Frage zu Steuern im Trennungsjahr

hallo,

mein mann und ich lebne getrennt. ich habe steuerklasse 3 und er 5. nun ist es so, dass ich arbeiten gehe und jeden tag 30 km fahre. es geht um die fahrtkostenpauschale um die wir uns streiten...

mein mann arbeitet nicht, hat aber dennoch einkommen durch wohnungen etc. er meint, da ich "keine" steuern bezahle, hätte ich auch kein anrecht auf eine rückerstattung seinerseits. wenn ich aber nicht zur arbeit fahren würde, würden ja fast 1000 euro weniger zurückerstattet. da wir nun getrennt leben und ich den unterhalt für mein auto schon immer selbst bestreite hätte ich gerne dieses geld zurück.

wie seht ihr das? findet ihr, das er recht hat die ganze rückerstattung für sich zu verbuchen oder seht ihr das wie ich, dass ich ja auch versicherung benzin etc bezahle, er aber die rückzahlung bekommt, wofür?

lg und danke

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Solange man Steuerklasse 3 und 5 hat wird man zusammen veranlagt und teilt sich das Geld, was man zurückbekommt. So sehe ich das und so haben wir das auch gehandhabt.

Danach Steuerklassenwechsel.

Lichtchen

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Lebe auch in Trennung bzw Scheidung.

Wir haben das Trennungsjahr noch gemeinsam bei der Steuererklärung gemacht und haben das Geld aufgeteilt, so wie es sich eigentlich gehört . Für das Jahr darauf hab ich die Steuerklasse geändert.

Man kann die Steuerklasse auch im Trennungsjahr ändern, meine Anwältin meinte aber das lohnt oft nicht.

Zur Not zum Anwalt und beraten lassen und Geld einfordern

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Ihr könnt eine getrenntveranlagung machen.
Macht ihr eure Erklärung selbst oder vom Berater/Lohnsteuerhilfeverein?

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Eure Steuer wird zusammen veranlagt und dann aufgeteilt. Jeder Steuerberater kann euch das mit einem Knopfdruck sagen wenn er eure Steuer gemacht hat.

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Also ihr habt mehrere Möglichkeiten. Entweder einfach 2 getrennte Veranlagung machen. Dann kann es bei dir jedoch dazu kommen das du aufgrund StKl 3 nachzahlen musst.
Oder eine gemeinsame Steuererklärung abgeben und zeitgleich einen Aufteilungsbescheid beantragen. Dann wird bei der Steuerberechnung geguckt wem welcher Teil der Erstattung nach den jeweiligen Einkommensverhältnissen zusteht.

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Hallo.

Dieses "Glück" hatte ich auch. Ich hatte die Steuerklasse 5 und mein Ex die 3. Im Trennungsjahr hatten wir noch diese Konstellation somit auch noch eine gemeinsame Steuererklärung (wir hatten Zusammenveranlagung). Bei einer getrennten Veranlagung hätte ich zurück bekommen und er hätte zurückzahlen müssen. Aber wir hatten das letzte Jahr noch zusammen veranlagt. Somit ging mir eigentlich einiges flöten.

Macht doch beide getrennte Veranlagung und dann bekommt jeder das, was er eingezahlt hat. Und da du die drei hast, würde ich abraten, denn dann kannst du noch zurückzahlen und er kassiert das ganze Geld. Also dann lieber doch halbieren.

Alles Gute.

LG

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Aufteilungsbescheid beim Finanzamt beantragen!
Aber “bevor“ der Einkommensteuerbescheid kommt.
Dann wird ganz genau berechnet, in welchem Verhältnis gezahlte Steuern zu Werbungskosten stehen.
Da Du allerdings in LStKlasse 3 bisher den geringeren Abzug hattest, dürfte auch die Erstattung im Verhältnis geringer ausfallen.
Du sollst ja nicht von seinen gezahlten Steuern profitieren und umgekehrt.