Was ist richtig und was falsch?

Ihr Lieben,

für mich ist es das erste Mal mich in so einem Forum anzumelden - daraus merkt man mir vermutlich auch meine Verzweiflung an.

Ich habe Anfang dieses Jahres einen Mann kennengelernt in den ich mich sehr verliebt habe. Er ist wegen seines Jobs hier her gezogen und wollte hier auch neu anfangen. 700 Kilometer entfernt leben seine zwei Kinder gemeinsam mit der Ex Frau. Bisher war dies soweit auch ok für ihn - er hat gewusst worauf er sich einlässt, wenn er diese Distanz auf sich nimmt. Ich selbst hab auch eine Tochter und er hat sie von Tag 1 akzeptiert wie sein eigenes Kind - meinte auch, dass ihm das den Schmerz sogar nimmt und ihm das schon sehr viel gibt, wenn zwischen uns alles passt.

Wir haben uns beide Hals über Kopf ineinander verliebt - und jetzt kommen plötzlich die Probleme auf. Er vermisst (verständlicherweise) seine beiden Kinder. Dazu kommen noch Probleme beim Job und alles gerät jetzt für ihn völlig ins Wanken. Seit Wochen zerbricht er sich den Kopf was er tun soll - hier bleiben für die Liebe oder gehen, um den Kindern näher zu sein? Er entfernt sich immer mehr und verkriecht sich in sein Schneckenhaus - redet mir mir auch nicht oft über dieses Thema sondern versucht es eher mit sich selbst auszumachen.

ich hab ihm des öfteren schon gesagt, wir schaffen das. Wir finden eine Lösung wenn wir zusammenhalten - dennoch zerbricht er gerade an allem und meint, er würde mit seinem Verhalten grad jedem weh tun und zieht sich nur noch mehr zurück. Ich muss sagen - er tendiert dazu alles sehr negativ zu sehen und schon oft hab ich versucht ihm positiv zu zureden und ihm Hoffnung zu schenken, was dann zwischenzeitlich immer geklappt hat. Also ich war immer die, die ihm die schönen Seiten im Leben versucht hat aufzuzeigen - ihm aber auch "nachgerannt" bin und hartnäckig geblieben bin.

Vor einigen Tagen hatte er sich wieder mal zurück gezogen - er hatte ein Gespräch mit der Firma die ihm nun scheinbar sagte, dass er vermutlich wieder in die alte Heimat "abgezogen" wird. Seit dem ist er komplett am Ende. Wenn ich ihn frage, was mit ihm los ist - kommt nur ... er weiss es selbst nicht - vermutlich liegt es daran, was jetzt passieren wird, also quasi, dass er weg muss! Und da kam dann von ihm der Satz - er glaub, er wird sich jetzt komplett zurücknehmen um mir mein Leben nicht mehr zu verbauen!!! ...
... Was soll das heissen??? Entscheide das nicht ich ob er mein Leben bereichert oder verbaut?

ich hab dann natürlich in dem Moment total verletzt reagiert und gesagt - toll... wir haben jetzt so viele Pläne für die nächste Zeit gehabt und du kommst jetzt mit sowas um die Ecke! Von ihm kam dann nur - er würde mit seinem Verhalten gerade alles um sich herum zerstören und es wäre ihm alles zu viel und ihm würde das auch schwer fallen und er könne sich das nicht mehr anhören. Seine Entscheidung zu gehen stehe fest und ob das jetzt die Antwort wäre die mich glücklich macht??

Lange Rede kurzer Sinn - ich hab daraufhin geantwortet, dass ich ihm nicht im Weg stehen möchte oder die Person sein will, die ihm einen Strich durch seine Pläne macht und ihn darum gebeten, mit den Wohnungsschlüssel in den Briefkasten zu werfen. Er meinte dann nur mit einem traurigen Smiley, das würde er machen (das Gespräch fand nur über Whats App statt - ich wollte ihn sehen, aber er hat sich seit Tagen wieder nur isoliert).

