Wie wichtig ist euch der Status des Partners? War es wichtig, dass er genug Geld hat?

Ich frage mich das, weil eine Freundin sich gerade von ihrem Mann trennt.
Gestern erzählte sie dann was los ist.
Hauptgrund ist, er hat seinen Managerposten bei einer großen Firma verloren, schon vor einem Jahr, was sie wohl verheimlicht haben weil ihr das peinlich war.
Er bekam also 1 Jahr ALG , auch ein nettes Sümmchen bei seinem vorherigen Verdienst.
Jetzt allerdings fällt das weg und ein neuer ähnlich bezahlter Job nicht in Aussicht.
Das Haus können Sie so nicht halten und Ihr Mann hatte vorgeschlagen, an einen Verkauf zu denken.
Der Dienstwagen ( Mercedes SUV)ist auch weg,
Er hat für die Familie jetzt einen gebrauchten Ford Focus gekauft was ihr auch sehr unangenehm ist.
Die Nachbarn haben wohl Fragen gestellt, warum ihr Mann immer zu Hause sei und wo das schicke Auto ist?
Für sie hat ihr Mann keinen" Mehrwert " mehr, sie sagt sie könne so einen Mann nicht brauchen, der ihr kein Haus, keinen Urlaub, etc bieten kann.
Also im Grunde sieht sie es so, dass der Status und der Verdienst das Wichtigste sind.
Er hat wohl einen neuen Job, aber weit unter dem Gehalt was er vorher hatte, weniger Ansehen weniger Macht, drei Stufen tiefer, meinte sie.
Mich hat das ins Grübeln gebracht, mein Mann verdient normal, ich arbeite auch, wir wohnen zur Miete und besitzen gar kein Auto.
Von daher wäre die Fallhöhe nicht so hoch.
Jeder von uns könnte den Lebensstandard mit ein paar Einschränkungen ( nicht mehr so oft essen gehen, günstigen oder keinen Urlaub etc) auch allein finanzieren.
Was macht es mit einer Beziehung wenn der Lebensstandard nicht mehr bezahlbar ist?
Muss man nicht das nicht auch bedenken dass es auch mal abwärts geht und man dann auch mal runter muss in dem gewohnten Zustand?
Wie würdet ihr damit umgehen wenn das,Geld plötzlich fehlt, euer Haus nicht mehr bezahlbar ist?
Ist der Mann dann immer noch dafür verantwortlich?

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Ziemlich traurig. Wäre der Mann krank geworden und könnte in dem Umfang nicht mehr arbeiten, wäre die Frau vermutlich auch weg. Man kann dem Mann nur wünschen, dass er eine andere Frau findet, die nicht so oberflächlich ist und ihn nicht nur des Geldes wegen „liebt“. Das Leben verläuft nun mal so, es gibt gute und schlechtere Zeiten, die man gemeinsam meistern sollte und auch zurückstecken wenn es sein muss

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Ich lehne mich jetzt einfach mal so weit aus dem Fenster und behaupte, dass der Mann vermutlich vor der Ehe gewusst hat, dass er eine "Trophy Wife" heiratet.
Manche Leute betrachten Beziehungen und Ehe eher wie eine Geschäftsbeziehung, aber das offenbart sich meist schon früh in der Beziehung.

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Auch wir leben so, dass wir notfalls von einem unserer gehälter (mit Einschränkungen natürlich) leben könnten. Mein Mann ist definitiv nicht allein dafür zuständig, unser Leben zu finanzieren; das sind wir beide.
Als mein Mann und ich zusammen kamen, waren wir noch studenten, also beide ohne festes Einkommen oder prestigeträchtige Positionen.
Ich bin auch Eher so das Gegenteil deiner Freundin offenbar: ich lass lieber mal unter den Teppich fallen was wir beruflich machen. Das ist nichts, was ich ständig allen Leuten aufs Auge drücken muss.

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Naja unwichtig ist es nicht. Ich will jemanden, der einen vernünftigen Job hat. Meine Freund ist bald fertig mit der Ausbildung und dann Lehrer. Es muss wirklich kein hochbezahlter Job sein. Auch wenn er später kein Lehrer würde sondern Schlosser oder was weiß ich. Hauptsache er hat einen ordentlichen Job. Vernünftige Arbeitszeiten sind mir wichtiger. Urlaubsanspruch etc. Wir haben bereits eine Tochter. Und wollen mehr Kinder. Also muss er auch in der Lage sein für uns zu sorgen, wenn ich in Mutterschutz und Elternzeit bin. Bzw er sollte auch Anspruch auf Elterngeld dann haben, wenn er zu Hause bleibt.
Andererseits Stelle ich aber auch an mich selbst die Erwartungen ebenfalls einen vernünftigen Job zu haben.
Ich habe gern auch mein eigenes Geld.
Ich würde jemanden den ich liebe und mit dem ich Kinder habe, den ich als Familie bertrachte allerdings auch wenn es schwer wird nicht verlassen. Sowas ist mir fremd.
Solange er Willens ist seinen Teil der Verantwortung für die Familie zu tragen ist das ok.
Mein Freund hat mir auch beigestanden als ich durch Corona meinen Nebenjob verloren habe und dann auch noch beschlossen habe mein Studium abzubrechen um eine Ausbildung zu suchen.
Er hat mich auch daran erinnert, dass es finanziell schwer ist, wenn ich nicht auch arbeite. Klar. Er musste ne Weile alles alleine Stemmen. Aber wir haben uns gemeinsam wieder aufgerafft.
Und darum geht es doch in einer guten Partnerschaft.
Deine Freundin scheint Nicht viel übrig zu haben für ihren Mann. Traurig eigentlich.

