Trennen wenn der Partner depressiv ist?

Hallo,
Ich brauche einen Rat.

Ich und mein Partner, wir sind beide 25 und haben ein 4 jähriges Kind.
Wir sind seit wir 16 sind ein Paar, also nun seit 9 Jahren. Zwischenzeitlich haben wir mehrere Krisen gehabt.. Das alles zu erzählen wäre viel zu viel..
Aber ich bin mir recht sicher, dass das alles keinen Sinn mehr hat.
Das Problem ist denke ich, dass wir einfach seeeeeehr verschieden sind, sowohl vom Charakter als auch von der Lebensplanung her. Auch das zu erklären, wäre zu viel Text.

Jedenfalls bin ich schon seit einem Jahr zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mit diesem Mann nicht glücklich werden kann. Es ist zu viel passiert, zu viele Differenzen, zu viel Streit mit den Familien, zu verschiedene Zukunftswünsche... Und so sehr ich mich dafür schäme, ich habe mich noch dazu vor einiger Zeit in einen Bekannten verliebt, den Kontakt dann aber beendet, bevor irgendetwas passiert ist. Aber diese Sache hat mir vor Augen geführt, dass es im Leben noch mehr geben muss als erzwungene Kompromisse und Stress.
Ich möchte mich einfach irgendwann nochmal so verlieben, wie es mit dem Bekannten passiert ist. Ich möchte einen Partner mit dem ich mein Leben teilen kann, mit dem ich meine Gefühle und Wünsche teilen kann, anstatt immer was für mich behalten zu müssen, weil er es wieder augenverdrehend als Spinnerei abtun würde...usw.

Vor einem Jahr hatte ich also nach vielen Gesprächen mit ihm, mich getrennt. Aber er hat das gar nicht verkraftet. Seit einiger Zeit neigt er zu Depressionen.. Geht in solchen Phasen nicht vor die Tür, zockt andauernd, trinkt mehr und und und..
Nach der Trennung hat er mich angebettelt, bei ihm zu bleiben. Er könne ohne mich nicht leben, dann hätte nichts mehr einen Sinn, er könnte dann auch gleich von einer Brücke springen.. Ich war geschockt und bin dann auf seine "Ich werde mich bessern"-Predikten eingegangen und habe zugestimmt, es nochmal zu probieren. Dachte mir damals, es würde eh nicht lange dauern bis zum nächsten großen Streit, und wenn er da dann eine bessere Phase hat, wäre es vllt leichter.

Dass das sehr dumm war, ist mir klar. Aber ich kann schlecht damit umgehen, jemanden weh zu tun und ich hatte Angst, dass er das mit der Brücke ernst meint.
Auch meine Gefühle zum Bekannten habe ich verschwiegen, aus Angst er könne ihm was tun wollen. Er ist sehr eifersüchtig und ich wollte nicht, dass was passiert.
Tja, er gibt sich immernoch Mühe seitdem.. Ich habe mir nun monatelang eingeredet, dass es vielleicht klappen kann, dass es ja auch besser für unser Kind wäre...

Aber ich kann das so nicht mehr. Damit belüge ich mich doch selbst. Er redet momentan oft von Hochzeit, Haus kaufen (wir wohnen seit der Trennung nicht mehr zusammen) und ich merke dabei, wie sich alles in mir sträubt. Ich möchte nicht ewig so leben.
Ich hatte mir eingeredet,dass es nach all den Jahren nun mal normal ist, nicht mehr viel Liebe zu empfinden. Dachte vielleicht auch, ich wäre einfach auch nicht der Typ für das ganze Liebesgetue..
Aber soviele Situationen zeigen mir, dass es einfach anders sein kann.. Die Hochzeit meiner besten Freundin, das Paar strahlend vor Glück.. Den Stich den es mir letztens versetzt hat, den Mann in den ich mich verliebt hatte, mit einer Frau zu sehen...

Ich möchte mich trennen, denn weder er noch ich können damit langfristig glücklich sein.
Und unser Kind natürlich auch nicht!

