Wie bekomme ich das alles unter einen Hut?

Hallo zusammen,

ich glaube ich brauche mal eure Einschätzung.
Wir sind 4 Jahre zusammen, haben einen 2,5 jährigem Sohn und sein Sohn (8) aus erster Ehe wohnt auch seit nem Jahr bei uns. Da es mit dem großen fast täglich Ärger, Geschrei usw gibt bin ich psychisch schon echt angeschlagen (kenne das von meinen Eltern einfach gar nicht). Es ist nur laut, alle sind genervt und ich bin so dankbar das mein Zwerg nach der Kita bei meiner Mutter ist und das alles nicht komplett mit bekommt 😔.
Jetzt kommt dazu, dass ich 35 Std die Woche arbeite, Wäsche und kochen erledige, meistens sauge und putze, einkaufen gehe und damit alle Hände voll zu tun hab. Ja ich mach so gut wie nichts im Garten, aber wann auch? Mein Mann ist aktuell leider wieder zu Hause und sucht einen neuen Job (mehr oder weniger aktiv. Er bekommt nur noch 70 Tage ALG I und auch das macht mir sorgen, da mein Gehalt nicht reicht für alles.
Jetzt hatte ich den Vorschlag das ich mal mit nem Psychologen rede, damit ich vll mit allem besser umgehen kann... totaler Quatsch und wenn ich nicht mit ihm reden kann macht das alles keinen Sinn für ihn....
Der große ist gerade bei einer Psychologin in Behandlung (Diagnostik) soweit ich das beurteilen kann, braucht er ne Therapie. Auf meine Idee eine Vater Kind Kur zu machen kam auch nur.... nie im Leben....
Ich kann und will das aber alles nicht noch 1-1,5 Jahre (Warteliste) so mit machen. Mein Mann meint er hätte das in 3-4 Wochen behoben... kann ich mir nicht vorstellen....
Abgesehen davon das ich abends (5:30 aufstehen, alles für Schule, Kita und mich vorbereiten, arbeiten bis 15 Uhr und dann die o.g. Tätigkeiten) einfach müde und fertig bin und meistens ja noch das Gebrülle dazu kommt, wird mir vorgeworfen ich hätte kein Interesse mehr und würde nur noch an ihm vorbei rennen und nur noch für das Kind da sein (den ich ja den ganzen Tag nicht sehe). Ich weiß einfach nicht mehr wie ich das alles schaffen und managen soll 🤷🏼‍♀️

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Ich finde, dass mehrere Punkte bei euch ganz schlecht geregelt sind:

1. Warum erledigt dein Mann nicht die Haus- und Gartenarbeit inkl. einkaufen und Vorbereitungen für die Kita, wenn er doch Zuhause ist?

2. Warum kümmert dein Mann nicht um seinen 8jährigen Sohn, wenn der brüllt?

3. Warum ist euer gemeinsames Kind nach der Kita bei deiner Mutter und nicht bei seinen Eltern?

Ich glaube nicht, dass du eine Therapie machen musst, weil du überfordert bist; es ist dein Mann, der nicht seinen Teil der Arbeit erledigt und dich so an den rand der Erschöpfung bringt. Er ist das Problem, nicht du.

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Das sind zum Teil such meine Fragen. Warum nichts passiert bis ich heim komme... keine Ahnung... gestresst vom großen.
Ich gehe mittlerweile weg wenn das Gebrüll anfängt und das ist auch der Grund weshalb der kleine bei der Oma ist. Ich möchte ihn beschützen. Er soll das nicht mitbekommen. Einmal das es ihm nicht schadet und auch das er dich dieses Verhalten nicht abguckt.

Mittlerweile habe ich nochmal mehr Lust mich in irgendeiner Art und weise zu kümmern. Ich Zahl für den großen so viel (und ich finde eigentlich das das Geld eher mir und dem kleinen zustehen würde), da seine Mutter nix zahlt (nichts für die Schule, Klamotten, Schuhe und natürlich auch keinen Unterhalt). Und ich hab nicht mal Zeit und Geld um mit dem kleinen in den Zoo zu fahren oder sowas.

