aber ich will eben auch sehen, dass sich etwas ändert - sonst macht man ja Jahre an einem Problem rum.

Und genau das beobachte ich derzeit in meiner Beziehung: Da ploppt ein Problem nach dem anderen auf (aus der Vergangenheit). Wir reden darüber, ich mache Vorschläge, helfe aktiv - aber schwuppdiwupp geht der ganze Zirkus dann wenig später wieder von vorne los.

Ich kann ich sehr gut abgrenzen, widme mich dann eben meinen eigenen Sachen (habe ja selbst genug zu tun) und lebe nach dem Motto, dass ich nichts dulde, was mein entspanntes Lebenskonzept auf Dauer schädigt, was aber auch damit zusammenhängt, dass ich eine schwere Krankheit überwunden habe. Ich haushalte mit meinen Kräften.

Im Moment geht es in meiner Beziehung ziemlich kühl zu, weil ich klar und deutlich formuliert habe, dass ich mit Problem X (ein altes Problem von ihm; ich möchte nicht näher darauf eingehen) nichts mehr zu tun haben will, bis sich etwas geändert hat.

Mein Partner vertritt die Ansicht, dass man alle Probleme gemeinsam bewältigt. Die Meinung vertrete ich prinzipiell auch - aber ich trage auch alles dazu bei, meine Herausforderungen aktiv bewältigen und ruhe mich nicht auf dem Jammerkissen aus. Zudem sorge ich dafür, dass gar nicht erst große Probleme entstehen, in dem ich sorgfältig meine Entscheidungen treffe und nichts vor mir herschiebe. Von meiner Seite aus laufe ich mit wenig Ballast rum, was dauernd für Stress sorgen könnte.

Wie seht Ihr das?
Mitgefangen - mitgehangen?
Wo sind Eure Grenzen, jeden Müll des anderen mit aufzuräumen?

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Bei den meisten Frauen kommen sie damit durch... Warum in schwarz?

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Ich sehe das ähnlich wie du, nur hätte ich es schon beendet.

Probleme gemeinsam angehen ist völlig normal, aber nicht wenn so mit Problemen umgegangen wird und sie auch immer nur von einer Seite kommen.

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Hi, ich glaube das jeder Mensch irgendwelche Probleme mit sich rumträgt. Die Erwartung das mein Partner keine Probleme in die Beziehung bringt, hätte ich daher nicht. Manchmal sind es vermutlich auch nur Probleme für den neuen Partner. Viele Alleinerziehende merken gar nicht, wie oft sie für den Ex/ die Ex springen "müssen".
Oft kommt es zu neuem Problemen (mein Ex hat einen neuen Partner/in? Das ist sicher nicht gut für die Kinder= neuer unnötiger Sorgerechtsstreit). Jammern tun viele sehr gern.
Mein Mann hatte zu Beginn unserer Beziehung Schulden (aus einer ehemaligen Selbstständigkeit (also kein fauler Typ der über seine Verhältnisse lebt)). Er hat es mir zunächst verschwiegen. Eines Tages stand der Gerichtsvollzieher vor meiner Tür. Ich habe ihm gesagt, dass wir das zusammen klären und ich nie wieder sowas haben will. Ich würde mich sonst trennen. Es ist nie wieder vorgekommen. Er ist heute schuldenfrei.
Im Endeffekt ist es deine Entscheidung. Mann mit Problemen oder alleine sein?

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Ein wenig deutlicher musst Du schon werden. Sind diese Probleme, die ihn da befallen, seitens seiner Ex ursächlich ausgelöst und er kann das im Grunde gar nicht beeinflussen? Oder geht es um ein altes Problem, was er nie wirklich angegangen hat und sie nutzt das für ihre Machtposition aus, während er sich nun weigert, es endlich einmal deutlich abzuschließen?

Also die Frage ist halt, wieviel "Schuld" gibst Du ihm an der Situation? Und wieso möchtest Du einerseits nichts damit zu tun haben, andererseits ärgerst Du Dich aber, wenn er nichts darüber berichtet?

Ich steig noch nicht ganz durch. Aber prinzipiell würde ich sagen, wenn Du Dich darüber mockierst, dass er sich nicht (endlich?) so gegen seine Ex stellt, dass die gründlich eingenordet wird und Ruhe gibt, dann ist das ein wohl recht häufiges Problem von eher schwachen Charakteren in Patchworkfamilien, was in einer Partnerschaft für jede Menge Unruhe und Stress sorgt.

"Wo sind Eure Grenzen, jeden Müll des anderen mit aufzuräumen?"

