Männer, die von ihren Frauen gelangweilt sind

Ich habe privat mit Männern zu tun, die finanziell unabhängig, einigermaßen erfolgreich sind und sich oft über ihre Frauen beschweren.
Diese würden als Hausfrauen verblöden, keine Anstalten machen zu arbeiten, obwohl es anders abgemacht war und keine Kommunikation auf Augenhöhe mehr stattfinden würde.
Ihre Interessen wären nur noch Kind(er), die immer im Fokus stehen, es gäbe kaum noch andere Themen.
Laut der Aussagen der Männer kümmern sie sich auch um Haushalt und Kinder, machen den Frauen aber nichts Recht.
Das Falsche eingekauft, dem Kind nicht das Richtige angezogen, zu spät ins Bett, zu früh ins Bett.
Nur Mutti kann es richtig.
Vom Stillen über Monate wo man die Frau nur noch mit Kind an der Brust sieht, sind einige auch nicht gerade begeistert, aber sagen nichts weil das ja ein Nogo ist.
Mein Mann war lange zu Hause, bzw hat nur wenig gearbeitet, daher sprechen mich die Männer da wahrscheinlich drauf an und wollen wissen ob ich das auch so empfinde, dass es der Beziehung schadet, wenn die Rollenverteilung so ist.
Ich muss sagen, dass mich mein Mann auch irgendwann gelangweilt hat, und ich oft gesagt habe, dass ich möchte dass er arbeitet und zwar so, dass er sich selbst finanziert und auch die Kosten für die Kinder mit trägt.
Mir wäre es lieber gewesen, das Geld in zusätzliche Betreuung zu stecken, als einen Hausmann mit Minijob zu haben.
Fand ich nicht sehr attraktiv.
Zwei Männer haben sich auch mittlerweile scheiden lassen und haben jetzt mehr Geld übrig als vorher, da sie nur noch für ihre Kinder zahlen müssen was laut Tabelle sein muss und nicht noch hier und da was zusätzlich wie Urlaube, Hobbies etc
Und sind jetzt mit Frauen liiert, die trotz Familie immer gearbeitet haben, und zwar nicht nur als Zuverdiener.
Mein Vater hat nach fast 30 Jahren auch gesagt, dass meine Mutter ihn langweilt, und sich getrennt.
Ich finde das schade und frage mich wie man so was verhindern kann?

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Also mich langweilt mein Mann ja auch. Und er regt mich auf, stinkfaul- geht nur arbeiten und das wars. Keine Interessen, Pläne, anregende Diskussionen- nicht mal für unsere Kinder interessiert er sich. Zu blöd mal ne Wäsche anzustellen.

Ich arbeite übrigens auch, wenn auch TZ. Gleiches Grundgehalt, gleiche Ausbildung- über unsere Arbeit reden wir nie miteinander. Nie. Was für eine seltsame Einstellung, dass jemand berufstätig sein muss damit ein interessantes Gespräch zustande kommt.

Da fragt man sich doch wer denn bitte mehr verblödet, die Hausfrau oder der arbeitende Mann?#kratz

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Ich verstehe dir ligik auch nicht.
Zu mir hat noch nie wer gesagt dass ich dümmer geworden bin nur weil ich seit 2 jahren beim kind daheim bin🤣
Ich kenne auch familien wo der mann nicht wollte dass die frau arbeiten geht, sie bleibt daheim und er trennt sich weils ihm auch nicht passt. Da frag ich mich dann schon wer dumm ist.🤷🏼‍♀️
Ich werde fürs zweite kind auch 2 jahre daheim bleiben und bin dann 4,5 jahre nicht arbeiten gewesen. Danach werde ich nur Teilzeit arbeiten, wenn ich dadurch meinem Mann zu dumm werde soll er halt ne klügere suchen🤣

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Zumal nicht jede Arbeit geistig erquickend ist. Mal gelinde ausgedrückt.

