Exfreund verstorben, Ehemann "dreht durch"

Ihr Lieben,
eigentlich suche ich nur Raum, um meine unendliche Traurigkeit, in jedweder Form, loszuwerden.

Vor ein paar Tagen habe ich geträumt, von meinem Ex, das erste Mal seit vielen Jahren (7 Jahre getrennt). Ein komisches Gefühl beschlich mich am Morgen und ich fing an, nach ihm zu googeln. Viel zu schnell fand ich das Unvorstellbare. Mit 39 Jahren ist er nur wenige Tage zuvor völlig unerwartet an einem Herzinfarkt verstorben.

Die Trauer traf mich mit solcher unendlicher Wucht. So jung, einfach so nicht mehr da.
5 Jahre waren wir verbunden, seit 7 Jahren sind wir getrennt und hatten keinerlei Kontakt.
Er war meine erste große Liebe.

Seit 5 Jahren bin ich mit meinem Mann liiert, seit 2,5 verheiratet, unser Sohn wird demnächst 2.
Ich habe ihm direkt davon berichtet, auch als Warnung für seine eigene Gesundheit (mit 33 bereits Bluthochdruck, schläft im Schnitt 2 Stunden in der Nacht, arbeitet 60 Stunden in der Woche). Er meint nämlich immer... so jung passiert da schon nix, obwohl nicht nur einer seiner Ärzte das ganz anders sieht.

Da ich ja meinen Mann kenne habe ich Rat bei meiner Schwiegermama gesucht. Ich hab sonst niemanden. Mein Mann lebt nämlich konsequent, was vergangen ist interessiert nicht mehr. Wenn seine Exfrau, mit der er 11 Jahre zusammen war, heute sterben würde, wäre ihm das egal, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Kann er ja handhaben wie er möchte. Jeder geht mit sowas anders um. Auch meine Schwiegermama meinte, dass meine Trauer völlig normal sei und es furchtbar sei, wenn ein so junger Mensch so früh gehen muss.

Ich bin unendlich traurig über den viel zu frühen Tod und wollte in Erfahrung bringen, was passiert ist. Schnell konnte ich Kontakt knüpfen zu seinem besten Freund (Handynummer aufgrund Selbständigkeit im Internet abrufbar). Er hat berichtet, dass er abends bei seiner Freundin einfach zusammengebrochen ist. Sie hat reanimiert, am nächsten Morgen ist er aber verstorben. Ihren Schmerz möchte ich mir gar nicht vorstellen.

Ich möchte mich verabschieden. Beerdigt ist er bereits. Aber ich möchte zum Friedhof, um auch selber zu verarbeiten. Sein Kumpel hat mir angeboten, dass wir uns dort treffen und er mir zeigt, wo er überhaupt liegt.

Das alles weiß mein Mann noch garnicht, denn als er mich fragte, warum ich die letzten Tage so bedrückt wäre und ich versucht habe, zu erklären, ist er sofort an die Decke. Ob wir Kontakt gehabt hätten, er war schon immer der Meinung, dass ich da nie drüber weg war etc pp. Ein riesen Fass mit Vorwürfen wurde aufgemacht. Nie gab es irgendwas, was seine Vorwürfe auch nur ansatzweise rechtfertigen würde.

Eigentlich bin ich glaube ich vor allem sauer auf mich.
Sauer, dass ich wirklich geglaubt habe, dass man auch um vergangene Partner trauern darf und ich gehofft habe, dass ich "offiziell" zum Friedhof gehen "darf", ohne Theater, und er in der Zeit auf unseren Kleinen aufpasst.

Was mach ich denn nun? Heimlich unter einem Vorwand gehen? Aber das kann doch eigentlich nicht wahr sein.
Nicht nur, dass er nicht für mich da ist und ich mit meiner Trauer ganz alleine klarkommen muss, sondern mich auch noch mit Unterstellungen zu überhäufen... ich platze fast vor Enttäuschung.

Versteht ihr mich? Oder liege ich da völlig falsch?

