Haus oder Wohnung

Mein Partner hat vorgeschlagen, unsere Wohnsitustion zu überdenken.
Wir wohnen auf 70 qm, und haben unsere beiden Kinder aus vorherigen Beziehungen im wöchentlichen Wechselmodell bei uns, also zwei Kinderzimmer sind vorhanden.
Die älteren Kinder kommen nur tagsüber mal zu Besuch, also keine eigenen Zimmer nötig.
Er möchte in ein Haus ziehen, 130 qm mit 200 qm Garten.
Ich bin unsicher, Garten ist nicht meins, meine Dachterrasse reicht mir.
Und größere Fläche bedeutet auch mehr Arbeit, putzen, aufräumen, insgesamt mehr Möbel etc.
Und natürlich auch höhere Kosten für Miete und Nebenkosten, der Energieverbrauch steigt ja auf jeden Fall.
Ich vermisse nichts, mein Partner auch nicht, aber er fände es schön, mehr Platz zu haben.
Mich schrecken die höheren Kosten und das Mehr an Arbeit ab.
Außerdem müssen die Kinder auch einen wesentlich weiteren Weg zur Schule in Kauf nehmen.
Wie ist da eure Meinung?

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Also ich könnte ja nicht ohne Garten 😅

Aber Menschen sind verschieden.

Ist die Wohnung Eigentum oder Miete? Wird das Haus Eigentum oder Miete? Davon hängt natürlich einiges an Kosten ab...

Abhängig vom Haus sind die Nebenkosten massivst höher, ja. Du hast ja da nur Außenwände (zumindest bei freistehendem Haus). Wenn es dann noch ein Altbau ist, sind 3.000 Liter Heizöl im Jahr weg wie nix.

200qm Garten sind auch so ne Sache... Du brauchst nen Rasenmäher, aber irgendwie lohnt er sich dann doch nicht für 200qm... Zum Pflastern ist es dann aber doch zu viel. Ich pflanze ja Gemüse an, aber das liegt jetzt auch nicht jedem. Für die Kinder ist Garten natürlich schon schöner...

Wir haben 140qm Wohnfläche, allerdings mit sehr großem Büro. + 80qm Keller. Und ja, es ist ein Heidenaufwand, das sauber zu halten. Wir haben noch keine Kinder, aber Hunde, irgendwo ist immer dreckig 😅 Mit Fensterputzen komm ich gar nicht hinterher. Hauptsache drin ist einigermaßen sauber 😊

Freistehendes Haus hat natürlich Vorteile beim Krach machen. Wir sind hier quasi unbegrenzt laut. Bei einem Reihenhaus fällt das natürlich auch schon wieder weg.

Mich würde schon interessieren, warum dein Mann ein Haus will, wenn er doch zufrieden ist...

2

Genau weil Garten nicht mein Ding ist, würde ich da nicht drüber nachdenken...

Nach deinen Aufzählungen spricht da nichts dafür. Außer natürlich mehr Platz.
70qm habe ich auch. Allein mit Kind im Wechselmodell. Für mich reicht das, in eurer Konstellation wäre mir das zu wenig, aber es hängt ja auch vom Schnitt der Wohnung ab. Mehr Platz kann man aber auch mit einer größeren Wohnung schaffen, die ist sicher auch teurer, aber Dinge wie Garten oder dem weiteren Schulweg kann man damit umgehen.

3

Ich hab mich in beidem wohl gefühlt und es hat alles Vor- und Nachteile.

Wenn ihr aktuell aber zufrieden seid und es an nix fehlt, würde ich eher nicht umziehen.

Garten kann ja sein Partner machen, wenn er ihn möchte 😅

4

Wollt ihr mieten oder kaufen?
Wie alt sind die Kinder?Rentiert sich deshalb ein Umzug noch oder sind sie in ein paar Jahren schon flügge?
Irgendwann ist man mit dem Partner doch wieder alleine und dann sind 70 Quadratmeter wieder ausreichend.

5

Die Kinder die regelmäßig bei uns sind, sind 13 und 11.
Er hatte immer in einem Haus gelebt seit er erwachsen ist, aufgewachsen ist er in Wohnungen, die auch nicht größer waren als unsere jetzige.
Wenn die Kinder in einigen Jahren mit ihrer Ausbildung beginnen und wohlgemerkt ausziehen, würde ich mich gerne eher verkleinern, wozu brauchen wir dann noch zwei Kinderzimmer?
Wir wollen kein Eigentum, es soll also ein gemietetes Objekt sein.

6

Ich bin auch nicht der Typ, der einen großen Garten braucht / möchte. Aber 200qm sind nun auch nicht die Welt. Ich denke da hält sich der Aufwand in Grenzen und es könnte ganz schön sein.

