Unterschiedliches Bedürfnis nach Sex

Hallo

Wir haben schon lange das Problem in der Beziehung, dass ich mehr Sex brauche als mein Mann. Er wollte von Anfang an nur 4 mal pro Woche, trotz verliebtheitsphase. Ich hätte die erste Zeit gerne 2 mal täglich sex gehabt habe es aber irgendwie akzeptiert.
Wir hatten dann 2 Jahre 4 mal sex pro Woche. Dann im Februar diesen Jahres wollte mein Mann weniger sex, 2-3 mal pro Woche, was für mich schon ziemlich hart ist. Wir haben leider oft gestritten (nicht nur deshalb, auch wegen fehlender Zeit und Nähe). Irgendwie hab ich mich damit abgefunden und jetzt hatten wir tatsächlich immer 3 mal sex pro woche.
Seit ein paar Tagen fängt es wieder an wie im Februar. Er will noch weniger sex, es stört ihn, dass ich nachdenke wann wir sex haben können, wenn ich quasi plane. Da er im schichtdienst arbeitet und ich sex haben will, muss ich in gewisser Weise planen. Ehrlich gesagt möchte ich das auch nicht, aber ich will nicht noch weniger sex haben.
Ich fühle mich total frustriert. Am liebsten hätte ich viel mehr sex und die Aussicht, dass es jetzt noch weniger wird, frustriert mich enorm. Ich fühle mich nicht mehr frei. Ich habe regelrecht Angst, den Anfang zu machen oder ihn mit dessous zu überraschen, weil ich Angst habe, abgewiesen zu werden.

Ich weiß nicht, wie viel ich noch zurück stecken soll. Es war mir früher schon zu wenig und jetzt soll ich noch weniger akzeptieren? Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Hat jemand einen Rat für mich?

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Es liest sich, als würdest du mit dem Sex sehr viel deiner eigenen Unsicherheit kompensieren wollen. Hast du Angst, er verlässt dich, wenn du nicht immer so viel Sex willst? Glaubst du, er liebt dich weniger, wenn ihr nicht ständig intim seid? Ihr könnt euch sicher noch anders eure Liebe zeigen.
Sex ist wichtig keine Frage, aber man muss auch mal pausieren um überhaupt wieder richtig bedürftig danach zu werden. Vergleichbar mit dem Essen seines Lieblings Gerichtes. Jeden Tag hat man dann auch nicht Appetit darauf.

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Natürlich verlässt er mich nicht wegen sex. Wenn, dann bin wohl ich diejenige, die ihn verlassen würde.
Ich habe schon seit meiner teenager Zeit (ich bin jetzt 38) eine starke libido. Ich will damit nichts kompensiert.

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Wenn es ihm zuviel wird, kann es durchaus sein, dass er dich verlässt.🙄
Birkenhexe vermutet auch ein anderes Problem bei dir. Vielleicht mal mit nem Therapeuten sprechen. Denn keiner hier kann dir einen Rat geben, wie du deinen Mann ändern kannst. Nur dich selbst kannst du ändern.

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Es ist nicht schön, den eigenen Partner zum Sex zu überreden, wenn der gar keine Lust auf einen hat.
Machs dir selbst oder suche dir jemanden der es auch jeden Tag braucht. Aber selbst da wird es sehr wahrscheinlich weniger auf Dauer. Würde mich dessen fügen und 3x die woche mich auf keinen Mann freuen

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Mein Mann hat täglich Lust, aber er kommt aus der arabischen Kultur, wo man glaubt, viel sex macht müde und schwach.

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Achso, ich mach mir 3 mal pro Woche selbst. Ich hätte eben auch gerne sex anstatt es mir selbst zu machen 🙄

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Warum ist dir so viel Sex so wichtig? Welches Bedürfnis befriedigt das?

Es muss dir ja um mehr gehen als die Befriedigung der Lust, denn da kann man ja selbst Hand anlegen und du sagst, das reicht dir nicht.

Worum geht es dir? Nähe, Anerkennung, Sicherheit? Und warum brauchst du das in einem solchen extremen Maße, dass du so einen Leidensdruck empfindest, obwohl dein Mann doch durchaus noch mit dir schläft?

