Partner hält zum (Ex)-Besten Freund - Wie würdet ihr damit umgehen?

Guten morgen ihr lieben. Mein Partner und sein mittlerweile (Ex)- bester Freund sind schon länger nicht mehr befreundet, weil es oft zu Streit kam bzgl., wie die Vorstellungen von einer Freundschaft sind und mich wollte er auch nicht akzeptieren, wobei er zwar immer gesagt hat, dass mein Partner das Problem sei, weil er sich so verändert hat... Der Kumpel mittlerweile an die 40, 2 Kinder und Frau heult immer noch den jungen Partyleben hinterher und kann sich nicht mit seinen jetzigen Leben anfreunden. Wie auch immer...Letztendlich hat er uns zum Schluss beleidigt und uns gewünscht, dass uns was schlimmes passieren möge...Nun ist es aber so, dass er wohl wieder Kontakt mit meinem Partner möchte und ihm gratuliert, umgekehrt genauso und so getan wird, als wäre nie was gewesen. Nun wurde er zu einer Männerrunde von seinen Ex-besten Freund eingeladen, wo mein Partner wohl auch hingehen wird. Diese Männerrunden finden mit Absicht statt, denn "da kann ja die Alte (+Kind)" nicht mitkommen. Wenn ich mit meinem Partner darüber spreche, dann sagt er nicht sonderlich viel dazu, nur dass er ja hinter uns steht und sich anhört, was er da so erzählt (aber verteidigen tut er uns auch nicht wirklich). Der Kumpel hat mich schon seit Jahren nicht eingeladen, obwohl mein Partner immer sagt, ja, wir sind eine Familie ... Ich finde das verletzend und nicht korrekt von meinem Partner, dass er trotzdem da noch hingeht und so feige ist, dass er nicht mal was sagt, dass wenn er uns nicht akzeptiert und nie einlädt, er auch nicht mehr kommt. Ich meine, er hat uns beleidigt und mich sogar noch schlimmer. Kann das mein Partner egal sein? Wie würdet Ihr reagieren?

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Keine Ahnung, was da abgelaufen ist, aber anscheinend kann dein Mann verzeihen. Und daran würde ich mich orientieren. Und ich würde mich für ihn freuen, wenn man nach einem Streit (ja, da fallen nun mal unschöne Aussagen, na und?) wieder aufeinender zugehen kann.

Ich habe gar nicht den Anspruch von Freunden meines Mannes akzeptiert zu werden, umgekehrt auch nicht. Und schon gar nicht machen wir immer alles zusammen....wir beide freuen uns immer mächtig auf unsere "Mädels- oder Männerabende", ohne den anderen. Und natürlich finden solche Runden mit Absicht statt... sonst müsste man sie Pärchentreff nennen, oder nicht?

Ich kann mich für meinen Mann sehr freuen, wenn ein Streit beigelegt wird, das bedeutet aber noch lange nicht, das ich auch was mit zu tun haben muß oder plötzlich mit muß. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe.

Mein Mann hat auch einen guten Freund, mti dem ich so gar keine Verträge habe. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich habe noch nie den Gedanken gehabt, das mein Mann sich deswegen nicht mehr mit ihm treffen sollte, bin nur immer froh, wenn ich ihn nicht sehen muß#rofl. Umgekehrt ist mein Mann immer froh, das er eine liebe Freundin von mir, meistens nur von hinten sehen muß.

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Prinzipiell finde ich verzeihen gut und mag Neuanfänge. Allerdings ist der Kumpel an einem Neuanfang ja scheinbar wenig interessiert, wenn er von dir als "der Alten" spricht.
Da wäre ich auch stinkig, wenn mein Partner nicht wenigstens die Eier hätte zu sagen: Komme gern, verbitte mir aber, so über meine Partnerin zu sprechen....

