Keine Unterstützung bei Selbstständigkeit

Hallo zusammen,

ich bin mit meiner jetzigen Freundin fast 5 Jahre zusammen. Sie studiert momentan noch - ich bin schon fertig.

Ich habe mich vor einem Jahr selbstständig gemacht und weiß, dass ich dieses Jahr noch erfolgreich damit sein werde und damit auch gutes Geld verdienen werde. Zudem baue ich das Ganze so auf, dass ich von überall aus arbeiten kann und somit auch Zeit für Urlaube, etc. bleiben wird.

Jetzt habe ich das Problem, dass Sie mich absolut nicht unterstützt. Ich habe schon zig male ihr genau erklärt wieso genau ich glaube, dass alles gut laufen wird und dann hatte sie es auch verstanden. Wenn ich jedoch von neuen Entwicklungen spreche, dann kommen immer wieder die selben Zweifel und absolut nichts positives, sodass ich wieder alles ausführlich erklären muss. Hinzu kommt, dass ich sie immer! bei allen Unsicherheiten im Studium o.ä. bestärke.

Ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich sage, dass ich es einfach nicht mehr aushalten kann mit der ständigen Kritik. Zudem sie später auch von dem guten Einkommen etwas haben wird und dann hört das mit dem kritisieren auf. Das finde ich aber Ungerecht, dass ich die ganze Zeit kämpfen muss und sie später den Nutzen daraus zieht.

Trotzdem liebe ich sie und weiß, wenn wir etwas unternehmen ist alles wieder in Ordnung...

Somit weiß ich aktuell einfach nicht mehr was ich machen soll und hoffe, dass ihr mir vielleicht aus dem Blickwinkel eines dritten weiterhelfen könnt.

Liebe Grüße
Euer Jürgen

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Ich bin so froh um meinen Mann und nun schon 30 Jahre,wir sind selbstständig und haben uns immer darin unterstützt auch neue Wege und Ideen einzuschlagen.
Wir haben zusammen 6+2Kinder großgezogen und uns gegenseitig immer den Rücken frei gehalten.
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Hallo,

du bist also schon ein Jahr selbstständig - wie läuft es denn derzeit?
Kannst du davon wenigstens deinen Lebensunterhalt bestreiten?

Wenn du da nämlich nein sagst, kann ich deine Freundin sehr gut verstehen, dass sie Zweifel hat. Manch einer hatte auch große Pläne und am Ende war es dann nur eine Seifenblase, die zerplatzte, und einen Berg Schulden hinterließ.

Ein Jahr ist ja schon eine lange Zeit, da sollte das Grundgerüst schon stehen und die Planungsphase überwunden sein - irgendwie liest es sich aber bei dir nicht so.
Ich glaube dir fehlt es da einfach an Struktur, an sichtbaren Erfolgen und deswegen fehlt deiner Freundin einfach dein Optimismus, dass alles toll werden wird.

Auch klingt es für mich sehr aufrechnend von dir.
Du bestärkst deine Freundin im Studium, also muss sie dich im Gegenzug vorbehaltlos bei deiner Selbstständigkeit unterstützen. In meinen Augen hat das eine aber nichts mit dem anderen zu tun. Ein Studium ist ein sehr solides Ding, deine Selbstständigkeit noch auf sehr wackeligen Füßen.

Ob sie später einen Nutzen aus deiner Selbstständigkeit ziehen kann oder nicht, kann man heute wohl schlecht sagen. Du steckst noch ganz in den Anfängen und sie scheint ja auch nicht auf den Kopf gefallen zu sein ;-)

LG

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Hallo,

danke für deine Antwort.

Versteh mich nicht falsch. Aktuell kann ich tatsächlich unseren Lebensunterhalt damit schon bestreiten. Jedoch habe ich noch vor, in eine andere Branche zu gehen, welche dann mehr Einkommenschancen bietet.

Und jetzt mal ehrlich.. ich unterstütze Sie in ihrem Studium, weil ich es für richtig erachte und es gerne tue. Aber ich habe nicht die Kraft für zwei Menschen stark zu sein. Und außerdem habe ich niemals geschrieben, dass sie mich vorbehaltlos unterstützen soll. Ich erkläre ihr immer wieder, dass ich ihre Kritikpunkte beachte. Weiterhin habe ich auch ein abgeschlossenes Studium mit Master in BWL. Ich weiß also, wie funktionierende Unternehmen mit Struktur aussehen.

Es geht mir nur darum, dass ich von ihr keine Unterstützung bekomme, sondern immer die gleiche , nicht fundierte Kritik. Es gibt keinerlei Schulden, es müssen keine Abstriche gemacht werden. Insofern weiß ich einfach nicht mehr, was ich noch machen soll.