Aber ich habe Angst, dass er wieder wochenlang weinend vor meiner Tür steht, mich bei jedem Treffen mit Kind bedrängt und anfleht... Und ich habe immernoch Angst, dass er sich was antun könnte.
Wie soll das nur werden, wir müssen uns ständig begegnen wegen des Kindes.
Wie kann ich ihm helfen, wenn es ihn so mitnimmt?
Wie soll ich anfangen, wenn ich eine Trennung anspreche?
Er ist so gut darin, meine Argumente zu verdrehen und mir ein schlechtes Gewissen zu machen...

Hat jemand Tipps oder Erfahrungen?
Ich weiß einfach nicht mehr weiter

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Ich habe vordergründig den Eindruck, dass du einfach etwas nachholen willst, was andere in der Zeit von 15-25 Jahren erlebt haben und du eben nicht, weil du dich so früh gebunden hast und sogar schon ein vierjähriges Kind hast.
Du möchtest die Zeit zurückspulen, dich nochmal verlieben, Schmetterlinge spüren, vielleicht auch mal die strahlende Braut sein.

Du hast für dich festgestellt, dass ihr nicht zusammenpasst und bist entschlossen, dich zu trennen. Dann zieh es durch. Du bist nicht für sein Glück verantwortlich.
"Er ist so gut darin, meine Argumente zu verdrehen und mir ein schlechtes Gewissen zu machen".
Du brauchst keine Argumente für die Trennung, du musst dich nicht rechtfertigen. Du teilst ihm die Trennung mit und musst dich auf keine Diskussion einlassen.
Du brauchst von ihm weder Einsicht, Verständnis oder Erlaubnis für deine Entscheidung.
Ihr werdet euch zwangsläufig sehen wegen des Umgangs (falls ihr das nicht anders regeln könnt), ansonsten würde ich ihn ein einziges mal vorwarnen, zur Polizei zu gehen, wenn er dich belästigt.

"Wie kann ich ihm helfen, wenn es ihn so mitnimmt?"
Gar nicht, jede Hilfe von dir würde ihm Hoffnung machen.

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Du hast nur ein Leben, leb es endlich !!!!
Was Du mit dem Mann hättest, wäre ein Fiasko. Ich bin die Letzte, die einen kranken Mann verlassen würde, aber emotionale Erpressung auf Dauer und immer mit der unterschwelligen Angst, er tut sich was an - das ist kein Leben.
Selbst wenn er es tut, hast Du keine Schuld, es ist seine Entscheidung. Das habe ich meinem ersten Mann bei der Trennung auch gesagt - und er lebte und trank auch weiter.
Sieh doch zu, dass bei den Treffen mit dem Kind noch eine weitere Person anwesend ist, Familie, Freundin, dann gibt es wahrscheinlich weniger Theater. Bei zuviel Affenzirkus Jugendamt informieren.
Hör auf, zu überlegen, wie Du ihm helfen kannst, das kann er nur selber. Kannst ihm nur einen Therapeuten nennen.
Das klingt alles sehr kalt, aber ich habe diese Erpressungen durch. Man MUSS einen Schnitt machen, wenn man wieder glücklich werden will......oder weiter herumeiern und leiden.....
LG Moni

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Bei mir war's wie bei dir...nur das wir 2 Kinder hatten. Diese emotionale Erpressung "dann bring ich mich um" begann früh.

Vor 6 Jahren hab ich dann nach 8 Jahren Ehe und 12 Jahren Beziehung den Schlusssteich gezogen. Auch da begann er mit "Strick nehmen". Ich sagte ihm, wenn er meint, er muss das tun, dann kann ich ihn eh nicht abhalten.

Ich hab meine Jugend an ihn verschenkt. War von 18 bis knapp 30 mit ihm zusammen.

Heute bin ich 36. Stell dir vor, er lebt noch. Er ist auch nicht ausgewandert und alle anderen Drohungen waren auch nur heiße Luft.

Ich wollte mich bereits vor dem ersten Kind trennen, ich ließ mich aber immer manipulieren. Mach nicht den gleichen Fehler wie Ich! Trau dich!

