Nach zusammenleben wieder getrennt leben

Hallo,

mein Freund und ich sind jetzt seit etwas Mehr als 2 Jahre zusammen. Und er Wohnt jetzt auch die meiste Zeit bei mir (und meinen Eltern. Ich habe im Haus meiner Eltern eine 1-Zimmer Wohnung im Keller. Er hat davor noch im "Kinderzimmer" gewohnt).
Mittlerweile haben wir auch nachgedacht eine Eigene Familie zu Gründen und in eine größere gemeinsame Wohnung zu ziehen. Das ist ja leider Momentan auch nicht so einfach.
Mir ist es auch wichtig, dass ich mich in meinem neuen Zuhause auch wohl fühle.
Im Oktober zieht seine Mutter zu Ihrem Freund und die Wohnung der Mutter wird dadurch frei.
Die Wohnung gehört ihnen, daher müssten wir nicht allzu viel miete zahlen. Nur will ich dort nicht hinziehen, da ich mich dort nicht wohlfühle.
Das ist momentan auch ständig ein Thema zwischen uns.
Er hat sich jetzt dazu entschieden im Oktober alleine dort einzuziehen.
Jetzt hab ich nur etwas Angst bzw. bedenken, dass vielleicht unsere Beziehung darunter leiden könnte.

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Hallo

Rational gesehen trifft er die bessere Wahl.
In deiner Keller-1-Zi-Wohnung zu wohnen versus größere Wohnung, wo Mama nicht mehr ist.. da wäre meine persönliche Wahl klar bei der größeren Wohnung. Du erklärst nicht mal, weshalb du 'ihre' Wohnung nicht magst. Ehrlich, bei den heutigen Marktverhältnissen habt ihr keine Riesenauswahl. Wenn du dich vom Elternhaus nicht lösen kannst, dann liegt vielleicht da der Hund begraben. Schieb ihm aber keine Schuld zu, weil er objektiv gesehen tatsächlich vernünftiger und weitreichender denkt.

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Da hast du recht, dass er objektiv die bessere Wahl trifft.

Ich fühle mich in diesem Ort nicht Wohl. Das ist schwer zu erklären aber ich bin einfach ein Stadt Kind und das wäre ein kleines Dorf. Ich Wohne auch nur ca. 2 km von meiner Arbeitsstelle weg und kann mit meinem Roller zur Arbeit. Das alles würde dann nicht mehr gehen, klar das ist alles nur ein "Luxus-Problem". Ich wohne aktuell auch was das Einkaufen betrifft sehr praktisch, das wäre dort alles nicht so.. Aber auch die Nachbarn und andere Dorfbewohner kann ich nicht wirklich leiden und ich weiß, dass mich das auf Dauer sehr belasten würde...

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Ich kann dir meine persönliche Erfahrung mitteilen. Bin von der Stadt ins Dorf zurück gezogen in eine Einliegerwohnung von meinen Eltern, hab zwar wirklich viel Geld in der Zeit sparen können aber ich würde das nicht nochmal machen. Bin nach zwei Jahren wieder in die Stadt gezogen. Natürlich zahlt man da mehr als am AdW aber ich finde man hat viel mehr vom Leben. Weniger Fahrzeit für alles mögliche und man benötigt definitiv auch kein Auto, was bei mir aufm Dorf der Fall gewesen ist.

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Naja, die Optionen sind doch recht überschaubar:
A) Zusammen in die Wohnung der Mutter ziehen oder
B) eine Familie in der Kellerwohnung deiner Familie gründen

Also ich würde doch Option A wählen, jedoch vorher schon mit dem Freund besprechen, dass ihr euch trotzdem was eigenes sucht (also parallel Ausschau halten).

Ferner würde ich trotzdem auf einen Mietvertrag mit dir als Mit-Mieterin bestehen für die Wohnung seiner Mutter.

B wäre für mich halt keine Option um eine Familie zu gründen, aber letztlich deine Entscheidung.