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Wie man so was verhindern kann?
Indem es verpflichtende Elternzeit gibt, die beide nehmen MÜSSEN. Der Casus Knackus ist die Arbeitsteilung, die sich in der Zeit ergibt, wenn Frau mit Kind Zuhause ist (oder seltener Mann mit Kind). Die hinterher aufzubrechen wird sauschwer. Da ich z.B. dadurch, dass ich in der Elternzeit zeitlich flexibler war, das Einkaufen übernommen haben, habe ich den ganzen Prozess bis heute im Blick, d.h. ich merke, wann sich der Buttervorrat zu Ende neigt und weiß, welche Marke wir als Familie mögen. Mein Mann kriegt das nicht mit und kauft als Befehlsempfänger dann die falsche Butter ein.... das nervt, ist aber nachvollziehbar, wenn man genau hinschaut, warum das nicht klappt.
Keine Frau will einen Mann, der sich bei den einfachsten Dingen anstellt, als wohne er erst seit gestern Zuhause. Und kein Mann will eine keifende Frau, die ihm vorwirft, zu blöd zu sein, um Butter zu kaufen.
Ergo: Wehret den Anfängen. Schaut genau hin, wie man sich die Arbeit aufteilt und denkt, wow, total crazy im Jahr 2020 out of the Box, ran an die rollentypischen Klischees.
Ich bespreche das mittlerweile mit meinen Schülern in der Schule in einer Unterrichtsreihe zu Frauensprache/Männersprache. Auch wenn das für junge Menschen noch schwer vorstellbar ist, was dieses "typisch Frau/typisch Mann-Dings" mal mit ihren Beziehungen machen wird, möchte ich sie sensibilisieren, augenscheinlich geschlechtstypisch normales Verhalten zu hinterfragen und sich darüber klar zu werden, welche Art von Beziehung sie führen wollen...

Ich bin übrigens voll Karacho trotzdem in meine Rolle als Hausfrau und Mutter gerutscht, obwohl ich fast voll arbeite. Ich erfülle allzugerne die Erwartungen anderer und merke erst hinterher, was ich mir damit eingebrockt habe.
Ein Weg, dass zu ändern, ist: neue Arbeitsteilung. Und dann wandern einige Aufgabenfelder von Anfang bis Ende in die Hände des anderen.
Während mein Mann also jetzt die Wäsche macht, kann ich Heitung lesen und bin ihm anschließend wieder eine Gesprächspartnerin und kein erschöpftes Hausweib....

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"Ich bin übrigens voll Karacho trotzdem in meine Rolle als Hausfrau und Mutter gerutscht, obwohl ich fast voll arbeite. Ich erfülle allzugerne die Erwartungen anderer und merke erst hinterher, was ich mir damit eingebrockt habe."

Das kenne ich nur allzu gut. Arbeite aber nicht voll, sondern bin Studentin mit Kleinkind. Ich finde es normal, dass ich mehr als mein Mann mache, da meine Situation entspannter ist und er von der Arbeit immer sehr erschöpft nach Hause kommt, aber dass ich alles mache, ist wahrscheinlich auch nicht richtig.

Arbeitsteilung haben wir auch versucht, indem wir feste Aufgaben vergeben haben. Leider scheitert die Umsetzung.

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Ein Mann kann sich auch mal blöd anstellen und eine Frau auch mal keifen. Mein Gott wäre das Leben langweilig wenn alle immer alles richtig machen würden......

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"Ich finde das schade und frage mich wie man so was verhindern kann?"

Man kann es verhindern, indem man ganz einfach von Anfang an klar spricht über Erwartungen und Einstellungen, die Kinder mit sich bringen und auch anschließend im Gespräch bleibt.

Genauso oft, wie es vielleicht zu Trennungen kommt, weil er die Hausfrau an der Seite nicht mehr schätzt, so oft kommt bei Frau eben der nette Kollege als bessere Alternative in Frage, der es als selbstverständlich sieht auch Spülmaschine und Co auszuräumen.


Das schöne in den westlichen Ländern ist doch, dass man sich das Lebensmodel aussuchen kann nach dem man leben möchte und immer die Wahl hat, ob der gewählte Weg so bleiben soll, oder ob man doch davon abweicht, weil Theorie und Wirklichkeit nicht in Einklang zu bringen sind.
Es gibt keinen Goldweg für alle, es gibt nur den Weg, der für die eigene Familie passt. Wertung steht da keinem zu, der eine möchte das traditionelle Rollenbild leben, der andere ist mit dem modernen Bild glücklicher. Also völlig egal wie, hoffentlich sind am Ende alle glücklich mit ihrer Lebensform und wenn nicht: reden, reden, reden!