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Guten Morgen,

nachdem ich jetzt das Thema weiter verfolgt habe, muss ich wirklich den Kopf schütteln.

Warum genau verschwendest du die Zeit der User hier?
Du willst gar keinen Rat, du willst gar nicht deine Freundin verstehen und dir geht es auch nicht darum, dass sie dich besser verstehen soll.

Deine Auswahl als beste Antwort zeigt die wahre Intension: Du willst lediglich die Rechtfertigung vor wem auch immer, dass du dich von deiner Freundin natürlich trennen darfst weil *beliebige Ausrede*

Schade um die Zeit, die so einige User investiert haben um euch beiden einen anderen Blickwinkel zu gehen.

Wenn du das nächste Mal ein leichtfertig hingeworfenes "Trenn dich" hören möchtest, dann sag es doch so. Die User werden dir den Gefallen auch tun und lieber denen helfen, die wirklich Hilfe suchen und keine Legitimation für Trennungen!

Wenn du deine Freundin nicht mehr liebst, dann trenne dich eben.
Aber schiebe nicht ihr den schwarzen Peter zu (ala DU hast mich ja NIE unterstützt - jede Geschichte hat 2 Seiten und ihre Sicht der Dinge wäre auch äußerst interessant und garantiert abweichend von dem, wie du es empfindest).

LG

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Ich persönlich glaube, dass Selbstständigkeit nur mit Unterstützung durch den Partner funktioniert. Wenn der Partner nicht dahinter steht, wird es zur Farce und kann nicht klappen.

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Hi,

einerseits läuft eine Selbstständigkeit natürlich nur mit Unterstützung des Partners, andererseits musst du sie vielleicht erstmal für eine Unterstützung gewinnen. Heißt also: Erfolge vorweisen.

Ein eigenes Unternehmen hat Keno großes Risiko und wenn es mal nicht gut laufen wird, hat sie ja auch etwas damit zu tun oder nicht? Du beleuchtest nur die positive Seite - so scheint es zumindest - und möchtest von der negativen nichts hören.

Vielleicht ist deine Freundin eher vom Typ Sicherheit und Kontrolle und nur weil du ihr Versprechungen machst, müssen diese ja nicht zwangsläufig auch eintreten.

Wenn du erste Erfolge verzeichnen kannst, wirst du es sehen. Entweder du kannst ihre Sorgen minimieren (ich denke ihre Kritik ist Ausdruck ihrer Sorge) und sie für dein Vorhaben gewinnen oder sie festigt ihre kritische Haltung und du musst Konsequenzen ziehen.

Gib dem ganzen etwas Zeit.

LG

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Hey,

Da hast du Recht. Ich bin mittlerweile so drauf, immer nur über das positive zu sprechen, weil ich nicht mehr über die Risiken mit ihr reden kann. Ich selber kenne die Risiken und genau deswegen ist es für mich auch manchmal schwer.

Ich will auch überhaupt nichts beschönigen oder sonst was.. ich rede nur davon, dass ich auch Unterstützung brauche und nicht immer nur welche geben kann.. und das fehlt mir einfach.

In guten Zeiten bekomme ich die Zusprüche, aber in den schweren Zeiten.. da wo sie wirklich nötig wären, kommt einfach nur noch mehr Kritik, die alles noch schwerer macht.

Damit meine ich nicht, dass man die Risiken vernachlässigen sollte.. sondern dass ich auch einfach mal Zuspruch benötige.. und wenn ich das sage, dann kommt immer nur "du weißt, dass ich so bin". Und ich weiß aktuell nicht, ob ich das als permanente Antwort akzeptieren kann und überhaupt nicht mehr mit ihr über meine Probleme sprechen sollte und nur noch die Erfolge präsentieren sollte, wobei es das ja auch nicht sein kann..

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Besprecht das mal nicht nebenbei, sondern nehmt eich das Thema in netter Atmosphäre vor.
Spiegel Uhr im Ich-Botschaften wider, was die Antworten von ihr mit dir machen.
Kannst du dir ja vorher auch einmal aufschreiben.
Es darf nicht in Vorwürfen enden.

Ist sie denn in allen Bereichen so emotionslos?

Das von ihr genannte Totschlagargument „ich bin halt so“ reicht natürlich nicht aus. Da bin ich ganz bei dir.

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Wie stand sie zu Beginn zur Selbständigkeit?

Wenn ein Partner mir davon erzählen würde, wäre ich zunächst auch skeptisch!

Welche Form der Unterstützung erwartest du von ihr?