Ganz einfach: Ich erwarte, wenn man mir seinen Seelenmüll auflädt, dass man mich nicht nur als jederzeit zuhörenden Mülleimer benutzt, Ratschläge nicht nur abnickend empfängt sondern sie auch umsetzt. Und sich zur Not weitere Hilfe besorgt.

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Hallo und Danke für Deine Antwort.

Ich denke, dass ich im Moment einfach das Gefühl habe, von diesen externen Problemen überrollt zu werden. Sie stammen aus seiner Vergangenheit, hängen natürlich auch mit der Ex und den Kindern zusammen, und kaum schließt man das eine mal ab und findet meine Lösung, kommt da nächste Drama schon ums Eck. -er hat auch gesundheitliche Probleme, die er auf meine Initiative hin endlich mal angegangen hat, aber obwohl jetzt alles gut läuft, ist er nur am Zweifeln und Meckern. Selbst die Heilung ist jetzt ein Problem und ich will überhaupt nicht mehr zuhören, zumal ich den ganzen Orga-Kram rund um die Behandlung erledigt habe, neben Vollzeitjob, Kindern usw. Und auf der einen Seite überbelastet er sich in der Genesungsphase andauernd, und am abend jammert er wieder, wie doll er doch jetzt wieder Schmerzen hat. Ich kann es nicht mehr ertragen!

Und dann eben auch das Dauerthema mit Ex und Kindern; ständig gibt es eine neue Hiobsbotschaft. Ich merke eben immer mehr, dass ich angefressen bin von der Erkenntnis, dass eben doch nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen ist, wie er mir anfangs sagte ("Ja, alles geklärt, wir sind uns über alles einig, Umgang läuft gut"), erst im Nachhinein habe ich eben bemerkt, dass er noch unzählige gemeinsame Verpflichtungen mit seiner Ex hat, außer der Kinder, und ständig in Beschlag genommen wird (Anrufe, Besuche usw.).
Ich habe auch einen Exmann, der ab und an rumzickt, aber ich habe es eben im Griff und lasse diese Übergriffe in die Beziehung nicht zu. In der jetzigen Beziehung habe ich immer den Eindruck, diese ganzen Altlasten würden wie eine Dampfwalze in meine Wohnung stürmen (wir wohnen nicht zusammen) und alles zerstören, was ich mir aufgebaut habe.
Deshalb grenze ich mich von einigen Themen ab und sage, dass ich davon nichts mehr wissen will (weil sich bislang nichts geändert hat). Aber gesund für eine Beziehung fühlt sich das eben auch nicht an - deshalb schreibe ich ja diesen Thread. Ich möchte schon, dass man alles miteinander besprechen kann - aber der Wust an Sorgen und Problemen überfordert mich im Moment einfach, und er ist beleidigt, weil ich mich hier und da jetzt einfach rausziehe (nachdem man Monate lang darüber geredet hatte).
Insgesamt fühle ich auch eine Art Enttäuschung: Das, was er angekündigt hatte, stimmt letztendlich nicht, und nur, weil wir in einer Beziehung sind, muss ich jetzt jeden Karren mit ihm aus dem Dreck ziehen?! Ich löse meine Themen auch alleine, frage ihn hin und wieder mal um Rat, gehe dann aber in die Umsetzung der Lösung. Und bei ihm: zwei Schritte vor, 1,5 zurück, so kommt es mir vor.

Sorry fürs Jammern :-(

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Fühlst Du Dich momentan vielleicht eher wie seine Krankenschwester und Therapeutin und weniger wie eine Partnerin auf Augenhöhe?

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Du klingst, als ob du eine Therapie gemacht hast, in der du gelernt hast, dich abzugrenzen und deine eigene Situation immer aus einer Metaebene zu reflektieren.

Versteh mich nicht falsch, ich finde das tolle Errungenschaften, trotzdem hat zum Beispiel mein Umfeld teils sehr verschnupft reagiert, wenn ich für jedes Problem eine Lösung parat hatte und immer nur auf der Metaebene die Probleme sezieren wollte.

Das kann sehr hart und wenig anteilnehmend wirken.

Es gibt, denke ich, Probleme und Altlasten, die kriegt man nicht so einfach gelöst, auch wenn man das gerne will.
Oft sind sie ja eine Folge, dass man halt einfach so ist wie man ist. Wenn dein Partner also vielleicht harmoniebedürftig ist und Konflikte scheut, dann kriegst du das nicht einfach weg, indem du ihm immer wieder sagst: Mach doch mal so und so...

Im Gegenteil: Er wird sich abgelehnt und unverstanden fühlen.

An deiner Stelle würde ich eher die Grundsatzfrage stellen ob du mit seinen Altlasten und seiner Art des Umgangs damit leben kannst, auch wenn er sich nicht ändert.