LG

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Hallo, man verhindert sowas in dem man über seine Erwartungen spricht und zwar vor Zeugung eines Kindes. Wenn es dann doch anders läuft, kann nur sprechenden Menschen geholfen werden und man sollte drüber reden, was stört.
Ich gehe zb schon eine Weile wieder Teilzeit arbeiten. Krümel ist 16,5 Monate alt. Aber manche Frauen möchten länger daheim bleiben.
Man sollte sich dann in den jeweils anderen hineinzuversetzen: die Frau kümmert sich de ganzen Tag um Kind und Haushalt. Das kann verdammt anstrengend sein. Sie unternimmt was mit dem Kind und anderen Mamas mit Kindern. Themen sind da halt oft kindbezogen.
Der Mann geht arbeiten, was natürlich auch anstrengend ist. Aber die Arbeitsteilung sollte dann so aussehen, dass sowohl Mann als auch Frau Zeit für sich und ihre Hobbys und Zeit füreinander haben.
Dann bleiben auch mehr Gesprächsthemen. Wir sprechen über alles mögliche, wenn wir Paarzeit haben.
Und zu guter letzt sollte die Frau natürlich nicht alles kritisieren was der Mann macht, gerade mit dem Kind. Er macht dabei bestimmt nicht alles falsch. Er macht es nur anders. Und wenn man möchte, dass ganz bestimmte Sachen einer Marke gekauft werden, kann man das ja so aufschreiben.

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Da wird mal wieder ganz, ganz tief in die Klischee-Kiste gegriffen :-D.
Ich kenne keine Männer, die "finanziell unabhängig*, einigermaßen erfolgreich" sind, die zu Hause kleine, verdummte Hausfrauen-Mäuschen haben.
Jemand, der in ein, zwei Jahren zu Hause verdummt, verdummt auch bei seinem Routine-Job.

* Wirklich finanziell unabhängige Personen kenne ich nicht viele, da reicht es allerdings nicht, nur "einigermaßen erfolgreich" zu sein.

Leichte Freitags-Langeweile?

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"Ich finde das schade und frage mich wie man so was verhindern kann? "

Mit dem Partner reden./Mit der Partnerin reden.

Die Paare, die nach vielen Jahren noch zusammen sind, reden MITeinander. Nicht gegeneinander.
Sie nehmen beide an der Familie teil. Sie ziehen sich nicht schmollend zurück, wenn sie was schief läuft.

Manche Frauen sind von ihren Männern genervt. Sie machen Haushalt, arbeiten Teilzeit oder Vollzeit (was aber nicht beachtet wird), reduzieren die Zeit im Beruf wieder, um das Familienleben alleine zu wuppen.
Mann kauft EINMAL ein (nach mehrfacher Aufforderung), ist total begeistert, dass er ihr hilft und das sooo super hinbekommen hat. Und schmollt dann, weil sie anderes dringender gebraucht hätte.
Seine Version: mit ihr kann man nicht reden, ich mache alles falsch.

Auch das gibt es.
Diejenigen, die MITeinander geredet haben und weiterhin reden, sind noch zusammen.
Die anderen nicht.


Die Frage ist auch, was der Mann an der Frau interessant fand?
Ehrlich gesagt, langweilt es mich maßlos, wenn ein Partner abends nur von der Arbeit/seinen Kollegen zu berichten hat. Gut, ich höre zu. Was raus muss, muss raus. Interessant finde ich es nicht.
Umgekehrt fanden Partner das bei mir auch nicht interessant.

In einer Partnerschaft finde ich es toll, wenn man auch über anderes reden kann.
Abends bei Feierabend noch Arbeitsgeschichten anhören.... langweilig.

Da finde ich Partner spannender, die abends den Beruf im Betrieb lassen können und dann Zeit für Familie und/oder Zweisamkeit haben.

Nach welchen Kriterien wurde denn die Partnerwahl getroffen?
Wurde das gepflegt und Aufrecht erhalten?
Eine Partnerschaft ging u.a. deswegen in die Brüche, weil wir uns in unterschiedliche Richtungen entwickelt hatten. Unterschiedliche Ziele und Vorstellungen vom Leben.
Das ist ok, nur anders.

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"Mann kauft EINMAL ein (nach mehrfacher Aufforderung), ist total begeistert, dass er ihr hilft und das sooo super hinbekommen hat."

Oh ja 🙈 Da muss dann auch mehrfach drauf hingewiesen werden.

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Na du weißt, was dich langweilt. Dann such dir einen passenden Partner.

Ich kenne diese klischeehaften Pärchen, die du da beschreibst, übrigens nicht.

Ich bin zu Hause, hab 16 Monate gestillt und mein Mann ist alles andere als gelangweilt ;)

Meine beste Freundin arbeitet Vollzeit, ihr Mann ist zu Hause und da ist auch keiner gelangweilt.

Jede Familie ist anders und für jede passt was anderes. Wenn es nicht passt, muss man Lösungen suchen (die dann aber nicht pauschal für alle Paare anwendbar sind).

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Bei uns ist es so rum wie bei dir, ich arbeite, Mann ist zuhause, nur Kinder gibt es (noch) keine.

Ich denke nicht im Traum daran, meinen Mann langweilig zu finden! 😳

Im Gegenteil, ich hab mir vor über nem Jahr Home Office organisiert, um mehr von ihm zu haben!

