Ich weiß gar nix mehr

Hallo ihr Lieben,
ich bin mittlerweile seit 23 Jahren mit meinem Partner zusammen, wir sind beide kurz vor 50, haben einen Sohn der 16 Jahre alt ist.
Leider ist die Partnerschaft in meinen Augen alles Andere als schön.
Wir sind nicht verheiratet, hatten viele schöne Jahre aber auch ganz viel nicht tolle Phasen.
Eigentlich ist er in meinen Augen schon immer cholerisch, schrie schon immer viel, hatte immer recht, sah sich immer als Opfer, etc.
In letzter Zeit ist das so schlimm das er eigentlich nur noch schreit, nicht mehr normal mit mir und meinem Sohn redet. Immer ist er schlecht drauf, mies gelaunt, schreit uns an :-( Mein Sohn leidet da sehr darunter, hat super wenig Selbstbewußtsein, zieht sich ziemlich zurück. Will seinen Vater am liebsten gar nicht mehr sehen.
Zudem geht mein Mann in einen Swingerclub, sagt er geht da nur zum "gucken" und netten unterhalten hin, das glaube ich ihm auch. Dennoch stört es mich sehr. Er ging das erste Mal hin ohne das ich davon wusste, habe es aber herausgefunden und war super enttäuscht, das er nicht offen und ehrlich zu mir war. Ich kann ihn verstehen das er irgendwas vermisst, denn im Bett ist momentan totale Flaute, ich kann und will einfach nicht, nicht unter diesen Voraussetzungen....irgendwie denke ich ich liebe ihn noch und will die Beziehung eigentlich nicht hinschmeißen, nicht nach so einer langen Zeit, aber andererseits will ich meinen Sohn schützen und irgendwo auch mich, ich bin einfach unglücklich im Moment! Das würde ich sehr gerne ändern.
Ich weiß gar nicht was ich mit diesem Text bezwecken möchte, vielleicht einfach mal eure Meinung lesen!?!?!?
Danke an diejenigen, die bis hierher gelesen haben :-)

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So einen Vater habe ich auch.
Meine Mutter und ich haben auch sehr darunter gelitten.
Ich weiß nicht wie oft ich heulend meine Mutter angefleht habe, sie möge sich endlich trennen, weil ich es psychisch nicht mehr ausgehalten habe. Aber ihre Ausrede war die selbe wie deine: „eine so lange Partnerschaft, wirft man nicht einfach hin.“
Joa ich habe weiter gelitten, bin depressiv und Selbstverletzend geworden.
Ich wurde dann zur Therapie geschickt, war das „gestörte“ Kind. Denn nach außen wurde ja immer die heile Welt vorgespielt.
Das ist etwas was mein Bruder und ich meiner Mutter bis heute nicht verzeihen konnten. Das hat so viel bei uns kaputt gemacht und uns sehr geprägt .

Überleg es dir, dein Kind zu schützen sollte an erster Stelle stehen .

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Danke für deine Antwort. Und es tut mir leid das zu lesen, was du und dein Bruder mitmachen musstet. Und ja ich muss mein Kind schützen. Er hat schon viel zu viel mitbekommen :-( Und das tut mir auch unendlich leid für ihn. Und ich kriege meinen A...... nicht hoch. Und ich glaube da ist nicht mal mehr ein Fünkchen Liebe.....sondern einfach Gewohnheit!

Ich will die Reißleine ziehen! Ich muss es!!!!!!

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Ich hoffe du schaffst es für euch.
Drücke dir da echt die Daumen .

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Hallo blacktoday,

Ui das klingt krass....
Ich weiß, dass es immer schwierig ist eine Situation von außen zu bewerten oder zu beurteilen, weil ja nicht immer alles am Partner und der Beziehung schlecht ist...

Bei dir klingt es schon sehr danach, dass es dir zur Zeit nicht gut geht. Irgendwas kann ja auch nicht stimmen, wenn der Partner zunächst heimlich in einen Swingerclub geht, man es rausfindet, er weitermacht und es einen anscheinend null stört...
Klar manche sind offener und weniger eifersüchtig als andere, aber mich persönlich würde es verletzen.

In meinen Augen zeigt dies, dass du dich arg distanziert hast.

Ich bin echt nicht der Mensch der sofort Trennung schreit und mein Mann und ich haben auch einen Haufen Mist durch...
Bei dir habe ich allerdings das Gefühl, dass du einfach Angst hast deine Komfortzone zu verlassen. Denn sein Verhalten ist weit davon entfernt, dass es liebe- oder respektvoll ist....

