Erstes Babyjahr Partnerschaft

Hallo ihr Lieben 😊

Ich bin 33 seit 4 Jahren in einer Partnerschaft und mit meinem ersten Kind schwanger das vorraussichtlich Mitte Mai zur Welt kommt đŸ„°

Ich bin total entspannt durch die Schwangerschaft gekommen und mit meinem Partner sehr sehr glĂŒcklich! Wir haben eine tolle, harmonische Beziehung und sind durch die Schwangerschaft noch mehr zusammengewachsen!

Dazu kommt das mein Partner schon einen Sohn (7) mitgebracht hat und wir trotz Patchworksituation wirklich super auskommen!

Meine Frage an euch ist jetzt wie ihr eure Beziehung trotz Baby und vl sogar zwei, drei Kindern nicht aus dem Augen verloren habt!

Bin fĂŒr Tipps dankbar

Lg 😊😊

1

Hi, interessante Frage...

Die Partnerschaft liedet nicht wenn man VerstĂ€ndnisvoll, mit Respekt und FĂŒrsorge fĂŒr einander da ist..
Zweisamkeit ist erstmal vorbei!
Ich stille und mein Baby akzeptiert keine Flasche!
Papa muss arbeiten und wir haben kein Familienbett!
Mein kleiner schlĂ€ft bei mir und Papa im Kinderzimmer, aktuell fĂŒr uns die beste Lösung obwohl wir natĂŒrlich lieber den kleinen evtll im Kinderzimmer hĂ€tten und ich meinen Mann bei mir..
In der RealitÀt nicht umsetzbar!
Der kleine ist jetzt 8monate!
Es wird nicht fĂŒr immer sein.. das wissen wir

Wir sind ein Team das ist die Hauptsache

2

Seit unsere Tochter auf der Welt ist, gibt es auf jeden Fall mehr gemeckere. Ich hatte den ein oder anderen emotionalen Ausbruch, weil ich mich nicht verstanden fĂŒhlte. Hat sich alles geklĂ€rt. Wird bestimmt noch mehr AusbrĂŒche geben. Wir können das einordnen. Es ist vor allem der Schlafmangel, die Tage an denen sie besonders viel meckert... Ich will dich nicht desillusionieren aber ich hab die ersten 3 bis 4 Monate ca. Wirklich nicht ĂŒber unsere Beziehung nachgedacht. Es galt die BedĂŒrfnisse des Babys zu erfĂŒllen. Nach ca einem halben Jahr hatten wir erst wieder GV. Mittlerweile hat sie abends einigermaßen feste, (aber immernoch Recht spĂ€te) Schlafenszeiten. Und schlĂ€ft zum GlĂŒck mit 6 Monaten im eigenen Bett. Also können wir uns abends ab ca 22 Uhr noch so ein/zwei Stunden fĂŒr uns nehmen. Das aber auch nicht jeden Tag. Ich hab eh schon Schlafmangel, da sind die zwei Stunden alle paar Tage schon echt ne Herausforderung. Aber wir wissen, dass wir uns lieben und gemeinsam alt werden wollen. Und das die Kleine auch Ă€lter wird und wir wieder mehr Zeit fĂŒr uns haben werden. Wie man die Beziehung nicht aus den Augen verliert? Man zwingt sich dazu auch immer kurze Momente fĂŒr ne Umarmung, kurzes Kuscheln und ein ich liebe dich einzurĂ€umen. Gerade am Anfang kostet das manchmal Kraft. Ich habe ĂŒber den Tag oft wirklich keine Lust und will lieber Zeit fĂŒr mich allein endlich. Aber ein bisschen was zwacke ich dennoch ab. Einen wirklichen Geheimtipp gibt es da nicht, außen vielleicht: Nehmt nie persönlich, was der andere im Schlafentzug gesagt hat. Da kommen Sachen aus einem raus. Ich hab mich immer ĂŒber mich selbst gewundert.

