Aufgabenteilung Ehepartner

Also erstmal möchte ich sagen dass ich meinen Mann sehr liebe und wir eine schöne Beziehung haben, mit viel Humor etc. Wir sind seit 4 Jahren zusammen und seit kurzem verheiratet, wir haben eine Eigentumswohnunh gekauft und bauen gerade ein Haus. Mein Mann hat einen stressigen Job mit maximaler Verantwortung, ich jedoch auch nur dass ich einige Stunden pro Woche weniger arbeite als er. Ich habe aufgrund meiner SS ein BV bekommen und bin nun zuhause, noch haben wir keine Kinder. Wir haben die Abmachung dass ich mich um Einkäufe und den Haushalt kümmer und er den Müll rausbringt und sich um unsere Finanzen kümmert, dh Geldanlagen, Kommubikation mit Bauträger und sonstiges. Wr macht definitiv auch einiges für uns nur eben nichts für unser alltägliches Leben und den Haushalt.
Trotzdem haben wir regelmäßig Diskussionen wenn es ums Müll rausbringen geht. Entweder will er dass ich es mache weil ich doch eh den ganzen Tag zuhause bin oder er qill dass ich den Pappmüll bereits klein gemacht habe etc. Ich reagiern da regelmäßig echt gereizt weil ich mir denke dass eigentl seine einzige haushaltsaufgabe is und dass er die einfach machen soll ohne zu meckern 🥴
Ich bringe ihm teilweise sogar das gekochte Essen an den Schreibtisch um ihn zu unterstützen.
Mich stört es dass wir deswegen oft diskutieren, wie is das bei euch? würde mich um ein paar erfahrungsberichte freuen.

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Guten Morgen,

also generelll bin ich für eine gerechte Teilung der Verpflichtungen zu Hause, wenn auch beruflich beide relativ gleich aufgestellt sind, was die wöchtentliche Arbeitszeit anbelangt.

In eurem Fall aber, verstehe ich den Mann. Aktuell habt ihr noch keine Kinder und Du bist zu Hause. Ergo ist der Anfall an Hausarbeit, insbesondere Aufräumabreiten und anfallender "Dreck" wie er in einem Haushalt mit Kindern entsteht, recht überschaubar. Er geht voll arbeiten, kümmert sich um die Finanzen und somit eure Absicherung und um den Bau respektive all die Kommunikation, die damit verbunden ist. Damit übernimmt er einen Löwenanteil in eurer Beziehung *Meiner Meinung nach*. Er hat so deutlich mehr Arbeit, zeitlichen Aufwand und Verantwortung als Du. Solange das Kind nicht geboren ist, würde ich ihn entlasten soweit irgendwie möglich. Also auch um den Müll überhaupt keinen Aufstand machen. Der Haushalt ist ja aktuell Deine einzige Aufgabe, er hingegen ht schon drei Aufgaben und soll noch im Haushlt mitmachen. Wie gesagt, prizipiell bin ich für eine gerechte Aufteilung aller anfallenden Arbeiten zwischen den Partnern bzw. in einer Familie....aber bei euch ist es aktuell eher ungerecht für ihn als für Dich und nur aus Prinzip auf dem Müll rumzureiten, dass er "wenigstens" für die Statistik irgendwas im Haushalt tut...finde ich hier nicht cool.

Ich habe zwei Kids, bin alleinerziehend, arbeite voll in einer "gehobenen" Position mit entsprechender Verantwortung, finanziere ein Haus, kümmere mich dort um Garten, Haushalt, Baumaßnahmen, Reperaturen etc....ich weiß also ungefähr wovon ich rede, wenn ich seinen Grad an Aufwand und Verantwortung in der Beziehung Deinem gegenüberstelle. Nicht bös gemeint, aber versetzt Dich mal in seine Lage.

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Nur weil du als alleinerziehende alles allein machen musst, muss man das aber nicht als Ehepaar. Ich räume meinem Mann wie einem Kind alles hinter her, ich kaufe für ihn Bekleidung ein ich mache alles im Haushalt. Ich finde deine Beschreibunh ziemlich übertrieben dass ein Mann nicjt mal den für ihn bereit gestellten Müll mit in die Garage nehme „muss“.