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Hab das hinter mir. Da hilft nur trennen und harte Kante zeigen. Bei Übergabe des Kindes evtl. einen neutralen Ort wählen oder er soll es vom Kiga abholen und da am Montag morgen wieder hinbringen, dass Ihr Euch möglichst gar nicht persönlich seht. Oder zusehen, dass jemand immer bei dir ist in der ersten Zeit und du nicht allein bist mit ihm.

Unangemeldet vor der Tür stehen? Igorieren und tun als wärst du nicht Zuhause. Sollte er eine Andeutung machen, dass er sich was antut, fragen, ob das sein Ernst ist, wenn er ja sagt, Notarzt rufen und in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen, mein Ex droht mit Selbstmord. Wenn er das ernst meint, wird ihm da geholfen, wenn nicht, wird er sich nach den 48 Stunden, die sie ihn zwangsweise da behalten auf der Geschlossenen, zukünftig 3x überlegen, ob er sowas noch mal sagt.

Es ist nicht einfach, sich von so einem Menschen zu trennen, ich habe noch nach 1 1/2 Jahren damit meine Kämpfe, aber es wird besser, man darf nur nicht einknicken und muss hart bleiben.

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Ach so, mein Ex hat in der Zeit 100x gesagt, er tut sich was an, aber selbst im volltrunkenen Zustand hat er es nicht getan. Zu 90% ist das nur leeres Reden, um Dich emotional zu erpressen.

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Kurze Nebenfrage die bei dem ganzen Theater meiner Meinung nach am wichtigsten ist:

Ist es normal, dass ein suizidgefährdeter, depressiver & alkoholabhängiger Vater sein Kind alleine sehen kann?

Hat er sich schon psychologische Hilfe geholt? Ist das Jugendamt informiert oder Beratungsstellen?

Nicht , dass er sich plötzlich mit dem Kind von der Brücke stürzt.

So.
Und unabhängig davon brauchst Du Dich meines Erachtens nach nicht zu wundern, dass das mit Deinem Partner in die Brüche gegangen ist. Du hast ihn belogen, warst nicht aufrichtig & offen ihm gegenüber als Du Dich neu in einen anderen verliebt hast. Wer weiß, vielleicht hat er schon geahnt , dass Du ihn verarschst. Und wird dadurch depressiv. Niemand übersteht so in Wahrheit eine Krise und findet dann wieder liebend zueinander.

Das Deine Lügen nur "gut gemeint" sind damit er nicht von der Brücke springt, lasse ich so nicht gelten. Soll er nun lieber mit Deiner Lüge leben und niemals die Wahrheit erfahren?- Somit mit Deiner Lüge sterben?
Wie würde es Dir dann gehen?

Aber scheinbar egal. Also hab Spaß! Leb Dich aus. Du hast scheinbar noch sehr viel nachzuholen. Wahrscheinlich ward ihr noch zu jung, als ihr zusammenkamt. Werde Erwachsen und lerne Ehrlichkeit in der Liebe.

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Danke für deine ehrliche Meinung.
Er ist so gut wie nie alleine mit unserem Kind. Entweder wir unternehmen gemeinsam etwas oder die Großeltern machen mit ihm und dem Kleinen etwas. Ich kümmere mich so gut wie alleine um das Kind..
Bei einem Arzt war er nie und wird er wohl auch nicht freiwillig gehen, denn er weiß immer alles besser. Vor einem Jahr hat er sich geweigert, sich helfen zu lassen.

Die Beziehung ist schon vorher in die Brüche gegangen. Natürlich fühle ich mich schlecht, weil ich meine Gefühle verheimliche. Ich habe auch sehr mit mir gehadert, aber ich habe es auch als Schutz für den anderen Mann gemacht. Mein Partner ist bei sowas immer impulsiv und leider auch aggressiv. Sicher hast du recht. Ein Betrug ist es dennoch, auch wenn nichts it dem anderen Mann passiert ist, und zeigt umso mehr, dass da einiges schief läuft.
Muss dazu aber auch sagen, dass ich mir diese Lüge bzw. dieses Geheimnis erlaube, da er mich in der Vergangenheit schon zwei mal betrogen hat und ich es dann über eine Freundin erfahren habe, nicht von seiner reumütigen Beichte.

