Jemanden kennengelernt - kann das gut gehen?

Ich habe gestern jemanden kennengelernt, lief auch richtig gut und wir wollen uns wieder treffen.

Jetzt zum Haken an der Sache:

Er wohnt fast eine Stunde entfernt, ich habe kein Auto und bin nicht besuchbar. Dazu arbeitet er auch noch in Schichten und wäre nur bedingt besuchbar.
Er hat viel scheiße erlebt und hatte 5 Jahre keine Frau, nicht mal Sex. Ich habe auch einiges durch und stecke noch in einer Beziehung, die nur noch nach außen eine ist. Mein Noch-Partner weiß aber über das Treffen bescheid! Führen schon länger eine offene Beziehung. Haben miteinander aber keinen Sex oder größeren Körperkontakt mehr. Man kann sagen, wir sind nur noch Freunde.

Meint ihr, dass kann gut gehen und man schafft es sich richtig kennenzulernen, obwohl die Umstände recht kompliziert sind?
Gibt es Erfolgsgeschichten, wo sowas funktioniert hat?

Mir ist klar, dass es immer mittel und Wege gibt, wenn man wirklich will. Aber auf Grund schlechter Erfahrungen habe ich Angst bei der ganzen Geschichte. Vor allem vor Gefühlen.
Eine eigene Wohnung wird jetzt endlich gesucht, aber das kann ja noch etwas dauern.

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Warum sortierst du nicht erstmal deine Altlasten mit dem Ex bevor du eine Beziehung mit schwierigen Begleitumständen anstrebst.

Deine Bekanntschaft hat viel mehr Kompromisse zu machen, wenn er sich auf dich einlässt. Du hast noch jemanden bei dir wohnen, du kannst ihn nicht besuchen und er spielt dauerhaft den Fahrer. Muss man mögen....... Ich würd's nicht wollen.

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Weil das "sortiert" ist!
Ich wohne solange ich will weiterhin bei ihm, wir teilen Haushalt und essen zusammen. schlafen getrennt und verstehen uns wie gute Freunde - WG halt ;)

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In einer wirklich echten WG kann aber jeder seine Affaire, (neuen) Partner, Freundschaft plus, weiß der Geier sonst was in die WG mitnehmen.

Bist du dir sicher, dass all deine Altlasten geklärt sind?

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Hört sich schwierig an, aber kann klappen. Wenn Du kein Auto hast, dann fahr mit dem Zug. Wenn er Dich besucht, dann geht in ein Hotel.

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Zug wird schwierig, weil teuer und er wohnt aufem Dorf. Das könnte ich höchstens einmal im Monat machen.
Hotel kostet zu viel, gibt hier auch keins, wo man nur eine Nacht verbringen könnte.

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Wo wir dann auch wieder beim Thema "ausreden finden sind" :/
Möglich ist wohl vieles, aber die Angst verhindert das meiste...

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Ich glaube, ich würde das erst weiter führen, wenn auf beiden Seiten die Fronten geklärt sind und Ihr Euch gegenseitig besuchen könnt.
1 Stunde Fahrt ist nicht viel, kannst Du dann mit den Öffis auch bewältigen. Man muss es nur wollen.

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2-2,5 Stunden fährt!

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Und was ist an 2 Stunden Fahrt so dramatisch? So lange fahren andere jeden Tag zur Arbeit. Und wenn dir 20 Euro zu viel sind könnt ihr ja zusammenlegen, wenn etwas draus werden sollte.

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Hallo!

Einfacher wäre es, erst mal Dein Leben auf die Reihe zu bekommen:

Richtig trennen. gerne mit Wohnung mit guter Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel, wahrscheinlich wärst du nämlich doch recht schnell bei deinem Bekannten, wenn der Dich vom nächsten Bahnhof abholen würde. Oder Du stellst an dem Bahnhof ein Fahrrad ab für die letzten paar Kilometer.

Dann kann er Dich besuchen, und du ihn auch - gerade wenn es an den letzten Kilometern scheitert, für die der Bus fast eine Stunde braucht, die man aber mit Auto in 10 Minuten schafft, mit Rad in einer halben Stunde. Ich habe lange so gewohnt.

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Eigene Wohnung ist hier schwierig, suche ja schon länger und wegziehen keine Option. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist super - alle 30 min ein Bus in die Stadt oder in 10-15 min mit Fahrrad zum Bahnhof. Von da 20-25 min in die nächsten Großstädte. Er wohnt nur genau in die Richtung, wo man dreimal umsteigt und 2-2,5 Stunden unterwegs ist.

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Bin irritiert. Eine Beziehung, die nach außen eine ist und dein Noch-Partner. Also du sprichst erst von offener Beziehung. Dann im Verlauf von WG. Alles eher freundschaftlich... klingt für mich widersprüchlich. Vermutlich denkt dein Freund noch emotional ihr seid u bleibt ein Paar und weiss nichts davon dass du ausziehen magst. Sonst würde er sicher nicht so herzlich alles teilen und auf der Couch schlafen. Damit du parallel ein neues Leben aufbauen kannst und den Comfort nutzt, Teilzeit zu arbeiten. Bin echt verwundert.

