Irrationale Angst

Hallo zusammen đŸ‘‹đŸ»

Ich weiß gar nicht, ob das hier das richtige Forum fĂŒr mein „Problem“ ist, es darf also gerne verschoben werden. Muss mir einfach nur mal etwas von der Seele schreiben


Und zwar wird mein Mann morgen fĂŒr 3 Tage MĂ€nnerurlaub machen. sie bleiben hier in DE, die Inzidenz passt, er ist vollstĂ€ndig gegen Corona geimpft, von insgesamt 8 MĂ€nner sind auch 7 vergeben/verheiratet und 3 davon VĂ€ter (u.a. mein Mann mit unserem Sohn von 5 Monaten).
Hab auch echt kein Problem damit, alleine zu sein bzw ich bin ja gar nicht alleine, denn unser Sohn hÀlt mich auf Trab. Er soll auch ruhig seine MÀnnerrunden haben und mal raus kommen.
Dennoch mach ich mir jedes Mal - und dabei kommt es ja noch gar nicht mal so oft vor, dass die MĂ€nner ĂŒber Nacht bzw mehrere NĂ€chte weg sind, unheimlich Sorgen đŸ€ŠđŸŒâ€â™€ïž Ich hab keine Angst davor, dass er mich betrĂŒgt oder sowas, ich vertraue ihm zu 100%. Vielmehr hab ich Angst, dass ihm etwas zustĂ¶ĂŸt und ich nichts tun kann, dass er und seine Jungs unvorsichtig werden je mehr Alkohol geflossen ist.
Klar artet so ein MÀnnertrip immer etwas aus, das per se stört mich auch nicht. Es ist nur diese dumme, völlig abstrakte Angst, dass ihm etwas
passiert. Da kann ich mir die abwegigsten Dinge ausmalen: Stolpern und ungĂŒnstig fallen, Autounfall, PrĂŒgelei (er ist gar nicht der Typ dazu, aber wer weiß auf wen man so stĂ¶ĂŸt đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž)usw.

Mir ist auch völlig bewusst, dass sowas alles auch zu Hause bzw in nĂ€herem Umkreis passieren kann. Die Lösung sind auch keine Lageberichte in regelmĂ€ĂŸigem Abstand, er soll es genießen und ich will keine Kontrolle ĂŒber ihn. Bitte nicht falsch verstehen, mit Kontrolle hat das rein gar nichts zu tun und er kann selbstverstĂ€ndlich gehen wohin er will und wie er lange er will ohne jedes Mal mir Rechenschaft ablegen zu mĂŒssen.

Es ist nur diese irrationale Sorge, ihm könnte etwas zustoßen, vor allem wenn er nicht mehr ganz Herr seiner Sinne ist. Es ist ihm oder einem der anderen MĂ€nner noch nie etwas passiert, denke meine Sorge kommt eher aus meiner Kindheit (das wĂŒrde hier aber zu sehr ausarten, das auszufĂŒhren).

Trotz dass ich den Auslöser wahrscheinlich erkannt habe, kann ich die Sorge nicht abschĂŒtteln und werde mir die 3 Tage sicher immer wieder Sorgen machen, auch wenn der Kleine mich auf Trab hĂ€lt und ich schon fĂŒr anderweitige Ablenkung gesorgt habe.

Komme mir echt dumm vor, kann meine GefĂŒhle aber nicht abschĂŒtteln. Bitte sagt mir, dass ich nicht die einzige bin, die sich sorgt wenn der Mann auf Spritztour ist 🙈 ich hab das GefĂŒhl, ich bin die einzige Irre. Tipps erwarte ich gzar nicht, ehrlich gesagt erwarte ich gar nichts und musste das einfach mal los werden denn meinem Mann kann und will ich das selbstverstĂ€ndlich nicht auf die Nase binden (und wie gesagt, das hat nichts mit Eifersucht oder Kontrolle zu tun! Er muss mich nicht um Erlaubnis bitten zu fahren und sich auch nicht stĂŒndlich melden 😉)