Aber ich wollte und will mich nicht trennen, weil ich einen anderen Mann will oder mehr sexuelle Erfahrungen möchte.. Sondern weil ich mit ihm über nichts ernsthaft reden kann... Wir haben soooo unterschiedliche Ansichten und es kommt andauernd zum Streit (Bsp. : er lässt dauernd abfällige Sprüche über bestimmte Personengruppen, oder lästert permanent über das Aussehen von wildfremden Personen und ich komme damit nicht klar.).
Und es ist einfach auch keine Liebe da.. Der Mann in den ich mich verliebt habe, hat mir einfach gezeigt, dass es sich anders anfühlen kann, dass ich auch erwarten kann, von meinem Partner ernstgenommen zu werden.
Mir geht es weniger um verpasste Erfahrungen, sondern eher um mir für meine Zukunft etwas zuzugestehen, dass jeder Mensch verdient hat. Auch mein Freund hat verdient, eine Frau zu finden, die besser zu ihm passt.
Ich weiß auch, dass der Grund für seine Depression eher in der Kindheit liegen, permanenter Leistungsdruck, nun fühlt er sich als Versager, weil er ein abgebrochenen Studium hat und das zweite nicht fertig bekommt. Und in der Vaterrolle aufgehen tut er nunmal auch absolut nicht (bin ungeplant schwanger geworden mitten im Studium).
Ich habe einfach Angst, da jetzt das Fass zum Überlaufen zu bringen und ihn noch mehr zu schaden. Aber ich möchte mich selbst und mein Kind seelisch auch nicht ein Leben lang mit seinen Problemen belasten, die er ja auch partout nicht angehen will. Gleichzeitig habe ich auch das Gefühl, dass er mich auch nicht mehr wirklich liebt, sondern eher Angst hat, die einzige Person zu verlieren, die ihm jetzt noch den Rücken frei hält. Alleine würde er nicht mal seinen eigenen Stundenplan für die Uni erstellt bekommen, geschweige denn eine Hausarbeit geschrieben bekommen.

Tja, genau deshalb möchte ich die Beziehung beenden. Ich denke, wir sollten beide einen Partner finden, bei dem wir ehrlich in der Liebe sein können.

LG

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Hallo,

ich hatte ähnliches bei meinem Ex. Sehr langes hin und her, ich kann ihn nicht verlassen, er ist ja depressiv usw.

Letztlich bin ich irgendwann meinem Vater heulend am Telefon zusammengebrochen. Er hat mich ein paar Tage später aus der gemeinsamen Wohnung gefischt.
Ich hatte Freunden meines Ex vorher Bescheid gegeben. Die haben ihn eingesammelt als ich weg und er hat sich, nicht ohne ein paar böse Anrufe bei mir, einweisen lassen.

Auf Station lernte er dann seine neue Freundin kennen und ich sah ihn erst zur Scheidung wieder. Seitdem habe ich nie wieder was von ihm gehört.

Damit will ich dir nur sagen: du bist für dein Leben verantwortlich. Nicht für seins. Ist die Beziehung für dich nicht mehr tragbar, darfst du ihn verlassen. Was er daraus macht, ist seine Sache.
Ich würde allerdings trotzdem für ihn ein kleines Netz schaffen. Vielleicht habt ihr auch Freunde, die im Notfall auffangen können?

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"Geht in solchen Phasen nicht vor die Tür, zockt andauernd, trinkt mehr und und und..
Nach der Trennung hat er mich angebettelt, bei ihm zu bleiben. Er könne ohne mich nicht leben, dann hätte nichts mehr einen Sinn, er könnte dann auch gleich von einer Brücke springen.."


