Partner burnout, nicht mehr arbeitsfähig, Kosten, Unterstützung

Nun ist es leider so weit, mein Partner, der schon länger psychisch angeschlagen war, kann dauerhaft seinen Beruf nicht mehr ausüben.
Leider hat er keine BU, also müssen wir schauen dass wir mit meinem Gehalt klar kommen.
Ich habe drei Kinder, eins lebt noch im Wechselmodell bei mir, die anderen beiden bekommen Unterhalt.
Ich kann unsere Wohnung nicht allein finanzieren und ich kann ihn auch nicht mit finanzieren.
Sein Sohn lebt auch im Wechselmodell bei uns , die Kinder brauchen ein eigenes Zimmer.
Eine günstige Zwei Zimmer Wohnung für mich und meine Tochter könnte ich bezahlen, aber die jetzige Wohnung für unsere Patchwork Situation geht nicht.
Bleibt nur, dass er Hartz IV beantragt und wir getrennt wohnen?
Immerhin hat er bisher ganz gut verdient, das ist schon eine große Umstellung.
Was kann man noch sparen?
Auto verkaufen, Unterhalt neu berechnen lassen?
Wer hat noch Ideen?

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Wenn er nicht mehr arbeiten kann, müsste er doch zumindest Rente bekommen. langfristig kann er die dann mit einem 450€ Job aufstocken.

Oder, wenn er nur in seinem Beruf nicht arbeiten kann, wäre ja auch eine Umschulung eine Option. Da gibts dann währendessen Übergangsgeld.

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Ich sehe nicht, dass ihr zwingend auseinanderziehen müsst. Ihr könnt doch auch so als Bedarfsgemeinschaft gelten und, wenn dein Gehalt für euch alle nicht ausreicht, mit ALG2 aufstocken.

Erstmal müsste dein Partner doch auch ALG1 bekommen oder ist das schon ausgreizt? Wie sieht es auch mit einem Job in einer anderen Berufssparte, ggf. auch erstmal nur auf 450€-Basis?

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Er hatte Krankengeld, aber das es ist jetzt klar, dass er nicht zurück kann, keine Ahnung was jetzt passiert.
Kündigung, Auflösungsvertrag, jedenfalls bekommt er ab Januar kein Krankengeld mehr, da er offiziell BU ist.
Ob er dann noch Recht auf ALG 1hat, ist wohl nicht der Fall, denn er steht ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.
Er muss sich weiterhin stationär behandeln lassen, er ist mit kurzen Unterbrechungen seit 6Monaten in der Psychiatrie.
Danach Reha und ob er überhaupt wieder arbeiten könnte, ist nicht absehbar.
Vielleicht läuft es auf AU raus.
Jedenfalls wird er erstmals nichts mehr verdienen und ich muss schauen wie ich das hin bekomme .

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Dann sollte er sich dringend an die Sozialberatung vom KH / Psychiatrie wenden.
Arzt / Krankenschwester sagen, dass er dort einen Termin möchte, wenn es das in der Klinik gibt.

Diese sollte ihn dann darüber beraten, wie es weiter geht.
Krankengeld, Übergangsgeld, Umschulung, Frührente

Was trifft auf ihn zu
Was nicht
Was ist möglich
Was nicht
Welche Reihenfolge ist einzuhalten
Welche Anträge sind wo zu stellen
Wobei kann die Klinik unterstützen, wo nicht
Wie muss er dem AG gegenüber treten? Kündigen, Aufheben, kündigen lassen?
Wann ist der beste Zeitpunkt
uvm

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Es gibt eigentlich in fast jeder Stadt eine Finanzberatung für Menschen mit Schulden oder in finanziellen Notlagen. Google mal die nächste Stelle bei euch und mach dort schnellstmöglich einen Termin aus.

Spartipps hätte ich eine menge, aber ich glaube ihr solltet vorher erstmal sichten, was an zusätzlichen Einnahmequellen noch möglich ist. So pauschal finde ich es extrem schwer euch einen Rat zu geben. Lasst euch gut beraten und nutzt die Angebote.

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In welchem Stadium von Burn Out ist er? Was hat er schon gemacht?

AU
Reha mit Übergangsgeld
Kam dabei heraus, dass er dauerhaft nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann?

Was sagen die Ärzte, Therapeuten, Sozialberatung?

Was wurde ihm geraten?
- Umschulung
- Frührente

Bei Burn Out sollte er normalerweise eine Reha machen / bekommen.
War er schon dort, dann sollte er eigentlich in der Reha Informationen bekommen haben, wie es danach weitergeht.

a) arbeitsfähig entlassen
Wiedereingliederung, stufenweiser Einstieg und und und

b) nicht arbeitsfähig entlasen
wie geht es weiter
welche Anträge sollte er stellen
was ist in seiner Situation zu beachten
Arztbefunde und Gutachten miteinbeziehen