Trennung, wenn beide Partner bei allem gleich gestellt sind

Bei den Trennungen im Freundeskreis ging es meist um Unterhalt, Versorgungsausgleich, Umgsngsregelung.
Mein Partner und ich haben uns zusammen gesetzt weil wir beide dir Trennung wollen.
Wir verdienen gleich viel, die angeforderten Rentenunterlagen zeigen fast die gleichen Rentenpunkte, mein Versorgungsausgleich macht also gar keinen Sinn.
Wir wollen darauf verzichten wenn das geht, wäre nur ein hin und herschieben der Punkte und jeder hätte so viel wie ohne Ausgleich.
Unterhalt ist sowieso kein Thema.
Die Kinder werden wir im Wechsemodell betreuen und uns das Kindergeld teilen.
Kindesunterhalt fällt also auch nicht an da wir gleich viel verdienen.
Das Haus ist verkauft und der Erlös abzüglich der Schulden geteilt.
Muss sonst noch was geklärt werden?
Die Kosten sind also überschaubar.
Ein Anwalt reicht doch, den würde ich beauftragen.
Den brauchen wir aber auch nur um den Scheidungsantrsg zu stellen.
Getrennt leben wir schon seit 1 Jahr.
Ich bin ausgezogen, er wohnt noch im Haus bis Ende September.
Ich möchte keine bösen Überraschungen vor Gericht erleben.
Wir haben sonst kein Vermögen , jeder hat noch eine Lebensversicherung und eine private Altersversorgung , die jeder behält.
Wer hat eine Scheidung auch ohne Drama und Rosenkrieg geschafft?

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Hallo.
Das klingt alles sehr gut. Wir mussten für den Verzicht auf den versorgungsausgleich vor Gericht eine Erklärung abgeben. Dafür bräuchten wir tatsächlich einen zweiten Anwalt. Meine beauftragte Kanzlei hat einen zweiten Anwalt gestellt, das ist unüblich, aber weil alles geklärt war und nur eine reine Formalität, haben sie es gemacht. Hat uns 300€ mehr gekostet.
Vielleicht kann man das vorher auch notariell abklären? Dann wird kein zweiter Anwalt gebraucht.
Bei uns ging es reibungslos über die Bühne. Alles ohne drama....

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Hey, Ja wir haben es notariell beglaubigt. Wir mussten eh zum Notar, wegen dem Haus und haben das gleich mit aufgenommen 😉

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Dann wird da auch nix weiter vor Gericht geschehen.
Ich bin sehr froh, dass alles ohne Rosenkrieg von statten ging.

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Wir sind zwar noch nicht geschieden, handhaben aber alles genauso und haben Gütertrennung etc. am Küchentisch besprochen und waren gemeinsam bei einem Anwalt, der das total okay so fand, wie wir das geregelt haben.

Rosenkrieg muss also nicht. :-D

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Hallo,
Wir haben eine Scheidung ohne Rosenkrieg geschafft.
Es ist immer am besten und kostengünstigsten, wenn man sich einig in allen Punkten ist und vorab schon den Versorgungsausgleich macht.
Wenn das Haus verkauft ist, bezieht sich der Sachwert nur noch auf die Einkommen beider Parteien ( 3 Monatsgehälter).
Gut ist auch, dass dann nur 1 Anwalt benötigt wird, wobei dieser nur 1 Partei vertreten kann, meist denjenigen, der die Scheidung einreicht.
Auf die Rentenpunkte konnten wir damals nicht verzichten, das wäre rechtlich nicht möglich sagte man uns. Man kann aber vorab schon mal bei der Rentenkasse anrufen und etwaige Lücken im Rentenkonto ( die komischerweise immer vorhanden sind) klären. Das spart wieder Zeit.
Alles in allem dauert es ca 6 Monate bis zum rechtskräftigen Beschluss.

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Hallo wir haben es auch ohne Rosenkrieg geschafft.

Auf Versorgungsausgleich haben wir verzichtet. Leider klappt das Wexhseömodelö bei uns nicht, weil mein Exmann die Stadt verlassen hat (für die Kinder hoffe ich noch dass er den Schritt vllt irgendwann revidiert)

Also zahlt er Unterhalt und ich habe das Hausbehalten. Er zahlt aber deutlich weniger als die Tabelle verlangt, dafür hat er weniger fürs Haus bekommen. So haben wir uns geeinigt.

Es läuft gut und den Kindern geht es auch gut, trotz Trennung.

Also es geht.

Achja und Anwalt haben wir auch nur einen, den habe ich zwar beauftragt, aber die Kosten teilen wir uns später auch.

LG und ich drücke die Daumen, dass es kein Böses Blut gibt.

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Heey!
Habe mit meine meinem hoffentlich bald Ex Mann auch alles geregelt und trotzdem müssen bei der Scheidung einen Versorgungsausgleich machen. Das macht Gericht automatisch.. war auch sehr überrascht und habe sogar versucht darauf zu verzichten.. geht aber nicht.
Wir verstehen uns nach wie vor gut und auch die Kinder kommen mit unserem Konzept gut zurecht.
Beim Jugendamt welches ebenfalls auf Mitteilung des Gerichts sich bei mir gemeldet habe ich einfach nicht kontaktiert. Beim Kindesunterhalt haben wir uns auch geeinigt, da macht auch erst jemand etwas wenn sich ein Elternteil beschwert.

Wünsche dir alles gute für deine Zukunft!