Affäre mit verheiratetem Mann

Hallo,

ich habe ein großes Problem. Wie oben schon geschrieben habe ich schon ca 1 Jahr eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Unsere Affäre ist eher locker, wir sehen uns ca alle 2 Wochen, mir reicht das total weil ich nach einer schlimmen Beziehung vorher eigentlich keine neue Beziehung wollte und für mich alleine sein wollte. Wenn wir uns sehen ist es natürlich immer aufregend und leidenschaftlich, zwischendrin schreiben wir uns ganz oft und das steigert die Spannung auf das nächste Treffen. Er sagt er will auch nichts Festes, er will auf jeden Fall mit seiner Frau verheiratet bleiben. Wie gesagt für mich ist das voll okay gewesen, ich will auch nichts festes. Nun habe ich aber ein Problem, denn ich bin schwanger. Das ist für mich eine Katastrofe weil erstens fühle ich mich noch zu jung für ein Kind, zweitens wohne ich in einer WG, habe also nur ein Zimmer und das wichtigste ist ich habe keinen Partner an meiner Seite. Ihn kann man nicht als Partner bezeichnen, er hat mir immer gesagt ihm geht es nur um Spaß. :-( Und er würde auch seine Frau nie verlassen. Ich wäre also alleine. Ich weiss nicht was ich tun soll. Abtreiben ist für mich die Vorstellung schon sehr schlimm, aber das Baby zu behalten die Vorstellung ist auch schlimm. Ihm brauche ich davon nichts zu sagen, er würde mir keine große Hilfe sein.
Was soll ich denn nur tun? Kann mir jemand helfen?
Viele Grüße
Missy

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Wenn Du weder abtreiben, noch das Kind selbst aufziehen möchtest, dann bleibt ja quasi nur, das Kind zur Adoption freizugeben.

Ich denke, Du solltest schnellstmöglich einen Termin bei einer Schwangerenkonfliktberatung machen und Dich umfassend und individuell beraten lassen.

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Ich weiss es schlimm und aussichtslos so oder so. Ich habe gedacht jemand kann mir etwas raten.

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Sie hat dir etwas geraten.

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Du solltest Dich dringend beraten lassen, und ich wünsche Dir, dass es in Deiner Familie und Deinem Freundeskreis Menschen gibt, mit denen Du reden kannst.

Und, nun ja, mit der Affäre reden müssen wirst Du schon irgendwann, aber vielleicht ist es nicht verkehrt, wenn Du erst einmal für Dich selbst Klarheit gewinnst. Wenn Du das Kind bekommen solltest, ist der Mann dem Kind gegenüber in jedem Fall unterhaltspflichtig.

LG

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Nein ich kann mit niemanden reden. Nur meine beste Freundin und die sagt ich soll das Baby auf jeden Fall bekommen. Aber es ist nicht ihr Baby und ihre Verantwortung da kann sie leicht reden. Ich habe schon Angst und auch vor seiner Reaktion

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Naja, er hüpft mit dir ins Bett. Offenbar ohne selbst zu verhüten. So schlau wird er wohl sein um zu wissen, dass da Babys rauskommen können.

Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?

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Lasse dich bei pro Familia beraten. Hole dir dort Hilfe und die nötigen Informationen, was du nun für Möglichkeiten hast.
Vielleicht siehst du dann für dich klarer.

P.s Moralisch und menschlich ist es eine Katastrophe.
Die arme Ehefrau tut mir leid. Aber nun ist es so.
Vielleicht denkst du wenigstens darüber nach, es dem Vater zu sagen, denn es ist auch sein Kind.
Er wird es sowieso erfahren. Spätestens, wenn Unterhaltsansprüche geltend gemacht werden...

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Hallo,

erstmal tief durchatmen.
Wahrscheinlich brauchst du ein menschliches Gegenüber, anstelle von Posts in Internet.

Die drei Möglichkeiten (Kind selbst großziehen, zur Adoption freigegeben, abtreiben) sind dir ja klar,
aber die Unterschiede dazwischen natürlich krass, v.a. emotional.

Das musst du in Ruhe sortieren.
Den Kindsvater würde ich erst informieren, wenn du selbst klar hast, was du willst. Denn von dem Mann könnten überraschende Reaktionen kommen, mit denen du so nicht rechnest. Und das wirft dich dann wieder aus der Bahn.

Von mir nur ein paar Gedanken:
Abtreibung klingt nach einer einfachen Lösung, danach könnte dein Leben "normal" weitergehen. Aber man sollte die psychische Belastung nicht unterschätzen!

Deine Leben ist grad nicht auf ein Baby ausgerichtet, aber es gibt nun wirklich schlechtere Startbedingungen für ein Kind, als eine Mutter, die ein Dach über dem Kopf hat und intelligent genug ist, um differenzierte Texte zu verfassen.

Ein leibliches Kind zur Adoption frei zu geben ist ein riesiger Schritt. Davor stehen Schwangerschaft und Geburt. Mutig. Auch hier: große psychische Belastung.