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Ich kann dich ansatzweise verstehen. Vor ca 2 Jahren verstarb mein bester Schulfreund an einem Hirntumor, kurz vor dem 2. Geburtstag seines Sohnes. Als ich meine Mutter besuchte war ich natürlich am Grab und lege da seid dem auch immer Blumen hin. Wir haben den Kontakt nach der Schule abgebrochen, also ca 25 Jahre kein Kontakt, trotzdem hat mich das sehr getroffen.
Mein Mann ist ganz selbstverständlich mit zum Friedfhof gekommen. Ich finde sowas verlangt auch der Anstand.
Ich finde das Verhalten deines Mannes armselig, hat er so wenig Selbstbewusstsein das er auf einen Toten eifersüchtig ist. Mir fehlen dafür die Worte.

Ich wünsche dir viel Kraft und geh unbedingt zum Friedhof.

LG
Visilo

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Mit zum Friedhof finde ich toll, würde ich in keinster Weise erwarten. Einfach nur zu akzeptieren würde mir schon völlig ausreichen.
Danke, für deine Worte.

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Hallo, fühl dich gedrückt; ich kann deine Trauer total nachvollziehen! 🤗
Ich kann nicht verstehen, wie dein Mann so „herzlos“ sein kann und dir das Gefühl gibt, dass dich das kalt lassen müsste.
Man hat mit diesem Menschen nun mal Jahre verbracht , schöne Erinnerungen gehabt und einen Teil seines Lebens verbracht - verständlich, dass man dann tief traurig ist.
Ich würde an deiner Stelle mit deinem Mann nochmal reden und ihn in Kenntnis setzen, dass du das Grab besuchen wirst, um mit deiner Trauer besser umgehen zu können bzw. damit abzuschließen.
Wenn er dann sauer ist, dann soll er es doch sein.... Ich wäre andersrum stinksauer auf ihn, wenn er dafür kein Verständnis hat.
Alles Gute für dich 🍀!!!

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Ich danke dir für deine Worte.
Es tut gut, bestätigt zu bekommen, dass ich da jetzt nicht völlig unnormal reagiere, sondern das viele so sehen wie ich. Er war ein wichtiger Teil im Leben.
Das ist vergangen, deswegen aber trotzdem ja nicht schlecht oder "egal"

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Ich kann deinen Mann verstehen, wenn ich auch anstandhalber anders reagieren würde. Ich stelle mir vor mein Mann würde wochenlang bedrückt und traurig sein wegen einer Ex würde mich das auch treffen und verunsichern. 1 oder 2 Tage ok, aber du schreibst auch dass es dir schon einige Zeit so geht, das würde mich auch verunsichern.

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Nein nein, das kam etwas falsch rüber.
Ich weiß es seit Montag diese Woche und war dementsprechend Montag und Dienstag down. Seit gestern wird es besser.

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Ok, dann jetzt halt mit richtigem "nick". Macht nix.

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Hi,
dein Mann ist ein empathieloser Holzklotz. Ich würde da nicht heimlich hingehen, sondern ihn lediglich informieren, dass ich es tue. Ggf. nimmst du halt dein Kind mit dorthin.
Dein Ex war viele Jahre ein wichtiger Mensch in deinem Leben, ist doch klar, dass er dir irgendwie nahesteht.
Ehrlich gesagt, würde dein Mann Größe zeigen, wenn er dich dorthin begleiten würde.

vlg tina

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Aber, wenn dich das so sehr mitnimmt, würde ich Ursachenforschung betreiben, warum das so ist. Unendlich traurig ist schon sehr stark. Ist es die Angst um deinen Mann? War das mit dem Ex noch nicht wirklich durch? Wird dir bewusst, dass man nicht unsterblich ist?

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Ja, vor allem Angst um meinen Mann.
Er ignoriert alles was seine Ärzte sagen, wenn es heißt er muss unbedingt kürzer treten arbeitet er overnight ohne Schlaf.

Doch das mit dem Ex ist durch. Auch, dass er eine Freundin hatte ist völlig legitim. Ich hab ja auch Familie. "Romantische" Hintergründe gibt es da keine.

