die sache mit der fernbeziehung

hallo,

durch den post von gestern hab ich mal über meine "beziehung" nachgedacht.

wir wohnen lediglich 30 km auseinander. sehen uns aber aufgrund der umstände maximal 1x die woche für ein paar stunden. ich finde das eigentlich nicht soo schlimm, bis auf die tatsache, dass wir z.b. noch nicht einen samstag oder sonntag im bett verbracht haben. wir sind zusmamen erzählen stundenlang, haben sex und dann ist die zeit schon wieder um.

wie lange ich bereit bin das so mitzumachen weiß ich nicht, ich entferne mich emotional schon, da es für mich keine intensität beinhaltet. wir telefonieren auch so gut wie gar nicht, schreiben sms. nun muss ich auch sagen, dass mein "partner" gerade sehr angeschlagen ist. deshalb habe ich dies auch bislang entschuldigt. dennoch denke ich, wenn man nur eine "gut wetter" beziehung hat, ist das auch nichts und bei wochenendebeziehungen ist es doch so, dass man sich lange von der besten seite zeigen kann. also probleme außen vor lässt (wie bei uns, wir habne immer spaß und eine gute zeit, weil er wenn er schlecht drauf ist keinen sehen will). muss nicht bei allen so sein aber ich glaube das ist auch der grund warum es dann in der nähe nicht klappt.

wie es mit uns weiter geht wird sich zeigen. ich merke, wie meine verliebtheit nachlässt und das nicht weil er krank ist, sondern weil er mir zu wenig das gefühl gibt, wichtig zu sein. ich ihn dies wie ein spiegel zurück reflektieren also mich auch selbst zurückhalte (was ich gar nicht will aber es passiert) und ich emotional verhungere. es fühlt sich an wie eine schülerbeziehung.

lg

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Bist Du die, deren "Freund" krankgeschrieben ist und Schlafstörungen hat?

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Ist jetzt bei mir nicht so schlimm, aber das mit dem emotional verhungern kann ich nur bestätigen bei einer "Fernbeziehung". Ich wohne auch nur 40km von meiner Liebsten weg, wir sind bei de mobil.... aber bedingt durch die Arbeit und persönliche Umstände sehen wir uns auch nur ab und zu und auch ohne übernachten.
Aber was ich sagen kann: ich gewöhne mich langsam dran. Die Zeit die wir zusammen verbringen ist sehr intensiv und wirklich genutzt und wir sind uns beide im klaren darüber, dass man den anderen zwar nur von seiner Schokoladenseite kennenlernt..... aber was ist da so schlimm dran.
So freuen wir uns wenigstens jedesmal aufeinander!!!

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Ich lebe eine Beziehung auf Distanz seit 10 Jahren.

Wenn ich am Wochenende jemanden für ein paar Stunden zum Spaß haben und für Sex treffe, ist das für mich keine Beziehung, sondern maximal eine sexuelle Affaire.

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So oft wie Du jetzt schon darüber geschrieben hast, beschäftigt Dich das immens. Und meiner Meinung nach leidest Du auch heftig darunter, redest es Dir nur mit seinen Ausreden schön.

"es fühlt sich an wie eine schülerbeziehung."

Mag sein und ist noch halbwegs romantisch ausgedrückt, aber in Wirklichkeit ist es nicht mehr als eine Affäre. Dazu muss nicht zwangsläufig einer noch eine Beziehung haben, man kann Leute auch ungebunden wie eine Affäre behandeln. Und das tut er, definitiv. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob er anders könnte oder nicht, es wird doch eh nicht besser, oder?

Ich führe seit sieben Jahren eine Fernbeziehung und ich würde nicht mit Dir tauschen wollen, auch wenn uns dann nur noch 30km trennen würden. Mein Partner zeigt mir täglich mehrfach, dass ich ihm wichtig bin und nimmt sich Zeit für ein Gespräch.

Wenn Du Dich nur noch emotional von Treffen zu Treffen hangelst, hofnungsvoll Dein Handy bewachst weil er ja mal was schreiben könnte und dazwischen eisige Leere und Warterei herrscht, fang mal damit an, Dir das die nächsten 10 Jahre vorzustellen. Aus meiner Sicht bist Du dann wirklich verhungert.

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Das, was du da beschreibst ist kein Problem einer Fernbeziehung sondern ein generelles Beziehungsproblem. Das wäre auch so, wenn ihr näher wohnen würdet (30km sind ja nix..).

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Oje...wenn du was retten willst, dann rede unbedingt mit deinem Partner darüber, dass du emotional verhungerst und du dir mehr Nähe wünschst.

Es ist ja völlig logisch, dass du dich zurückziehst, wenn du das Gefühl hast, er gibt dir zu wenig Wertschätzung.
Vielleicht ist ihm das gar nicht bewusst, weil er seinen Fokus im Moment auf andere Dinge projeziert und er wundert sich ebenso, dass du dich zurückziehst?

Ich kann dir aus Eigenerfahrung sagen, dass man sich sehr nahe sein kann in einer Fernbeziehung- mitunter näher, als in einer Beziehung vor Ort.
Denn man genießt die gemeinsamen Momente viel intensiver und selbst, wenn man sich nicht persönlich sieht, kann man sich intensiv verbunden fühlen.

Deshalb: sage ihm, wie es dir geht, was dir fehlt und findet gemeinsam Wege, mit denen ihr beide zufrieden seid, um das zu ändern.
Wenn er dazu nicht bereit ist und dann trotzdem noch so distanziert ist, dann kannst du dich fragen, ob du das wirklich brauchst?
Dann bist du vermutlich alleine besser dran, als dich "einsam" in einer Beziehung zu fühlen.
Du hast es dann aber angesprochen und ihm somit die Chance gegeben, Dinge zu ändern.
Wenn er sie nicht nutzt, freut sich irgendwann ein Anderer über dich.

Alles Gute Dir.

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30 Km ist ja wirklich nichts, das würde ich nicht als Fernbeziehung sehen, bei euch liegt das Problem ganz wo anders.

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Wenn er sie nicht nutzt, freut sich irgendwann ein Anderer über dich.

genau dieses gefühl muss ich mir wieder einreden. vielen dank dafür.

you made my day!

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