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Mhhh.. So n bissel recht hat sie ja schon.

Ich frag mich da immer... In wie weit lohnt es sich jetzt, sich drüber aufzuregen?!?

Oder mach ich es dann eben schnell selbst oder erinner nochmal dran

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Hallo,

Bei uns gibt es keine feste Einteilung, beide machen dass was anfällt. Das einzige was nur ich mache ist bügeln, da ich sonst he nach bügeln muss.

Ansonsten macht jeder was anfällt. Da ich zurzeit zu Hause bin in Elternzeit, mache ich aktuell fast alles alleine. Was aber kein Problem für mich ist, da wir so mehr Zeit als Familie haben. Z. B. Wenn ich unsere Tochter abends ins Bett bringe macht mein Mann die Küche am nächsten Tag ist es umgekehrt. Wenn mich der Müll nervt bringe ich ihn raus. Er macht kurz die Spülmaschine wenn ich mit Minimaus spiele.

Ich sehe es so, du bist Vollzeit zu Hause und wenn du keine (Bett-) Ruhe verordnet bekommen hast, dann wäre es in meinen Augen selbstverständlich dass du alles in Haushalt machst. Anders wäre es wenn ihr beide Vollzeit arbeiten würdet.

LG Morgain

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Ich, schwanger mit Kind Nr 3 und in elternzeit von Kind Nr 2....

Er... Arbeitet vollzeit.

Ich kaufe kleine Dinge ein (großes zusammen, Wegen nicht zu schwer Heben)

Ich koche, mach soweit die Wohnung wie ich es schaffe und kümmere mich um die Kids, wenn er arbeiten ist.

Kommt er heim, dann isst er,... Erledigt Dinge.. Die ich nicht geschafft habe... Entweder aus zeit, oder weil schwanger... Dann machen wir meist eine kleine Unternehmung (ist ja dann schon 17-17.30)
Danach fütter ich die kleinen, und er bringt sie ins Bett

Die große ist schon 12 Jahre, die versorgt sich nahezu selbst :)

So
.. Was dazwischen so anfällt wird spontan gemacht... Mal er, mal ich... Wäsche hoch tragen macht er... (wegen schleppen).... Wenn er zuhause ist, schaut er, dass er alles macht, was mit tragen und heben zu tun hat....

Also eigentlich ist es super "spontan" aufgeteilt.

Klar...Ich muss au mal sagen "kannst du mal bitte"... "denkst du noch an"... Aber das find ich niicht schlimm.

Mich stört es nicht, dass ich ihn mal auf was hinweisen muss.
Und Ja, er rollt dann auch mal mit den Augen... Genau, wie mein teen 🤣🤣🤣

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Also, ganz ehrlich, du bist den ganzen Tag Zuhause und dann lässt du aus Prinzip den Müll überquillen und stehen, weil das seine Aufgabe ist, den rauszubringen? Das finde ich extrem kleinlich. Wenn der Müll voll ist, bringe ich ihn raus. Oder ich stelle ihn meinem Mann morgens hin dass er ihn mitnimmt, wenn er geht. Vielleicht solltet Ihr andere Aufgaben für ihn finden, das mit dem Müll ist doch extrem unpraktisch, weil das etwas ist, was wahrscheinlich auch nur dir auffällt. Überlegt Euch, was ihm besser liegt und er selbst sieht / erledigt. Wer kümmert sich z.B. um die Autos, falls vorhanden? Mein Mann hat das immer übernommen, also Wagenwäsche, Reparaturen etc.!

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Nee ich lasse keinen Müll überquillen sondern ich stelle ihn an die tür, damit er ihn mit in die tiefgarage nimmt wo eh sein Auto steht! also ich erwarte jetzt nichts unmögliches. Um die Autos kümmert er sich nur wenn ich mehrfach erinnere. Ich räume ihm seine Socken hinterher, seine Papierchen aus der Sofaritze, alles. Ich bin sicher kein Unmensch, ich regel hier alles was auch ok ist, ABER er soll einfach den Müll mit runter nehmen wo is das Problem 😨

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" er soll einfach den Müll mit runter nehmen wo is das Problem 😨 "

Das würde ich ihn mal in Ruhe fragen.

