Freundeskreis des Partners

Hallo.

Mein Mann hat, neben einigen anderen Freundschaften, einen Freundeskreis bestehend aus fünf Jungs, die zusammen zur Schule gegangen sind.
Nach und nach kamen dann Partnerinnen hinzu, ich war sozusagen die Vorletzte.
Es gab dann hin und wieder Treffen, wo die Partnerinnen dabei waren. Als der Letzte dann eine Freundin hatte, fing es an, dass die Mädels sich „aus Rache“ treffen mussten, während die Jungs alleine was unternommen haben. Schnell gab es aber nur noch „gemischte“ Treffen. Die Mädels fand ich nett und hab mich gut mit ihnen verstanden, es wären aber nicht Freundinnen, die ich mir selbst ausgesucht hätte.
Da ich in der Zeit wo mein Mann sich mal mit den Jungs alleine getroffen hat, lieber Zeit für mich haben oder meine eigenen Freunde treffen wollte, nahm ich an den „Rachetreffen“ der Mädels kaum teil.
Auch bei den gemischten Treffen war ich nicht immer (wohl aber meistens) dabei.
Wir haben teilweise auch alle oder einzelne Pärchen zu uns eingeladen.
Angemerkt sei, dass von den anderen auch hin und wieder mal jemand nicht mitkam, weil er etwas anderes vor hatte.

So, jetzt stellt einer der Jungs die Freundschaft zu meinem Mann wegen der „Dissonanzen zwischen den Mädels“ in Frage. Gemeint ist damit, dass ich keine innige Freundschaft zu den anderen Mädels pflege und der Eindruck besteht, dass ich kein Interesse an Unternehmungen mit der Gruppe habe. Mein Mann hat dazu auch erklärt, dass es zutreffend ist, dass ich kein Interesse daran habe IMMER dabei zu sein und eine eigene Freundschaft zu den Mädels zu pflegen. Dass das aber nicht ausschließt, dass man MAL auch was mit allen machen kann. Und dass er ja umgekehrt auch nicht ALLE Treffen mit meinen Freunden begleitet oder diese nur statt finden könnten, wenn er dabei ist...


Nochmal zur Klarstellung: ich habe gegen niemanden aus diesem Kreis was. Es waren für mich aber immer Freunde meines Mannes, klar geht man mal mit und trifft sich mit Partnern. Aber ich fand es nervig, dass nun gar keine Treffen ohne Partnerinnen mehr stattfinden konnten (mein Mann fand das auch nicht toll, dass es keine Männer-Runden mehr gab).
Scheinbar wird erwartet, dass ich diese Clique auch als meinen Freundeskreis betrachte und mich entsprechend einbringe.

Mir tut nun leid, dass mein Mann in so einer blöden Situation ist aber ich finde deren Sichtweise sowas von abwegig...

Wie ist das bei Euch so? Verhalte ich mich echt so ungewöhnlich ?

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Bei uns ist es ähnlich wie bei dir beschrieben. Ich hab meine Freundinnen, er seine Freunde. Die jeweiligen Freundeskreis bestehen weit länger als die Beziehungen. Die Partner sind sozusagen Durchlaufposten ;-)

Wir treffen uns auch wie bei dir mal mit den jeweiligen Partnern, mal einzelne Pärchen. Manchmal hat ein Partner auch einfach keine Zeit/Lust dabei zu sein, kein Ding. Falls sich der "Anhang" sympathisch ist, trifft man sich auch mal ohne die ursprünglichen Freunde. Ist aber zugegebenermaßen selten.

Solche "Rachetreffen" (wir hätten ein netteres Wort dafür) gab es nur mal kurz in der Konstellation von 3 Partnerinnen, die zufällig tatsächlich auf einer Wellenlänge waren. Als eine zur Ex wurde, hat sich das auch wieder aufgehört.

In meinen Augen machst du nix falsch. Du grenzt dich ja nicht komplett ab. Ich verstehe nicht, warum der Freund so ein Drama macht.

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Vielen Dank für deine Meinung.
Da bin ich schon erleichtert, dass ich so falsch nicht liege. Ich verstehe dieses Drama auch überhaupt nicht.