Mein Part wäre: ernst nehmen
und je nachdem wie ich selbst das Risiko einschätzen würde, wäre dann auch meine Reaktion

Von: da ziehe ich gar nicht mit
über: ok, versuch es, es klingt vernünftig, halte mich da aber raus (das Risiko ist mir zu hoch)
bis hin zu: ok, das trage ich in vollem Umfang mit.

Verbieten würde ich es nicht
jedes Risiko , Begeisterung etc. mittragen auch nicht.

Umgekehrt erwarte ich von einem Partner auch nicht, dass er jedes meiner Vorhaben mit Begeisterung erfüllt.

Der Kompromis wäre: er redet es mir nicht schlecht, ich gehe ihm nicht damit auf die Nerven.

Da ich Selbständigkeit durchaus miterlebt habe, will ich das nicht noch mal miterleben.

Ob ich davon profitiere?
Nun, ohne Selbständigkeit profitiere ich ja auch von einem gemeinsamen Einkommen.

Anders gedacht: wenn ich angestellt bin und er selbständig, profitiert er ja auch von mir! Von der Sicherheit, wenn es einen Monat mal klamm ist, wenn es einen Monat mal nur für die Geschäftsausgaben reicht.

Dann profitiert er ja auch davon, dass ich ein regelmäßiges Einkommen habe.

Mag sein, dass es im Studium noch nicht so ist, aber ist die Frage zu Beginn der Beziehung, ob du das Risiko mittragen wolltest.


Ja, ich würde einen Partner bei einem AG-Wechsel, Berufswechel, Studium, Neuanfang usw. unterstützen,
würde ihm aber auch meine Grenzen deutlich sagen!

Umgekehrt achte ich bei einem Wechsel darauf, dass es für die Beziehung/Familie passt, spreche finanzielle Einbußen ab, gehe es mit dem Partner durch.

Begeisterung erwarte ich nicht. Wenn er keine Details dazu wissen möchte: in Ordnung.

Bedenken und co würde ich durchaus ernst nehmen und dann abgleichen, was machbar ist.
Ich würde nicht komplett zurückstecken, wohl aber Kompromisse eingehen.

Und wenn ein Partner etwas neues beginnt, muss ich auch nicht alles dazu wissen, nicht alles verstehen.
Die Eckpunkte: wie wirkt es sich konkret auf unsere Familienzeit aus, wer trägt WIE das finanzielle Risiko (Profit verteilen ist einfach!, wer haftet für die Schulden - privatvermögen, Privatinsolvenz, anderes) etc würde ich schon gerne wissen wollen.

Ich trage meinen Teil zum Einkommen bei.
In wie weit bin ich mithaftbar, wenn etwas schief läuft?
Was passiert bei einer Ehe?

Anteile an einer Firma oder ähnliches würde ich sicher nicht haben wollen. Dazu habe ich die Risiken einer gut laufenden Selbständigkeit mit Flauten alle paar Jahren durchaus schon mit erlebt.
Auch Absicherung bei Krankheit und und und.

Ich würde es unterstützen, in dem ich keine Steine in den Weg lege.
Die Verantwortung das psychisch mitzutragen, Gespräche darüber etc. das würde ich nicht wollen.

Wenn du DAS von ihr wünschst, dann sprich das auch so an. Dann kann sie entscheiden, ob sie das mitzutragen bereit ist. Ich wäre es nicht. Auch dann nicht, wenn es mehrere Millionen abwerfen würde.

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Hallo ich frage mich schon gerade in welcher Branche du bist, dass du das nach einem Jahr schon einschätzen kannst wie erfolgreich es ist...
Mein Mann ist seit 10 Jahren selbstständig und ja es ist eine Belastung für die Beziehung, die ich nur trage, weil ich weiß, dass er ansonsten unglücklich wäre. Aber ich kenne auch die schlechten Phasen, die auch nach Jahren plötzlich kommen können, weil ein Auftraggeber nicht zahlt und so. Von daher finde ich es sehr gutgläubig von dir schon nach einem Jahr von einer erfolgreichen Selbstständigkeit zu reden. Und ganz ehrlich wenn ich nochmal vor der Entscheidung stehen würde mit einem selbstständigen Mann eine Beziehung anzufangen, würde ich es lassen auch wenn das jetzt hart klingt.

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Wir sind seit 30 Jahren selbstständig und dies sehr erfolgreich!
Ja, ich habe bereits nach einem Jahr die komplette Familie ernähren können und auch mein Mann konnte dies sehr schnell.
Ich finde der TE hört sich sehr vernünftig an und ich wünsche ihm eine positive Partnerin an seiner Seite.
Selbstständig sollte gut durchdacht und vernünftig umgesetzt werden und dazu muss man in der Lage sein.