Ich bin zwar nicht in Partnerschaft, aber mein Teenager kann und soll auch was übernimmen. Nicht alles, aber etwas.

Dabei zeigt sich deutlich, dass wir beide unsere Vorlieben und Abneigungen haben.
Das heißt, ich gebe manche Dinge von Herzen gern an sie ab, weil ich eeeeeeeeeeeeeeeeewig brauche, um mich dazu aufzuraffen. Sie nervt es dann, weil sie es mehr stört als mich.
Genauso umgekehrt. Manche Aufgaben finde ich sogar super und möchte sie gar nicht abgeben.

Was wir beide gerne machen: wir wechseln uns ab.
Was wir beide voll nervig finden: wir wechseln uns ab. Oder ich mache es, weil es notwendig ist (es ist ja keine Partnerschaft, sondern ich bin die Erwachsene). Oder ich sage sehr deutlich, dass sie es jetzt machen MUSS. Als Erwachsene habe ich da etwas Spielraum. Dafür mache ich anderes.

Was nur ich gerne mache und sie furchtbar findet: ich mache es.
Was ich furchtbar finde, sie aber gerne macht: sie freut sich, wenn sie es machen darf.


In einer Beziehung war es gut aufgeteilt. Er kochte, ich machte den Abwasch. Er kochte gerne, hasste Abwasch. Meinen Fraß konnte man eh kaum essen. Zum satt werden reichte es. Zum Genießen war es keine Dauerlösung damals noch.
SO waren wir beide glücklicher.

Hätte ich kochen müssen und er den Abwasch gemacht, wären wir beide häufiger explodiert. 2x Hassaufgaben, die frusten und der Frust überträgt sich in die Beziehung.

Was für andere einfach nebenbei läuft, ist für mich höchstanstrengend.
Was ich liebe, ist für andere höchstanstrengend und sie verstehen nicht, wie ich das mal eben so.....

Beim Müll kann ich nur raten, da ich deinen Mann nicht kenne.

Daher würde ich ihn in Ruhe fragen, was für ihn am Müll runterbringen anstrengend ist.
Bei der Partnerschaft einer Freundin war es IHR TON.
Er liebte die Aufgabe den Müll rauszubringen. Er dachte auch von sich aus manchmal dran, manchmal auch erst, wenn er draußen stand. Wenn er draußen stand, strahlte er und machte es gerne. Bewegung, Grund rauszugehen, draußen noch ein paar Minuten die Sonne genießen.

Was ihn störte, war ihr Ton. Die Erwartungshaltung der Partnerin.
- Schaaaaaaaaaaaaaaaatzi (und es gefror auch anderen in den Adern)
- die Erwartungshaltung, dass er nicht schnell genug war. Auch wenn er das durchatmen wegließ und sich echt beeilte, war sie ungeduldig.
Dass er irgendwann keine Lust mehr hatte, verstand sie üüüüüüüberhaupt nicht.

Wie gesagt, es ging ihm nicht um den Müll, sondern um die zwischenmenschliche Art.

Bei anderen Freunden war es schlicht und einfach: er zog sich in der Wohnung für die Arbeit an. Nahm den Müll zwar mit raus, kleckerte einmal, weil er spät dran war und musste sich dann noch vor einem wichtigen Termin umziehen.
Ab da machte er es tagsüber. Das hat sie überhaupt nicht verstanden. Einmal gehen und gut ist. Er war gereizt, weil sie erwartete, dass er es immer morgens machte. Nicht dann, wenn es besser passte.

Auch ein Problem kann sein, wenn einer beim Müllrausbringen Brechreiz bekommt. Das ist dann NICHT überempfindlich ! Sondern einfach nur ANDERS als der andere.
Dann kann man die Aufgaben anders verteilen.
Eine Freundin bringt selbst den Müll raus, weil es für ihn unerträgtlich ist. Dafür macht er anderes.
Sie haben in Ruhe drüber gesprochen und die Aufgaben so verteilt, dass es beiden gut geht damit.
Jeder hat sich seine Favoriten ausgesucht.
Jeder durfte benennen, was gar nicht geht. (Das wird dann in Ausnahme gemacht, wenn einer nicht da ist). Und alles dazwischen macht der, der gerade mehr Zeit, Nerven hat und was gerade akut anfällt.