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Also bei uns ist es so, dass ich meine Freundinnen hauptsächlich alleine treffe. Wirklich seeeeehr selten (1mal im jahr) kommt mein Freund mal mit.
Bei Treffen mit seinen Freunden bin ich weitaus öfter dabei. Allerdings sind das inzwischen tatsächlich auch meine Freunde und von Zeit zu Zeit sehe ich sie auch ohne ihn. Er hat aber auch Freunde die kenne och mur flüchtig und möchte ich gar nicht näher kennen lernen.

Ich denke das ist einfach eine Frage von Sympathie und bei jedem Unterschiedlich.

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Danke für deine Meinung!

Das stimmt absolut, dass es eine Frage der Sympathie und eben nicht immer gleich ist!

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Ich finde es ziemlich kindisch von dem Freund deines Mannes.😬
Bei uns ist es so:
Wir haben gemeinsame Freunde, die wir vor unserer Beziehung schon hatten oder während der Beziehung kennen gelernt haben. Da sind Paare dabei, aber auch Single Frauen und Männer. Mit denen treffen wir uns natürlich dann auch zusammen, egal ob Mann oder Frau. Wir treffen uns aber auch mal alleine mit ihnen (dann eher Frau und Frau und Mann und Mann 😅). Je nachdem, wie man Lust und Zeit hat.
Dann hat mein Mann Freunde aus der Schulzeit. Da ist es eher so, dass sich entweder die Männer alleine treffen oder wir als Paare mal bowlen gehen oder grillen im Sommer. Zu den Partnerinnen der Freunde habe ich nur sporadisch mal Kontakt, wir treffen uns jetzt aber nicht zum Kaffee trinken oder so. Ich würde sie eher als Bekannte, als als meine Freunde bezeichnen und das wird andersherum auch so sein. Was aber weder ich, noch mein Partner oder dessen Freunde schlimm finden.
Und dann haben wir beide eben auch Feunde, mit denen der Partner nicht wirklich viel zu tun hat und die wir dann alleine treffen.

Ich finde, du machst alles richtig. Es gibt eben Menschen, mit denen man sich zwar gut versteht, die man aber eben nicht als seine Freunde bezeichnen würde. Mit diesen Menschen muss man sich dann auch nicht treffen, nur weil es die Freunde des Partners sind. Mal mit gehen und sich nett unterhalten ist doch völlig ausreichend. Und nur weil die anderen Frauen ständig dabei sein wollen, muss das ja nicht auf dich zutreffen 😅 Ich würde mich davon nicht beirren lassen.

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Danke dir.
Ja, so gemischt ist es bei uns auch- befreundete Pärchen, befreundete Singles, Freunde von dem einen und dem andere mit und ohne Partner...und
man ist eben nicht mit allen Freunden des Partners und deren Partnern gleich eng befreundet...Ich bin nun echt erleichtert, dass es tatsächlich die meisten so handhaben.

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Ich find das ziemlich doof und würd es denk ich klar stellen wollen und diesen Freund erklären das du deinen Freund auch gern mal alleine etwas gönnst und manchmal Einfach schon was anderes vor hast.
Aber auf jeden Fall klären, dann entsteht kein böses Blut.

Ich mach mit meinem mann fast alles zusammen. Wir haben aber fast auch nur die Wochenenden an denen er zu Hause ist.
Es kommt selten vor das ich mich mit meiner besten Freundin alleine treffe. Wir reden das aber im Vorfeld einfach aus ob mit oder ohne Partner (oft hat man halt was zu reden was die Männer nicht hören müssen)
Aber die Männer verstehen sich so gut das sie auch ohne uns mal auf ein Bier gehen.
Da wäre aber nie böses Blut dahinter. Auch wenn einer mal keine lust/Zeit hätte.

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Ja ich würde da auch gern was klarstellen aber ich hab den Eindruck da führt überhaupt kein Weg rein. In seinen Augen ist mein Interesse eben nicht ausreichend- und ich finde es wirklich anmaßend was für ein Maß an Interesse er von mir fordert und warum
das so essenziell ist für seine Freundschaft zu meinem Mann....🤷🏽‍♀️

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Hast du mit der dazugehörigen Dame mal gesprochen? Vielleicht weiß sie ja warum ihm das so wichtig ist.