3

Hey,

Wirklich tolle Frage, da ist man angehalten die letzten Monate zu rekapitulieren...
Unser Sohn ist im großen und ganzen ein sehr liebes Baby nur mit dem. Schlafen hat er es nicht so-ergo viele schlaflose NĂ€chte, den ein oder anderen gereizten Spruch. Mein Freund ist Hobbymusiker und kann sich auch gut m aus der Situation nehmen (bin da eigentlich locker) aber es gab Momente, da war ich neidisch, weil ich bisher nichts hatte, bei dem ich mich aus der AffĂ€re ziehen konnte. Haushalt ist zu 90% mein Part, werde dafĂŒr toll bekocht und muss mich nicht um den Einkauf kĂŒmmern. Wir haben uns neusortiert. Mit heftigen Auseinandersetzungen und manchmal auch TrĂ€nen... Aber so sind wir. Im großen und ganzen sind wir ein Team und ziehen an einem Strang. Ich könnte mir auch niemand besseren als Papa vorstellen.
Mama&Papa Zeit ist super wichtig und ich habe bisher auch nicht das GefĂŒhl, dass wir uns aus den Augen verloren haben.
Ich gehe jetzt regelmĂ€ĂŸig laufen und habe mir dieses StĂŒckchen Freiheit zurĂŒck geholt. Das ist wahrscheinlich auch wichtig. Sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Es sollte gerecht und fair bleiben... Also wenn Papa frĂŒh mit Baby aufsteht, bin ich den nĂ€chsten Tag dran... Usw....

Ich wĂŒnsche einen tollen Start in euer Abenteuer des Lebens. Es ist die beste Entscheidung, die du je treffen wirst.

LG Audrey

4

Hey,

Das eine sehr gute Frage! Es ist harte Arbeit zum Teil! Wir haben zwei Töchter 5jahre und 3 Wochen. Nach der ersten Geburt gab's eigentlich kaum ein "wir" da die Umstellung so groß war und die kleine damals sehr anstrengend. Mit der Zeit muss man sich einfach Zeiten suchen im Alltag, um auch als paar gemeinsame Momente zu genießen auch wenn diese noch zu klein sind. So ist es jetzt wieder mit unserer kleinen, obwohl sie sehr pflegeleicht ist! Wichtig ist uns, achtsam und liebevoll miteinander umzugehen und wir wissen, daß wir zusammen gehören, egal ob mit viel Zeit oder phasenweise mit weniger! Mit Oma & Opa in der NĂ€he wĂ€re es natĂŒrlich um einiges leichter aber das bei uns nicht gegeben.

Lg🌾und alles Gute dir weiterhin

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Hallo,
Tolle Frage, da antworte ich gern.

Mein Partner und ich sind seit 10 Jahren zusammen seit 2,5 Jahren verheiratet.
Unsere kleine hat uns bisher einiges abverlangt, aber schlimmer geht immer. Man lernt seinen Partner auch von einer anderen Seite kennen - das kann herausfordernd sein - pegelt sich aber wieder ein.

FĂŒr uns steht fest : nicht nachtragend sein! Wenn man im Schlafmangel oder unter Einfluss der hormone gewisse Sachen sagt, dann weiß mein Mann, dass es am Stress liegt und fĂ€ngt keinen Streit an. Stört einen tatsĂ€chlich etwas, wird das abends angesprochen, wenn das Baby schlĂ€ft. In aller Ruhe, ohne VorwĂŒrfe.

Kommunikation ist wichtig. Bitte um Hilfe, wenn du sie brauchst - statt dich zu Àrgern, dass der Mann es evtl nicht von alleine sieht.

UnterstĂŒtzung ist wichtig - die ersten Wochen nach der Geburt (Kaiserschnitt) hat mein Mann alles im Haushalt gemacht - nicht weil ich ihn darum gebeten habe, sondern weil es sein musste - er hat das natĂŒrlich gemerkt und gewusst und war aufmerksam.

Und wir wissen, dass das baby die ersten Monate alles abverlangt an Aufmerksamkeit und wir uns hinten anstellen - denn es ist nicht ewig so und wir haben bald wieder mehr Zeit fĂŒr uns. Dadurch fĂŒhlt sich keiner vernachlĂ€ssigt.
Dennoch kleine Gesten im Alltag - neben einer Umarmung oder einer kleinen Liebesbekundung, ist ein unaufgeforderten Kaffee hingestellt zu bekommen, das schönste der Welt.

Wir hatten neulich das Thema, wie unsere erste Nacht /Abend aussieht, wenn das Baby im eigenen Zimmer schlĂ€ft.. Wir waren uns einig: wir schlafen beim Fernsehen ein 😅

Lg Bonnie mit BB 5,5 Monate alt.