Vergiss bei deiner Ratio das Mitgefühl nicht.

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Mein Partner vertritt die Ansicht, dass man alle Probleme gemeinsam bewältigt
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Da du nicht detailliert beschreibst, um was es geht, ist das schwer zu beantworten.

Was erwartet er den für Bewältigungsstrategien von dir? Wenn es explizit um Ex und seine Kinder geht, sind dir naturgemäß die Hände gebunden. Du kannst kaum aktiv tätig werden. Daran krankt es häufig in Patchworkfamilien, dass selbst jemandem, der helfen wollen würde, schnell die Grenzen gewiesen werden. Wenn er sich gegen die Ex nicht durchsetzen kann, was sollst du dann tun?

Ich kann verstehen, dass dir irgendwann der Kragen platzt. Du hörst es dir an, machst vielleicht Vorschläge, aber es ändert sich nichts. Sei es, weil er es nicht will/kann oder sich die Umstände vorerst nicht ändern lassen oder er sich auch keine externe Hilfe sucht in Form von Anwalt, Jugendamt etc.
Ich würde auch nicht ständig die gleichen Themen widerkäuen wollen und es ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

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Hallo :-)

Es sind mehrere Problemherde, unter anderem die Gesundheit von ihm: Er geht andauernd über seine Grenzen, um dann wieder abends zu jammern, wie schlecht es ihm geht. Mich macht das inzwischen einfach nur noch wütend. Als würde sich jemand jeden Tag 100 Sahnetorten reinhauen, um dann über Bauchweh zu klagen und erwarten, man würde immer beim Kotzen den Eimer halten.

Und dann eben auch sein Kinderthema: Probleme ohne Ende, Rosenkrieg auf allen Ebenen, Umgangswochenenden sind eine Katastrophe, man findet Lösungen für Katastrophe A, und daraus wird dann Katastrophe A+X, und ich habe dann plötzlich mit Schuld daran, weil ich dummerweise für die Bewältigung von Katastrophe A einen Rat gegeben hatte?! ich weiß, dass es jetzt ungerecht klingt: Aber er hat sich ja dafür entschieden, mit der besagten Frau Kinder in die Welt zu setzen, obwohl es wohl schon immer problematisch in der Beziehung war. Und von mir immer und immer wieder das Mega-Verständnis für diese hausgemachten Turbulenzen zu erwarten...damit kann ich einfach nichts anfangen.

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Tja, dann würde ich den Problembären auch zum Abschuss freigeben.
Jammern wegen Krankheiten, die man selbst immer wieder selbst forciert, finde ich kindisch.

Und wenn man selbst (endlich) in der glücklichen Lage ist, dass das eigene Leben rund läuft, braucht man keine externen Probleme, die womöglich noch 10 Jahre anhalten.

So einer käme mir auch nicht ins Haus, da bin ich ganz ehrlich. Ein Psrtner sollte eine Bereicherung im Leben sein und keine Probleme einschleppen, die man ohne Beziehung erst gar nicht hätte. Dafür soll er sich einen Therapeuten suchen.

Vor 20 Jahren hätte ich das vermutlich anders gesehen. Ich weiß ja nicht, wie alt du bist. Man hat nur ein Leben und es gibt bestimmt noch andere, die weniger Altlasten oder einfacher zu lösende rumschleppen.

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Ihr seit relativ frisch zusammen und solltet doch hauptsächlich noch in den Betten liegen.😂 Sorry, aber mir wäre das zu problembeladen. Ich würde mich auf Dauer distanzieren und mich sicherlich trennen.

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Ich habe keine der bisherigen Antworten gelesen und schreibe erstmal selbst.
Ich kann mich ganz gut in Deine Situation reinversetzen - ich war selbst lange allein mit meinen Kindern, habe eine anstrengende Zeit durch und hatte, bevor ich mich nach langer Zeit wieder in eine Beziehung gewagt habe, wirklich sichergestellt, dass ich erstmal für uns alles in ruhiges Fahrwasser bekomme. Vorher hatte ich ehrlich gesagt auch wirklich keinen Sinn für was Neues. Ich habe mich meinen Kindern gewidmet, meinen Job und mich super aufgestellt. So habe ich unheimlich viel Selbstbewusstsein getankt und war auf niemanden angewiesen. Eine komfortable Situation, die ich so nie leichtfertig aufgegeben hätte. Für mich stand immer fest: ein neuer Partner muss die gleiche Ausgangsposition haben: unbelastet sein und keine Probleme mitbringen. Davon habe ich selbst genug bewältigt, und ich möchte jetzt ein gutes Leben für mich und meine Kinder. Das scheint ja bei Dir genauso zu sein.