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So ein Schwachsinn! Manchmal denkt man wirklich, wo es keine Probleme gibt, werden welche gesucht. Wie alt seid ihr? Ich finde die Situation liest sich super. Er hat Freunde, du hast Freunde und du verstehst dich auch mit seinen freunden gut und triffst dich ab und an mit den Mädels. Ich bin echt fassungslos! Die können doch nicht ernsthaft erwarten, dass du alle Treffen von dieser Mädelsgruppe mitmachst, wenn du stattdessen lieber was anderes machst! Was hat das bitte mit der Freundschaft der Jungs zutun?!

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das hast du vollkommen recht: als ob es nichts wichtigeres auf der Welt gäbe!!!
Wir sind 30..wobei ich mir auch wie 15 vorkomme bei diesem
Kindergarten.

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Ich finde diese Frauen etwas kindisch :„Rachetreffen“-wer hat sich das ausgedacht. Haben diese Frauen kein eigenes Leben, dass sie den Männern keine Treffen mit alten Schulfreunden gönnen? So neidisch auf diese Treffen, dass mit aller Gewalt ein Frauentreffen stattfinden muss? Es ist natürlich, dass unter diesen gezwungenen Umständen keine echten Freundschaften entstehen...

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Könnte es eventuell sein, dass eine der Frauen diesen Mann angetriggert hat, herumzuweinen? Weil Du nicht so bist, wie sie Dich wollen, diese Damen oder zumindest eine von ihnen?

Manche Frauen sind so hinterhältig stutenbissig.

Und manche Kerle blöd genug, sich für diese Spielchen benutzen zu lassen.

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Kann schon gut sein...umso mehr ich über diese ganze Kiste nachdenke, umso
mehr glaube ich eigentlich, dass ausgerechnet die Freundin dieses Kumpels mich eigentlich auch gar nicht so sympathisch findet...wirklich schleierhaft warum die dann so viel Wert auf
mein Beisein und Interesse legen.

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Ich finde das sehr sonderbar, aber das ändert natürlich nichts daran, dass der Freund deines Mannes so denkt. Das nimmt nun auch alle entspanntheit für dich raus, vermutlich. Wenn man immer überlegen muss, ob jemand beleidigt sein muss..von wem kommt der Ausdruck „rachetreffen“? Das ist ja auch albern..

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Also „Rachetreffen“ habe ich es jetzt genannt. Weil das irgendwie so anfing, dass die Mädels meinten „Wenn die Jungs morgen ohne uns eine Radtour machen gehen (wie sie es schon seit Jahren einmal im Jahr machen, noch bevor es die Mädels gab), dann müssen wir uns morgen aus Rache auch alle treffen“ 🤷🏽‍♀️🤷🏽‍♀️🤷🏽‍♀️🤣
(Es würde natürlich dafür gesorgt, dass im Folgejahr alle Frauen dann auch mit durften)

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Das sind ja gelinde gesagt merkwürdige Frauen. Auf deren Gesellschaft würde ich auch keinen Wert legen. Vielleicht musst du da tatsächlich freundlich ehrlich sein.

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Das selbe Problem gab es bei den Kindheitsfreunden meines Mannes bzw in dieser Konstellation, dass im Laufe der Jahre sich natürlich hin und wieder die Partnerinnen gewechselt haben und die „Dauerpartnerinnen“ sich nicht immer mit den neuen verstanden haben und sich somit, wenn man sich vorher öfter als Pärchen getroffen hat, die Treffen generell unter den Jungs auch automatisch weniger wurden, weil die „Weiber“ sich untereinander nicht riechen konnten. Und irgendwann gab es dann NUR noch Treffen der Jungs ohne die Frauen. Und die Pärchen, die dich halt verstanden haben oder auch die Frauen Einzels untereinander, haben sich halt getroffen und es wurde nie an die große Glocke gehangen, solange es keinen Stress gibt. Somit sind alle zufrieden und es gibt nicht mehr diese Treffen „auf Krampf“

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Also so wie ich es verstanden hab, sind die 5 Freunde seit der Kindheit miteinander befreundet.

Ich weiß nicht wie es bei dir und deinen freundschaften üblich ist, aber wir haben da nie differenziert eher aussortiert 😅 wir hatten aber auch selten oberflächliche Freundschaften und hatten daher viele enge Freunde und allgemein waren/sind wir da sehr gesellig.