Ich habe letztes Jahr in 8 Wochen 4 meiner engsten Verwandten verloren. 2 davon sogar unabhängig voneinander am selben Tag. Leider weiß ich sehr gut, dass das Leben nicht endlich ist. Das macht es vielleicht auch nicht besser. "Schon wieder jemand".

Vielen lieben Dank für deine Worte.

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Hallo, ich finde, dass dein Mann verstehen sollte, dass du dadurch getroffen und auch traurig bist. Auch der Besuch des Grabes ist legitim.
Andererseits verstehe ich seine Verunsicherung. Er ist nicht auf einen Toten eifersüchtig, er zweifelt vielleicht daran, ob du je über den anderen hinwegwarst und nur ihn geliebt hast. Und das kann ich nachvollziehen. Ich hatte auch Beziehungen vor meinem Mann. Auch eine längere und ernste. Ich wäre betroffen, aber keinesfalls tieftraurig. Schon gar nicht tagelang oder noch länger. Denn wir sind lange getrennt und dadurch überhaupt nicht mehr verbunden. Er ist Verhangenheit und ich hege für ihn weder positive noch negative Gefühhle. Das wirkt einfach so als hättest du ihn nie überwunden.
Vielleicht solltest du das Gespräch mit deinem Mann suchen und ihm erklären, wie und warum du so fühlst.

Liebe Grüße

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Das werde ich auf jeden Fall versuchen.
Das mit uns war lange durch. Ich habe Familie, er war auch liiert.
Erfahren habe ich es am Montag diese Woche und war dann Montag und Dienstag down. Seit gestern wird es besser. Meinem Mann habe ich es auch am Montag direkt gesagt, dass er direkt versteht, warum ich jetzt nicht strahlend durchs Haus hüpfe. Im übertriebenen Sinne.

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Hallo

Ich bin genauso wie du (emotional, mitfühlend) und mein Mann wie dein Mann (rational, in der Gegenwart) . Du musst jetzt eure beiden Charaktere managen. Ich schlage vor, dass du den Friedhofbesuch auf später verschiebst und deiner Trauer vorerst zuhause freien Lauf lässt, vielleicht mit einer Kerze und einem Gebet in Richtung des Verstorbenen. Denn auch du musst jetzt emotional etwas runterkommen, meinst du nicht? Der Tote ist dort und bleibt dort. Dass du jetzt sofort hin willst, hat mit deinen momentanen Emotionen zu tun, ist aber in Wirklichkeit nicht dringend. Hättest du nach ihm gesehen, wenn er noch am Leben wäre? Eher nicht, oder? Der Traum ist speziell, gebe ich zu, aber das alles ist kein Grund, jetzt einen Streit mit deinem Mann in Kauf zu nehmen. Er ist da, er ist die Gegenwart und hoffentlich die Zukunft.

LG
nizanra

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Ich muss nicht jetzt sofort zum Friedhof. Nur grundsätzlich möchte ich mal gerne gehen. Idealerweise natürlich nach Corona. Da wir hier aber keinerlei Verwandte o.ä. haben würde ich, wann auch immer, wieder vor derselben Thematik stehen, dass er auf den Kleinen aufpassen sollte. Meine Schwiegermama würde, wenn sie bis dahin dann auch wieder darf und es unbedenklich ist, auch die 2 Stunden herfahren, um den Kleinen zu nehmen.
Mein Mann hätte nur niemals Verständnis überhaupt zu gehen. Egal wann.
Mein Mann ist da, ist Gegenwart, das ist richtig. Emotional ist er es aber nicht.
Dass er mich nicht versteht, ok. Wegen mir. Er geht mit solchen Themen anders um.
Aber mir vorzuwerfen, man habe heimlich Kontakt gehabt o.ä., wo nie niemals etwas war, finde ich unter aller Sau.
Ich wollte ihm in aller Ruhe erklären, wie ich denke und warum. Du wirst ja dann wissen, dass sowas nicht einfach ist, wenn man emotional so unterschiedlich ist.
Ich habe nicht mal 2 Sätze gesagt. War das Gespräch schon beendet.
Er ist dann sauer abgerauscht.