Ein Partner, der dermaßen häufig mit mir schlafen wollen würde, wäre für mich - egal wie viel Lust ich hätte - ein Lustkiller, weil ich das Gefühl hätte, dem geht es gar nicht um mich und mein Wohlbefinden, sondern darum, dass er sich durch mich gut fühlt. Ich wäre nur Mittel, nicht mehr Zweck und sobald ich das Gefühl habe, fängt bei mir der Rückzug an.

Mein Rat an dich? Arbeite irgendwie daran, dass du nicht so abhängig davon bist, in welcher Frequenz dein Partner mit dir schläft. Betreibe Ursachenforschung und höre auf Sex laut zu planen. Verordnet euch für eine Weile Sexverbot und kuschelt nur. Nehmt Druck aus der Sache. Ist doch kein Hochleistungssport.

In vielen Langzeitbeziehungen nimmt Sex ab, sicher auch weil die Spannung sich langsam in Miteinander Wohlfühlen verwandelt, aber sicher auch, weil man sich des anderen nicht ständig krampfhaft versichern muss.

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3 mal pro Woche ist extrem?
Es gibt doch auch genug Paare, die trotz langzeitbeziehung jeden Tag sex haben. Sind die dann abnormal? Ich habe eben auch das Bedürfnis, nach fast täglichem sex.

Über das Thema habe ich schon viel nachgedacht, weil es mich so belastet hat. Da spielt sicher noch mehr mit als nur meine srarke Libido, das ist richtig. Aber ich habe das Gefühl, dass ich dauernd zurück stecken muss. Ich kann das nicht mehr locker angehen.
Mein Mann sagt, wir sollen einfach sex haben, wenn wir lust haben und nicht planen. Ja, finde ich wirklich gut. Das Problem ist, dass ich täglich Lust habe. Weil ich weiß, dass er nicht 2 Tage hintereinander sex haben will, warte ich eben auf den übernächsten Tag und wenn er dann auch wieder nicht will, dann nervt mich das einfach.

Über eine sex pause hab ich auch nachgedacht, aber ich befürchte, es würde die sache noch komplizierter machen.

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Nö, wenn beide jeden Tag Sex haben wollen, ist das doch feim. Nur will dein Mann das ja nicht und verspürt offenbar Druck und das einzige, was du wahrnimmst, ist, dass du dich zurückgesetzt fühlst. Deine Bedürfnisse scheinen Priorität zu haben und gerade beim Sex sollte es doch mindestens genauso viel um den anderen gehen, oder?

Dein Mann fühlt sich vielleicht zur Sexmaschine degradiert, die gefälligst deine Lust zu befriedigen hat. Was er will, ist dir egal. So hört sich das an. Seine Wünsche nach einer anderen Frequenz werden von dir als Angriff auf dich bewertet. Wo kommt das her?

Habt ihr sonst ein Ungleichgewicht? Fühlst du dich in der Beziehung auch in anderen Bereichen so, als müsstet du dich zurücknehmen/verzichten? Ist der Kampf um Sex ein Stellvertreterkrieg?

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Hört sich anstrengend an! Ehrlich gesagt finde ich 3-4 mal Sex in der Woche nicht zu wenig und wenn ich mir umgekehrt vorstelle, dass mein Mann mir ständig in den Ohren liegen würde trotz dieser Frequenz--tja, würde mich wohl nerven und ich würde mir Gedanken machen, ob er keine anderen Interessen hat oder zu viel Zeit hat.
Du kannst deinen Mann ja nicht zwingen und wenn es dir zu wenig ist, dann muss du selber bei dir Hand anlegen.

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Es war mir bisher auch nicht zu wenig und wir waren beide zufrieden, bis er vor ein paar Tagen sagte, dass es ihm zu viel sei. 3 - 4 mal sex pro Woche wäre vollkommen OK für mich und so haben wir auch die letzten Jahre gelebt.

Mir geht es hier nicht darum, dass mir gesagt wird, dass ich zu viel sex will. Das ist doch ein individuelles Bedürfnis! Einer will einmal pro Jahr, einer jeden Tag. Darum geht es nicht. Es geht darum, dass ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll, dass mein Mann und ich sdo unterschiedliche Bedürfnisse haben und dass ich oft das Gefühl habe, nicht das zu bekommen, was ich brauche, um eine glückliche Beziehung zu führen.