Fair heißt für mich, dass jeder (theoretisch) alles kann. Beide ihre Stärken und Schwächen zusammenfügen. Beide sich im Blick haben, was gerade leistbar ist. Menge, Schwere (Tragen), Nerven, Gesundheit, Notwendigkeit
und auch in Ruhe drüber reden, wenn es einem zu viel wird oder der andere sich ausgeschlossen/überannt fühlt.

Manchmal sind es die Aufgaben an sich.
Manchmal ist es das zwischenmenschliche (Wie)
Manchmal ist es das drumherum, das man nicht in Arbeitszeit oder anderem Messbaren ausdrücken kann. Mein Stresslevel und Explosionslimit kann man nicht an der reinen Arbeitszeit messen. Da ist noch so viel mehr. Krank ist auch nicht immer gleich krank. Auch ohne Fieber kann es mir schlechter gehen, als bei einem anderen Infekt mit Fieber.

Meinem Teenager sage ich dann woran sie ist. WIe es mir geht. Damit sie mich besser einschätzen kann. Umgekehrt genauso. Wenn sie einen stressigen 3-Stunden-Schultag mit Hassfach und Klassenarbeit hatte, lasse ich sie mehr in Ruhe, als nach einem Tag mit Mittagschule und Hausaufgaben im Lieblingsfach.

Wir reden drüber, dann schätze ich ein und passe die Aufgaben an.

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Hallo,

Früher haben wir auch viel diskutiert über solche Dinge. Du hast den Müll nicht rausgebracht. Du musst noch Getränke holen. Warum steht schon wieder Geschirr hier herum. Unter dem Sofa liegen dauernd Socken.

Irgendwann war ich es leid. Meine Zeit ist zu schade, um über den Hausmüll zu streiten. Wir haben uns darauf verständigt, dass der die Aufgabe übernimmt, der Zeit hat oder dem sie leichter von der Hand geht. Derjenige, der rausgeht, nimmt auch schnell die volle Mülltüte mit. Derjenige, der eh mit dem Auto am Getränkemarkt vorbeikommt, der packt zwei Kisten Wasser ein. Derjenige, der ins Bad geht, nimmt schnell die Schmutzwäsche mit und wirft sie in den Wäschekorb. Jeder ist für alles zuständig, keiner hat feste Aufgaben.

Momentan habe ich die meiste Zeit für den Haushalt und damit ist klar, dass ich die meisten Dinge erledige. Das mag nicht feministisch oder gerecht sein, aber es funktioniert stress- und streitlos.

Ich finde übrigens nicht, dass du deinem Partner das Essen an den Schreibtisch bringen solltest. Es ist ungesund, wenn man sich nicht mal Zeit für ein Mittagessen nimmt. Esst gemeinsam, nehmt euch die halbe Stunde.

Viele Grüße
lilavogel

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Danke für deine nette Nachricht, ich fühle mich endlich verstanden.
Ich sehe das auch ein dass ich die meiste Arbeit mache weil ich ja zuhause bin. Das problem ist dass ich Unordnung nicht leiden knn und ich schon viel übernommen habe, auch während ich genauso Vollzeit gearbeitet habe, damit es erledigt wird. Ich kann leider nicht warten bis er es nach Tagen dann auch merkt dass was rumsteht. Ich muss mich einfach damit anfinden dass es meine Aufgabe bleibt 😐

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Also ich kann beide Seiten ein bisschen verstehen.
Ich würde dir sogar beipflichten, wenn du wirklich hochschwanger bist und gar nicht mehr geben darfst/solltest.
ABER: ich weiß ja nicht, in wie weit du in die ganze Haussache involviert bist, das ist mordsanstrengend! Es ist so verdammt viel Arbeit, die ganze Kommunikation, die Organisation, das Hinterhergerenne, die Finanzen. Das ist eine oft unterschätzte Belastung.Wenn man dazu noch Vollzeit arbeitet (und das offensichtlich nicht mit einem easy peasy 9to5-Job), kann ich mir gut vorstellen, dass einem der Kopf sonst wo steht. Da passiert es sicherlich, dass der Müll im Kopf mal hinten runterfällt.