Dass du zu jung bist kann ich ehrlich gesagt nicht so richtig glauben ;-) du scheinst erwachsen zu sein und wer sagt, dass Mütter mindestens ... Jahre alt sein müssen? Wenn du auf Weisheit und ein ruhiges, gesetztes Leben wartest, könnte es sein, dass du mit 40 immer noch "zu jung" bist - Party machen, reisen etc macht sogar mit 50 Jahren noch Spaß ;-)


Ich würde auch eine Beratungsstelle aufsuchen.
Und mit deiner eigenen Mutter reden, falls ihr ein vernünftiges Verhältnis habt.
Wenn meine Tochter in ein paar Jahren ungeplant schwanger wäre, wäre das jedenfalls auch meine Sache, mein Problem, meine Herausforderung. Denn ihr Kind wird mein Enkelkind. Egal wann.

Als ich damals anfing zu studieren, wäre ich mit einer ungeplanten Schwangerschaft vermutlich nicht zuerst zu meiner Mutter gegangen. Immerhin hatte sie mir jahrelang etwas über Verhütung, richtige Partnerwahl etc gepredigt. Mittlerweile weiß ich,dass sie mich trotzdem ohne wenn und aber unterstützt hätte. Aber da kannst nur du deine Mutter einschätzen, Mütter sind verschieden...

LG!

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Danke, das ist sehr nett von dir. Ich habe Angst vor allen Möglichkeiten und mit Adoption kann ich auf keinen Fall leben. Ich meine mit zu jung, ich kann dem Kind nichs bieten, leider nichtmal einen Vater 😔 das sollte ein Kind doch haben, eine Familie, eine Wohnung, genug Geld. Ja mit meiner Mutter ist es schwierig, sie würde das nicht verstehen und mich verurteilen. Ich weiss einfach nicht

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Falls du dich für das Kind entscheidest, kannst du ihm was ganz wichtiges geben : deine Liebe.
Das ist mehr wert als materielles.

Zu den anderen Punkten:
Mehr als die 3 genannten Möglichkeiten (Abtreibung, behalten, Adoption) gibt es nunmal nicht.
Evtl das Kind zum Vater und dessen Frau geben, könnte Option 4 sein. Wäre ne Art "eingeschränkte" Adoption.
Du hast Mist gebaut (indem du nicht verhütet hast), nun musst du mit den Konsequenzen leben und eine Entscheidung treffen.

Ich empfehle dir auch eine Beratung bei einer Schwangerschaftskonfliktberatung (pro familia, caritas, Diakonie etc.).

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Hallo.

Da zum schwanger werden immer ZWEI PERSONEN gehören, die ungeschützten Sex haben, würde ich den KV auf alle Fälle informieren.
Du solltest du eine Entscheidung nicht alleine treffen müssen.

Alles Gute!

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Hallo Missy
raten kann ich dir auch nichts aber du musst dir deiner Entscheidung sicher sein denn sie beeinflusst sowohl dein Leben als auch das Leben deines Kindes.
Ich bin entgegen der meisten anderen hier nicht pauschal gegen eine Abtreibung. Ich finde es einem Kind gegenüber auch sehr unfair in eine Welt gesetzt zu werden, in der man es nicht möchte. Und dieses Leben beginnt mit der ersten Zelle bla bla, sorry, für mich nicht. In meinen Augen ist eine Entscheidung gegen ein Kind auch oft für das Kind, nämlich dass es nicht ein Leben lang das Gefühl haben muss, unerwünscht, ein Fehler, eine Last zu sein.

Mache dir Gedanken, wie du dir dein Leben mit und ohne dieses Kind vorstellst, was wäre wenn...
Lasse dich bei einer entsprechenden Stelle beraten, entscheide, wie es für dich und das Kind am besten wäre.

Wenn es die richtige Entscheidung ist, wirst du damit auch gut leben können, egal wie sie ausfällt.

Auf jeden Fall sollte das aber ein Zeichen für die Zukunft sein, dass sowas nicht noch einmal vorkommt.

Alles Gute für dich 🍀

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Also, ich finde Deine Antwort richtig gut, denn ich hatte genau die gleichen Gedanken wie Du.

Schenkt man dem Kind wirklich ein Leben, wenn man keine Zeit für dieses hat, wenn man nur rumkrebselt und nicht weiß, wie man zurechtkommen soll?

Ich sage definitiv Nein dazu, und man sollte auch den Mut haben und dazu stehen.

Von außen ist immer alles leicht gesagt, ja, das sehe ich völlig ein, aber die Lage der TE ist alles andere als rosig, um ein Kind aufzuziehen.

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Hey du.

Ich kann dir nur sagen,dass es möglich ist,auch wenn es jetzt gerade alles aussichtslos erscheint. Meine Mitbewohnerin ist auch ungeplant schwanger geworden, von einem Mann im Ausland, der sich nicht für das Kind interessiert hat.

Sie hat lange überlegt was sie machen soll, und hat sich bei diversen Beratungsstellen Hilfe und Tips geholt.

