Sex gehört doch dazu!

Hallo!

Es ist doch so, dass Sex zu einer normalen, gesunden Beziehung dazu gehört. Wenn es bei Jemandem generell anderes wäre, würde man das doch bei der Partnerwahl kommunizieren, bzw wäre das nur richtig und fair, finde ich.

Leider entwickelt es sich in der Beziehung nicht selten irgendwann dahingehend, dass Frau oder auch mal Mann im Laufe der Zeit weniger bis gar keine Lust mehr hat. Nicht, dass ich das noch nie erlebt hätte, glücklicherweise gab es bei uns eine einfache Lösung des Problems, mich schockiert aber, wie emotionslos die Beiträge hier manchmal klingen. Man braucht es halt nicht mehr, fertig. Der Partner, der dann immernoch will, ist oft lästig. Ist ja auch nicht so, dass man das nicht unter Kollegen und Freunden hört und deren Frustration förmlich schmecken kann.

Wenn man mal von einer stinkgewöhnlichen, konservativen Beziehung ausgeht, in der beide Partner monogam leben möchten, Sex an Gefühle koppeln, dann ist das sowas von lieblos, den anderen Partner, dessen Hormonhaushalt ganz normal tickt, so in Not zu bringen, ja ich möchte fast sagen, erpressen, denn was bleibt denn dem durchschnittlichen Familienvater übrig, als still zu leiden?

Es gibt doch neben medizinischen Möglichkeiten auch die Möglichkeit, sich einfach mal am Riemen zu reissen und Sex in den Alltag zu integrieren, genauso, wie andere Dinge, die mal nerven, aber nunmal dazu gehören, wie Wäsche waschen, Zähne putzen, Inspektion, joggen gehen. Mensch zum Sport rafft man sich doch auch oft auf und hinterher fühlt man sich plötzlich trotzdem gut?!

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Am Riemen reißen und Sex im Alltag integrieren, obwohl man gar keinen Bock drauf hat? Sorry, dann kann ich auch gleich Hure werden, dann bekomme ich wenigstens Geld dafür.

Ich habe Mich aus genau dem Grund getrennt. Keinen Bock mehr auf Sex gehabt nach jahrelanger Beziehung. Ich hatte keine Lust mehr, die Beine auf Kommando breit zu machen oder damit zu leben, dass er ansonsten miese Laune hat, bis dann doch irgendwann nachgebe. Ich hatte noch Bock auf Sex, aber nicht mehr mit diesem Mann, und daran war auch nichts zu ändern, er war auch nicht bereit, selbst irgendwas in der Richtung zu tun, dass es für mich reizvoller und schöner wird, im Gegenteil.

Von daher Sache beendet und ich brauch es zum Glück auch nicht so dringend, dass ich mir direkt den nächsten "Stecher" wieder ins Haus holen will und muss. Sollte ich mich noch mal verlieben, werde ich auch wieder schönsten Sex haben, und sollte das wieder vergehen, werde ich es wieder beenden und mit dem Nächsten schönen Sex haben, oder es vergeht vielleicht mal nicht mehr, keine Ahnung, ob es das für mich gibt, einen Mann finden, bei dem das Feuer nicht irgendwann wieder ausgeht.

Ich werde mich sicher aber niemals "am Riemen reißen", wenn ich keine Lust habe.

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Der Hunger kommt beim Essen. Gilt beim Sex umso mehr.

Bevor ich eine ansonsten gut laufende Beziehung gegen die Wand fahre (und das passiert praktisch zwangsläufig, wenn man einfach so dauerhaft mit Sex abschließt), wäre es mir den Versuch zumindest wert.

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Da gebe ich Dir recht, ich könnte mir auch nicht vorstellen, dass ich in einer ansonsten gut laufenden Beziehung keine Sex wollen würde, bei mir/uns war es eher dass eben einiges andere auch nicht mehr gut lief und das entsprechend auch die Lust vertrieb meinerseits. Und leider ist an meinem Ex-Mann auch kein großer Verführer verloren gegangen, das ging dann immer so: "Wann haben wir eigentlich mal wieder Sex?" Fand ich auch furchtbar, statt dass er einfach mich in den Arm nimmt, mich küsst, streichelt und so zeigt, dass er Lust hat, wollte er einen Termin ausmachen, grausig.

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„...denn was bleibt denn dem durchschnittlichen Familienvater übrig, als still zu leiden?“

Sich die Nähe woanders zu holen und dann sind die meisten ganz überrascht.

Sehe ich weitestgehend so wie du. Finde es auch nicht richtig den Partner sexuell verhungern zu lassen. Wenn man sich selber nicht aufraffen kann, sollte man ihm gestatten sich das was er braucht woanders zu holen.

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Der Beitrag zwei Zeilen unter mir könnte von mir stammen, darum fühle ich mich angesprochen.
Man verändert sich im Laufe einer langen Partnerschaft. Mein Mann hat sich einen ordentlichen Bauch wachsen lassen, hockt am liebsten auf der Coutch, Deo oder so was benutzt er seit Jahren nicht mehr, rasieren tut er sich nur, wenn er akut sex haben will.
Drauf ansprechen bringt nichts.
Ist das jetzt ein Trennungsgrund? Für mich nicht. Lust auf Sex hab ich trotzdem keine und da geh ich lieber richtig staubsaugen als Sex wie staubsaugen in meinen Alltag zu integrieren.
Ist das für ihn ein Trennungsgrund? Bisher nicht. Wenn’s irgendwann mal so sein sollte, dann ist das halt so.