Tja, dann bleib konsequent.

Wenn in Eurer Partnerschaft Probleme auftauchen, ist es selbstverständlich, dass ihr die gemeinsam zu bearbeiten habt. Aber was seine eigenen Altlasten angeht, da würde ich schön die Finger von lassen. Und wenn er sie nicht selbst in den Griff bekommt: pack die Koffer.

Probleme mit der Ex können unmöglich Deine Aufgabe sein. Das ist seine Baustelle.

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Danke für Deine Nachricht...

an dem Punkt stehe ich ja gerade: Ich kann nicht abschätzen, ob er dafür sorgen kann, dass Ruhe einkehrt. Und seit etwa 10 Tagen hängt der Haussegen schief, weil mir einfach der Kragen geplatzt ist: Wir hatten sei Problem A mit seinen Kids gelöst, dann nahm das ganze Ding eine neue Wende, und aus A wurde A³, also alles nochmal eine Runde ätzender. Er schlug damit wieder bei mir auf, wieder am Wochenende und ich sagte, nachdem er sich ausgekotzt hatte, dass ich das nicht mehr will. Immer diese Mist-Themen, verbunden mit Anspannung und Stress. ICH WILL DAS NICHT MEHR.

Er ist seither kühl, da er krank ist, ist er in meiner Wohnung, da er in seiner schlecht bleiben kann mit Fieber und Co.

Und ja: Seine schlechte Laune wegen allem lebt er in meinen vier Wänden ungeniert aus. Wenn ich anrege, dass er jetzt mal in seine Wohnung könnte, um sich mal selbst zu bemitleiden, antwortet, ob ich nur eine Schönwetterbeziehung will.
Nein, will ich nicht. Aber die Ausläufer des Ex-Orkan will ich auch nicht!

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Finde ich alles absolut nachvollziehbar. Ich verstehe aber nicht genau, was Du noch brauchst. Du bist ja eigentlich sehr klar und kommunizierst das auch so. Du sagst, ich will das nicht mehr. Es kommt bei ihm nicht an. Dann steht aus meiner Sicht jetzt der nächste Schritt an.

Von ihm kommt dann der Vorwurf, dass Du ihn nicht unterstützt und nur in guten Tagen da bist. Ich kann verstehen, dass der nicht einfach wegzustecken ist. Wenn Du da für Dich ein Argument brauchst: Frag ihn doch mal nach seiner eigenen Verantwortung. Was tut er selbst, um seine eigenen Probleme zu lösen und Eure Situation zu verbessern? Wenn ich Dich da richtig verstehe, ist das nicht sehr viel. Das wäre für mich Grund genug zu gehen.

Letztlich finde ich aber, brauchst Du eigentlich auch kein Argument. Wenn eine Beziehung für eine von beiden Parteien nicht mehr ok ist, hat diese jederzeit das Recht, sie zu beenden. Du fühlst Dich nicht gut und in Deinem Seelenfrieden bedroht. Du kannst gehen.

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Wo ist denn Deine Beziehung gut und ausgeglichen?

Man löst alle Probleme gemeinsam ist erstmal ein schönes Ziel vielleicht, geht aber so nicht wirklich, DU kannst SEINE Probleme eben nicht lösen. und bist dafür auch nicht zuständig.

Er hat Fieber und kann nicht in seiner Wohnung sein? Och der Arme... weißt Du was mein erster Gedanke war? Was würde er denn als Single machen, ohne Dich? Wie würde ER SEIN Problem lösen?

Als ich meinen Mann kennen lernte war das wirklich der erste Mann, der auch nach Scheidung und zwei Kindern echt gut aufgestellt war und nicht im Elend versank. Dennoch hatte auch er noch einige Baustellen und das erste Jahr hatten wir echt viel Stress und Streit und ich habe oft geheult, weil ich in Dinge reingezogen wurde, für die ich nichts konnte, die aber deutliche Auswirkungen auf unsere Beziehung hatten. Es ging auch um Stress mit der Tochter und der Ex.

Wir haben einen gemeinsamen Weg gefunden damit umzugehen, aber nicht ich habe seinen Müll quasi aufgeräumt sondern mit meiner Hilfe und Unterstützung ist er zu einem guten Weg gekommen, damit umzugehen. So funktioniert das ganze dann auch.

Wie hier schon jemand geschrieben hat, wenn ich in einer Beziehung wesentlich mehr Probleme habe, als ich alleiine hätte stelle ich mir immer die Sinnfrage - und habe die vergangenen Beziehungen dann auch meist beendet. Nach dem Motto "das brauche ich nun echt nicht".

Lichtchen