Hilfe im Haushalt (vorsicht lang)

Hallo zusammen,

nach einem anstrengenden Jahr (IUI, Ivf, MA mit AS) bin ich nun in der 34ten Woche schwanger und, was das betriff, überglücklich. Ich habe nur ein kleines Problem. Den lieben Haushalt...
Momentan bin ich auf Grund eines BV zuhause und kümmere mich um alles. Und damit meine ich alles. Kochen, einkaufen putzen, waschen etc. Mein Mann (arbeitet 35h pro Woche) macht rein gar nichts.
Fände ich ja nicht so schlimm, wenn 1. das Haus nicht so groß wäre (240qm) und 2. ich nicht jeden Tag putzen müsste.
Er hat zwei große Collies mit in die Ehe gebracht und die zwei sauen täglich das ganze Haus ein. Er lässt sie z.B. nach dem ich gewischt habe, in den Garten, und sie rennen danach mit ihren Matschepfoten wieder quer durch das Haus. Ich habe ihn schon wirklich oft darum gebeten, dass er ihnen wenigstens die Füße sauber machen soll. Das klappt aber höchstens, wenn ich daneben stehe.
Seine Sachen lässt er zudem wo er geht und steht liegen. Nicht einmal eine benutzte Tasse wird aufgeräumt.
Das macht mich ehrlich gesagt ganz schön traurig.
Ich bin nun auch an einem Punkt in der Schwangerschaft angekommen, an dem ich das einfach nicht so schaffe. Hilfe bekomme ich von ihm keine, auch wenn ich ihn darum bitte. Meine Mutter würde mir gerne ab und zu helfen aber das will er partout nicht und mir wäre es auch unangenehm.
Vielleicht habt ihr ein paar Ideen für mich oder wascht mir den Kopf, dass ich mich nicht so anstellen soll?

So genug mimimi, vielen Dank schon mal 😊

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Also mal zusammengefasst:
Dein Mann arbeitet schlappe 35h/Woche und lässt sich von vorn bis hinten von seiner hochschwangeren Frau bedienen und die Klamotten hinterher räumen, verdreckt mit seinen Hunden das ganze Haus und lässt das dann von Dir wieder sauber putzen. Eine Putzfrau will er aber auch nicht.
Hmmm, klar, er hat ja schon Dich! #fest
Solange Du Dich wie eine Hausmagd behandeln lässt, wird er genau das wohl in Dir sehen. Und vermutlich wird es wohl kaum besser werden, wenn das Kind erst da ist.
Dann wirst Du Diejenige sein, die nachts aufsteht, wickelt, das schreiende Kind in den Schlaf trägt, nebenbei die Hunde sauber machst und das Haus putzt.
Er hat ganz offentlichtlich andere überragend tolle Qualitäten, so dass Du über seine Faulheit und Unverschämtheit einfach hinwegsehen kannst.
Nein, ich könnte mit solch einem Menschen nicht leben, aber Vorlieben sind halt unterschiedlich und wie man sieht, für jeden Topf findet sich ein Deckel.
Bitte überleg Dir mal, ob ihr beide wirklich eine Beziehung auf Augenhöhe und mit ausreichend Respekt führt.
Alles Gute Dir.

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Ich rate dringend zu mehr Langmut. Spätestens wenn irgendwann keine Hemden mehr im Schrank sind und immer noch keine im Wäschekorb, ist das Gesicht dann doch recht lang. Und wenn die zwei Hunde dabei noch über seine Klamotten drüber rennen, umso spassiger, oder wenn sie damit anfangen zu zergeln.
Und am besten lässt du den Matschboden so, bis Besuch kommt, den er eingeladen hat. Jetzt geht das alles noch viel besser als wenn in ein paar Wochen das Baby da ist. Und selbstverständlich darfst Du die "ich bin im Mutterschutz und kann nicht mehr so"-Karte spielen - mach nur noch, was Dir wichtig ist und zu Zeiten, die Dir passen. Der Deal "ich bin zuhause, also putze ich" gilt nämlich auch nur so lange, wie Dein Mann Dich nicht aktiv boykottiert und das tut er ja grade.