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Wir sind beide normal-gut Verdiener. Wir haben ein Haus, ein schickes Auto und leben gut von unserem Geld. Alles was wir besitzen ist gemeinsam erarbeitet worden. Wir haben gemeinsam hin gespart, gemeinsam verzichtet, es hab auf der einen seit mal etwas geerbt, auf der anderen Seite eine Unterstützung bin der Eltern. Alles gemeinsam. Wenn einer von uns fällt, fallen wir zusammen. Dann liegen wir zusammen am Boden und stehen gemeinsam wieder auf. Ich finde das selbstverständlich in einer guten Partnerschaft. Bei deiner Freundin scheint vorher schon etwas nicht gestimmt zu haben. Ich verstehe das ihr das mit dem Auto unangenehm ist Nachbarn gegenüber, aber den Partner verlassen? Das geht mir zu weit.

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Für das Einkommen sind mMn beide zuständig, allein um einen Jobverlust abzufangen ist das wichtig.

Ansonsten habe ich keine besonders hohen Ansprüche, entsprechend keinen hohen Standard. Wir leben in einer kleinen Wohnung zur Miete, in Urlaub fahr ich aus diversen Gründen eh mit meiner Mutter, wir gehen nicht auswärts essen, da mir das ganz einfach zu viel Gewese ist und es mir oft nicht schmeckt, keiner von uns braucht teure Klamotten, unsere Hobbys sind nicht exorbitant teuer. Lediglich ins Kind wird gerne investiert, ihm soll es an nichts mangeln, trotzdem wird darauf geachtet, dass wir es nicht übertreiben und er jeglichen Bezug zum Geld verliert.

Wir standen zwischenzeitlich allerdings auch vor dem Nichts. Ich studierte noch, er hat seinen Job verloren, das Kind war gerade frisch geboren - den Rest kann man sich ausrechnen. An diesen Punkt möchte ich nicht unbedingt zurück.

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Mir ist wichtig, dass ein Mann gut mit Geld umgehen kann.

D.h. auch mit Krankengeld, Erwerbsunfähigkeitsrente etc. zurecht kommt.
Vorsätzlich auf Sozial leben und weder krank sein, noch nicht arbeiten wollen: nein.

Das ist das eine extrem.

Das andere extrem ist: ich habe einen mit schlechtem Charakter und dickem Verdienst in den Wind geschossen. Nicht nur, dass er von Anfang wollte, dass ich für seine Kosten aufkomme, sondern auch weil er charakterlich unter aller *** war. Hoher Verdienst, 0er-Konto in guten Monaten. In schlechten Monaten sieht er auch öfter mal rot.

Mir ist ein Mann wichtig, der guten Gewissens mit sich und seinem Leben zufrieden ist. Wenn ich da rein passe, prima, wenn nicht, dann nicht.

Ebenso bin ich für mein Leben verantwortlich. Meine Finanzen und meinen Umgang mit Geld.

Sollten sich unsere Leben zu einem gemeinsamen ergeben, dann sollten wir darüber reden können. Ich weigere mich ein Doppelleben zu führen, andere zu blenden oder eine Fassade aufzustellen. Entweder ich bin so ok wie ich bin oder nicht. Dafür halte ich das Geld beisammen (ohne geizig zu sein) und handle nach bestem Wissen und Gewissen. Das sollte er auch mit einbringen.

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Was macht sie denn, um sich das alles leisten zu können? Könnte der Mann nicht dasselbe behaupten? Da scheint das falsche Jahrhundert im kompass zu sein

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Mir ist es zu aller erst wichtig, dass mein Partner einen Job hat wo er gern hingeht.
Wir wohnen zur Miete und haben kein Auto. Mit Bus und Bahn kommt man hier gut überall hin, zur Arbeit brauchen wir 30Min mit dem Bus. Ich bin absolut kein materieller Mensch,mir sind Dinge wie Status nicht wichtig. Dennoch möchte ich nicht jeden Cent umdrehen wollen und wünsche mir, mir Ausflüge leisten zu können. Lieber in einer Hütte in der man lacht,als in einem Palast in dem man weint.

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>>>Er bekam also 1 Jahr ALG , auch ein nettes Sümmchen bei seinem vorherigen Verdienst.<<<

ALG I Ist gedeckelt, da gibt es eine Beitragsbemessungsgrenze.

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...die mit zuletzt, glaube ich 78.000 p.a., auch niemanden In Lumpen zwingt.

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Naja, 78 T Euro sind jetzt nicht ein so wahnsinnig hohes Gehalt, wer erheblich mehr verdient hat, kommt dann mit ALG I schon sehr ins Schleudern, vor allem als Alleinverdiener.
Da kann man mit dem ALG I gerade mal die Fixkosten stemmen.

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