Wir hatten die Diskussion oft über sexistische Frauenbildchen, die mein Expartner oft über die sozialen Medien zugeschickt bekommen hat. Mir war es Stillschweigen zu wenig, ich finde das unmöglich und von MEINEM Partner erwarte ich da mehr als Schweigen...

Ist mir schon klar, dass das unbequem ist und auf Widerstand stößt, aber ich erwarte das trotzdem als Zeichen der Loyalität.

Ansonsten ist es mir schnuppe, ob die Kumpels meines Partners mich mögen. Das eine hat mit dem anderen nix zu tun.

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Ich verstehe das Problem nicht wirklich.

Es gab einen Bruch, bei welchen sich dieser Freund völlig daneben bekommen hat. Jetzt, einige Zeit später, treffen sich die Männer wieder zu geselligem Beisammensein.

Die Männerabende sollen Männerabende bleiben und nicht zu Familienabenden werden. Was ja durchaus in Ordnung ist. Man muss nicht zu allem als Familie erscheinen.

Dich stört jetzt, wenn ich es richtig verstanden habe, dass du nicht zu den Männerabenden eingeladen wirst und er von seiner Meinung, dass Frauen nervige Anhängsel sind, nicht abrückt.

Mal ganz ehrlich....Was willst du denn da? Ich hätte überhaupt keine Lust mit einer solchen Person den Abend zu verbringen!

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Hey!

Puh, das klingt alles ein bisschen nach Streitigkeiten meiner Schüler.. "XY hat mich, meine Mama und den Hund beleidigt und AB spricht dennoch mit XY, dann kann AB auch nicht mehr mein Freund sein."

Ich halte Treffen mit meinen Freundinnen auch komplett von meinem Mann fern. Wozu sollte er dabei sein? Genau so wenig bin ich mit seinen Freunden befreundet und erhebe bei ihren Treffen auch keinen Anspruch auf Anwesenheit.

Ich hatte mal eine Freundin, die über die Partner ihrer Freundinnen schlecht redete, natürlich dann auch im Zuge dessen über ihre Freundinnen keine guten Worte verlor. Irgendwann traf es auch meine Beziehung und mich, sie brach wegen irgendeiner Kleinigkeit den Kontakt für 1 Jahr ab, nicht ohne mir ihre verqueren Gedanken, die sie sich im halben Jahr zuvor zusammengereimt hatte, an den Kopf zu schmeißen. In dem Moment hatte sich die Freundschaft für mich erledigt. Sie kam nach einem Jahr wieder an und wollte so weitermachen wie bisher. Ich habe sie noch einmal besucht, sie sich oberflächlich entschuldigt. Mein Mann wollte mit ihr nichts mehr zu tun haben, ich dem Ganzen vielleicht noch eine Chance geben. Ich kannte sie zu dem Zeitpunkt 14 Jahre.
Im Grunde wusste ich, dass sich nichts ändern wird- ich kann mir ihrer Loyalität nicht sicher sein, weil sie absolut niemandem gegenüber loyal ist. Nur sich selbst. Es kam auch keine ernsthafte, persönliche Entschuldigung für ihren Ausbruch. Sie hat wohl festgestellt, dass es nicht ok war, das zu sagen, aber sie hat ihre Worte nicht zurückgenommen oder gesagt, falsch gelegen zu haben. Sie hat nicht verstanden, was diese Worte meinem Mann angetan haben. Er ist der loyalste Mensch, den ich kenne. Er hat in unserer Beziehung noch nie ein schlechtes Wort über irgendjemanden verloren, nie gelästert, man kann sich auf ihn und sein Wort zu 100% verlassen, absolut integer. Aber wenn sich jemand ihm gegenüber so benimmt, ist die Person unten durch.
Ich habe nach dem Treffen von mir aus den Kontakt zu dieser Freundin abgebrochen, weil ich festgestellt habe, dass sie keine Freundin ist, die dieselben Werte wie ich teilt. Ich will mich auf sie verlassen können und nicht ständig aufpassen müssen, ob sie mir wieder ein Messer in den Rücken rammt.

