Zwischen Karriere und Familie

Hallo,

mein Freund und ich sind bald 6 Jahre zusammen und haben gemeinsam einen 3 jährigen Sohn.
Ich arbeite Teilzeit und er Vollzeit.

Er ist vor ein paar Wochen innerhalb des Unternehmens in eine andere Abteilung gewechselt und seitdem führt er sich auf als würde es in seiner neuen Position um Leben und Tod gehen. Ist immer ernst und arbeitet vieeeeel viel mehr als vorher. Man muss aber auch sagen, dass er mich bereits darauf vorbereitet hat und meinte es wäre auch eine Umstellung für mich. Daher möchte ich darüber nicht mit ihm sprechen und heule mich nun hier etwas aus.

In meinem Job wird mir seit 2 Jahren bereits eine neue Position angeboten mit der Voraussetzung öfter im Büro zu sein und auf Vollzeit zu wechseln. Ich habe abgelehnt da ich wusste wie wichtig es für meinem Freund ist, dass er die Karriereleiter aufsteigt und habe verzichtet damit unser kleiner nicht den ganzen Tag in der Kita verbringt und wir uns noch mehr in der Arbeit versinken.

Ich fühle mich schlecht und möchte gar nicht so denken, weil er ja auch mit seinem Verhalten richtig liegt und sein Job ja auch tatsächlich nun „wichtiger“ ist als meiner. Trotzdem kriege ich folgende Gedanken nicht aus meinem Kopf:

Wir haben vorher viel gemeinsam gemacht, da er geregelt immer gegen 16 Uhr -16:30 Uhr Dienstschluss hatte. Kochen, den kleinen bespaßen, Haushalt, Tiere versorgen etc. haben wir somit immer gemeinsam gemacht.

Jetzt ist es so, dass er immer eine ernste Mimik hat, nie genau sagen kann, wenn er Dienstende hat und es nur noch um die Arbeit geht. Er ist nicht mehr so locker drauf wie noch vor ein paar Wochen und ich muss unseren Sohn (ein Papakind) mehrmals täglich vertrösten, dass Papa erst ganz spät am Abend kommt oder er ihn vielleicht auch erst morgen früh sieht.

Abends wenn der kleine im Bett ist, unterhalten wir uns immer gern miteinander und da geht es grundsätzlich unter anderen um seine Arbeit und was er alles machen muss und wie er das alles schaffen soll. Wenn ich zu ihm sage, dass er Grenzen ziehen sollte und er nicht der einzige in der Abteilung ist, meint er nur „ich muss mich jetzt beweisen und es ist nicht so wie bei deinem Job. Das kann man gar nicht vergleichen.“

Ich weiß, dass 90% der Mamas hier tagtäglich bis spätabends mit ihren Kindern alleine sind. Und meine Jammerei euch wahrscheinlich zur Weißglut bringt. Tut mir leid dafür, es ist nur so gewöhnungsbedürftig und ich habe sonst wirklich niemanden. Freunde sind keine mehr da und neue Kontakte sind für mich unmöglich- ich bin sehr sensibel was Bindungen und soziale Kontakte betrifft- habe daher nur oberflächlichen und notwendigen Kontakt mit anderen- mehr kann ich aus bestimmten Gründen und möchte es auch gar nicht zulassen. Familie ist keine da, sowohl meine als auch seine wohnen weit weg. Mit meiner Familie pflege ich auch nur den notwendigsten Kontakt, sonst würde ich einen Nervenzusammenbruch nach dem anderen bekommen.

Termine kann ich eigentlich nur wahrnehmen wenn ich das vorher mit ihm abspreche und er das dann mit seiner Arbeit absprechen kann. Das ist dann aber sichtlich verbunden mit enormen Stress für ihn. Um ihm diesen Stress nicht anzutun, verzichte ich lieber auf irgendwelche Termine.

Was mich aber am allermeisten frustriert, ist die Tatsache, dass wir weniger Zeit miteinander haben und auch weniger miteinander lachen..und das es dazu führt, dass jeder so sein eigenes Leben führt. Das mag vielleicht für andere gut sein aber bei uns war das nie der Fall.

Danke fürs lesen. Es aufzuschreiben hat schon gut getan.