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Ich weiß nicht warum, aber Ängste aller Art sind bei urbia offenbar verbreitet. So extrem wie es bei Dir ausgeprĂ€gt ist, hĂ€tte ich nicht leben können. Mein Mann hatte einen Nebenjob und war im Sommer sehr viel unterwegs, Wochenende-weise, wochenweise. Handy hatte er zwar dabei, aber es war nie an #schwitz Er mochte das Ding einfach nicht.
Sein Job war teilweise auch gefÀhrlich, wenn er beim Auf/Abbau von Beschallungen unterm Zeltdach rumturnte. Naja - und gefeiert wurde da auch.
Man kann sich nicht stĂ€ndig verrĂŒckt machen und ich rate Dir dringend, Dir Profihilfe zu holen, Du bist ja noch jung und da kommt noch viel im Leben.
LG Moni

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Du hast mit Hilfe holen sicher recht.
Da es aber recht selten vorkommt, dass mein Mann (mehrere NÀchte) unterwegs ist, hab ich das einfach immer wieder aufgeschoben, zumal TherapieplÀtze ja leider Mangelware sind.
Es wird ja aber nicht einfacher, denn der Kleine wird irgendwann auch nicht mehr 24h/7 Tage unter meiner Beobachtung stehen und ich möchte mir nicht auch noch um ihn (solch extreme) Sorgen machen wÀhrend er sich auf dem Schulweg befindet o.À.

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Eben, das dachte ich mir auch beim Lesen Deines Postings. Wo soll das hinfĂŒhren? Auch sollte Dein Mann plötzlich beruflich öfter weg mĂŒssen? Und dann die Ängste ums Kind weiterfĂŒhren?
Frage Deinen Hausarzt, was er Dir empfehlen kann, eine Therapie zu finden. Falls Du eine Zusatzversicherung hast, die das zahlt, kann ich auch einen Heilpraktiker empfehlen mit entsprechender Ausbildung - da gibt es sehr gute Therapeuten, weiß ich aus eigener Erfahrung.

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Ich habe besonders in der Vergangenheit unter irrationalen Ängsten gelitten. Insbesondere was das Ausmaß meiner Angst anging, weniger der Grund.

Mein Partner ist bei der Feuerwehr und am Anfang habe ich mir da voll den Kopf gemacht. Kann ja alles mögliche passieren. Ich habe recht schnell erkannt, dass meine Angst weder fĂŒr ihn noch fĂŒr mich gut ist.

Ich hatte die Möglichkeit mit einer Psychologin drĂŒber zu sprechen und konnte meine Ängste loslassen. Was ich sagen will: wenn Ängste dich in deinem Alltag stark einschrĂ€nken und du nichts machen kannst, sprich mit jemanden darĂŒber der Ahnung hat. Der Gewinn an LebensqualitĂ€t ist es wert.

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Hast du dir die Psychologin selbst gesucht oder Hilfe durch Vermittlung per KK gehabt? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich mit der Suche nach einem Psychologen/ einer Therapie anfangen soll - ich wĂŒsste nicht einmal, wie ich mein Problem am Telefon schildern sollte
so wie mein Titel hier?

Ich wĂŒrde diese Angst zu gerne loslassen, denn es liegt ja nicht in meiner Hand, dass etwas passiert oder nicht. Ich weiß das ja rein logisch betrachtet, aber die Sorge schleicht sich immer wieder in den Kopf 🙄

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Ich musste mir die Therapeutin selber suchen. Habe aber von meiner HausĂ€rztin (guter erster Anlaufpunkt) und meiner Krankenkasse Listen mit ansĂ€ssigen Therapeuten bekommen. Die habe ich dann ab telefoniert und nach einen Termin fĂŒr ein ErstgesprĂ€ch gefragt. Da klĂ€rt man dann das Problem und schaut, ob es persönlich passt.

Falls du in einer grĂ¶ĂŸeren Stadt wohnst - da gibt es manchmal Beratungsstellen, die dir helfen den richtigen Arzt zu finden.

Insgesamt ist es viel Eigeninitiative, aber es lohnt sich. Gerade wenn du, wie du schreibst, nicht den Mega-Zeitdruck hast.