Ansonsten hört sich für mich auch nicht so an als ob bei euch irgendetwas dafür sprechen würde. Besonders wenn ihr euch in den nächsten Jahren dann eh wieder verkleinern wollen würdet.

7

Er möchte mehr Platz.
Möchte er auch mehr dafür tun`?
Oder hat er da die stille unausgesprochene Erwartung, dass du das wuppst, nebenbei und einfach so? Immerhin hättest du ja dann zugestimmt?

Wie oft kommt es vor, dass beide Kinder zeitgleich da sind? (Ferien z.B. )
Wird es dann sehr eng?
Oder ist es gut machbar?
Bzw. kommt soooo selten vor, dass man es gut aushalten kann?

Für was möchte er mehr Platz?
Stauraum?
Zusätzliches Zimmer?
Gästezimmer?
Zum Feiern?

Zu viele Menschen auf zu engem Raum (gefühlt)?

Ein Haus löst nicht automatisch Probleme, wenn man sich nicht dessen bewusst ist, was man eigentlich möchte.

Wenn ich mehr Platz möchte, dann wird es Zeit auszumisten.
Wenn mein Kind mehr Platz möchte, dann eigentlich Veränderung des eigentlichen Trotts, weniger Aufgaben/Termine ... zu Hause wieder wohler fühlen.
Wenn eine Tante sich mehr Platz wünscht, dann ist es meist eigentlich nur zu viel Gewusel. Mehr Zeit für sich. Dafür hat sie sich ein kleines eigenes Reich geschaffen, wo sie sich zurück ziehen kann.

Wenn er mit mehr Platz wirklich mehr Fläche meint, weil er es so aus seiner Kindheit kennt, dann wäre der Punkt verständlich. Aber auch abzuklären, wer den "mehr Platz für Staub" dann auch hegt und pflegt.

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Hi,

es kann beides wunderschön sein.

Wir hatten erst eine Wohnung, dann hat sich unser Lebensstil gewandelt. Zwei Kinder kamen dazu und ein Garten wäre schön gewesen. Wir haben uns für ein Haus entschieden.

Jetzt haben wir ein Haus mit Garten, aber die Kinder werden groß und nutzen den Garten inzwischen gleich 0 mehr. Dafür haben wir Tiere und hier ist der Garten toll. Einfach mal die Hunde rauslassen...

Wie es in ein paar Jahren aussieht, weiß ich nicht. Manchmal denke ich mir, ach so eine Dachterrassenwohnung hat schon was. Einfach Türe zu und weg. Kein Rasen, keine Blätter, keine Erde kaufen... auf der anderen Seite werde ich wohl aber doch immer Tiere haben und da brauche ich ein Haus, wo keiner gestört wird...

Ich würde wohl trotzdem zum Haus neigen... trotz Mehrarbeit und höhere Kosten. Kommt echt auf Eure Lebenssituation an.

LG
Caro

9

Hallo.

Also ich möchte mein Haus und mein Garten nicht mehr missen. Wir haben unseren Garten so gestaltet, dass es eine "Spielecke" gibt (mit Trampolin und Kletterhaus inkl. Buddelkasten und Rutsche/Schaukel) und eine "Badeecke" (Pool und Sonnenplatz) sowie eine Grillecke, wo man auch Lagerfeuer machen kann und abends noch sitzen kann. Das Haus hat eine große Terrasse, sodass man auch bei schlechtem Wetter draußen sitzen kann. Wir haben es über die Jahre so gestaltet und geschaffen, dass wir es freiwillig nicht mehr aufgeben möchten. Unser Jüngster ist 12 und nutzt natürlich noch einiges. Im Sommer kommen regelmäßig die ausgezogenen Töchter (30 und 22) zum Sonnenbaden. Ich finde es total schön.

Ich arbeite in Berlin und könnte mir nicht mehr vorstellen hier in einer Mietswohnung zu leben. Gerade jetzt, wo der Lockdown war, habe ich gemerkt, wie sehr es mir und der Familie guttut, einen Garten zu haben. In einer Wohnung wäre ich "eingegangen".

Aber wenn ihr so zufrieden seid und nichts vermisst, dann bleibt dort wohnen.

LG

10

Ist alles Geschmackssache, aber 70 m² für vier Personen finde ich persönlich sehr grenzwertig. Das wäre mir zu zweit schon fast zu wenig.

Wenn sich die Kosten ohne große Abstriche stemmen lassen würde ich definitiv ein Haus vorziehen, ein Garten ist toll und mehr Platz auch.

Aber wie gesagt nur, wenn keiner von Euch große Kompromisse machen muss! Egal in welcher Hinsicht.

LG, katzz