Ansonsten bin ich völlig verliebt in meinen Saugroboter, der hier täglich einen hervorragenden Job macht, auch mit drei Hunden im Haus, den Garten kann man Hundefrei machen, immerhin krabbelt da bald ein Kleinkind und ansonsten gibt es auch Haushaltshilfen und Dogwalker.

Du bist jetzt in einer ganz späten Phase der Schwangerschaft und wärst wohl (bald) schon im Mutterschutz, rechne ihm zur Not vor, wieviel er bei seiner letzten Krankschreibung denn so zuhause gemacht hat - den Mutterschutz gibt es ja nicht von ungefähr und im Wochenbett geht sowieso gleich mal gar nichts.

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Danke für deine Antwort,
Ich bemühe mich schon das ein oder andere liegen zu lassen. Hat er allerdings keine Klamotten mehr, wäscht er halt genau eine Maschine. Natürlich nur mit seinen Sachen 🙄
Es stört mich ja auch nicht grundsätzlich den Großteil zu erledigen, ich finde es nur wirklich beleidigend, dass er nicht ein Stück darauf achtet, dass es ein bisschen länger sauber bleibt

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Würde auch mehr für dich einstehen, ich wär nicht traurig sondern sehr sauer! Du solltest dich ausruhen und nicht den werten herr seine tassen hinter her räumen, geht gar nicht!

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Rede sehr deutlich mit ihm! Aufschreiben ist auch gut, putzplam, auch was du machst, dann sieht er mal wie viel das ist, vor allem wenn du im wochenbett bist muss er mehr machen, schreib das auf. putzfrau hilft ja auch wenns mal 1-2 std in der woche ist, ist das ja auch nicht so teuer, besser als die mutter

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Die Putzfrau geistert mir tatsächlich schon etwas länger im Kopf herum. Ist ihm nur viel zu teuer. (Er müsste sie dabei nicht mal zahlen, ich war bisher auch voll berufstätig und habe gut verdient)
Haushsltspläne findet er extrem albern, das hätte ich ihm nämlich auch schon vorgeschlagen. Vermutlich weil er dann sehen könnte, dass er nichts macht 😂

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Wenn darüber Einigkeit besteht, dass das Baby ein Vollzeitjob ist - (wenn Uneinigkeit besteht: gönn ihm doch ruhig Elternzeit zur "Erholung") - dann kann er sich auch hälftig an der Hausarbeit beteiligen oder eben an der Putzfrau. Und manchmal muss man eben einfach machen.

Mein Mann moserte auch seit Monaten, dass wir keinen Staubsaugroboter brauchen, dass es so viel Arbeit ja auch nicht ist - und als er auf meine mehrfachen Aufforderungen, es dann doch einfach schnell zu machen, nicht reagiert hat, ist Roborock hier eingezogen und zwar gegen seinen Willen - und ich habe es keine Sekunde bereut. Diese Verweigerungshaltung "ich will weder helfen, noch eine andere Lösung, Du bist ja da" nervt - funktioniert aber auch nur solange, wie wir mitspielen.

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Wenn deine Mutter helfen möchte, dann lasst sie doch!
Mit Kind werdet ihr auch sehr dankbar sein Hilfe zu haben. It takes a village to raise a kid. Fällt mir da wieder ein.
Deiner Mutter macht ihr bestimmt eine Freude wenn sie helfen kann.

Und dein Partner naja. Nicht so schön ... es gibt allerdings auch wirklich unterschiedliche Ansprüche an Sauberkeit ... dass er sein Geschirr nicht wegräumt, da würde ich aber es dran machen!!

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Ist das Dein Ernst? Die Mutter soll ankommen und die Klamotten des Schwiegersohnes wegräumen, weil ein erwachsener Mann, der nur TZ arbeitet, es nicht gebacken bekommt, sein schmutziges Geschirr wegzuräumen und die Wäsche zu waschen?
Da fällt mir ja nichts mehr dazu ein... #rofl

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Sie kann natürlich auch versuchen es ihrem uneinsichtigen Mann beizubringen, was der Schilderung nach nicht funktionieren wird.
Oder sich trennen, in ein kleineres Haus ziehen, ihre Ansprüche runterschrauben, sich kaputt arbeiten oder eine Putzhilfe einstellen. Da erscheint mir die Hilfe einer Mutter, die sich anbietet als sehr komfortabel.
Betten beziehen, wischen, Mal die Fenster putzen ...