Er hilft mir wenig im Haushalt. Er ist also sicher kein langweiliger/gelangweilter Hausmann. Um die Hunde kümmert er sich aber liebevoll, sind aktuell quasi unser Kindersatz.

Und den Rest vom Tag baut er unser Haus um, arbeitet im Garten, der Werkstatt, räumt und macht und tut etc usw. Da hat er ständig was tolles zum zeigen und erzählen.

Hat er darauf keine Lust, bildet er sich weiter. Er kann mittlerweile besser englisch als ich 😳, hat sich selbst(!!!) ne CNC-Maschine gebaut, druckt Ersatzteile im und ums Haus mit dem 3D-Drucker. Entsprechend bedient er CAD-Programme. Mit richtigem Programmieren für Arduino und Raspberry (Selbstbau-Haussteuerung) klappt es noch nicht so ganz, aber das interessiert ihn brennend - wird also sicherlich noch werden! 😉

Vielleicht schaffen wir es irgendwann, ihn auch in der Ecke beruflich unterzubringen. Gelernt hat er Handwerker, kann das aber gesundheitlich nicht mehr.

Ich finde ihn oft eher anstrengend als langweilig, wenn ich nach der Arbeit mit der Birne völlig durch bin, und er dann noch irgendwelche komplizierteren Fragen stellt wie er dies oder das oder jenes lösen soll 🤪

Zur Zeit hat er eine "faule Phase", verbringt seine Zeit lieber draußen, treibt Sport. Ein paar Wochen, dann packts ihn wieder, da bin ich mir sicher. Soll er das Wetter genießen. Was zu erzählen am Abend hat er trotzdem, und wenns nur ist, dass er wieder E-Biker mit dem normalen Fahrrad überholt hat. 😆

Ich bin überzeugt, dass langweilige Menschen schon vorher langweilig waren. Und wenn nicht, ist die Frage, was sich durch Ehe und Co geändert hat. Und dann muss man doch GEMEINSAM überlegen, wie man wieder aus diesem Langeweile-Loch rauskommt.

Fühlen sich diese langweiligen Hausfrauen denn wohl in ihrer dummen Hausmutti-Rolle? Oder würden die sich wohler fühlen, wenn die Männer, statt irgendwo zu sitzen und zu lästern, den Frauen kurz im Haushalt helfen würden & dann was schönes mit Frauchen unternehmen würden?!

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Offtopic: Mein Mann ist ungelernter Handwerker und hat lange in dem Betrieb bei seinem Vater gearbeitet. Danach hat er sich als Team- / Projektleiter im Handwerk beworben. Das ist etwas schwer zu finden aber im Moment im kommen :) Vielleicht wäre das auch was für deinen Mann. Die suchen häufig lieber Leute mit Handwerker Hintergrund mittlerweile.

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„ Ich finde das schade und frage mich wie man so was verhindern kann?“

Erscheint mir ziemlich scheinheilig diese Frage am Ende eines solchen Texts. Du hast doch deine Einstellung schon deutlich gemacht und dir deine Frage schon selber beantwortet.

Ich bin übrigens auch finanziell unabhängig und nach einem Jahr arbeite ich nun wieder Vollzeit. Denn MIR war langweilig - nicht weil ICH langweilig geworden bin.

Was ist mit Erziehern? Sind die automatisch langweilig, weil sie sich den ganzen Tag mit Kindern beschäftigen? Können sie nur noch über Kinder reden und haben sonst kein Leben mehr? Ich bezweifle das.

Du hast dazu nur eine Seite der Medaille gehört. Man hört natürlich auch wenig von den Männern die zuhause zufrieden sind, obwohl die Frau nicht arbeitet.

Wo ich allerdings recht gebe ist, dass es nicht geht, wenn es vorher anders abgesprochen war. Auch Alleinverdiener zu sein ist ein enormer Druck, den nicht jeder haben will. Obwohl mein Gehalt zum Beispiel reichen würde für Haus, Kind, Auto, Urlaub etc. hätte ich keine Lust auf den mentalen Druck eines Alleinverdieners. Daher wäre es mir nicht recht, wenn man Mann über längere Zeit gar nichts arbeiten würde.

Ich finde es auch gut, dass wir alles teilen: Arbeit, Haushalt, Kinderbetreuung. Das schafft Verständnis wie anstrengend diese Dinge sein können und auch gemeinsames Interesse und Redebedarf über diese Dinge.
Aber ich bin mir sicher das würde auch funktionieren wenn einer arbeitet und einer primär die Kinder betreibt. Solange beide der Empathie und Kommunikation fähig sind.