Bei uns wars so, dass wir in der Altenpflege arbeiten und uns auch in der Ausbildung kennen gelernt haben. Da er hauptsächlich Frühschichten hatte, ich Spätschichten, sahen wir uns kaum. Auch während der Ausbildungszeit sahen wir uns unter der Woche bei den Schulblöcken nur in der Schule.

Also haben wir von Anfang an jeden gemeinsamen freien Tag zusammen was unternommen. Wir waren uns eben wichtiger als Freunde (so böse es klingen mag). Also haben wir auch zusammen nur Zeit mit Freunden verbracht, wo die Chemie stimmte. Zudem haben wir vieles auch nicht verkompliziert und meine freunde kamen auch mal zu seinen freunden mit und umgekehrt. Also wir haben da dann ziemlich von anfang an nie unterschieden.

Und mit den ersten Jahren haben sich schlechte Freunde von selber aussortiert. Das waren aber dann auch keine engen freunde und vor allem keine, die man seit etlichen Jahren hat. Die hingen dann einem sehr an die Ohren warum er oder ich immer mitkamen und hatten auch 0 Verständnis dass er und ich uns so wenig sahen. Die haben dann auch versucht uns auseinanderzubringen etc. Ging für uns eben gar nicht und ohne Besserung schlich sich dann die Freundschaft aus.

Bei ihm scheint es so zu sein wie mit unseren engsten Freunden: es geht über eine Freundschaft hinaus und hat eigentlich schon was familiäres. Es hätte (damals) seinen Freunden auch gekränkt wenn ich sie differenziert hätte und nie versucht hätte sie auch als meine Freunde anzusehen. Und jetzt sind das auch meine besten Freunde geworden.

Man macht es in der Familie ja auch nicht anders. Da unterscheidet man nur im 1. Oder 2. Beziehungsjahr zwischen "deiner" und "meiner" familie. Später ist das "unsere" familie.

Ich gebe also unterm strich deinem Mann und seinen Freunden recht. Und finde es schade dass du immer noch so differenzierst. Du kannst ja deine Freundinnen auch mitnehmen oder seine freundinnen mitnehmen. Also lernen bei den engsten Freunden von euch (da gehören die freundinnen der freunde deines mannes dazu) weniger zu differenzieren.

Wer weiß: vielleicht mögen sich ja am Ende alle und nur du bist die einzigste die so denkt 😉

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P.s. von den ganzen Freunden von damals verloren wir nur 3. Bei den restlichen (sind knapp 20) sind das unsere engen Freunde geblieben oder geworden. Also seine kommen auch mal zu uns wenn er nicht da ist und umgekehrt. Oder ich mach mit denen mal ohne meinem Mann was und umgekehrt.

Es ist echt angenehm. Aber da muss man selber halt auch gesellig sein und nicht von vornherein Freundschaften abschlagen, weil das "seine" freunde sind. Die wollen ja anscheinend alle mit dir befreundet sein. Das ist doch was tolles 😊

Schlimmer wärs wenn es umgekehrt wäre und jeder dich differenzieren würde. Aber das machst ja du schon 🤷‍♀️

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Danke für deine Antwort und die Perspektive.

Es gibt bei uns genauso Freundschaften, wo aus „meiner“ oder „seiner“ Freundschaft „unsere“ geworden ist. Da wo es eben passt, ohne dass es erzwingt.
Aber wenn es eben nicht besonders passt, muss man es doch nicht erzwingen, oder?
Es ist ja wie gesagt nicht so, dass ich da nie mitgehe und wir haben sie ja auch ab und an zu uns eingeladen und dann war es auch nett und unterhaltsam. Ich sehe nur nicht, warum ich da auf Krampf mit allen ganz dicke werden muss oder mein Mann nicht mit ihnen befreundet sein kann nur weil sie bei mir eben nicht an erster Stelle stehen.
Wenn das jetzt nur ne Jungs-Clique ohne Freundinnen wäre, die sich immer sonntags zum Fußballspielen trifft, müsste ich das ja schließlich auch nicht zu meinem persönlichen Hobby machen und da immer mit.

Mein Mann sieht das übrigens genauso wie ich. Darüber hinaus findet er es auch schade, dass deren „Männerrunden“ gar nicht mehr statt finden.