Finanzen in der Ehe- wie handhabt ihr das?

Hallo,
Mich würde interessieren, wie ihr in eurer Ehe oder Partnerschaft die (gemeinsamen) Finanzen regelt.
Habt ihr ein gemeinsames oder getrennte Konnten? Gibt es "meins" und "deins" und werden alle Ausgaben strikt geteilt oder gehört alles beiden?
Wie geht ihr damit um, wenn einer einen schlechter bezahlten Job hat oder Elternzeit nimmt - hat derjenige dann finanziell das Nachsehen?
Und wenn einer etwas für sich persönlich oder für beide oder für das Kind kaufen möchte, sprecht ihr das vorher ab bzw. ab welchem Wert?

Es interessiert mich einfach, welche Lösungen andere gefunden haben - ich freue mich auf Antworten :)

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Getrennte Konten, jeder hat seine eigene Altersvorsorge und legt sein Geld selbst an, alle Kosten werden 50:50 geteilt. Da wir beide gut verdienen, machen wir uns keinen größeren Kopf darum - es zahlt der, der schneller ist.

Ich möchte in Zukunft meine Arbeitszeit reduzieren, das ändert nichts an unseren finanziellen Angelegenheiten. Warum sollte mich mein Partner quersubventionieren, nur weil ich weniger Arbeiten will?

Ich find's ganz normal, dass man finanziell selbstständig ist. Ich liebe meinen Lebensgefährten, wir wohnen seit 5 Jahren zusammen, wir verbringen hoffentlich unser Leben zusammen, aber wer weiß schon was in 30 Jahren ist.

Niemals würde ich mich in finanzielle Abhängigkeiten begeben oder für einen Partner finanziell aufkommen. Ich kann z. B. überhaupt nicht nachvollziehen, warum Kosten prozentual nach dem Einkommen bezahlt werden (solange nicht einer nach gemeinsamer Absprache weniger arbeitet um z. B. mehr care-Arbeit zu übernehmen). Was kann denn der Besserverdiener dafür, dass er gut verdient (und dafür vielleicht magere Studienjahre hinter sich hat). Ich würde einen Partner dann zwar großzügig zu Aktivitäten einladen, die ich machen und er sich nicht leisten will, aber ich würde es nicht einsehen, deswegen mehr von den gemeinsamen Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Umgekehrt würde ich das auch nicht wollen oder annehmen.

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Eine Partnerschaft ist ein Wir, indem der finanzstärkere Part den schwächeren unterstützt. Wenn jemand viel verdient, ist es für mich logisch, dass er finanziell sich stärker beteiligt. Ansonsten kann mal auch getrennt leben.

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Zum Glück kann jeder sein Leben nach seiner Facon gestalten. Und sich einen Partner suchen, der dieselben Ansichten teilt.

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Wir haben seit der Hochzeit nur ein gemeinsames Konto. Davor hatten wir 3 Konten, jeder eines und ein gemeinsames. War uns aber irgendwann zu doof das ganze gerechne. Und mit der Hochzeit haben wir damals die Steuerklasse gewechselt, dadurch hat mein Mann mehr verdient und ich weniger, das haben wir als Anlass genommen auf ein Konto zu wechseln. Und jetzt mit Kindern finde ich es so auch einfach gerechter und einfacher.
Größere Ausgaben werden abgesprochen, ansonsten kann jeder kaufen was er für nötig hält.

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Ich finde das faszinierend. Wie kaufst Du ihm ein Geburtstagsgeschenk (online?), ohne dass er das vorher merkt?
Hat keiner von euch ein sinnloses Hobby, über das der andere schmunzelnd den Kopf schüttelt?

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Geburtstagsgeschenke schenken wir uns kaum was, was nur für einen ist, es sind meistens eher Ausflüge etc da reden wir aber auch drüber.
Und selbst wenn über eine Ausgabe geschmunzelt wird ist das doch okay. Jeder von uns hat sicher schon unnötig Geld ausgegeben, aber es ist ausgeglichen und keiner kommt zu kurz.

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Wir haben getrennte Konten und 1 geneinsames Konto fürs Haus.
Wir sparen jeden Monat eine gewisse Summe weg.