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Nur weil Du BWL studiert hast, weißt Du noch nicht unbedingt, wie eine Firma laufen muss..........

Dass aber nur am Rande.

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Seine Freundin, die derzeit studiert und wahrscheinlich noch keinen Euro in ihrem Leben verdient hat, sollte sich mit der Kritik an jemandem, der das gemeinsame Leben finanziert, aber auch mal zurückhalten.

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Ich möchte nochmal einen Sachverhalt klarstellen:

Die Selbstständigkeit von mir läuft gut und bringt den Lebensunterhalt ein. Es gibt keinerlei Verschuldung oder ähnliches. Weiterhin haben wir keine Kinder und nichts. Es gibt nur uns in unserer Wohnung. Ich bin mir bewusst, dass ein jetzt intaktes Unternehmen morgen schon auf der Kippe stehen kann. Deshalb die Diversifikation auf eine andere Branche, um ein zweites Standbein zu haben.

Ich kann einige nicht verstehen, die hier den Fokus auf mein Fachwissen, oder die Stabilität von Unternehmen legen. Darum geht es überhaupt nicht.

Es geht darum, dass die erste Gründung schon schwer war mit Ihr und ich auch dort nur Kritik zu hören bekommen habe. Als es dann lief, war auch wieder alles in Ordnung. Jetzt habe ich das Ganze Thema wieder, obwohl ich es bereits einmal gezeigt habe, dass ich kein Tagträumer bin und das auch nicht von heute auf morgen beginne.

Worum es mir geht ist: Ich bekomme absolut keine Unterstützung. Wenn es dann wenigstens so wäre, wie jemand schrieb "du machst dein Ding und ich meins, solange es mich nicht (finanziell) belastet."

Jedoch muss ich immer wieder zu Hause auch das Kontra "bekämpfen". Ich nehme ihre Bedenken ernst und setze mich oft in stundenlangen Gesprächen hin und versuche mir alle Bedenken anzuhören und sie zu beruhigen.

Das kann ich jedoch langsam nicht mehr, weil ich die Kraft für mich brauche. Ich brauche auch einen Rückzugsort, wo ich mich von den Arbeitsgedanken mal befreien kann und einfach mal mein Leben lebe.

Auf Grund der verschiedenen Antworten werde ich mich wohl nochmal mit ihr zusammensetzen und über die Themen sprechen, die ich auch hier angesprochen habe. Und dann werde ich sehen, ob die Beziehung weitergehen kann, oder nicht.

Insofern danke an alle, die sich mit meinen Sorgen auseinander gesetzt haben.

Liebe Grüße

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Ich habe 0 Ahnung von Selbstständigkeit. Aber ich habe Hochachtung vor allen die es schaffen.

Ich finde du hast es dir nach einem Jahr verdient auch mal positiv bestärkt zu werden. Ok, es wäre schon von Anfang an nett gewesen, aber anscheinend war es ihr nicht möglich.

Du Verdienst euren Lebensunterhalt und Unterstützt sie , aber sie kann das nicht?

Ich persönlich wüsste nicht ob ich so eine Beziehung haben möchte..

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Vielen Dank, dass du diesen Thread erstellt hast!

Es hat mir vor Augen geführt, dass ich meinen Mann mental zu wenig unterstütze in seiner Selbständigkeit.

Ich bin Beamtin und sehe nur die Unsicherheit von Projekt zu Projekt, das macht mich nervös.

Andererseits hätten wir uns mit meinem Einkommen wohl kaum ein Haus in der Großstadt leisten können, das ist schon großartig, wie wir jetzt leben im Vergleich zu meiner Dienstwohnung vorher.

Habe ihm gleich mal eine imessage geschrieben, wie toll ich das finde, was er macht und muss mir noch etwas überlegen für heute Abend.

Darf ich dich fragen, worüber du dich ganz konkret freuen würdest? Habe nämlich so gar keine Idee, er mag zwar gerne Schokolade, ist aber gerade am Abnehmen....

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Guten Morgen,
Ich habe deine Beiträge hier gelesen und finde, dass sich das im Grunde recht vernünftig anhört mit der Selbstständigkeit. Woher kommen also die Zweifel und Ängste deiner Freundin? Ist sie grundsätzlich eher pessimistisch? Und was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn es nicht klappt? Du schreibst, du hättest dadurch keine Schulden, also würdest du dir doch im schlimmsten Fall einfach eine Festanstellung suchen und alles wäre wieder gut, oder nicht?!
LG Cheryl