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GrundsĂ€tzlich kann ich die Angst verstehen. Wenn ich frĂŒher auf GeschĂ€ftsreisen war und mein Mann an dem Abend mit Freunden unterwegs war, dann habe ich immer eine kurze Nachricht oder Anruf bekommen, wenn er wieder zuhause ist und schlafen geht.

Einmal, ich weiß noch genau, das war bei einem Fußball LĂ€nderspiel, war er bei einem Freund zuhause und die haben gemeinsam das Spiel geschaut. Danach haben sie noch etwas getrunken. Ich war gerade auswĂ€rts unterwegs in Berlin, wir hatten uns an dem Abend immer mal kurz geschrieben, irgendwann bin ich dann ins Bett. Dann bin ich nachts irgendwann aufgewacht und habe gemerkt, dass er mir nie - wie sonst - geschrieben hat, dass er zuhause ankam. Ich hatte mir soooo viel Sorgen gemacht, wie du schreibst, ist was passiert auf dem Weg, hatte er einen Unfall, sein Handy hat geklingelt, aber niemand ist dran gegangen.

Naja, irgendwann bin ich auch ins Bett und er hat sich dann im frĂŒhen Morgen gemeldet. Er hatte sogar bei dem Freund noch geschlafen - es gab nicht mal einen Heimweg.

Wenn die Angst bei dir, wie du schreibst, aus der tiefsten Kindheit kommt, glaube ich ist es nichts, was man schnell ablegen kann. FĂŒr mich funktioniert es gut, wenn ich eine Nachricht bekomme, dass er sicher abends Zuhause ankommt. Vielleicht hilft es bei dir sowas auch. Hoffe, dein Sohn hĂ€lt dich gut auf Trapp und kann dich gut ablenken.

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Solche Nachrichten mit „bin gut angekommen“ o.Ă€. helfen mir an sich schon, aber die MĂ€nner sind da echt ein bisschen
schwierig. Mein Mann versteht, dass bei so einer kurzen Nachricht nichts dabei ist, dass das nichts mit Kontrolle oder „unter der Fuchtel der Frau zu stehen“ zu tun hat und keine 2 min dauert. Aber die anderen sind da echt eigen, wer das Handy zĂŒckt um sich bei Frau/Freundin zu melden gilt als Weichei đŸ€ŠđŸŒâ€â™€ïž Mein Mann hat es i.d.R. trotzdem gemacht, dann eben wenn er kurz Ruhe hatte und/oder alleine war. DarĂŒber bin ich auch froh, eine solche Nachricht hilft. Jedoch werden einzelne, kurze Nachrichten von ihm wohl mein Problem im Kern ja auch nicht beheben
wie du sagtest, schnell erledigen wird sich mein Problem nicht aber ich hoffe, ich finde einen Therapeuten, um das langfristig in den Griff zu kriegen.

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Es kommt wahrscheinlich auf die Dynamik im Freundeskreis an. Wenn mein Mann unterwegs ist, bekomme ich ĂŒber den Abend eigentlich immer Nachrichten oder Fotos zugeschickt und das ist auch nicht seltsam im Freundeskreis oder so - sind ja alles erwachsene, verheiratete Menschen.

Je nachdem wie oft das vorkommt, dass dein Mann unterwegs ist, ist die Frage ob sich eine Therapie zeitlich wirklich lohnt oder es besser ist die Abende einfach auszuhalten und sich abzulenken. Das ist eine Frage der persönlichen PrioritÀt.

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Ich verstehe dich. Ich hatte auch oft Angst. Meinem Mann ist aber auch leider schön zwei mal was passiert, bzw genau genommen 3 mal.

TatsĂ€chlich melde ich mich schon zwischendrin und das ist ok fĂŒr ihn (umgekehrt genauso). Das beruhigt mich ungemein. Und er schreibt immer, sobald er im Bett ist. Das ist mir auch wichtig. Mit Kontrolle hat das fĂŒr mich absolut nix zu tun. Er versteht es auch, einfach weil 3 mal schon was war 😅 wobei keines davon wegen zu viel Alkohol passiert ist und nur eins in seiner Freizeit, 2 mal war was auf Arbeit (er arbeitet auf dem Bau).