Mit dem Baby hat sie das erste halbe Jahr in der WG gewohnt. Das geht, ist ne kleine Umstellung, aber möglich. Bis sie mit Hilfe eines Wohnberechtigungsscheins vom Amt eine bezahlbare Wohnung gefunden hat. Gibt da zwar ne Obergrenze an QM für 2 Personen aber dafür auch eine Obergrenze wie viel das ganze an Miete kosten darf.

Frag bei den Beratungsstellen und auch beim Jobcenter. Die helfen werdenden Müttern auch mit Erstausstattung und Aufstockung usw.

Alles Gute

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Klar gehören immer zwei dazu. Aber eben auch zwei, die verhüten - nicht nur wegen einer möglichen Schwangerschaft. Wer weiß, was Dein Lover in der Woche macht, wo Du ihn nicht siehst.

Meine ehrliche Meinung? Bekomm das Kind nicht. Möglich dass Du lange darunter leidest, vielleicht aber auch nicht (eine Freundin hatte ein Abtreibung mit 20 und sie bereut diese Entscheidung bis heute nicht, weil sie ihre Lebenssituation damals als katastrophal empfand).

Aber dann leidet nur ein Mensch. Bekommst Du das Kind, leiden möglicherweise zwei Menschen (das Kind und Du)

Dir bleibt bei dem, was Du geschrieben hast, nur die Wahl zwischen Deinem Leiden, wenn Du abtreibst und dem des Kindes, wenn es geboren wird.

Klar kann es auch klappen. Aber wenn Du Dich nicht bereit für ein Kind fühlst, ist es keine Schande, das zuzugeben.

Dir alles alles Gute!

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Hier unterschreibe ich, mit der Ergänzung:
Nicht nur du und das Kind werden leiden, auch die Ehefrau deiner Affäre und ihre Kinder. Denn die werden davon erfahren, wenn deine Affäre dazu verpflichtet wird die Vaterschaft anzuerkennen und Unterhalt zu zahlen (denn das wirst du brauchen, um finanzielle über die Runden zu kommen). Das wird für alle Beteiligten sehr schmerzhaft. Und gehe nicht davon aus, dass die Ehefrau ihre Enttäuschung und Wut nur auf ihren Ehemann projizieren wird. Sondern auch auf dich, was zwar irrational aber durchaus nachvollziehbar wäre. Überlege dir gut ob du dieses Paket so schnüren möchtest.
Vielleicht würdest du diese Geschichte als Warnschuss verbuchen und deine grundsätzliche Einstellung zu moralisch fragwürdigen Handlungen überdenken.

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Ich würde an deiner Stelle erstmal dem Kindsvater nichts erzählen. Was du über seinen Background erzählst (Frau, Kinder, möchte nur Spaß), sehe ich eine große Wahrscheinlichkeit, dass er dich in Richtung einer Abtreibung drängt.

Diese Entscheidung solltest Du aber selbst treffen und mit dir selbst im Reinen sein. Nachdem du dich entschieden hast, kannst du ihm Bescheid geben.

In der Schwangerschaftkonfliktberatung und später beim Arzt wird man Dich eher in die Richtung bewegen das Kind zu behalten.

Bei jedem moralisch aufgeladenen Thema haben Außenstehende Eigeninteressen oder vorgegebenen Interessen. Ich würde grundsätzlich nur mit Menschen darüber reden, von denen ich überzeugt bin, sie stehen uneingeschränkt auf meiner Seite (vielleicht Eltern, gute Freunde).

Ich kann dir raten:
- Nimm ein Block und schreibe deine Gedanken in beiden Richtungen auf
- Die aktuelle Situation ist schwierig, bei jeder Entscheidung gibst du etwas auf: 1. Dein Kind oder was aus ihm werden könnte, oder 2. Potentielle Zukunftsmöglichkeiten. Frage dich selbst, wenn du einmal alt bist, was ist schlimmer, was könntest du dir eher verzeihen, was nicht.

Ich denke, für das gesunde Aufwachsen eines Kind sind materielle Dinge nicht so wichtig wie die emotionale Wärme und Verfügbarkeit. Du machst dir Gedanken über das Materielle, das kann ich nachvollziehen, jedoch ist es möglich in Deutschland ein Kind großzuziehen, da der Staat viel unterstützt.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du eine gute Entscheidung für dich treffen kannst.

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Das wäre dann aber eine schlechte Schwangerenkonfliktberatung, in der die Schwangere in eine Richtung gedrängt würde.

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Ich habe nicht von Drängen gesprochen.
Jedoch sind die Beratungsschwerpunkte schwer von dem Weltbild oder Vorstellung der Beratenden zu trennen. Wenn man zB zu Caritas geht - eine kirchliche Organisation - dann werden die Möglichkeiten vielleicht verschönert und die Probleme eher kleingeredet, nicht unbedingt weil der Berater jemand drängen will, sondern weil es einfach seine Sicht der Welt und Moral entspricht.

Deshalb bei so wichtigen Entscheiden würde ich erstmal meinen eigenen Standpunkt eruieren, bevor ich fremde Menschen als Berater reinlasse, von denen ich nicht weiß, was ihre Standpunkt und Motivation sind.

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