Ich hab ihm dann noch abschließend geschrieben, dass ich ihn ab sofort in Ruhe lassen werde und dass ich an ihn glaube, er seinen Weg bestimmt gehen wird und ich ihm für die gemeinsamen schönen Momente Danke die wir erlebt haben.

Daraufhin kam keine Antwort mehr - keine Reaktion - nichts!
Mich macht diese Situation so fertig! Kann sich da irgendjemand in diese Situation hineinfühlen? Ist diese Trennung jetzt endgültig? Warum blockiert er mich nicht - warum kommt so gar keine Reaktion? Wie soll ich mich verhalten? Gibt's noch Hoffnung - braucht er nur ne Auszeit und kommt dann wieder? Ich kann gar nicht mehr klar denken und fühl mich grad wie ein Teenager der das erste Mal Liebeskummer hat.

Anstatt dass er zu mir kommt, wir miteinander reden und eine gemeinsame Lösung finden, zieht er sich zurück mit der Begründung, er würde mein Leben nicht weiter zerstören wollen - aber dass er mir damit noch mehr weh tut, merkt er nicht??

Sorry für die ganze Gefühlsduselei, aber ich brauch grad jemanden zum "reden" - auch wenn es hier im Internet mit Euch ist #heul

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sorry, aber die Aktion mit dem Schlüssel zurückgeben ist doch wie ein Rauswurf. wenn er Rückgrat hat, war es das.
hast du dich schon mal in seine Situation versetzt mit seinen Kindern? wie seiht er diese jetzt, mietet er sich in einem Hotel ein, um sie zu sehen?

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Ich kann seine Situation mit den Kindern mehr als nur nachvollziehen. Ich hab ihm da auch immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden - ihn unterstützt, ihm zugeredet. Ich zeige seit Monaten Verständnis, schraube mich und meine Bedürfnisse zurück in der Hoffnung, dass wir es gemeinsam schaffen. Trotzdem ist er schlussendlich dann im Alleingang unterwegs. Ich habe es auf so vielen Wegen versucht - und natürlich hab ich auch mal falsch reagiert, weil meine Emotionen mit mir durchgegangen sind - ich denke, das ist normal, wenn man jemanden liebt... aber von ihm kommt heute diese Antworten - morgen wieder ne Andere. Am Freitag planen wir noch Ausflüge gemeinsam - er gesteht mir seine Liebe - am Montag ist er komplett distanziert und meint, er braucht Zeit für sich bis hin zu kompletter Rückzug. Und so geht das schon seit Wochen. Ich bin geduldig, ich bin verständnisvoll - aber weisst du wie weh es tut sich ständig zurück zu nehmen und nicht zu wissen, woran man ist? Ich würde auch eine Fernbeziehung in Betracht ziehen - so etwas muss ja nicht das endgültige Aus sein - es gäbe für alles eine Lösung das versuch ich ihm seit Wochen zu vermitteln - und nach diesem Gefühls auf und ab, war ich am Dienstag jetzt so fix und fertig, dass ich das mit dem Schlüssel geschrieben hab. Natürlich mein ich das nicht so und ich bin mir sicher, er weiss das auch - aber ich weiss vermutlich genauso wenig weiter wie er auch... nur dass ich bereit bin, an einer Lösung zu suchen und er sich aber komplett in sein Schneckenhaus zurück zieht :(

Um deine Frage noch mit den Kindern zu beantworten. Er hatte Anfangs keinen großen Bezug zu seinen Kindern - sie waren sehr Mama-fixiert... seit seine Ex bzw. Familie weiss, dass er eine Freundin hier hat, ging dieses Theater auch los ... mit " die Kinder vermissen dich " - was bist du nur für ein Vater - hast eine Freundin mit Kind und um deine kümmerst du dich nicht. Es ist einfach ein gewaltiger Druck von Aussen da.... Er liebt seine Kinder über alles und würde sofort ins Auto steigen wenn irgendwas wäre - aber er wollte halt as verschiedenen Gründen auch neu durchstarten. Momentan sieht er sie alle 3-4 Wochen sobald es seine freie Arbeitszeit zulässt.