Vielleicht geht es deinem Mann ähnlich, dass er Freundschaft und Ehe trennt, dass er Gemeinsamkeiten mit seinem Freund sieht und diese halten will. Wenn du von "Männerabenden" sprichst, hängen da auch noch andere Freundschaften dran? Vielleicht ist ihm bewusst, dass er diese Kontakte auch verlöre, wenn er mit dem Freund nichts mehr zu tun hätte..

Lass deinen Mann machen, er wird schon sehen, ob ihm dieser Mensch gut tut.

Liebe Grüße
Schoko

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Hallo,

dein Partner möchte wohl wieder Kontakt und hat seinem Freund verziehen. Ich habe einen einen sehr sehr guten Freund mal einen riesen Fehler verziehen, auch wenn das Verhältnis nie wieder so war, wie vor den Vorfall. Aber wir sind wieder gute Freunde.

Wir haben drei "Arten" von Freunden. Es gibt da eine Runde Männer, die trifft mein Mann nur alleine, dann eine Runde mit Frauen, wo ich immer alleine hingehe und dann gibt es Familienfreunde, die wir als Paar/Familie treffen. Ich finde das völlig normal. Die Männer-/ Frauenrunden treffen sich auch immer so, dass Kinder und Partner nicht erwünscht sind, was ich völlig in Ordnung finde.

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Für MICH klingt es so, als seist du schon damals dagegen gewesen, dass die Männer sich unter sich treffen, zu reinen Männerabenden. Und das hat den besten Freund (verständlicherweise) tierisch genervt, es gab Zoff und du nimmst das übel.

Kann das sein?

Oder womit soll er dich beleidigt haben? Das wäre durchaus wichtig zu wissen, denn ab einem gewissen Punkt ist von dem Partner natürlich Loyalität zu erwarten. Mein Mann würde niemals Kontakt zu jemandem halten, der mich beleidigt hat.

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Was hat denn dein Partner verbrochen, dass er nicht zu einem Männerabend gehen darf ohne Stress von zu Hause? Du willst doch gar nicht mit dahin. Lass ihn doch einfach den Kontakt zu alten Weggefährten und gut. Ich sehe nicht, dass er sich da positionieren muss, denn es ist jetzt keine Familienfeier, Hochzeit oder so. Es ist einfach nur ein Männerabend.

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Deinem Partner nicht, war ja schließlich schon immer primär sein Freund und seine bzw. deren beider Entscheidung, wie sie ihre Freundschaft "handhaben" wollen. Weiß jetzt auch nicht, was an "Männerrunden" so schlimm sein soll, mein Ex hat seinen besten Kumpel, den ich ebenfalls nicht sonderlich mochte, regelmäßig auf ein Bier oder zum Zocken getroffen. Ist auch gut so, Freundschaften sollte man pflegen, die halten oftmals länger als Beziehungen.

Kann diese Haltung, zu sämtlichen Treffen den Anhang mitschleppen zu wollen, "nur", weil man Partner und ggf. Kinder hat, nicht nachvollziehen, man ist doch trotzdem ein eigenständiger Mensch und es mag nun mal nicht jeder jeden. In meinem Bekanntenkreis sind gemeinsame Freundeskreise tatsächlich eher die Ausnahme, vor Allem bei Jenen, welche sich erst mit Mitte 20 aufwärts kennengelernt haben.

Ich würde meinem Partner viel Spaß wünschen und mich, je nach Möglichkeit, selbst für den Abend verabreden.

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Ist doch in erster Linie der Freund deines Mannes.
Du hast scheinbar einspringen mit ihm, wieso legst du wert darauf von ihm eingeladen zu werden.
Mich würde es nicht stören, würde aber auch nicht hat da hin wollen, wenn ich ein Problem mit ihm hätte.
Versteh nicht so ganz dein Problem 😅