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Guten Morgen!

Ich denke es kommt auch sehr auf das Baby an. Unser drittes Kind ist jetzt 5 Monate und von Tag 1 an ein Schreikind, hatte 4 Monate Koliken. Dadurch hatten wir generell wenig Zeit fĂŒr uns und die Nerven lagen oft blank und es gab Streit wegen Pillepalle.
Wichtig war in dieser Zeit, dass wir uns im Alltag immer wieder ein paar Minuten Zeit genommen haben. Und wenn es ein Anruf in der FrĂŒhstĂŒckspause mit lieben Worten war. Dem anderen immer wieder zeigen "ich sehe dich und ich liebe dich".
Jetzt haben wir den Abend so ab 20-21 Uhr fĂŒr uns und genießen einfach die Ruhe.
Man muss schon unschöne Aussagen einfach mal runter schlucken und nicht zu ernst nehmen, denn durch die MĂŒdigkeit und diese harte Umstellung, fallen beiderseits auch echt mal fiese Dinge, das darf man sich nicht schön reden. Wie oft hab ich ihn angesehen, den Kopf geschĂŒttelt und die Wut geschluckt, wie oft wollte er mich wohl schĂŒtteln bis ich aufhöre? ... nicht mehr zĂ€hlbar đŸ€Ł
Lasst es auf euch zukommen und redet immer schön miteinander, und denkt dran, es ist nur eine Phase. Aber es ist normal dass ihr als Familie Zeit braucht um einen Rhythmus zu finden, dazu gehört halt auch die Partnerschaft. Nicht zu viel drĂŒber nachdenken wĂ€re mein nĂ€chster Rat.

Liebe GrĂŒĂŸe und alles Gute

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Danke fĂŒr die vielen lieben Antworten 😊 schön dieser Austausch hier auf Urbia!
Ich freu mich sehr drauf unseren kleinen Engel bei uns zu haben und auf meinen Schatz als Vater unserer kleinen đŸ„°

Wir haben uns auch Briefe geschrieben wenn’s mal wirklich hart wird das wir uns daran erinnern wie sehr wir uns darauf gefreut haben und das alles wieder gut wird (nur eine Phase) 😂

Danke nochmal fĂŒr eure Denkanstösse liebe Mamas!

đŸ€—

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Hallo, es Ă€ndert sich auf jeden Fall etwas. Durch die ganzen Hormone und das Stillen ist man extrem auf das Kind fixiert. Anfangs war ich auch sehr emotional. Das Stillen hat auch lĂ€ngere Zeit jedes NĂ€hebedĂŒrfnis zum Partner unterdrĂŒckt. Wichtig ist daher: reden, reden und reden! Klar und deutlich sagen, was man fĂŒhlt, was man braucht, welche UnterstĂŒtzung nötig ist. Wenn man spazieren geht oder das Bsby schlĂ€ft, einfach mal ĂŒber andere Dinge reden und auch kuscheln etc. Dann wird das schon.

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Hallo!

Mein Mann und ich haben jeweils ein Kind mit in die Beziehung gebracht und dann noch 2 gemeinsame bekommen.

Eine Babykrise hatten wir gar nicht.
Er musste zwar sexuell sehr zurĂŒck stecken, weil ich in der Stillzeit sehr wenig Lust hatte. Er hats aber mit Fassung getragen.

Wichtig fĂŒr mich war, dass er nach der Arbeit ganz selbstverstĂ€ndlich seine Aufgaben mit Haushalt und Kind getĂ€tigt hat und er immer wertgeschĂ€tzt hat, wie anstrengend die Babyzeit ist.
Also von wegen "du bist doch eh den ganzen Tag zuhause...", das hÀtte es nie gegeben.

Wichtig fĂŒr ihn war, dass ich ihm nie das GefĂŒhl gegeben habe, ich könne alles im Umgang mit Baby besser als er.
Er hat seine eigenen Methoden rausgefunden und ich habe ihn nie bevormundet.

Wichtig fĂŒr uns beide war, dass wir trotz wenig Sex nie vergessen haben, wie sehr wir uns lieben. ZĂ€rtlichkeiten, KĂŒsse, kleine Aufmerksamkeiten, GesprĂ€che,.. das alles kam nicht zu kurz.

LG Claudi