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Aloha,

ich kann dich und deine Gefühle gut verstehen, aber über den letzten Absatz bin ich gestolpert.
Wie alt sind denn seine Kinder?
Er hat eine Entfernung von 700km zu seinen Kindern geschaffen, das finde ich persönlich unmöglich. Wie kann man das als Eltern machen oder wollen? Man kann sich auch in einem normalen Radius um seine Kinder herum von seinem vorherigen Leben (was war denn eigentlich der Grund, dass er meinte, er muss so weit weg?) "distanzieren", nämlich über das eigene Verhalten. Da helfen einem auch keine 700km, seine Probleme nimmt man mit.

Ich finde es auch kein Theater dem Vater zu sagen, dass die Kinder ihn vermissen - das wird ja wohl stimmen?! Und davon ab, selbst wenn die Kinder noch so klein wären, dass dies kaum sein kann - stellt sich mir wieder die Frage, wie man so eine Entfernung von seinen Kindern schaffen kann. Um den Job scheint es ja nicht wirklich gegangen zu sein, wenn man ihm jetzt sagt, er kann zurückkehren in seinen alten Job?

Ich finde, dieses Problem ist jetzt hausgemacht von ihm selbst und wahrscheinlich fällt es ihm auch grad auf und er kommt damit nicht klar, sich das einzugestehen bzw sieht, dass nun alle Entscheidungen nur noch ein Kompromiss sein können.

Ich persönlich kann da nur sagen das ich es normal finde, wenn man sich als Eltern dafür entscheidet, dass das eigene Kind Priorität 1 im Leben ist. Und jemand, der ohne Grund (ich schreibe es jetzt so, weil ich noch keinen Grund gelesen habe) so weit von seinen Kindern weggeht und dann aber für ein anderes Kind den "Ersatzvater" macht, das finde ich ehrlich gesagt verfehlt!

Du badest das jetzt mit aus, weil du ihn verstehst und er nun von dir weg geht. An deiner Stelle würde ich den Mann jetzt ziehen lassen. So ein hin und her brauche ich persönlich nicht und eine Fernbeziehung über 700km auch nicht.. wenn man sich grad seit 8 Monaten kennt und der Mann dann zurück in die Nähe seiner Familie zieht, die er erstmal da sitzen gelassen hat.

Viele Grüße,

Ae

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Bis jetzt hast du dich richtig verhalten. KLammern hat keinen Erfolg.

Gewöhne dich daran, dass du mit diesem Mann keine Zukunft hast.

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Ich höre das aus meinem Freundes- und Familienkreis leider schon zu oft. Und mein Verstand sagt einerseits auch, dass du und die anderen Recht haben - aber dann denk ich mir - wo ein Wille da auch ein Weg. Warum muss alles sofort aufgegeben werden, wenns mal etwas schwieriger wird. Das macht doch wahre Liebe aus - gemeinsam Hürden zu schaffen?

Aber du hast vermutlich Recht - wenn nur einer so denkt, ist es vermutlich ein einsamer verbitterter Kampf...

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"aber dann denk ich mir - wo ein Wille da auch ein Weg. Warum muss alles sofort aufgegeben werden, wenn's mal etwas schwieriger wird. Das macht doch wahre Liebe aus - gemeinsam Hürden zu schaffen"

Da hast du auch Recht, aber da gehören eben zwei dazu. Mein Partner und ich hatten eine noch viel miserablere Ausgangsituation. Da hätte jeder gesagt "Vergiss es. Das geht auf jeden Fall schief." Aber er wollte unbedingt und ich wollte unbedingt und deshalb sind wir dann eben auch zusammen geblieben. Unsere gemeinsame Tochter ist 9 Wochen alt.

Also, meiner Meinung nach: Wer nicht will, findet Gründe; wer will, findet Wege. Ich würde daher aus dem phlegmatischen Verhalten deines Ex-Partner ablesen, dass er in der letzten Konsequenz eben nicht wirklich dringend will.