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Ja das stimmt, parallel würden wir dann auf jeden Fall weiter suchen.
Ja das stimmt eine Familie würde ich in der Kellerwohnung auch nicht gründen wollen. Ich ab Ihm auch gesagt, dass ich nur eine Familie Gründe wenn die ganzen umstände stimmen (was aktuell nicht so ist) deshalb wollte ich wenn ich aus meiner Wohnung ausziehe, in eine Wohnung ziehe wo wir uns beide Wohlfühlen. Das würde mir auch noch zwecks Familien Planung etwas zeit geben.
Auch Finanziell ist meine Wohnung viel günstiger. Und man könnte doch mehr Geld zu Seite lege und sparen.

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Hi,
letztendlich sind ihm deine Befindlichkeiten ja herzlich egal bzgl. der Wohnung. Das kann natürlich ein schlechtes Zeichen sein oder er ist einfach Realist: Die Wohnung seiner Mutter ist günstig und sie hat kein Geschpraddl mit irgendwelchen Mietern, da nimmt er ggf. Haken in kauf. So verkehrt finde ich es gar nicht, erstmal alleine wohnen zu wollen, bevor man eine Familie gründen möchte, zumal ihr ja noch sehr jung zu sein scheint, wenn ihr aus euren Kinderzimmern startet.

vlg tina

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Ja das hast du recht.
Wir wohne bei mir ja eigentlich auch alleine. Wir sind dort ja alleine und müssen für uns sorgen. Das wäre so wie wenn die Vermieter halt mit einem Im Haus leben.
Das einzige was ich mache ist bei meinen Eltern Wäsche waschen da wir kein eigene Waschmaschine haben.
Ich bin 25 und er ist 28.

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Niemals nie würde ich aufs Dorf ziehen, wenn du dich da nicht wohl fühlst. Bin auch ein absoluter Stadtmensch und habe einschlägige Dorferfahrungen gemacht - beklemmend.
Du schreibst, ihr seid 25 und 28. Also ehrlich, ihr seid wirklich alt genug, euch von den jeweiligen Elternwohnungen zu „emanzipieren“ und euch was eigenes zu mieten, was euch beiden gefällt. Lässt dein Freund sich darauf nicht ein, dann weißt du, dass eure Beziehung bei ihm nicht an erster Stelle steht. Wäre ja auch eine wertvolle Info für die Zukunft.

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Ja ich wäre durchaus bereit dazu eine eigene Wohnung zu mieten etc. Nur halt nicht da, da ich mich dort nicht Wohlfühle.
Er sagt er sieht es nicht ein woanders mehr Miete zu Zahlen. Er meinte so günstig würde man nirgends eine 4-Zimmer Wohnung bekommen.

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Ja, natürlich bekommt man nirgends günstigere Wohnungen als am Ende der Welt auf irgendeinem Dorf 😂. Dafür zahlt man dann halt einen anderen Preis… Mein Rat: Lass dich nicht darauf ein. Du bist jung genug, um jemanden zu finden, der ähnliche Vorstellungen vom Leben hat wie du. Alles Gute!

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Als ich 1,5 Jahre mit meinem damals Freund, jetzt Mann zusammen war, lebte ich noch in einer modernen 2 Zi. Neubau Wohnung, konnte mitm Rad zur Arbeit und meine Familie und Freunde wohnten alle in 5-10 min Autoentfernung.
Er lebte noch zuhause mit seinen Eltern, Bruder und Freundin vom Bruder. Ich habe dort oft übernachtet und es wurde langsam eng. Wir hatten vor ganz langsam über das Zusammenziehen nachzudenken, da machte uns der Vater ein Angebot. Er würde seinem Bruder das Elternhaus abkaufen, das drei Wohnungen hat, und wir wohnen dort alle gemeinsam. Der Haken, das Haus war 30 km weg……30 km weg von meiner Arbeit, meinen Freunden und meinen Eltern. Und wir hätten die kleinste und älteste Wohnung bekommen als jüngsten ;-) Ich musste nicht mal nachdenken, ich hab noch vor meinem Freund zugesagt. Für ihn wäre ich überall hingezogen glaube ich. Ich sah natürlich Nachteile aber ich wusste ich fühle mich überall wohl, wenn ich bei ihm bin.

Das ganze hatte sich erledigt weil der Bruder und die Freundin sich dagegen entschieden haben, aber ich wollte trotzdem damit zeigen, dass du vielleicht nicht wirklich 100% mit dem Herzen dabei bist, wenn du nicht bereit bist das Stadtleben für ihn aufzugeben. Was auch definitiv nicht schlimm ist! Um gottes Willen, aber ich denke du musst eben damit rechnen, dass die Beziehung nichts fürs Leben ist.

