Entfernung und Kinder

Hallo,

mein Partner und ich haben ein gemeinsames Kind allerdings ist es das wir ungefähr 100km von einander getrennt leben aber wir dieses Jahr zusammen ziehen wollen.
Unser Kind ist 3,5 Monate und ich fühle mich derzeit sehr einsam. Ich habe kaum Zeit für mich außer wenn mal meine Mutter da ist und unseren großen 5 jährigen und den kleinen abnimmt. Er steckt noch mitten im Studium und ich weiß auch das es verdammt wichtig ist während der Prüfungsphase zu lernen. ( derzeit sind keine Prüfungen )

Er kümmert sich zwar wenn er mal da ist aber das ist für mich nichts halbes und nichts ganzes.
Er hat noch seinen Opa um den er sich sehr sehr doll kümmert. Er sieht ihn mehr als uns was irgendwie nicht sein kann. Klar ist es 1 Stunde Auto fahrt bis zu unseren wohn orten und ich finde es auch vollkommen okay das er sich um ihn kümmert, aber er springt sofort wenn was bei ihm ist. Selbst jetzt an diesem Wochenende scheint er nicht zu kommen... und es bleibt wie immer alles an mir hängen. Er hat immer die Option wieder in seine Wohnung zu fahren und zu entspannen, die habe ich halt nicht.
Er kommt zwar wenn ich sage, dass ich wichtige Termine in der Woche habe, aber dann kann ich mir anhören: „ich bin ja eigentlich wegen des Termins gekommen“( wenn ein Termin kurzfristig platzt). & das kann nicht sein das ich mir sowas anhören muss. Entweder er möchte bei uns sein ohne wenn und aber oder erlässt es. Bin ich zu egoistisch bei meinen Gedanken? Ich habe es auch schon angesprochen das er nun eine Familie hat Indie an erster Stelle stehen sollte oder irre ich mich da? Senn ich das Thema anspreche ist er irgendwie gleich gekränkt. Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll.

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Hi,
nein, du bist definitiv nicht zu egoistisch. Wenn er kommt, um sich um euer Kind zu kümmern, tut er es nicht, um dich zu entlasten (oder zu helfen🙄), verabschiede dich ganz schnell von dem Gedanken. Er tut es, weil er seiner Pflicht als Vater seinem Kind ggü. nachkommt!
Führe mit ihm ein Gespräch und bestehe darauf, dass er dir ganz konkret sagen kann, wie er es sich vorstellt, seiner Vaterpflicht nachzukommen. Sag ihm klar, dass du dieses Gespräch als „Anwältin“ eures Kindes führen möchtest. Sinnvoll wäre es, für dich klar zu haben, was du von ihm erwartest, als Verhandlungsbasis sozusagen.

vlg tina

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Zahlt er wenigstens Kindes- und Betreuungsunterhalt?

Ab und zu euch betüddeln und ansonsten keinerlei Pflichten, dem würde ich die Hammelbeine lang ziehen!

Das Kind ist nicht aus Luft ohne sein zutun entstanden.

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Ja es ist absolut Schade, dass er sich kaum einbringt, ABER:

- ihr hattet 9 Monate Zeit eine Lösung gemeinsam auszuarbeiten und Abmachungen zu vereinbaren
- da bereits ein Kind da ist, wusstet ihr was auf euch zukommen wird und das Zeit für sich eher hinten anstehen wird

Es tut mir Leid, dass es nun so bei euch läuft und hoffe ihr könnt neue Vereinbarungen gemeinsam ausmachen und das Beste für euch alle herausfinden. Am besten planst du mit ihm fixe Papatage, wo du dann Zeit hast für deine Bedürfnisse.

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Seine Prioritäten scheinen klar:
1. Studium
2. Opa
3. Seine Freiheit oder seine Familie, das kann ich nicht beurteilen.

Derzeit kann er auf deine Kosten alles haben (Familie, erweiterte Familie, Studium). Von sich aus wird er keine Veränderung wollen, es läuft ja für ihn.

Redet darüber, wenn du damit nicht einverstanden bist und wo ihr Kompromisse schließen könnt. Und überlege dir vorab, was deine Konsequenzen sind, wenn er zu keiner Änderung bereit ist.

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Gibt's schon konkrete Pläne wegen dem Zusammenziehen? Habt ihr schon Wohnungen besichtigt? Euch auf einen Wohnort festgelegt?
Wenn ja, dann wird er in Zukunft kein "Singleleben" mehr führen können.
Oder wie sieht eure gemeinsame Planung aus? Fehlt ihm das Familienleben überhaupt?
Klingt nicht so danach, wenn er gerade mal kommt, wenn du einen Termin hast.
Ich frage mich halt was sich ändern sollte, wenn ihr zusammen wohnt, wenn er nicht mal jetzt alle Hebel in Bewegung setzt um bei euch zu sein.
Ist ja schön und gut, wenn er sich um den Opa kümmert, aber ihr dürft dabei nicht auf der Strecke bleiben. Dann muss er eben Abstriche machen und sich für den Opa was überlegen.