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Mitleid ist keine Basis für eine Beziehung. Du machst aus jemandem der vor Problemen wegläuft und flieht, keinen zuverlässigen Familienvater. Da hast du dich ganz typisch von der körperchemie blenden lassen. Da hilft leider nur erwachsen werden. Und, was ich auch immer empfehle: Helfersyndrom in Beziehungen unterlassen. Du kannst kaputte und gebrochene Leute nicht gesund lieben, das können die nur selbst schaffen. Er müsste in Therapie gehen und dran arbeiten aber leider überwinden nur sehr wenige Menschen so tief sitzende Kindheitstraumata. Ich habe das auch mal unterschätzt wie unmöglich das ist. Seither halte ich mich von traumatisierten fern. Befreundet sein kann man ja, auch mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber keine Partnerschaft. Da machst du dich nur kaputt.

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Scheinbar war er schon - aufgrund seiner Kinderheit - in psychologischer Behandlung. Seine Aussage dazu - er hätte dem Psychologen so lang das gesagt was er hören wollte, bis man ihn dann entlassen hat quasi. Ja ich weiss - schon diese Aussage sollte mich grübeln lassen. Auch dass er selbst von sich sagt, er könne Menschen sehr gut manipulieren hätte mir zu denken geben sollen... dennoch bin ich dann wieder so ein Mensch, der an das Gute im anderen glaubt.

Er meinte, er würde mich nicht manipulieren... er würde mich aufrichtig lieben und nur deshalb ist er noch so lange hier. Er hätte schon längst gehen können. Und genau da ist jetzt der Punkt der mich fertig macht - was stimmt denn jetzt wirklich? Tu ich ihm Unrecht - geht es ihm wirklich schlecht ? Oder ist er einfach nur so abgebrüht? Aber ich hab ihn ja auch erlebt... in der Nacht, wie er meine Nähe gesucht hat, mich ständig festgehalten und geküsst hat, mich gedrückt hat, als würde er mich nie mehr loslassen wollen... ich kann das nur, wenn ich jemanden wirklich Liebe und weigere mich zu glauben, dass es Menschen gibt, die so schauspielen können... ich denk einfach immer an das Gute im Menschen ... und bis ich die Antwort da nicht haben werde, werde ich meine Ruhe wohl wieder nicht finden...

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Er ist abgebrüht!

Schon alleine die Geschichte, dass seine Firma ihn versetzt, würde ich nicht glauben. Welche Firma schickt die Mitarbeiter an eine Stelle, 6h entfernt?
Wer lässt sich das bieten?
Wieso kündigt er nicht, um bei dir zu bleiben?

Ich glaube ihm kein Wort.

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Ich finde er benimmt sich wie ein Feigling. Sorry wenn ich das so sage, aber das war mein erster Gedanke. Er hat sich die ganze Sache anders vorgestellt, war doch nicht so toll wie er es sich erhofft hat. (liegt aber mit Sicherheit nicht an dir)
Und dann hatte er nicht einmal den arsch in der Hose dir das ganz klar zu sagen. Er stellt sich lieber als Opfer dar (wegen mir sind alle verletzt ich bin so verzweifelt blabla) anstatt wie ein Erwachsener Mann mit dir zu sprechen. Über WhatsApp bei eurer Geschichte ist ein ziemlich schlechter Witz.

Jetzt ignoriert er dich auch noch, um es sich einfacher zu machen. Feige trifft es bei diesem Mann zu 100 Prozent.
Lauf ihm nicht hinterher, er will dich nicht mehr.

Das mit den Kindern kann ich verstehen, aber an einer Lösung die für euch beide passt ist er nicht interessiert.
Lass eine andere Frau sich die Augen ausheulen wegen dem Mann. Er ist es nicht wert. Blockier du ihn und gut ist. Du findest mit Sicherheit jemanden der dich mehr liebt als er. Verschwende nicht deine Zeit.