In einen Swingerclub gehen ist schon was anderes als vor dem Essen heimlich zu naschen.... Und ganz ehrlich, ich gehe nicht zum Buffet um an den Speisen zu riechen...

Liebe Grüße und viel Kraft!

Jazz

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Vielen Dank für deine Antwort. Du hast in allen Dingen recht. Und würde ich so einen Text lesen, wie ich ihn verfasst habe, würde ich genau das Gleiche denken wie du.
Und ja, ich sitze in der Komfortzone....obwohl, so komfortabel ist es nicht. Im Gegenteil.

Liebe und Respekt, das wünsche ich mir. Vor allem auch für mein Kind. Und deshalb muss ich die Reißleine ziehen! Ich weiß es ja tief in mir drin, es ist aber so schwer.....mir fehlt die Kraft!

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Glaub mir, die meisten Männer im Swingerclub gucken nur, da sie nirgends mitspielen dürfen 🤷🏻‍♀️🤣

Höchstens vielleicht bei HÜ Veranstaltungen, wo Frauen sind die alle ranlassen die wollen 🤣

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Du weißt ja selbst, dass du die Reißleine ziehen musst für dein Kind.

Aber ich möchte dir noch ein bisschen mehr Hoffnung machen. Meine Schwiegermutter hat mit über 50 nachdem sie sich endlich aus einer lieblosen Ehe lösen konnte, noch ihre große Liebe gefunden. Und das sogar ziemlich zeitnah. Ihr neues Glück hat sich auf die ganze Familie ausgewirkt.
Manchmal lohnt es sich seine Gewohnheiten hinter sich zu lassen und Platz für Neues zu machen :)

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Danke, das zu lesen macht mir so viel Hoffnung!

Ich hoffe ich schaffe es!

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Wie schön das mit deiner Mutter und der neuen Liebe zu lesen :-) Da sieht man wieder, es ist nie zu spät für einen Neuanfang. Es ist nie zu spät um glücklich zu sein #verliebt

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Du hast das viel zu lange mitgemacht. Dein Sohn ist 16! Wie kann man denn zulassen dass ein Kind so aufwachsen muss. Bin immer wieder sprachlos. Du hast doch Verantwortung als Mutter dass niemand deine Kinder quält, dass sie in einem sicheren Heim aufwachsen dürfen.

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Für euer aller Glück könnte es durchaus sinnvoll sein, zunächst räumlich Abstand zu nehmen. Häufig herrscht dann nach einigen Wochen auch Klarheit über die Gefühle und die Wünsche aller Beteiligten.

Alles Gute

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Teil 1 würde ich mir nicht gefallen lassen. Schon gar nicht über so viele Jahre.
Teil 2 wäre mir egal. Wenn Teil 1 schon so krass ist, könnte er bei Teil 2 machen was er will. Swinger Club oder sonstiges. Ich wäre schon längst weg und würde es nicht mitbekommen.

Euer Sohn ist 23. Er kann entscheiden, ob er geht oder nicht.
Wenn er es auf Grund von mangelndem Selbstbewusstsein nicht kann, ist es eh schon zu spät. Dann sollte er sich eine Therapie suchen. Dabei kannst du ihn ja unterstützen. Mit zu spät meine ich, dass du ihn durch dein bleiben, ausharren und dulden, schon mit auch kaputt gemacht hast. Nicht nur dein Partner, sondern dein aushalten.
Du kannst gehen. Bei deinem Sohn wird es erst mal nichts mehr ändern. Dazu ist er jetzt erwachsen und sollte selbst zusehen, dass er Hilfe bekommt, sich Hilfe sucht. ggf. mit deiner Unterstützung. Wenn du bleibst, ebenso.

Liebst du ihn wirklich?
Oder "liebst" du nur die Gewohnheit, das nicht umdenken müssen. Die bekannten Muster und hast eher Angst vor der Veränderung?

Welche Beziehung? Also Partnerschaft erkenne ich hier nicht.

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Entschuldigung, ich habe 23 Jahre verwechselt. Beziehung, nicht Alter eures Sohnes.

16 ist ein wichtiges Alter. Fast erwachsen. Es kann schon zu spät sein oder Kurz vor knapp.

Organisiere ihm Unterstützung, damit er sich aus der psychischen Gewalt Beziehung zum Vater distanzieren kann. Für dich auch, damit du ihn nicht durch deine Co-Abhängigkeit wieder da rein treibst, wo er mit Unterstützung anderer gerade raus kommt. Sofern du ihn dabei unterstützst, Hilfe von anderen zu bekommen.

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Meine Meinung:
Du bist mit einem Mann zusammen, der eurem Sohn nicht gut tut. Der dich täglich anschreit und dich betrügt.