Also vllt könnt ihr da kleine Kompromisse finden? Ansonsten hilft mir schlicht Ablenkung 😅😅

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Dann bin ich ja doch nicht gĂ€nzlich alleine mit meinen Sorgen 🙈

Ihm ist noch nie etwas passiert, auch keinem der anderen, die mitfahren. Aber in deren Bekannten/-Freundeskreis & Vereinskollegen sehr wohl schon. Einer hat betrunken sein Auto gegen einen Baum gesetzt (glĂŒcklicherweise kam der Fahrer mit Kratzer statt schlimmerem davon) und ein anderer lag 2 Wochen im Koma weil er betrunken eine Treppe runtergefallen ist. Ich weiß ja, dass es ausartet und hab alle möglichen Horrorszenarien im Kopf 🙄

Mein Mann ist aber zum GlĂŒck zu Kompromissen bereit und hat versprochen, sich zwischendurch zu melden.

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Ich war wie du.. habe mir oft Sorgen um meine Partner gemacht wenn sie alleine unterwegs waren. Keine Ahnung woher diese irrationale Angst kam. Selbst als mein Mann einmal zu mir sagte "Schatz ich habe vor dir auch schon so gelebt und es ĂŒberlebt" hat mich das nicht beruhigen können. Erst als einmal sein bester Freund zu mir sagte "keine Angst, wir passen aufeinander auf, das haben wir schon immer, ihm passiert nichts" konnte ich diese Angst ablegen.

Tja was soll ich sagen, von seinem Junggesellen-Abschied kam er anderntags mit einer klaffenden riesigen Platzwunde an der Stirn zurĂŒck :-p HĂ€tte er mich darĂŒber informiert als es passierte, hĂ€tte ich mir tausend Sorgen gemacht. Aber so war mir dann klar, dass er ja von seinen Freunden bestens versorgt wurde. Seither bleibe ich locker.. schliesslich ist er ein erwachsener Mann der selber auf sich aufpassen kann.

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Du bringst gute Voraussetzungen mit dein Problem zu beheben.
Du zeigst Einsicht. Kennst sogar den Auslöser dafĂŒr.
Du belastet deinen Mann nicht damit und du bist bereit fĂŒr eine Therapie.

Mit diesem Gesamtpaket wĂŒrde ich behaupten, stehen deine Chancen auf Erfolg sehr gut.

Vielleicht hast du GlĂŒck und findest auf Anhieb den richtigen Therapeuten.
Wenn nicht, bitte nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern weiter suchen. Manchmal kann es ein wenig dauern bis man an den Richtigen gelangt.

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Guten Morgen,

Hier sind zwar schon einige Antworte,aber ich wollte auch noch meinen Senf dazugeben,damit du weißt,dass du nicht alleine bist. Mir geht/ging es genauso.

TatsĂ€chlich habe ich eine Angststörung,war deswegen irgendwann nach zig Jahre endlich mal in einer Reha, da ich irgendwann Panikattacken hatte. Dazu gehörten auch VerlustĂ€ngste,die Ursache dafĂŒr ist bis heute Recht unbekannt,wir haben Vermutungen,aber man wird's wohl nie erfahren.

Mein Papa hatte mit Anfang 40 bereits einen Herzinfarkt und ich habe ihn mit 11/12Jahren aufgefunden im Bad. Er hat es Gott sei Dank ĂŒberlebt,als ich kurze Zeit danach aber mit meiner Cousine und Onkel/Tante in Urlaub gefahren bin,hatte er einen zweiten,kam mit Helikopter ins Krankenhaus,auch das hat er Gott sei Dank ĂŒberlebt..danach Ă€nderte mein Papa seine Lebensweise und ist heute,mit Anfang 60,wohl gesĂŒnder als damals 😉 wir gehen davon aus,dass daher meine VerlustĂ€ngste kommen.