Es wird nicht gefragt, ob man was kaufen "darf", so lange Geld da ist und nicht an die Reserven gegangen werden muss. Möchte jemand was Teureres anschaffen, dann wird kurz bescheid gesagt und dann nehmen wir es vom Ersparten. Passiert aber sehr selten, da wir beide eher kleine Wünsche haben, die wir uns eben sofort erfüllen.

Ebenso bei den Kindern. Wenn jemand was kaufen möchte für die Kinder, dann macht er das.

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So machen wir es auch! Wobei das dritte Konto nicht nur für das Haus ist sondern für alle größeren Sachen. Also auch Urlaub, größere Anschaffungen und Reserve etc.,

Habe trotzdem gerne noch ein eigenes Konto. Auch wenn es bei uns immer unser Geld ist und egal ist wer mehr oder weniger verdient.

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Wir haben getrennte Konten, meins und deins gibt es aber nicht wirklich.

Mein Mann überweist mir monatlich einen bestimmten Betrag, ich regle die Finanzen.
Größere Anschaffungen werden natürlich besprochen, ansonsten wirtschaftet jeder für sich.

Wenns am Monatsende bei einem knapp wird, gibt ihm der andere was.
Wir rechnen nichts auf.

Jetzt verdienen wir gleich viel, in meiner Elternzeit lief es genauso.

LG Claudi

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Getrennte Konten, aber keine Geheimnisse (wie z. B. Schulden)

Vereinbarung, wer was bezahlt

gegenseitig verfügungsberechtigt am Konto des Partners für den Notfall

Große Anschaffungen, die uns beide betreffen, werden gemeinsam beschlossen (z. B. Anforderungen an eine Kaffeemaschine / Geschirrspüler / Herd

Wir kommen beide aus bescheidenen Verhältnissen und habe jetzt mehr, als wir von früher gewöhnt sind

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da wir selbstständig sind brauchen wir mehrere Konten, bei uns hat jeder eins, fürs Gehalt aus der Firma und eins für alle Zahlungen, de so rausgehen, aber jeder hat Zugang zu den Konten des anderen und zusätzlich haben wir Kreditkarten.

Grosse Sachen bespricht man natürlich, meins und deins gab es bei uns nie, wie soll das gehen? wir sind übrigens seit 32 Jahren verheiratet und seit fats 40 Jahren ein Paar

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Wir haben drei Konten.
Jeder hat sein eigenes Konto, wo das Gehalt drauf kommt. Wir behalten beide monatlich einen gleichen Betrag als "Spaßgeld" für persönliche Anschaffungen und Hobbys. Also weder Kindersachen noch gemeinsame Anschaffungen.

Alles was vom Gehalt über das Spaßgeld ist, wird auf unser gemeinsames Konto für das Haus, Urlaub, Tanken, essen, gemeinsame Aktivitäten, Kindersachen, etc. überwiesen. Ich bin Hauptverdienerin und überweise monatlich mehr auf unser Konto.

Das Geld, was am Ende des Monats auf dem gemeinsamen Konto übrig bleibt, sparen wir an für z.B. die nächste Elternzeit.

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Mit meinem Ex hatte ich auch die 3 Kontenlösung. Jeder sein eigenes und ein gemeinsames. Auf das gemeinsame wurde dann immer die Hälfte vom Einkommen eingezahlt. Und davon dann die gemeinsamen Kosten gezahlt und den Rest hatte jeder für sich.
Mit meinem aktuellen Partner wird es ähnlich, nur das die finanzielle Situation etwas komplizierter ist (mein Haus, somit wird ein Anteil direkt an mich gehen).

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Wir haben Zwei Konten und eins zum Sparen - bei dem tun wir aber so, als würde es nicht existieren 😙...
Ein Eingangskonto und von diesem geht eine fixe Summe auf unser Ausgangskonto. Von diesem Konto geht alles was zum Leben, inkl. Taschengeld für beide 😅, ab, auch eine Sparrate. So sparen wir auf einem Konto fest und was brim Eingangskonto hängen bleibt, ist für sonstige überraschende Ausgaben.

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Deshalb bin ich aber nicht finanzell abhängig... Ich verdiene tatsächlich mehr als mein Mann. Aber er kann besser Haushalten - das ist Gold wert, da wir keine Großverdiener mit unseren knapp 3500€ in einer teuren Großstadt...
Ohne seine Sparsamkeit, könnten wir uns manches nicht leisten 😊