Ich kenne übrigens viele Haushalte, die sich eine Hilfe leisten, weil die Zusammenarbeit auf dem Gebiet nicht klappt. Und alle sind Happy.

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Fände ich ja nicht so schlimm


Wer mit der Einstellung einen Partner sucht und dies erst hochschwanger beanstandet und merkt....werde ich NIE verstehen.
Doch es ist schlimm und ich werde dies nie verstehen.
Mag sich hart anhören,aber ich wollte nie die Putze meiner Familie sein und habe auch nie einen Arbeitsesel gesucht.
Warum lebt man in diesem Jahrhundert noch so?
Ich finde es schlimm.

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Hallo,

Kannst du nicht als allererstes versuchen den Wohnraum etwas einzuschränken? 240 qm zu 2 ist doch enorm viel. Wir haben 280 zu sechst plus Hund, das reicht völlig.

Benutze die Zimmer, die ihr im Moment nicht braucht einfach nicht. Meine Kinder sind zur Zeit im Urlaub, da mach ich es auch so. Wenn sie wiederkommen, einmal saugen, wischen Bettwäsche wechseln das war's.

Bei der Kaffeetasse und den Hunden würde mich eher die Respektlosigkeit als das Ordnungsproblem stören. Genauso wie bei der Weigerung, Hilfe für dich zu holen.

Geht's dir wirklich um die Unordnung oder blüht dir langsam, dass du bei diesem Mann keine guten Karten haben wirst?

Wenn es um die Sauberkeit geht gibt's viele super Ideen, wie du dir bzw euch das Leben leichter machen kannst im Internet.

War früher selbst eher unordentlich, jetzt bekomme ich immer Komplimente für unser schönes Haus ( gut Putzfrau hilft auch sehr :-))

Beispiel Tassen: Räume einfach erstmal alle Tassen weg, lass eine für dich und eine für ihn da. Nach ein, zwei Tagen wird sich das Problem gelöst haben, keiner trinkt gerne aus einem Becher, der 24 Stunden vor sich hingegammelt hat.

Ich weiß nicht, ob es so gut ist das jetzt mit deinem Mann auszufechten. In ein paar Wochen könntet ihr nochmal ganz neue "Verteilungskämpfe" haben, was die Aufgaben angeht. Vieles, worüber ich mir vorher Gedanken gemacht habe, war kein Problem, an anderer Stelle hat's gehakt.

Vielleicht verändert sich durch das Baby ja, ansonsten wird's mit einem solchen Mann glaub ich schwierig.

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Ich finde ja, der Haushalt ist ein kleines Problem.
Und der Mann ein riesengroßes.

Aber du wirst schon wissen, warum es ausgerechnet der sein musste.

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Ok. Das geht gar nicht!
Er muss anpacken.
Zeig ihm wo der Hammer hängt.
Oder sag ihm: Hunde weg
Und Du machst nix mehr für ihn.

Hat er 2 Hände bekommen um die baumeln zu lassen?

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Hallo,

das ist ja ein ganz schöner Pascha und ein verwöhntes, egoistisches Früchtchen.

- Hilfe von Deiner Mutter? Will er nicht.
- Putzfrau? Will er nicht, zu teuer. (Ausser, wenn DU zahlst, dann ist es in Butter. Geizhals)
- Selber wegräumen? Keinen Bock.
- Die Hunde richtig versorgen (Pfoten reinigen)? Keinen Bock
- Tasse wegstellen? Keinen Bock.
- Terrasse wieder aufräumen? Keinen Bock.
- Wenn er sich doch mal aufrafft, um zu waschen, dann wäscht er nur SEINS!

Komm, den hätte ich schon lange mal auf den Pott gesetzt.
Du machst genug für ihn, aber der lässt ja alles liegen.

Drohe ihm wirklich an: er soll sich am Riemen reißen und sich ggf an einer Putzfrau beteiligen oder die Hunde kommen weg. Basta.