Was mich an der Situation mehr stören würde - dürftet ihr die Wohnung der Mutter neu streichen und einrichten usw.? Oder müsstet ihr in der bereits möblierte Wohnung ziehen? Das fände ich arg doof.

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Nachtrag! Sorry ich hab nochmal meine Antwort gelesen und es klingt als wäre ich eine Hausfrau aus den 50er. Selbstverständlich ist es keine Einbahnstraße. Mein Mann wäre auf keinen Fall mit gezogen, wenn ich mich dagegen entschieden hätte und somit eine sehr kostengünstige Wohnung bei seiner Familie aufgegeben. Also wir waren beide bereit etwas für den jeweils anderen aufzugeben und das scheint mir weder bei dir NOCH bei deinem Freund der Fall zu sein.
Ich würde getrennt wohnen bleiben und schauen wo sich das ganze hin entwickelt.

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Danke. Ja das stimmt, vielleicht sollten wir jetzt ab Oktober getrennt Wohnen und dann schauen wie es weiter geht.

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Die frage ist, welche Alternative habt ihr?

Aus der Einzimmerwohnung bei deinen Eltern würde ich als Partner auch schnellstmöglich raus wollen!

Die Wohnung klingt nach einer guten Alternative, zumindest für den Übergang vielleicht? Mit dem Versprechen, aktiv weiter zu suchen? Könnt ihr euch denn eine größere Wohnung in der Stadt leisten? Ist es realistisch dort innerhalb der nächsten 12 Monate was zu finden?

Momentan habt ihr einen Patt: du fühlst dich dort nicht wohl und dein Freund offensichtlich bei dir nicht. Also schaut, wo es einen Mittelweg gibt, statt beide einfach stur auf eure Vorstellung zu beharren ;)

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Ja wir haben dort jetzt knapp 2 Jahre gewohnt.
Ja ich denke, wenn wir dann weiter Aktiv suchen und dann wirklich Zeitnah auch was findet wäre das ok.
hm ich denke, dass es sicher nicht einfach wird aber ich denke, dass wir uns das schon hinbekommen würden. Aber vielleicht sehe ich das auch falsch.
Also freie Wohnungen etc. gäbe es dort schon nur halt sehr teuer.

Er sagt er fühlt sich schon wohl aber er will jetzt was eigenes, was ich ja eigentlich auch total nachvollziehen kann. Ich könnte mir durchaus auch etwas neues und auch größeres vorstellen aber nicht dort.
Ja da hast du recht danke :) ich denke auch, dass in Mittelweg das beste wäre aber er denkt, dass ich jetzt quasi mal an der Reihe bin meine Bedürfnisse hinten an zu stellen.

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Na ja, Kellerwohnung ist auch nicht groß anders, als Kinderzimmer. Ich meine nur, weil du das bei ihm so erwähnst.
Mein Bruder hat das mit seiner Ex ähnlich gelebt, und im eigenen Haus haben sie sich erst kennengelernt… Ebenso meine Schwägerin und ihr Mann. Das ist ein himmelweiter Unterschied, zum wirklich alleine wohnen.

Nun ja, viele Möglichkeiten habt ihr nicht. Wenn weder er in deinem Ort wohnen möchte, noch du in seinem, gibt es ja nur: Kompromiss in der Mitte oder so weiter leben.

Ich glaube ich würde zu ihm ziehen. So sehr ihr, ob es überhaupt klappt mit dem zusammen wohnen. Mit der Option in zwei Jahren war wirklich eigenes zu suchen.

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Ja ich hatte davor auch mein Kinderzimmer bin dann aber in die Kellerwohnung gezogen (Dort ist ja alles wie in einer normal 1-Zimmer Wohnung vorhanden; Bad, Küche, Terrasse, etc.). In seinem Kinderzimmer war ja nur sein Bett, ein TV, ein Schrank und ein Sofa. Da ist die Kellerwohnung doch etwas besser.

Ja das stimmt schon, dass man sich dann erst wirklich kennenlernt.