Wir haben damals „nur“ gekauft und sind echt auf dem Zahnfleisch gelaufen. Mein Mann war zu der Zeit eine tickende Zeitbombe, er hatte arbeitsmäßig unwahrscheinlich viel zu tun. Ich hätte ihm den Müllbeutel direkt vor die Füße stellen können, er hätte ihn nicht gesehen. 🤷‍♀️

Hab ein bisschen Nachsicht. Den Papiermüll bereits klein machen ist ja eine lösbare Aufgabe. Ich an deiner Stelle würde den Müll einfach selber rausbringen, sofern du ihn heben kannst.

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Das mit der Nachsicht nehme ich mir vor, ich bemühe mich. Die schweren Sachen übernimmt er, das ist auch kein Problem. Ich glaube für mich ist die Situation problematisch weil ich mich aktuell als Putzfrau fühle da ich jeden Schritt den er tut hinterher räumen muss. Ich bin eigentlich kein Typ Hausfrau ich hab auch einen anstrengenden Job mit Mitarbeiterverantwortung und ich glaube ich muss zugeben dass mir die alleinige Rolle als Hausfrau grade nicht so passt 😳🤷‍♀️
Danke für deine Tipps

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Na guck mal..

Ich denke nämlich auch, dass es die garnicht um den Müll an sich geht,... Sondern das Problem wo anders liegt.

Dann denkt auf jeden Fall gut über die Verteilung der Elternzeit nach.

Mit Kind wird das "Hausfrauen" Gefühl. Nicht besser

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Schwieriges Thema und abhängig von Kindern haben oder nicht haben von Elternzeit und wie oft zu Hause sein.

Im jetzigen Falle wo du eh zu Hause bist und ihr noch keine Kinder habt...fällt ja kaum Haushalt groß an (war bei uns damals so). Bei einem Haushalt von 2 vernünftigen ordentlichen Erwachsenen fällt kaum was an. Da kann das bisschen was mal anfällt auch derjenige allein machen der zu Hause ist und nichts groß zu tun hat.

Anders wenn beide gleich ausgelastet sind. Sei es durch Kinder oder gleicher Arbeitszeiten. Dann sollte alles fair bleiben. Jeder macht das was grad anfällt. Man muss keine Aufgabenteilung machen. Jeder macht einfach das was grad ansteht.

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Ja da magst du recht haben. Er ist leider nicht ordentlich, also man muss ihm alles nach räumen etc. Das stimmt schon dass es mit Kindern deutlich mehr Aufwand ist

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Also seine gebrauchte Kleidung kann er selber in die Wäsche machen oder sein Geschirr wegräumen. Bist ja nicht sein Sklave. Also sein Müll kann er selber weg machen. Und essen würde ich gar nicht angewöhnen dass du ihm das hinterher trägst. Großer Fehler. Wenn dann mach Essen aber ihr esst zusammen an einem Tisch

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Hi!

Also entgegen der meisten Meinungen hier, bin ich der Meinung, dass es nicht zu viel verlangt, ist, dass dein Mann den Müll, der schon an der Tür steht mit runter nimmt und "seinen Dreck" den er im Laufe der Zeit die er zu Hause ist verursacht, auch selbst wegräumt.
Ich verstehe die meisten Antworten hier echt nicht.
Er soll ja nach Feierabend nicht noch 3 Stunden bügeln und Fenster putzen.

Nur weil der eine ja zu Hause ist und Zeit hat, muss der andere keinen Finger mehr rühren oder wie? Auf gar keinen Fall würde ich das mitmachen.

Ich hab das oft genug bei meinen Freundinnen erlebt. Elternzeit, sie hat in der Zeit alles gemacht was den Haushalt und ggf. Garten betrifft, der Mann nix. Hatte zur Folge, dass es auch nach der Elternzeit, wenn sie wieder arbeitete, genauso weiterlief und deswegen ewig nur noch diskutiert und gestritten wurde.
Das kann doch keiner ernsthaft wollen.

