Negative Veränderung des Partners seit Kind da ist

Guten Abend,

Hat hier noch jemand die Erfahrung machen müssen, dass der Partner sich seit ein Kind da ist immer mehr zum Negativen verändert?
Also die Ansprüche steigen (man ist ja mit dem Kind den ganzen Tag daheim, also muss der Haushalt blitzeblank sein + Sonderaufgaben, damit man wenigstens 4 Stunden am Tag damit beschäftigt ist, das Kind muss immer super versorgt sein und man hat auch die sexuellen Bedürfnisse voll zu befriedigen und viel Zeit zu zweit zu finden) und auch die Anspannung steigt (überall werden Probleme gesehen, teilweise super absurde Geldsorgen und so etwas).

Stimmt nicht alles 100% so wie er es möchte ist Stress und schlechte Laune angesagt.

An die, wo das passiert ist : wie habt ihr das gelöst und seid da wieder raus gekommen?
Ich bin inzwischen ratlos und mag nur noch hinschmeißen.

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Nein, das kenne ich so nicht. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass nicht mindestens Ansätze davon vorher schon da waren, habt ihr nie über rollenvorsteöungrn etc gesprochen? Mach deinen Mund auf und Wehr dich, ziehe klare Grenzen

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Reden. Deutlich und ohne Geschwurbel.

Mein Mann hat erst verstanden, wie besch*** mein Alltag war, als er mit Wirbelbruch zuhause lag. 24/7, mit Schlafmangel, mit dem Lärm, mit dem "nicht rauskommen" - und dabei musste er noch nicht mal selbst was tun, aber er hat dann sehr deutlich gesehen, was ich alles zu tun hatte.

Ansonsten scheint er ja auch unter massiver Anspannung zu stehen. Vielleicht könnt ihr das Kind mal irgendwo parken für zwei Tage und wegfahren und darüber reden, denn der gefühlte Stress, jetzt erstmal alleine für Finanzen zuständig zu sein, kann massiv Druck ausüben.

Es funktioniert letztlich nur, wenn ihr beide Verständnis füreinander entwickelt.

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Nö. Mein Partner weiß, dass ich gerne mit ihm tauschen würde für ein paar Tage die Woche.

Hast du deinem Partner das mal gesagt? Wenn ich zum Beispiel ganz mürbe vom Kopf bin, weil ich den ganzen Tag versucht habe ein quengeliges Baby abzulenken, dann sage ich ihm das auch so. Oder wenn ich nicht mal dazu gekommen bin in Ruhe auf Klo zu gehen oder zu duschen und mir wünsche ich wäre arbeiten, weil man da wenigstens in Ruhe zwischendurch pinkeln und einen Kaffee trinken kann, sage ich ihm das auch so wie es ist. Er weiß auch, dass ich absolut keine Vollblut Babymama bin, die komplett darin aufgeht das Baby zu betreuen und den Haushalt zu schmeißen.

Er würde mir daher auch nie Vorwürfe machen. Im Gegenteil: Er fragt abends bevor er nach Hause kommt immer, ob er noch was einkaufen soll oder ich irgendetwas brauche.
Muss er meistens nicht, aber die Geste schätze ich trotzdem und weiß daher, dass er meinem „Job“ auch ernst nimmt.

Sex und Zweisamkeit wollen wir allerdings beide und nutzen dafür auch jede freie Minute. Das heißt wenn die Maus abends schläft steht der Haushalt hier.

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Nee, kenn ich nicht und würde ich mir auch verbitten. Mein Mann hat sich zwar nicht viel eingebracht in der Babyzeit, das hat mich schon genervt, aber er hat mich in Ruhe wurschteln lassen. Was für Aufgaben stellt er dir denn? Frech. Meiner hat nix erwartet außer höchstens, dass abends was zu essen im Kühlschrank ist. Allerdings braucht man mir auch keine Aufgaben zu stellen, ich will es selbst sauber, ordentlich und geregelt haben. Von daher gab es eigentlich auch nix zu meckern für ihn. Eher für mich, weil er nach Feierabend sich seine Ruhe einforderte und ich auch dann weiter für alles zuständig war. Hatte er Urlaub und musste sich mit einbringen, war er danach immer froh, wenn er wieder arbeiten gehen durfte. 🙄

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Wie war es denn vorher? Ist da im Haushalt viel liegen geblieben, weil ihr beide viel gearbeitet habt?
Denkt er deshalb, dass es nun besser aussehen muss, weil du die meiste Zeit zuhause bist und du jeden Taag auf dem Laufenden sein könntest?

Was bedeutet für ihn und für dich blitzeblank? Das empfindet u. U. jeder anders. Manche finden es sauber und ok, wenn man unfallfrei von einem Zimmer ins andere kommt u. der andere findet es penibel sauber und aufgeräumt, wenn man vom Fußboden essen kann.

Welche Art von Sonderaufgaben bekommst du denn und wie häufig ist das der Fall?
Wer hat diese Spezialaufträge vor dem Kind erledigt?

Wie empfindet er es denn, wenn er mal einen Tag für Kind und Haus verantwortlich ist? Hat er dann alles im Griff und blitzeblank, dass er seinen eigenen Ansprüchen genügt?

So ohne Background kann man deine Frage nicht beantworten oder Vergleiche ziehen.