Ich hatte es genauso wie du, auch beim Partner vor meinem heutigen Ehemann,wenn er feiern war und Alkohol floss, hab ich mir Zuhause wahnsinnig Sorgen gemacht. Wenn ich mitfeiern war (Anfang 20 😉) hatte ich die Sorge komischerweise nicht. (Kontrollverlust ist da auch so ein schönes Wort ;). Wenn ich zurĂŒck denke,fing es damit tatsĂ€chlich langsam an...
Es kamen dann immer mehr Situationen ĂŒber die Jahre dazu,wo ich vermeintlich 'Angst' bekam.

Ich wĂŒrde dir raten,dir professionelle Hilfe zu suchen und wĂŒnsche dir alles alles Gute ☘

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Danke fĂŒr deine Erfahrung, schön zu hören dass dein Papa fitter denn je ist und seine Herzinfarkte gut weggesteckt hat :) Das muss schrecklich fĂŒr dich gewesen sein, völlig verstĂ€ndlich, dass man daraus eine Angststörung kann...

Genau das was du beschreibst, ist ja das paradoxe. Mann alleine mit Kumpels unterwegs - "Horror" fĂŒr mich. Wenn ich dabei bin, alles gar kein Problem. Dass ich dann aber wohl selbst betrunken oder angetrunken wĂ€re und im Notfall wahrscheinlich nicht eingreifen oder einen Unfall verhindern könnte ist da in meinem Kopf ganz weit weg, auch wenn es völlig logisch ist, dass ich 1. einfach nicht immer dabei sein kann (und auch ehrlich gesagt will, mir sind Sauftouren mittlerweile viel zu anstrengend) und 2. ein Unfall wahrscheinlich nicht verhinderbar wĂ€re auch wenn ich dabei wĂ€re.
Bloß rĂŒckt die Logik ganz weit weg, sobald mein Mann seine Kumpels und das Wort "Bier" in einen Satz packt. #klatsch
Ich bin ja schon froh, dass die Sache fĂŒr mich dann weniger schlimm ist, sobald er aus dem Haus ist. Klingt komisch, aber dann nĂŒtzt alles "Pass bitte auf" ja auch nicht mehr, das kann ich mir vorher natĂŒrlich nicht verkneifen und er weiß ja leider auch, dass ich so mein Problem mit solchen Sauftouren habe - gĂ€nzlich weglĂ€cheln kann ich meine Sorgen im Vorfeld nicht. Aber sobald er weg ist, gibt es keine Nachrichten oder Anrufe meinerseits, er soll abschalten und ein Anruf beruhigt mich nur insofern als dass er soweit fit ist sein Handy zu bedienen :D Das wievielte Bier er mittags um 2 dann schon hatte, interessiert mich nicht und auch nicht die genauen PlĂ€ne fĂŒr den Tag...

Klingt sicher ziemlich wirr #schwitz Ich wĂŒrde die Angst gerne aufarbeiten und hoffe, ich bekomme bald einen Termin beim Therapeuten

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Ich verstehe dich gut, da ich auch unter (durchaus heftigen) irrationalen Ängsten leide. Nur ist mein Weg ein anderer - ich lasse mir nicht bestĂ€tigen, dass alles ok ist. Weil ich dieses Bescheid geben 1. Selber richtig nervig finde und ich 2. Mich nicht zum Sklaven meiner Angst machen will. Gerade der 2.Punkt hilft denke ich sehr, dass es nicht schlimmer wird sondern besser (ohne Therapie).

Ich analysiere die Ängste. Wie hoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit, was verĂ€ndern meine Sorgen an der Situation, um welchen Schaden geht es, wie wĂŒrde mich ganz persönlich das betreffen.

Kratzer und UnfĂ€lle gehören einfach zum Leben dazu. Auch der Tod gehört dazu. Selbst wenn ein geliebter Mensch stirbt und alleine die Vorstellung absolut schrecklich ist - ich werde es ĂŒberleben.

Mein Weg ist loslassen. Ich will mir nicht vom meinen Ängsten mein Leben diktieren lassen. Zu Tode gefĂŒrchtet ist auch gestorben.