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Ja - als Opfer stellt er sich gerne dar... ich bin immer diejanige die scheinbar zu wenig Veständnis hat, obwohl ich schon so vieles nach ihm ausgerichtet habe. Zumindest kann er sich seit einiger Zeit entschuldigen, wenn er einen Fehler gemacht hat - das war Anfangs nie möglich... immerhin hat sich da schon einiges gebessert... ich hab ganz oft das Gefühl gehabt, dass ich es mit einem Narzissten zu tun habe... hab so viel darüber gegoogelt und einige Dinge trafen zu - ich hab ihn drauf angesprochen und er meinte, er wäre früher narzisstisch gewesen und es tut ihm leid, wenn er sich in manchen Situationen etwas daneben benommen habe - aber so sei er nicht mehr und das wurde dann nach unserem Gespräch immer besser. Im Prinzip überzeugt er mich mit seinem Reden davon, was für gute und tolle Seiten er an sich hat - warum es sich lohnt für ihn zu kämpfen aber dann kommt es nicht soweit, dass wir das auch alles irgendwie ausleben - weil er seit Wochen grad in seinem Job (wo's mit Mobbing etc zur Sache geht) und Privat mit seiner Famile (also Mutter, Schwester sowie halt auch Ex) ziemlich viel Druck bekommt.

Wir waren schon öfter mal an dem Punkt es beenden zu wollen - aber haben dann dennoch aus Liebe wieder zusammengehalten. Deshalb denk ich mir dann auch, dass doch mehr dahinter stecken muss an unsreer Bindung?

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Naja reden kann er viel, ich würde ihn viel mehr daran messen was er auch wirklich tut!
Du wirkst wie ein sehr lieber Mensch der an andere glaubt und nur das Beste für alle will. Was tolle Eigenschaften sind, aber leider sehen solche Menschen oft nicht wenn ein kampf verloren ist.
Ob er ein narzisst ist ist natürlich schwer zu sagen. Auf jeden Fall verhält er sich extrem egoistisch!
Du steckst in der Beziehung drin und nicht ich, deshalb kannst Du es selber sicher besser einschätzen. Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du mit Deiner Entscheidung glücklich wirst!
Pass auf Dich auf!

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Hallo, lass dir aus meiner Erfahrung die (harte) Wahrheit sagen. Du bist für ihn absolut nichts besonderes. Er hat einen "eleganten" weg gesucht, um dich los zu werden, hat dir vorgespielt, mit sich selbst und eurer Beziehung zu hadern, nicht zu wissen, was die Lösung ist, immer mal wieder für dich entflammt ist um dann doch wieder zu überlegen, wie er dich los bekommt. Glaube mir, ich kenne das!

Er will keine Lösung mit dir. Er fand die Zeit mit dir sicher aufregend, neu, spannend, erfrischend. Nun wird es enger, konkreter, sein Leben komplizierter. Stressiger, Anststrengend und ihm kommt der Gedanke, wenn er sich zerreißen muss, für etwas, was im Grunde auf das selbe hinausläuft, wie mit seiner Exfrau (denn da landen nun mal irgendwann alle Beziehungen - im Alltag, mit Streit, Ansprüchen, Vorwürfen usw.), dann spart er sich den Stress doch lieber, mit der Doppelbelastung und ist nur wieder für eine Familie da (seine). Mit seiner Exfrau verbindet ihn Zeit, Kinder und viele gemeinsame Erlebnisse. Da hast du einfach keinen Platz. Aber wer bricht einem schon gerne das Herz. Daher stellt er sich lieber als das arme Opfer da, was sich ja so quält mit der Entscheidung. Er will dich einfach nicht mehr, das zeigt auch seine (nicht)Reaktion.

