Ich möchte noch ein Kind- mein Mann nicht mehr...

Es wird wohl ein längerer Text. Ich hoffe inständigst auf ein paar aufbauende Worte- bitte verurteilt mich nicht! Ich bin selber schon unglücklich genug..

Mein Mann und ich haben eine Patchworkfsmilie. Er hat ein Kind aus erster Ehe mitgebracht, ich zwei. Zusammen haben wir noch zwei eigene Kinder bekommen. Es war definitiv das wir gesagt haben. Nach dem letzten ist Schluss! Das jüngste ist unter einem Jahr, ich über 40 und es hat sich wieder der Wundch nach einem Kind eingeschlichen- allerdings nur bei mir. Wir haben jetzt die Erstausstattung verkauft und ich habe geheult wie ein Schlosshund. Ich habe lange und oft genug mit meinem Mann geredet und er will unter keinen Umständen noch eines. Ich kann ihn total verstehen! Er ist beim letzten Kind schon am überlegen gewesen ob er noch eines wollte. Ich spüre das ich von Tag zu Tag depressiver werde. Meine Gedanken nur um ein Baby kreisen. Der perfekte Mann, Vater, .... ich bekomm daheim durchs nachdenken schon die Krise. Durch Corona bedingt ist man ja auch immer daheim. Ich habe seit Jahren Depressive Episoden und Angststörungen, meide große Menschenmassen und bin nicht so die die viel ausgeht. Ich finde mein Glück in der Familie, aber warum bin ich nicht glücklich mit dem was ich habe!!!!???? Ich habe alles .. Kopf und Herz sind Gegner!

1

Ich glaube da hilft nur therapeutische Behandlung. Zumindest klingt es so, als wolltest du mit einem Weiteren Kind etwas kompensieren/verarbeiten. Das solltest du dringend abklären lassen um deinen Kinderwunsch zu verstehen oder kritisch zu hinterfragen.

2

Das habe ich auch schon in Erwägung gezogen. Ich versuche seit Jahren schon vergeblich einen freien Therapieplatz zu bekommen, jedoch kommt man nicht mal auf eine Warteliste weil selbst diese unglaublich lang ist....😢

3

Hausarzt und Krankenkasse müssen dir da weiter helfen.

weitere Kommentare laden
4

Liebes Herzblut,

tut mir leid wie Du Dich fühlst.
Es gibt im Internet nette Anleitungen, die einem helfen, glücklich zu sein mit dem Was man hat. Viele Menschen legen viel Fokus auf das, was andere haben und vergessen, dankbar zu sein für das, was sie bekommen haben. Dazu gibt es aber Übungen.
Vielleicht helfen Dir diese kleinen Übungen, die man über den Tag hinweg super im Alltag einbauen kann ja.

Es klingt so schön was ihr habt.
Sei dankbar und genieße es.

Alles Liebe Dir!

5

Dein Baby ist noch unter 1. Da war ich auch noch total ängstlich, weil mein Mann kein 2. wollte; ich aber unbedingt 😅 und ich bin noch nicht mal 30.

Motte ist 1,5 und ich könnte inzwischen sehr gut mit nur einem Kind leben. Der Wunsch hat tatsächlich sehr stark nach gelassen.

Bei dir kommen ja nun noch einige Faktoren hinzu. Ihr habt bereits mehrere Kinder, dein Alter, du bist vorerkrankt. Keine guten Rahmenbedingungen. Daher würde ich das „Herz“ (vllt sind es auch nur die gemeinen Hormone und die Trauer/Abschied, weil alles das letzte mal ist) überhören.

Wenn du zur Therapie gehst: sprich drüber! Verarbeite es. Es ist ok, traurig zu sein, muss aber in Angriff genommen werden. Du klingst nicht, als würde es dir nach dem nächsten Baby anders gehen 😅 daher - jetzt angehen, bewusst trauern und von dieser Zeit verabschieden.

Alles Gute für eure Zukunft :)

6

Hey,
ich glaube auch, dass therapeutische Begleitung dir gut täte. Irgendetwas muss der Auslöser für deinen immer wiederkehrenden Kinderwunsch sein.
Wahrscheinlich könntest du 20 Kinder bekommen und wärst danach immer noch nicht komplett, wenn du das „Problem“ nicht therapeutisch angehst.
Auch vom Alter her würde ich so langsam den Kinderwunsch beiseite legen (ist aber nur meine Meinung....
LG

7

Möchtest du wirklich noch ein weiteres Kind?
Oder noch ein Baby?
Oder geht es eher darum, deine Familie zu vergrößern / soziales Umfeld zu sichern. Je größer die Kinder werden, desto eher müsstest du über dein eigenes Leben nachdenken oder doch unter Menschen. Mit einem Baby hättset du immer eine Ausrede, etwas behütestendes zu Hause zu bleiben.

Welcher Wunsch treibt dich wirklich an?
Köntnest du dir auch Enkelkinder vorstellen?

So sehr ich mein Kind liebe und immer mehrere Kinder wollte... jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich mich mehr über Enkelkinder (in einigen Jahren) freuen würde, als selbst noch mal mit Baby anzufangen.
Baby war toll, keine Frage. Es ist eher die durchgehende Verantwortung. So sehr ich es liebe Mutter zu sein, noch mal wäre ein großer Schritt.

Hin und wieder kommt der Babywunsch aber doch auf. Oder die Frage, wieso eigentlich nicht doch .... noch .... mal .....
Dann merke ich aber schnell, dass es andere Ursachen hat. Unzufriedenheit im Job (Flucht in Elternzeit), Suche nach neuer Aufgabe, nicht alleine sein, beim Gedanken, wenn Teanger mal auszieht (dabei bin ich nicht alleine, ich habe Freunde und Vorbilder, die zwar keinen Partner (mehr) haben und auch so glücklich sind).

Manchmal genie0e ich den Gedanken, wissend, dass es ein Traum ist, den ich einfach mal träumen darf und dann aufwache und das Hier und jetzt genieße.
Manchmal gehe ich dem Wunch auch nach und stelle das Zahnrädchen nach, das eigentlich klemmt.