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Von den meisten Menschen, die weniger Libido als du haben, wirst du keine nützlichen Tipps bekommen. Die können sich deinen Leidensdruck nicht vorstellen.

Du hast einen Partner, der nicht zu dir passt.

Die klassische Lösung für dein Problem ist der Hausfreund. Bei deiner Wunschfrequenz wirst du zwei brauchen.

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Wie wäre es denn, wenn du dich mal komplett zurück nimmst, für einen geplanten Zeitraum, zB 4 Wochen (abgestimmt mit deinem Partner) und es völlig ihm überlässt, wann ihr intim werdet. Vielleicht solltest du dich einfach mal zurück lehnen und die Kontrolle abgeben.

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Das habe ich tatsächlich auch schon vorgeschlagen, aber das will er auch nicht, weil er es mag, wenn ich beginne. Und auch, wenn ich beim sex sehr aktiv bin. Da wechseln wir uns allerdings ab.

Ich überlege, einmal wirklich eine Zeit lang keine Initiative mehr zu ergreifen. Ich fühle mich ziemlich frustriert. Nur wo das hinführt, weiß ich nicht.

Zwischen 18 und 26 hatte ich eine Beziehung mit einem Mann, der nur einmal pro Monat sex wollte. Damals habe ich mich komplett hinten an gestellt. Seit der Trennung damals bin ich so empfindlich, weil ich nie mehr diesen Sex mangel erleben will. Die beziehung hat mich echt irgendwie geschädigt.

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Das ist immer hart.

Ich brauche viel weniger Sex, als mein Mann. 3 mal die Woche wäre mir zu wenig und wenn er planen würde, wäre ich auch sofort abgeturnt.

Gibt es keine Kompromisse? Ich verwöhne meinen Mann gerne anders, aber möchte keinen Sex. Das ist für uns beide schön und beide haben so „ihren Willen“. Er macht es sich öfter selbst, was für mich okay ist (natürlich!).

Ansonsten ist eine Beziehung einfach schwer möglich, wenn es euch SO unglücklich macht. Mein Mann und ich sind bereits seit 10 Jahren zusammen und haben uns arrangiert. Würden wir beide absolut unter der Situation leiden, wäre es tatsächlich ein Trennungsgrund für mich...

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Ja, diese Kompromisse habe ich schon im Februar vorgeschlagen, wir haben es vielleicht 2 mal versucht, aber er will das auch nicht. Er ist dann faul und will quasi gar nichts für mich machen.

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Okay das ist schade.

Dann musst du dich halt fragen, was deine Priorität ist. Sex oder diese Beziehung?

Ist es diese Beziehung wert, zurück zu stecken und nur 3 mal die Woche Sex haben? Oder ist dir der Sex zu wichtig? Dann würde ich mich trennen und einen passenderen Partner suchen...

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Hi,

Mein Mann und ich sind seit 13,5 Jahren zusammen 😄 🥳 was Sex angeht, bin immer ich die jenige die mehr will. Seit wir jedoch am basteln sind, ergreift immer mehr er die Alternative und ist etwas aufdringlicher wie sonst. Ich habe mir schon desofteren gedacht, verdammt war ich auch so offensiv als er mal nicht wollte 🙄

Ich liebe Sex mit meinem Mann und will diesen nicht missen. Wir haben mal Phasen in denen wir täglich Sex haben, aber auch 2 Wochen keinen. Es ist tatsächlich ein Problem, wenn man so gar keine Lust hat, aber bei euch denk ich, liegt es vielleicht am Druck. Am planen. Nimm etwas den Druck raus. Mein Mann hat mich auch schon wenig charmant angewiesen. Aber es gibt auch echt Phasen in denen man keine Lust hat. Hast du das auch???

Ich leg da übrigens auch gern mal Hand an... An mir oder ihm, je nach dem.

Wie weist dein Mann dich ab? Wenn ihr jetzt kein Sex habt, aber zusammen kuschelt oder Händchen hält, ist das ok, geht es dir um Nähe oder Sex. Es ist immer sehr heikel, wenn die Bedürfnisse so verschieden sind.

Sowas wäre für mich auch ein Trennungsgrund, aber sicher nicht als einzigster. Du sprichst davon, dass du immer nachgibt, wieso und wobei, redet und findet Kompromisse.