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Hey,

dein Mann ist zu Hause, was macht er in der Zeit ????

Sorry, ob ohne oder mit Arbeit, er hat seinen Teil zu leisten. Niemals könnte ich so einen Waschlappen ertragen.

Setzt euch mit dem Sohn zusammen, er ist kein Kleinkind mehr. Warum gibt es Geschrei ? Wie kann man das für alle Seiten gut lösen. Diagnostik ist ja schon mal ein Ansatz.

Was bringt dir ein Psychologe wenn sich zu Hause nichts ändert. Kannst du mit dem kleinen Kind nicht zur Kur ?

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Mir tut der „große“ Bruder leid. Trennung der Eltern, neues Geschwisterchen vorgesetzt bekommen, fast keine Schule und Freunde sehen seit einem Jahr und dann soll er vermutlich auch noch „funktionieren“ im Sinne der neuen Stiefmutter. Hurra.

Du solltest deine Stunden reduzieren, deinen ALG-ler auf den Pott setzen dass er euch zuhause maximal entlastet, sich um sein Kind kümmert und vor allem lasst das „Geschrei“! Ein Kind das Probleme macht, hat welche. Sei erwachsen genug und liebevoll, bedürfnisorientiert zu deinem Stiefkind. Ich bin selber Stiefmutter und ja, das ist oft sehr schwierig. Trotzdem. Der kleine große Junge braucht auch deine Hilfe und keine überlastete Bezugsperson.

Wenn du magst und Interesse an liebevoller Erziehung hast, schau doch mal beim Blog vom gewünschtesten Wunschkind aller Zeiten, bei Elternmorphose von Aida Rodriguez (http://elternmorphose.de/) oder beim Kompass (https://derkompass.org/) rein.

Schau wo du dir selber Inseln zum Kräfte tanken schaffen kannst. Diese Zeiten sind sehr schwierig und wir alle sind am Anschlag. Auch deine Bedürfnisse sind wichtig und mit einer leeren Kanne kann man niemanden gießen ;-)

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"Du solltest deine Stunden reduzieren"

Ich finde, du machst es dir ein bisschen einfach. So wie sie geschrieben hat kriegt der Mann noch 70 Tage ALG I, und dann soll sie Stunden reduzieren? Und wer zahlt dann die Rechnungen?

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Hallo?

Wer sagt denn das der junge im Sinne der stuefmutter funktionieren soll?

Ich lese daraus eher das sie sich ein harmonisches Miteinander wünscht zwischen allem und dran änder sich bestimmt nichts wenn sie ihre Stunden reduziert und dann auch noch finanzielle Sorgen bekommt.

Der Gute Herr Papa kann doch in dieser Sicht auch auf sein Kind einwirken.

Und was heißt hier neues Geschwisterchchen vorgesetzt bekommen, es wird sicher seine Gründe haben warum das Kind jetzt beim Papa ist.

Und so durch die Blume zu unterstellen sie würde nicht liebevoll erziehen, ohne Worte.

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Dein Mann ist aktuell zu Hause. Was macht er?
Es kann doch nicht sein, dass du dich nach der Arbeit noch voll um den Haushalt kümmern musst.

Welche Probleme hat der ältere Sohn konkret?
Immerhin scheinst du die Einzige zu sein, die erkannt hat, dass er professionelle Hilfe braucht.
Auch da frage ich mich was dein Mann macht, wenn er die Probleme abwettert.

Ich glaube dir, dass du am Zahnfleisch daher kommst und es wird höchste Zeit etwas zu ändern.
Nur was machst du, wenn dein Mann nicht mitzieht?
Du sollst nämlich nicht alles alleine bewerkstelligen. Dein Mann hat auch seinen Anteil zu leisten.