Zuguter Letzt: Es wird weh tun, es wird gefühlt ewig dauern, dein Herz wird schmerzen, aber ein zurück und Happy End mit diesem Mann wird es nicht geben. Es wird auf viele Fragen keine Anwort geben, auch wirst du sein Verhalten, gleichwohl er doch so riesige Gefühle für dich zeigte, nicht verstehen, weil es einfach vorbei ist. Vielleicht hilft dir therapeutische Hilfe, ich habe es so überwunden, aber es hat gut ein Jahr gedauert. Heute weiß ich, dass ich mir viel Kummer erspart habe, da ich diesen Mann immer mit Ex und Kind hätte teilen müssen. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

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Hallo, ich kann dem nur zustimmen. Auch ich hab vor einigen Jahren mal fast genau die gleiche Erfahrung gemacht... Er angeblich verknallt in mich, ich unbestritten in ihn. Er hatte gerade eine Trennung hinter sich, Tochter gerade mal 2 Jahre alt, auf einmal Streitereien vor dem Familiengericht, kann das Kind selten sehen, Unsicherheit auf Arbeit etc.pp. Er distanzierte sich auch immer weiter von mir, mit einigermaßen den gleichen Aussagen wie bei dir "ich tu allen weh, ich will nicht dir auch noch weh tun..." blablabla...Ende vom Lied, er hatte schon wieder mit der nächsten angebandelt. Ich war für ihn wie meine Vorrednerin sagte "nichts besonderes" um genau zu sein sogar eine von vielen.
Ich würde ihm seine Laier nicht unbedingt abkaufen, da steckt nicht unbedingt die Wahrheit dahinter.

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Das ist es ja, was mich auffrisst - nicht zu wissen wo ich dran bin.
Ob das was von ihm kommt, alles aus tiefstem Herzen ehrlich gemeint ist oder er mir nur etwas vorgaukelt... z.b. ist er extrem Eifersüchtig - als ich ihm Urlaub war vor drei Wochen mit meinen Eltern, meinte er, er hätte die ganze Zeit nur dran denken können, ob ich ihm da wohl nicht fremdgehe?`? Dann frag ich mich... warum denkst du ständig so - schließst du da von dir auf mich? Es sind so viele Dinge die mich beschäftigen. Wenn ich wüsste, dass er mich anlügt und auf zwei Hochzeiten tanzt, dann wäre das natürlich die Hölle - aber immer noch besser als dieses Ungewisse, dieses was wäre wenn... versteht ihr was ich meine? Ich kann keinen klaren Gedanken grad mehr fassen und weiss nicht ob ich ihm Recht oder Unrecht tu...

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Lass dich drücken. Ich war auch mal so eine Kämpferin, dachte, mein armer Lover wäre so zerrissen. Müsste Verständnis aufbringen, mich fast opfern. Der war allerdings gedanklich schon woanders. Ich ritt ein totes Pferd über Monate! Er war zurück bei der Ex und ich gab's auf. Nach ein paar Monaten meldete er sich wieder, heul heul die alte Leier. Er hätte nicht gewusst, was machen.. Wollte Bestätigung, daß ich ihn noch mochte (hab ich ihm nicht gegeben). Dann wieder Funkstille, bis nach einem Jahr die Connection-Anfrage über eine Social Media-App kam. Ich ignorierte die Anfrage. Seitdem ist fertig und ich habe die Sache zu 95% verarbeiten können. Kopf hoch und sei froh. Dein Leben wird wieder einfacher, unkomplizierter, freier. Glaub mir, das hormongeschwängerte Drama kannst du nicht lange aushalten. Lass ihn ziehen. Es war nicht der richtige Zeitpunkt für diesen Mann.

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Ich glaube er möchte gerne gleichzeitig bei dir und in der Nähe seiner Kinder sein.
700 Kilometer sind eben ein langer Weg.
Auf der einen Seite stehst du (vielleicht sogar seine große Liebe) auf der anderen Seite seine Kinder. Mit dieser Distanz, egal wo er bleibt, wird er immer einen wichtigen Teil in seinem Leben vermissen. Dazu kommt noch die schlechte Kindheit und eine Zweckehe. Ich glaube er vermisst dich und die Kinder. Eine Fernbeziehung erträgt er vielleicht nicht. Mir tut er irgendwie leid.
Die ideale Lösung wäre, wenn du mit ihm umziehst in seine Heimat bzw. in die Nähe.
Könntest du dir das mit deinem Kind vorstellen oder bist du zu sehr verwurzelt?
Ich habe irgendwie das Gefühl für ihn wäre das wie ein Lottogewinn.