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das hört sich ja mehr als traurig an...

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Das wäre für mich persönlich keine Beziehung mehr.
In diesem Fall nimmt dein Mann ja scheinbar auch null Rücksicht auf deine Bedürfnisse... Hut ab, dass du das so weg steckst.

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Ich glaube ja dass es meist einen Grund hat warum nix mehr läuft den man auch beheben kann wenn man will.

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Ich gebe Dir recht - einfach verhungern lassen ist nicht fair.

Aber am Riemen reißen und Beine breit machen, das geht nicht, das sollte niemand tun müssen.

Ich glaube schon, dass man an so einem Problem arbeiten kann. Da stimmt dann sicher auch einiges sonst nicht in der Beziehung - den Dingen auf den Grund gehen und wieder zueinander finden wäre also eine Möglichkeit. Eine zweite, die Beziehung zu öffnen, sodass jeder bekommt was er braucht. Oder sie beenden, wenn a) und b) nicht in Betracht kommen.

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Wenn man keinen Bock auf Sex hat, dann hat man keinen Bock auf Sex, Punkt. Aus Pflichtgefühl oder, weil ein Partner das erwartet, die Beine breit zu machen ist der komplett falsche Weg!

Lieber kein Sex und nach einer Lösung suchen als erzwungener Sex und dauerhafte Unzufriedenheit.

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Man sollte sich zum Sex nicht zwingen und auch nicht zwingen lassen! Wenn das der oder die Partnerin nicht akzeptiert, dann ist das in meinen Augen sehr traurig und egoistisch und zeigt mir dass sie mal mehr reden und weniger p****n sollten. Meinem Mann würde auch gar nicht, mit dem Wissen dass ich nicht will mit mir schlafen. Sex gehört dazu ja, aber nur solange es beide möchten. Wenn die Woche eben mal sehr anstrengend war und ich kaum Zeit mit meinem Mann hatte möchte ich auch nicht gleich ins Bett hüpfen. Ich möchte dann auch mal mit ihm reden und kuscheln, denn das gehört genauso dazu.

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Ich glaube nicht, dass der TE die von dir beschriebene Situation meint, die kennen wohl die meisten. Hier geht's, wenn ich das richtig verstanden habe, um langanhaltend oder abschließend "kein Sex mehr". Ich will nicht (mehr) - Punkt und das hat der andere dann zu akzeptieren, also im schlimmsten Fall für den Rest der Beziehung. Der Nichtwollende hat aber auch nicht vor, daran etwas zu ändern - von mir aus was Körperliches auszuschließen oder die Pille zu wechseln oder, oder - gibt's bei beiden Geschlechtern.

Ich finde, man sollte dann auch so konsequent sein und akzeptieren, dass sich der Aktivere Part trennen könnte.

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Sex ist nur okay solange es beide möchten l. Das sollte man schon früh genug gelernt haben. Wenn z. B die Partnerin nicht mehr will, dann sollte sich der Partner mal fragen warum. Wenn der Partner deswegen fremdvögelt oder sich trennt, dann war wohl der Sex wichtiger als Liebe und Gefühle und die Partnerin kann froh sein ihn loszusein. Würdest du deiner Tochter auch sagen sie soll sich zum Sex zwingen, dass ihr Freund sie nicht verlässt oder leidet? Und um nochmal zu betonen für sowas gibt es Gründe z.B Hormone (Pille unterdrückt die Lust), man fühlt sich rem Partner nicht mehr nahe und/oder verbunden, man findet den Partner nicht mehr attraktiv (nicht nur äußerlich, sondern auch vom Verhalten her), MAN BEKOMMT ZU VIEL DRUCK GEMACHT oder ist einfach kapputt vom Alltag. So oder so wenn jemand nicht will sollte das akzeptiert werden, egal von welcher Seite aus und dad man das noch erklären muss finde ich sehr traurig.

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Hi,

ich schreibe jetzt hier auch mal dazu, weil ich leider auch betroffen bin. Seit knapp 3 Jahren verwehrt mir mein Mann jeglichen Sex. Dazu auch keine Umarmungen oder sonstige Nähe.

Ich nehme die Pille, dadurch ist meine Libido zum Glück zurückgefahren, sonst würde ich komplett am Rad drehen.

Er setzt dies alles auch konkret und wissentlich gegen mich ein. Ich habe ihm gesagt, dass ich wenigstens mal
In den Arm genommen werden möchte. Jetzt kommt bei jedem Streit...und du willst in den Arm genommen werden. Toll.

Ist ein scheiß Leben so!!!!

LG

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Hallo,

und warum genau bist du dann noch mit deinem Mann zusammen???

LG

Nici

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Was es doch für eklige Typen gibt!
Du tust mir leid :-(

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