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Du musst gar nichts unter einen Hut bekommen.
Dein Mann ist derzeit Hausmann, also sind beide Kinder seine Aufgabe. Dass du ihn da unterstützt - ja, klar. Das geht ja auch aus deinem Text heraus. Aber du bist nicht die Hauptverantwortliche, das ist ja wohl dein Mann. Dass es dem Großen echt zu viel wird (du bist ja nichtmal ein Jahr nachdem du den Vater kennengelernt hast schwanger geworden?) kann ich nachvollziehen.
Ich habe eine gute Ahnung, woran die erste Ehe gescheitert ist.
Letztlich hast du es wohl ohne Mann deutlich besser. Arbeitslos ist ja kein Problem und mir ist bewusst dass das auch belastend ist, aber dann schickt man doch nicht sein Kind in die Kita und anschließend zu Oma wenn man komplett zuhause sitzt und offensichtlich in der Zeit nicht mal den Haushalt macht?

Also nochmal: Das einzige was du falsch machst ist dich noch nicht von dem Typen getrennt zu haben. Alles andere ist nicht in deiner Verantwortung und somit auch nicht unter deinem Hut.

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Eigentlich ganz einfach: Trenn dich von deinem ignoranten Vollhonk, dann hast du ein ruhigeres Leben mit nur einem Kind.
Jetzt mal ehrlich, er sitzt jetzt seit fast einem Jahr zuhause und du machst neben 35 Std Arbeit noch alles andere? Inklusive auffälligem Kind, wo er den behandlungsbedarf auch ignoriert und somit auch dort keine Verantwortung übernimmt? Du brauchst keine Therapie, du mußt nur aufwachen.

Vielleicht solltest du für dich ganz alleine eine Kur beantragen, damit du dort mal realisierst, in welchem selbstgemachten Hamsterrad du lebst und du nach der Rückkehr entsprechend etwas ändern kannst.

Alleine die Tatsache, das du eine Therapie möchtest, damit du dieses Irrenhaus besser ertragen kannst, zeigt deutlich wie wenig du dich abgrenzen udn für dich einstehen kannst.
Was hat der Mann denn das letzte Jahr gemacht? In der Nase gebohrt? Und dafür will er auch noch gelobt und beachtet werden....nee danke. Schreiend wegrennen solltest du, nichts weiter.

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<< Ich weiß einfach nicht mehr wie ich das alles schaffen und managen soll >>

Das wüsste ich an deiner Stelle auch nicht. Da hilft nur Umverteilung der Aufgaben.

Mache eine Liste, wer welche Aufgaben zu erfüllen hat und gib deinem Mann einen kräftigen Tritt in den A... Für den Großen und seine eigenen Bedürfnisse ist dein Mann allein zuständig. Auch die Hausarbeit muss er machen, solange er arbeitslos ist.

Wenn er nicht will, hole dir Hilfe vom Jugendamt.

<< Mein Mann meint er hätte das in 3-4 Wochen behoben >>

Warum hat er das nicht schon längst getan? Hast du ihn daran gehindert?

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Wie meinst du das? Wie kann das Jugendamt da helfen? Das bekommen wir eh ständig von der Oma vom großen auf den Hals gehetzt....

Natürlich nicht, aber scheinbar war es bisher normal/ ok für alle bis ich heulend zusammengeklappt bin. Das wird aber nur auf den großen projizierte und nicht auf die Gesamtsituation

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Grundsätzlich kann das Jugendamt schon eine Hilfe sein, wenn es denn vor Ort sieht, dass der Vater einfach nichts tut und Du Dir den Hintern aufreißt - da ist Dein Mann gefragt sich zu ändern und nicht Du, ggfs. mit Unterstützung. Lass Dich nicht kaputtmachen: Psychologische Hilfe ist schon das richtige, aber das wird seine Zeit dauern.

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Dein Mann ist ein fauler Sack. Sorry!
Er entzieht sich jeglicher Verantwortung, so etwas ist für mich kein Mann.

Arme Kinder... der Große tut mir besonders leid.

Klingt jetzt vielleicht hart, aber wach auf. Fährst du das Pensum so weiter, brauchst du bald erst recht eine Therapie.

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Wann ist denn der kleine bei euch? Lebt er überhaupt bei euch? Es liest sich so, als ob er immer nur weg ist.