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Verstehe ich das richtig, Dein Mann würde sich weigern, mit Eurem Sohn zu Hause zu bleiben, damit Du nicht zum Friedhof fahren kannst?

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Hallo

zunächst einmal, ich kann deine Gefühle nachvollziehen.
Es scheint mir, dass du und dein Mann unterschiedliche Wege haben, mit Gefühlen umzugehen. Während du nahe an ihnen dran bist und dich scheinbar auch von ihnen leiten lässt, sperrt dein Mann seine Gefühle weg.
Wenn dann etwas Existentielles passiert, dann geht sozusagen der Deckel sofort hoch.
Es ist ja sehr interessant, dass er seine Gefühle für vergangene Menschen in seinem Leben "ausschalten" kann, aber dir unterstellt, dass du noch welche hättest für jemanden, der lange vor ihm in deinem Leben war.
Das zeigt ja, dass es ein Irrtum ist, zu denken, man können Gefühle abkoppeln. Die Lebensweise deines Mannes spricht stark für Verdrängung.
Ich würde mir auf jeden Fall nicht vorschreiben lassen, wie du mit Trauer umzugehen hast oder mit Gefühlen allgemein. Sag deinem Mann, du fändest es schön, wenn er mitkommt.
Ansonsten geh allein.
Aber ich würde mir da schon nochmal drüber Gedanken machen, warum dein Mann alles verdrängt. Denn, wie du schreibst, gesund ist das nicht. Weder physisch noch psychisch.

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Ich danke dir für deine Worte.
Ich werde auf jeden Fall versuchen, ein Gespräch zu führen.
Vor ca. 1,5 Jahren hat er einen sehr guten Freund (könnte altersmäßig sein Vater sein), verloren. Waren durch einen Verein viele Jahre früher sehr eng verbunden.
Seit wir zusammen sind habe ich ihn zufällig 1 mal gesehen, da mein Mann im Verein schon ewig nicht mehr aktiv ist. Trotzdem hat es ihn sehr getroffen (für seine Verhältnisse), als er starb.
Diesen Vergleich habe ich versucht zu ziehen. Nur weil sie jahrelang keinen Kontakt mehr hatten heißt es ja nicht, dass der Mensch ihm deswegen egal ist.
Das sei etwas ganz anderes. Für ihn hätte er nach all den Jahren alles stehen und liegen lassen, wenn er ihn dringend gebraucht hätte. Das schlussfolgert er nun bei mir auch.

Wahrscheinlich hab ich es mit dem Vergleich noch schlimmer gemacht.

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Mein eigentlicher Beitrag ist darunter. Ich war ja in einer vergleichbaren Situation wie du - bin allerdings ansonsten ein ziemlich rationaler und eher gefühlsarmer Mensch. Vielleicht hilft dir daher meine Sicht der Dinge für deinen Mann.

Weißt du, bei meiner Traurigkeit über den Tod des Ex ging es nicht um meine Gefühle für ihn - da waren nämlich schon lange keine mehr. Er war mir gleichgültig, wie die Ex für deinen Mann. Da waren auch keine negativen Gefühle, ich wünschte ihm wie allen anderen Mitmenschen einfach ein möglichst zufriedenes Leben.

Natürlich tat es mir leid für ihn, dass er so jung gestorben ist und so wenig von seinem Leben leben konnte. Dieses Mitgefühl habe ich für alle Menschen, egal wie gut ich sie kenne. Ich hatte großes Mitleid mit seiner Familie, war Betroffen über die vor Augen geführte Endlichkeit des Seins.

Und ich habe gefühlt etwas meiner eigenen Vergangenheit "verloren". Diese Wehmut, dass der einzige Mensch, der damals diese Situationen/Erlebnisse mit mir geteilt hat, nun weg ist. Dass nur mehr meine Erinnerung ist. Die unbennenbare Last, mich "erinnern" zu müssen, damit der Verstorbene und seine Taten nicht dem Vergessen anheim fallen. Und der bedrückende Gedanke - wenn ich auch mal tot bin, ist nichts mehr über. Als wäre all das nie passiert. Ausgelöscht aus der Geschichte.