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Da gibt es nur zwei Möglichkeiten:

1. Entweder ihn gehen lassen. Komplett.

Oder

2. Wenn er absolut das beste ist für dich was passieren konnte, dann mit ihm und Tochter mitkommen und mit ihm dort ein Leben beginnen.

Wahrscheinlich wird dir Nummer 2 nicht gefallen so über Leichen zu gehen. Aber andere Möglichkeiten als die beiden gibt es wahrscheinlich nicht, wenn er verständlicherweise seine Kinder anfängt zu vermissen.

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Hallo Silberwolke,

nein - Punkt 2 kommt für mich leider nach so kurzer Zeit und der Achterbahnfahrt nicht in Frage. Ich hab eine Eigentumswohnung und einen tollen Job - meine Eltern wohnen gleich bei mir sodass sie mich mit meiner Maus unterstützen können - ich würde mein Leben komplett für ihn aufgeben - und das könnte ich nicht. Er hat versucht seinen Kleinen mal hier her zu bringen - der fing dann aber bald an zu weinen und wollte wieder zu seiner Mama (was ja auch verständlich ist --> kaum beim Papa, noch ganz klein, ungewohnte Umgebung) - ich hab ihm dann auch gesagt, dass das ganz normal ist - aber ihn hat das sehr getroffen, dass der Kleine nicht bei hm sein wollte --> es hiess dann so auf die Art - nicht mal mein Kind will bei mir bleiben!

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Ja ich verstehe dich gut. Unter diesen Bedingungen würde ich auch nicht zu ihm 'rüberziehen'.

In diesem Fall wird wohl eine Einigung sehr schwer :-(

Du sagtest, du hättest mit einer Fernbeziehung kein Problem. Aber auf Dauer wäre es sicher auch eine Qual. So etwas wie gemeinsame Kinder (von ihm kam ja schon der Wunsch sogar) wäre dann auch nicht drin und eine : " wir werden zusammen alt und leben dann bis ans Ende zusammen " sieht irgendwie in einer Fernbeziehung auch nicht danach aus.

Hm. Wird wohl schwer sein. Das tut mir leid.

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Klingt eher als ob er stark depressiv wäre... Ich denke dieses "ich weiß nicht was mit mir los ist" meinte er auch so. Menschen die unter einer Depression leiden können oft nicht sagen warum sie sich so schlecht fühlen. Und dieses "ich bin doch eh nur eine last" ist auch typisch dafür.

Ich an deiner Stelle würde versuchen ihn aufzufangen und mal ans Herz legen sich jemand zum Reden zu suchen. Vielleicht auch in die neurologische Notaufnahme gehen, wenn die Traurigkeit zu groß ist.

Vielleicht wird er am Anfang davon nichts hören wollen, aber der Gedanke ist schon mal drin.

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Ich weiss gar nicht wie ich das jetzt noch machen soll :(
Ich hab ihm gesagt, er soll mir den Schlüssel bringen (hat er übrigens bis jetzt noch nicht gemacht...) wenn ich ihm jetzt irgendwie schreibe, dass ich für ihn da bin, wird er sich doch auch veräppelt fühlen - meinst du nicht? Ich bin so durcheinander - einerseits kanns natürlich sein, dass er wirklich Hilfe braucht weil er schon länger erschöpft und am Ende ist... andererseits will er mich wegstoßen und nichts annehmen... Was tun also in dieser bescheidenen Situation?

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Vielleicht bin ich dafür zu sozial und blauäugig aber ich würde ihn dennoch die Hand hinhalten 😅

Also an deiner Stelle würde ich das mit der Depression und Hilfe suchen mal schreiben, aber sanft und vorsichtig und nicht direkt durch die Haustür stürmen und einfach mal abwarten. Wenn nach ner Woche nichts zurück kommt dann nochmal versuchen Kontakt aufzunehmen und das mit dem Schlüssel dabei erwähnen und dann aber auch mit dem abschließen. Also nicht mehr damit rechnen dass er zurück kommt.

Bin halt zu lieb 😅