Das ewige Thema Haushalt :(

Hallo,
Mein Mann treibt mich in den Wahnsinn. Er hilft mir kaum mehr im Haushalt - weil er arbeitet und ich ja „nur“ zuhause sitze und mich um die Kinder kümmere (1 und 3)
Zuhause schauts halt nicht immer ordentlich aus mit zwei Kindern. Oder manchmal schaffe ich es einfach nicht oder hab keine Lust. Dann kann ich mir anhören, was ich denn den ganzen Tag gemacht habe.
Protestieren und mal nichts machen hab ich probiert, damit er sieht, was eine Frau, die den ganzen Tag nichts tut, bedeutet. Er hat sich überhaupt nicht angesprochen gefühlt, stattdessen mich fertig gemacht, dass wenn ich in einem Saustall leben möchte, das für ihn kein Problem sei.
Er hilft bei den Kindern in der Abendroutine und am Wochenende wenn wir Besuch bekommen und ich im Stress bin. Da muss man ihm aber alles tausend mal sagen.
So etwas ist für mich kein Trennungsgrund aber ich will auch nicht, dass es so weitergeht. Könnt ihr mir weiterhelfen?
Ich gebe halt zu schnell auf und bin nicht konsequent genug. Das weiß er und nutzt er auch aus. Wenn ich ihm was sage, dass er machen soll, dann macht er es nicht und ich mache es schlussendlich selbst, reg mich auf, dann fangt oft das Diskutieren an und endet im Streit, wenn ich nicht ruhig bin. Und wenn es zum Streit kommt, dann bin ich immer diejenige, die die Stimmung zerstört hat, nur wegen paar unnötigen Dingen und er redet dann tagelang nicht mit mir und ich bin immer diejenige, die sich wieder versucht zu versöhnen, weil ich es einfach nicht leiden kann.

😣😣😣

2

Nun, respektloses Verhalten wäre für mich durchaus ein Trennungsgrund.

Er ist doch mega eklig zu dir... er wertet dich ab und wenn du was sagst redet er nicht mehr mit dir?

Du solltest versuchen dich mal ein wenig größer zu machen, jegliche Kritik zu deiner Haushaltsführung im Keim ersticken und ihm über dein Verhalten mal kräftig den Mittelfinger zu zeigen.

1

Bei Euch scheint es mehrere Probleme zu geben.

Dass Männer nicht wissen, wieviel Arbeit Kleinkinder + Haushalt sind, ist ja häufig so. Leider hilft da nur, es ihn mal selbst machen lassen.

Bei Euch scheint aber dazu zu kommen, dass er das dann einfach nicht tut. Und da wird es echt schwierig. Normalerweise würde ich unter den Umständen dazu raten, dass er ab jetzt konsequent jedes Wochenende einen Tag komplett alleine die Kinder + Haushalt nimmt, während Du Auszeit hast, und am anderen Wochenendtag dann umgekehrt. Samstag und Sonntag im Wechsel. Finde ich eine super Lösung, die ich auch mit 12 Monaten eingeführt habe. Falls Du nicht stillst, dann auch jeweils eine Nacht am Wochenende.
Also das wäre erstmal mein Vorschlag.

Bei Dir klingt es so, als ob er das dann einfach nicht tun würde. Das ist respektlos. Trotzdem würde ich es so versuchen. Wenn er das dann nicht macht, sollte er erklären, warum er es nicht macht. Dass er besseres zu tun hat ist kein Argument. Du hast auch besseres zu tun.
Daran würde ich ansetzen.

Tagelang nicht mit dem anderen reden finde ich unmöglich. Echt. Du bist doch kein Kind, das abgestraft werden muß.

Paarberatung? Kann ich generell empfehlen, gerade mit Kleinkindern. Überleg es Dir.

Viel Glück!

3

Warum brauchen Frauen eigentlich ständig "Hilfe" bei *ihrer* Arbeit, Männer machen ihre doch auch allein?;-)

Du suggerierst ihm, dass ihn die Arbeit mit Haushalt und Kindern nichts angeht, und das entweder völlig unnötige Großzügigkeit seinerseits ist oder dass du unfähig bist, weil du deine Arbeit nicht schaffst.

Nein, er soll dir nicht helfen.
Er soll seinen Anteil machen. Drei Kinder plus Haushalt ist kein 40-Stunden-Job, die hat man auch abends und am Wochenende.

4

Man kann das von außen immer schlecht beurteilen. Ich gehe davon aus, dass zumindest das ältere Kind in die Kita geht. Bleibt noch das Kleinkind, den ganzen Tag. Auch da gibt es unterschiedliche Mütter und Kinder. Manche Mütter meinen 24h den Clown spielen zu müssen, manche Kinder können sich keine 5 Minuten alleine beschäftigen usw.
Dann die Frage, was bedeutet Saustall? Da hat jeder ein anderes Sauberkeitsempfinden.

Was mich viel mehr stören würde als die Haushaltsdiskussion wäre sein bockiges Schweigen. Ernsthaft? Er "bestraft" dich mit Missachtung? Das würde ich mir exakt einmal geben!