Was du nun tun kannst? Gute Frage. Auf jeden Fall nochmal in Ruhe mit ihm reden.
Ruhig auch sagen, dass es dir schon klar ist, dass du ja im Moment mehr Zeit hast dich darum zu kümmern, aber du deswegen nicht automatisch die Putzfrau für euch wirst und ihm alles hinterherräumst. Jetzt hast du noch die Chance das oben genannte Szenario zu verhindern. Mach dich grade und bleibt auf Augenhöhe!

LG sneukje

P.S. Falls das jemand sagen möchte, das Argument er kümmert sich um Finanzen etc zieht für mich nicht. Denn damit wird man sich wohl kaum jeden Tag über mehrere Stunden beschäftigen.

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Vielleicht ist euer Problem weniger ER, sondern dass ihr zum Einen unterschiedliche Auffassungen von Sauberkeit habt und dir deine Arbeit offensichtlich fehlt.
Du hattest bisher eine strukturierte Arbeitswoche, viel Verantwortung und und und. Das fällt wegen des BV weg, du bist nun ständig zu Hause und dir fällt jede Kleinigkeit auf, die deinem Mann eben zwischen Vollzeitjob, Hausbau und weiteren Aufgaben wie Finanzen eben nicht auffällt.

Damit bist du aber nicht alleine und ich glaube, du solltest dich darauf einstellen, dass spätestens wenn das Baby da ist auch nicht alles blitzblank geputzt und weggeräumt sein wird. Mein Mann hat exakt dieselben Aufgaben wie deiner: er hat sich um Kauf und Renovierung unseres Hauses gekümmert, er hat unsere Finanzen im Blick (gut, er arbeitet auch im Finanzwesen, also quasi selbst schuld 😅), er übernimmt schon immer „Kleinigkeiten“ wie Müll, Saugen und Spülmaschine. Seit der SS übernimmt er aber auch andere Aufgaben, die ich wegen viel Bücken oder schwerem Heben im Moment nicht selbst erledigen kann. Das wird dein Man auch tun müssen, je weiter deine SS fortgeschritten ist.
Daher würde ich mich mit Kritik an ihm im Moment zurückhalten, denn du wirst künftig noch öfter auf seine Hilfe angewiesen sein. Und meiner Meinung nach hat er ja schon Aufgaben mit viel Verantwortung.
Sieh dich nicht als Putzfrau, es ist nun mal leider so dass du jetzt zu Hause bist und damit einfach die Zeit hast gewisse Aufgaben zu erledigen, die er bisher erledigt hat. Wenn du ihm „hinterher räumst“ ist das keinesfalls herabwürdigend finde ich, eure Rollen haben sich im Moment eben verschoben. Du musst ihm nicht jeden Abend sein Lieblingsessen am Schreibtisch servieren, aber ich sehe kein Problem darin, das mit dem Müll selbst zu tun und einen Streit darum zu vermeiden. Das ist es doch gar nicht wert und ihr werdet künftig noch weitaus mehr Kompromisse treffen müssen zu völlig anderen Themen als bloß den Müll.

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Danke, du hast absolut recht. Aus Unsicherheit und Ärgerniss über die vielen Situationen in denen ich hinterher räume fange ich an mich auf Thema Müll zu fixieren. Das is denk icj das Problem. Ich hab einen super Mann erwischt, ich werde nochmals mit ihm reden und da wird er mich auch sicher verstehen, aber er hat leider so garkeinen blick dafür 🙈🙈🙈

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Das klingt doch nach einem Plan 😊

Und lass dich nicht aus der Ruhe bringen, tut dem Baby ja auch nicht gut ;)
Glaube nicht, dass es allen Männern, die im Haushalt nicht so penibel sind wie du oder ich, es pauschal „böse meinen“ und alle Arbeiten im Haushalt als „Frauensache“ abtun. Die Exemplare gibt es sicherlich auch, aber eben nicht alle und heutzutage ist manche Frau auch ganz schnell auf 180 wenn sie sich zur Putzfrau „degradiert“ fühlt weil es nun mal die Situation gerade so hergibt.
Aber du kannst beruhigt sein: mein Mann sieht Wasserflecken am Waschbecken, Staub oder Haare auf dem Boden auch nicht weil es ihn nicht so sehr stört wie mich, das meint er gar nicht böse. Und ich bin mir sicher, deinem Mann geht es genauso.