Lass es bleiben mit dem neuen. Das würde deine gesundheitlichen Probleme nicht verbessern. Eine Therapie ist da lohnenswerter. Das ist nicht bös gemeint, sondern sachlich. Kläre erst mal deine Probleme bevor du dir neue ans Bein bindest.

VG

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Wir führen seit 3 Jahren eine offene Beziehung, wo aber seit einem Jahr nichts mehr läuft. Wir suchen beide schon länger immer wieder andere Partner ;)
Auf dem Sofa schläft er generell schon immer, da er zu doll schnarcht. Das hat nichts mit dem Beziehungsstatus zu tun.

Warum sollte er nicht alles teilen? Soll er mich raus schmeißen?

Ich "gönne" mir den Luxus, weil es nicht mehr anders geht!
Eine Therapie brauche ich nicht, habe nichts psychisches. Ich habe etwas chronisches, was mich auch immer mal wieder in den Op bringt und mich das Glück eigene Kinder zu haben gekostet hat. Einen wirkliche Therapieform für mich, habe ich noch nicht gefunden.

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Also ehrlich ? Ich denke schon, dass du eine Therapie gebrauchen kannst. Deine Lebensumstände und deine Frage und Zweifel, ob der Situation zeigen deutlich, dass du ausser Stande bist, ein eigenständiges Leben zu führen. Schon eine Pendelei wird dir trotz Teilzeit zu viel .. erstaunlich. Ja, wenn du dich aus deiner aktuellen Komfort löst, wird es Nachteile bringen. Aber auch Chancen. Wenn ihr ach so locker und gelöst wäret, dann könntet ihr in der WG auch neue Partner akzeptieren. Tut ihr nicht. Ist mir ein Rätsel. Wie gesagt, suche dir einen guten Therapeuten, um zu ergründen, warum du offenbar Jahre brauchst, um dich zu lösen. Und offenbar schon Probleme siehst, wo noch gar keine Beziehung in Sicht ist.... auch bei chronischen Erkrankungen gibt es immer begleitende Therapiemöglichkeiten.

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Hi,
ich fasse mal zusammen:
- du bist noch in einer Beziehung
- du bist nicht mobil
- ihr könnt euch, wegen der Wohnverhältnisse, nicht besuchen
- Alternativen kannst du dir nicht leisten.
Warum muss eigentlich ein neuer Kerl her, wenn das Chaos vom alten noch nicht sortiert ist? Darauf würde ich meine Energie verwenden. Somit denke ich, dass das nicht klappen wird.

vlg tina

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Eine Beziehung öffnet man nicht, weil man sich zu Tode langweilt, sich aber aus Bequemlichkeit und/oder Gewohnheit nicht trennen kann/will. Kenne selbst ne Handvoll Leute, die in derselben Konstellation stecken, jeder macht seit Jahren irgendwie sein eigenes Ding, glücklich ist keiner, aber das ist okay, solange es immer wieder mal irgendetwas oder jemand anderes/anderen gibt, der von diesem Umstand ablenkt. Leider pfuschen einem dann oft die Erlebnisse, Gefühle etc. der nicht abgeschlossenen, weil ständig präsenten Beziehung mit rein und dann kommt sowas wie bei dir dabei raus.

In irgendeinen sauren Apfel wirst du beißen müssen.

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Wir haben die Beziehung mehr oder weniger von Anfang an geöffnet und sind so oder so Swinger. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

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Nochmal zu Deinem Ausgangspost:
Erfolgsgeschichten gibt es da, wo Menschen aus Liebe Hindernisse überwunden haben.

Ansätze gäbe es einige, bspw. könntest Du mit dem ExPartner eine neue Absprache treffen, nach günstigen Zug- ggfls. Bustickets oder Mitfahrgelegenheiten suchen.

Die Wohnungssuche intensivieren, ggfls. in eine WG ziehen oder Freunde bitten, bei Ihnen zu wohnen bis Du etwas Neues hast.

Deine äußere Situation spiegelt Deine innere Gefühlslage wieder.
Du hast Angst etwas zu verändern, weil....... dann könnte sich ja tatsächlich etwas ändern.

Die eigentliche Frage ist: stehen bleiben oder weiter gehen. Denn irgendwie wirkt es so, daß Du den jetzigen Zustand auch ganz gut findest und nicht wirklich verändern willst.

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Welchen Vorteil hätte bitte eine WG oder bei freunden aufem Sofa? 🤔
Zumal ich mit Ü30 niemals in eine WG ziehen würde. Könnte ich auch gleich wieder in mein Kinderzimmer ziehen, wobei das jetzt mein Papa hat 😂

Ja, ich finde die Wohnsituation gut - keine hohen kosten, ab und zu nette Gesellschaft, zusammen kochen bzw nicht alleine essen. Wenn man Ruhe will, ist auch das kein Problem.
Wo wäre da nochmal der unterschied zu einer WG? ;)
Ach ja, ich könnte da Männer mit nach Hause nehmen zum poppen. Ach Nee, muss man ja auch auf andere Rücksicht nehmen ♀‍🤦🏻

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Da du an sämtlichen Vorschlägen was auszusetzen hast, ist dir wohl nicht zu helfen oder der Leidensdruck (noch) zu gering.

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Nachdem ich hier alle Antworten und auch deine darauf gelesen habe, sehe ich keinerlei Chancen für euch. Tut mir sehr leid #schein