Rüttelt also irgendwie an meiner eigenen Existenz. Liest sich ziemlich egoistisch/selbst-zentriert, aber das geht mir halt so durch den Kopf ;-)

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Ich kann dich auch verstehen. Vor kurzem ist mein Ex (wir waren nur kurz zusammen, ist schon ein paar Jahre her, sind aber im selben Verein, ansonsten null Kontakt) mit Anfang 30 an Krebs verstorben.

Ich war traurig/betroffen - v.a. aus Mitleid mit seiner Familie und der bitteren Erkenntnis, dass der Tod auch vor so jungen Menschen nicht halt macht. Ich bin auf's Begräbnis gegangen - es war sehr groß, der halbe Ort war da. Meinem Partner habe ich das mitgeteilt - der hat das natürlich verstanden. Das war keine Frage an ihn, sondern eine Feststellung, dass ich da hingehen werde. Ansonsten habe ich das Thema mit mir selber ausgemacht bzw. Freundinnen, die den verstorbenen kannten. Außer Verständnis haben hätte mein Partner ja nichts tun können, er kannte den Verstorbenen nicht mal.

Hätte mein Partner so einen Aufstand wie dein Mann gemacht... sorry, welch ein Ar***. Ich gehe mal davon aus, dass du deswegen nicht wochenlang abdrehst, sondern einfach etwas geknickt/nachdenklich bist über die Endlichkeit des Seins. Und dir eben Sorgen machst wegen des Lebensstils deines Mannes (war bei mir auch so).

Ich denke, ihm ist die Analogie durchaus bewusst - seine starke Anti-Haltung rührt aus seinem unterdrückten Bewusstsein gegenüber seines Lebensstils. Falls dir das was hilft. Versuch ihn da abzuholen. Nutz diesen emotionalen "Schwung" um ihn vielleicht zum Umdenken zu bewegen. Letzten Endes liegt es aber an ihm - wenn er nicht will, will er eben nicht.

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Nein nein, ich hab das am Montag erfahren, Mlntag und Dienstag war dann nicht so der tolle Tag, seit gestern ist es besser und heute schon ganz gut. Also von hier ewig rumtrauern kann nicht die Rede sein. Montag und Dienstag ja, da war das schon hart.

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Ich finde es eine Unsitte, wenn andere einem vorschreiben wollen, wie lange es angemessen ist um jemanden zu trauern. Jeder Mensch sollte das Recht haben, solange traurig zu sein wie er es ist, unabhängig davon ob es sich um einen nahen Verwandten, einen ehemaligen Bekannten, einen Nachbarn oder um ein geliebtes Haustier handelt. 😠

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Hallo, erst einmal kann ich deine Trauer schon irgendwie verstehen. Es ist glaube ich einfach die Sache an sich die einen so erschüttert. So jung zu sterben ist nicht normal und ihr hattet ja auch eine sehr lange und intime Verbindung miteinander.
Mein Mann würde meine Trauer grundsätzlich auch nicht verstehen, allerdings ist das bei uns auch etwas anders, da mein Ex ein Riesen A… War. 😬
Ich habe das Gefühl, dass er so extrem reagiert, weil bei ihm ganz andere Sachen nicht stimmen. So wie du schilderst, dass er so wenig schläft und so viel arbeitet, da ist er wahrscheinlich einfach dünnhäutiger. Diese Situation scheint ihn zu verunsichern. Ich vermute, dass das der Grund ist.
Vielleicht verunsichert ihn das auf der einen Seite, weil er befürchtet nicht genug leisten zu können und andererseits, weil er Angst hat mit seinem Lebenswandel genau so zu enden und das nicht zugeben möchte.
Frag ihn doch einfach mal warum er dich nicht versteht. Aber in einer ruhigen Minute. Es klingt ja so als wäre er Dauer gestresst.
LG

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Ja, er ist dauergestresst. Seit Jahren. Corona macht es jetzt gerade natürlich nicht einfacher.
Eigentlich weiß er ganz gut, wie es mit seiner Gesundheit weitergeht, wenn er nix tut. Aber er ist selber "groß", ich kann da nur unterstützen.