5

Die Ordnung im Haushalt ist euer geringstes Problem. Und ja, da prallen mitunter auch schon mal unterschiedliche Definitionen von "sauber" und "ordentlich" aufeinander. Viel(!) schlimmer finde ich, dass dein Mann nicht nur keinen Respekt vor dir hat, sondern sich auch sehr manipulativ verhält und du das (mittlerweile?) als derart "normal" erachtest, dass du eine Trennung nicht mal als Option siehst. Silent treatment, um den eigenen Willen durchzusetzen, ist höchst manipulativ (ich vermeide bewusst das gewisse Reizwort) und in dem Fall helfen meiner Meinung nach auch keine klaren Ansagen. Dein Mann weiß ganz genau, was er da tut.

6

Ich hoffe du bekommst auf einen finanziellen Ausgleich für die Care zeit.

7

Ich schließe mich an, der Haushalt ist nicht das Problem. Dein Mann weiß ganz genau, was er da für ein fieses Spiel treibt, es ist manipilativ und erniedrigend....mehr steckt da nicht hinter.

Eine Trennung schließt du aus, im Gegenteil, du bist diejenige die jedesmal wieder um des lieben Friedens angekrochen kommt. Du bist leider diejenige, die das Bild der heilen Familie aufrecht erhalten will, um jeden Preis.

Du kannst dir nur selber helfen, in dem du deine Grundeinstellung änderst, dir bewußt machst was da bei euch zu Hause eigentlich wirklich abläuft. Was ihr da führt ist keine gleichberechtigte Beziehung, es ist ein Trauerspiel.

Wir alle haben im gemeinsamen Haushalt nun mal Dinge, die keiner gerne macht und trotzdem müssen sie gemacht werden. Entweder man dealt da, geht Kompromisse ein...zur Not wirft man mal ne Münze wer es nun erledigen muß. Aber heutzutage ist die Haushaltsführung nun mal nicht mehr die alleinige Pflicht einer Person, man braucht keine Hilfe im Haushalt....denn es ist schlichtweg der gemeisame Haushalt und jeder muß ran. Das ist einfach eine Sache der Einstellung.

Solange du dich nicht änderst, solange wird sich gar nix ändern.

8

Alles, was ich raten würde, ist wahrscheinlich wenig durchführbar, wenn du schon selbst von dir sagst, dass du inkonsequent bist.
Ich sag dir trotzdem, was ich machen würde: Beim nächsten Urlaub des Mannes schnappt ich mir ne Freundin und fahr ne Woche mit ihr weg. (Am besten noch, wenn die Kita ebenfalls geschlossen ist). Dann kann der Mann einfach mal ausprobieren, wie das so ist, mit zwei kleinen Kindern rund um die Uhr.
Ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass sein Tag auch nur 24 Stunden hat und es eben schwierig ist, wenn man erst gegen Abend nach Hause kommt, dann noch Gott weiß was im Haushalt zu machen. Deswegen bevorzuge ich das Folgende.

Möglichkeit 2: Ich gehe arbeiten. Die ganze Kiste wird geteilt, der Mann fährt seine Stunden zurück und ich gleiche den Lohnverlust durch meine Arbeit wieder aus. Ich weiß, wieviel Arbeit das mit zwei kleinen Kindern ist und dass es wahnsinnig schwierig ist, nebenbei auch noch einen tadellosen Haushalt zu haben. Und ich bin die Letzte, die sagen würde, der Mann ist da raus. Aber grundsätzlich kann ich schon verstehen, dass man annimmt, dass der Part, der zu Hause ist und gar nicht arbeiten geht, dann auch den Löwenanteil im Haushalt übernimmt.

Die Tatsache, dass er die Dinge, die er dann macht, auch nur macht, wenn du ihn drauf hinweist, da müsste man wahrscheinlich klarer kommunizieren. Vielleicht nen Wochenplan machen etc.

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Alles, was ich raten würde, ist wahrscheinlich wenig durchführbar, wenn du schon selbst von dir sagst, dass du inkonsequent bist.
Ich sag dir trotzdem, was ich machen würde: Beim nächsten Urlaub des Mannes schnappt ich mir ne Freundin und fahr ne Woche mit ihr weg. (Am besten noch, wenn die Kita ebenfalls geschlossen ist). Dann kann der Mann einfach mal ausprobieren, wie das so ist, mit zwei kleinen Kindern rund um die Uhr.
Ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass sein Tag auch nur 24 Stunden hat und es eben schwierig ist, wenn man erst gegen Abend nach Hause kommt, dann noch Gott weiß was im Haushalt zu machen. Deswegen bevorzuge ich das Folgende.

Möglichkeit 2: Ich gehe arbeiten. Die ganze Kiste wird geteilt, der Mann fährt seine Stunden zurück und ich gleiche den Lohnverlust durch meine Arbeit wieder aus. Ich weiß, wieviel Arbeit das mit zwei kleinen Kindern ist und dass es wahnsinnig schwierig ist, nebenbei auch noch einen tadellosen Haushalt zu haben. Und ich bin die Letzte, die sagen würde, der Mann ist da raus. Aber grundsätzlich kann ich schon verstehen, dass man annimmt, dass der Part, der zu Hause ist und gar nicht arbeiten geht, dann auch den Löwenanteil im Haushalt übernimmt.

Die Tatsache, dass er die Dinge, die er dann macht, auch nur macht, wenn du ihn drauf hinweist, da müsste man wahrscheinlich klarer kommunizieren. Vielleicht nen Wochenplan machen etc.