Viel Erfolg 🍀

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Mein Mann wird leider eiskalt, wenn wir ein Problem haben, was wirklich sehr verletzend für mich ist. Er sagt einfach, dass er keinen sex will und stößt mich von sich, indem er mir die kalte Schulter zeigt. Händchenhalten oder kuscheln will er dann auch nicht, weil er in diesem kalten Modus ist.

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Hallihallo,
Tut mir echt leid wenn ich das sage. Aber du hast wirklich ein Luxus Problem!
3x die Woche Sex?!

Viele Menschen haben finanzielle Probleme, haben kranke Kinder / Eltern zu Hause, keinen Job (z. B durch corona) und du hast Ängste und Sorgen weil ihr nur 3x die Woche Sex habt? Ernsthaft?

Mein Mann und ich haben manchmal 3 oder 4 Wochen nicht, dann wieder 2 bis Max 3 mal die Woche... Aber eher selten weil unser 2,5 jähriger Sohn uns gut auf Trab hält 🙈

Sehen andere vielleicht anders, aber ich habe Null Verständnis für dich

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Ich habe vor Jahren gelernt, meine Sichtweise nicht auf andere zu übertragen. Es gibt keine luxusprobleme. Ein Problem kann für eine Person sehr belastend sein, für die andere nicht. Außerdem kennst du mich und mein Leben nicht, du urteilt über einen miniausschnitt den ich hier preisgegeben habe. Das ist OK, es ist ein forum, aber ich denke, es ist ein wichtiger lernschritt zu erkennen, dass wir nicht über andere urteilen können.

Als ich vor 6 Jahren schwer erkrankt war, dachte ich mir, dass ich nie mehr mit kleinen Sachen Probleme haben werde. Alles kam mir so klein und nichtig vor. Doch als ich wieder gesund war, änderte sich automatisch wieder meine Perspektive, wobei meine lernerfahrung geblieben ist. Man sollte nie glauben bewerten zu können, welchen Leidensdruck ein Mensch hat.

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Ich bin übrigens auch seit 10 Monaten arbeitslos wegen Corona und war dieses Jahr so schwer erkrankt, dass ich drei Monate das Bett nicht verlassen konnte. Man sollte nie über andere urteilen, wenn man nicht in deren Haut gesteckt hat...

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Kenne ich alles.
Bin seit über 4 Jahren in einer Beziehung und will/brauche auch mehr Geschlechtsverkehr als mein Partner.
Er arbeitet aber länger als ich und ich müsste ihn auch niemals dazu überreden.
Abends liegt er dann auch oft kaputt und müde im Bett. Da verlange ich von ihm keine Höchstleistungen mehr

Blasen bringts immer, wenn Frau es mag!
Es macht mich nice, ihn macht es sowieso nice und er kann nebenbei entspannen.. Fertig!!

Verstehe das Problem nicht so ganz.
Notfalls besorgt ihr euch gemeinsam einen Dildo im I-net welchen du dann neben, ohne oder von ihm nutzen lässt.
Es gibt doch so viele Möglichkeiten befriedigung zu erreichen, auch ohne dieses rein raus Spektakel?!..

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Wie oben bereits erwähnt, will jein Mann dann auch keinerlei andere sexuelle Aktivitäten. Sex meinte ich nicht analog mit rein/raus.
Blasen soll die Lösung sein? Die Lösung wäre, oralsex BEI Mir...
Im übrigen blase ich fast jedesmal wenn wir sex haben, weil ich es liebe. Aber hier geht darm, dass ICH zu wenig bekomme...

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Ich weiß nicht welche Vorstellung du von einem erfüllten befriedigten Sex leben hast!

Wenn dein Mann dir nicht reicht, eben weil er nicht möchte und kein bock hat dich zu Vögeln dann musst du dir halt einen passenderen Partner suchen oder einen Spielgefährten.

Um nochmal auf was anderes einzugehen..
Auf meine Antwort mit den sextoys gehst du auch nicht ein.
Dann leide, aber leise!

Wenn ich mehr will befriedigt es mich zu blasen, wenn es bei dir nicht so ist scheint dich dein Partner wohl auch nicht so anzumachen.
Worauf du auch immer hinaus bist, du hast den falschen sexualpartner.