Für mich gibt es da folgende Wege

1. ich nehme Rücksicht, wenn...
- jemand krank ist
- einschränkende Symptome ohne Diagnose hat, aber selbst an Klärung/Behandlung interessiert ist
- selbst die Krankheit anerkennt
- selbst die Krankheit nicht als Freibrief nimmt
- selbst für sich selbst kämpft

2. ich nehme keine Rücksicht, wenn...
- Krankheit als Freibrief nimmt
- einschränkende Symptome hat und fordert, dass andere sich alleine darum zu kümmern haben
- Krankheit / Symptome als Freibrief für schlechtes Verhalten, Beleidugungen, Manipulation nimmt
- Manipulation
- Erpressung

3. bei Drohung von Selbstmord nehme ich das ernst !

a) ich rufe die Polizei !
Die Person braucht Hilfe. Möchte im Grunde selbst Hilfe / Selbsthilfe, bekommt diese aber nicht.
Lange Wartezeiten, auf Grund der Erkrankung keine Krankheitseinsicht möglich
im Grunde möchte die Person leben, weiß aber nicht wie
die Person möchte krankheitsbedingt sterben

Dann kann der Person NUR geholfen werden, wenn sie medizinische Versorgung bekommt.
Auf Grund der Erkrankung kann ich da nix tun, bin kein Therapeut. Daher sehe ich nicht weg.

Vorher klare Ansage: solltest du das in meiner Gegenwart sagen, dass du Suizid begehen willst, dann handle ich.


b) ich rufe die Polizei !

Die Person möchte keine Hilfe. Die Person möchte Manipulieren, festhalten, andere zu Dingen nötigen.

Das ist auf eine andere Weise "krank" oder eben manipulativ.

Dann ist es mir egal, ob der Person geholfen wird oder nicht.
In diesem Fall geht es um meinen eigenen Schutz.
Nichts tun: unterlassene Hilfeleistung oder eigenes schlechtes Gewissen
Nachgeben, manipulieren lassen: mich selbst kaputt machen? Dazu bin ich mir was wert.

Ich bin kein Therapeut. Daher kann ich weder behandeln, noch heilen, noch umstimmen, noch "Manipulation austreiben".
Das gehört in fachliche Hände.

Vorher klare Ansage: solltest du das in meiner Gegenwart sagen, dass du Suizid begehen willst, dann handle ich.
Polizei ggf. Einweisung.

Wer zu b) neigt, lässt es dann eher nicht darauf ankommen und reduziert das Maß an Drohungen.
Wer doch zu b) gehört, aber es darauf ankommen lässt, dem kann vllt. oder auch nicht geholfen werden.

Wer zu a) neigt und dann richtig behandelt wird, ist hinterher oft sogar froh. Endlich Hilfe. Ohne diesen krassen Schritt, wäre es nie zu der Hilfe gekommen. Eigene Angst vor diesem Schritt.


Krankheit ist kein Freibrief sich selbst oder andere zu schaden!
Das gilt auch für Angehörige.

Zusätzlich würde ich dir raten für dich selbst Unterstützung für ANGEHÖRIGE zu suchen.
Psychische Erkrankungen, Alkoholerkrankungen....

Die Zeit prägt dich.
Durch das Kind werdet ihr immer wieder Lösungen finden müssen
Das soll keine Abschreckung sein, sondern Mut machen, dir für dich Unterstützung zu suchen.

Auszug schützt dich und das ist gut so.
Es löst aber nicht seine Ursache in Luft auf. Also wird es immer wieder Berührungspunkte damit geben.
Je früher du dir da selbst Hilfe suchst, desto adäquater wirst du handeln können. Situationen eher einschätzen können. Für dich / euer Kind sinnvoller einstehen können.

Das Unbekannte macht Angst.
Daher besteht Gefahr auch für dich , immer wieder in bekannte Verhaltensmuster zurückzufallen. Die RE-Aktion ist dann doof, aber einschätzbar, weil bekannt.
Das neue Gute ist ein schwerer Schritt, weil man nicht weiß, wie es wird.....

Lass dich beraten und tausche dich mit Menschen aus, die diese Konstellation kennen, die Erfahrung haben, Tipps haben.
Auch damit euer Kind lernen sich zu orientieren ohne co-abhängig zu werden.