Liebe Grüße 💕

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Ich könnte mir vorstellen, dass Dein Mann unter einem gehörigen Druck steht. Er hat wahnsinnig hohe Erwartungen an sich selbst (ob gerechtfertigt oder nicht lassen wir mal dahingestellt) und daheim "wartet" eine Frau mit weiteren Erwartungen.
Vielleicht entspannt sich ja die Lage wenn Du entspannter an die Sache herangehst und Du ihm ersteinmal ein paar Monate zum eingrooven gibst. Vereinbart doch einen definierten Zeitraum (6 Monate bis 1 Jahr) in dem er ersteinmal so arbeiten kann wie er meint. Wenn er dann mehr Routine und Sicherheit hat werden sich die Arbeitszeiten bestimmt wieder einpendeln. Könnte mir vorstellen, wie belastend es für ihn sein muss täglich abzuschätzen wann er nach Hause kommt, dann wird er in der Arbeit nicht fertig und muss Dich dann wieder enttäuschen. Dann vielleicht erfährt er auch, dass der Kleine deshalb traurig war. Usw...

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Finde ich gut. Aber ich denke auch, dass die TE es ansprechen sollte und auch ein Zeitraum gemeinsam definiert werden muss. Sonst sagt die TE in einem Jahr „Ich hab mit dad jetzt ein Jahr lang angeschaut, abet jetzt reicht es mir“ und der Freund fällt aus allen Wolken, weil er nichts davon wusste, dass die TE so große Schwierigkeiten hat und für sich einen Testzeitraum definiert hat.

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Warum hast Du Deine berufliche Chance nicht selbst wahrgenommen und stattdessen Deinem Mann freie Bahn gelassen? Um jetzt auch noch dabei zuzusehen, wie die Beziehung immer unbehaglicher wird?

Wenn Frauen so leicht ihre beruflichen Chancen liegen lassen, wird wohl auch eine Frauenquote nichts nutzen.

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Naja, weil er damals meinte er würde mehr verdienen bei einem Aufstieg und hätte ein sichereres Unternehmen. Ich hingegen arbeite in einem Startup, wo ich mitunter einer der ersten Mitarbeiter war und welches sich aber mittlerweile sehr gut entwickelt hat.

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„Naja, weil er damals meinte er würde mehr verdienen bei einem Aufstieg“

Sichert er sich mit diesem Geld auch ab? Zahlt etwas auf deinen Namen für deine Rente ein?

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Hm, ich halte das ganze Szenario nach ein paar Wochen für völlig normal.

Ich kenne das auch von mir selber, fange ich einen neuen Job an, dann brauche ich ca ein halbes Jahr um richtig anzukommen. Ungefähr denselben Zeitraum habe ich auch bei meinem Mann und im Umfeld beobachtet....nach ca 6 Monaten können alle eigentlich wieder durchatmen. Dann fange auch alle eigentlich erst richtig an drüber zu sprechen, ziehen für sich selber Bilanz.

Naja und schlußendlich läuft es in den meisten Familien doch darauf hinaus, das nach der Kleinkinderzeit eben das normale Leben wieder kommt....und das bedeutet mit Kind eben, das man sich neu aufteilt udn eben nicht mehr so viel gemeinsam machen kann. Später wird es ja noch krasser....die Ferien, Brückentage müssen abgedeckt werden udn ejder muß auch mal durchatmen können. Und ja, dazu gehört eben auch das man sich viel besser und genauer absprechen muß....Urlaub, Termine, Freunde, Freizeit, Familie....alles muß unter einen Hut passen.

Und schlußendlich wird auch dein berufliches Fortkommen wieder auf den Tisch müssen, denn man hört ja raus, das du das Angebot gerne annehmen möchtest. Jetzt steckst du noch für (was weiß ich) für ein Jahr zurück und dann wird wieder neu gewürfelt. Aktuell steckst du für Partner und Kind zurück, das ist auch okay....sollte aber kein Dauerzustand werden, außer die willst das so mit ganzem Herzen. So klingt es jetzt aber nicht.

Was deine Freundschaften und Kontakte angeht, das ist dein Problem (woran man durchaus arbeiten kann, wenn man will) und das sollte nicht zu dem deines Mannes werden.

Und cih galube du bekommst was in den falschen Hals, nämlcih das dein Mann deinen Job in deinen Augen abwertet. Ich empfinde das nicht so und verstehe seine Aussage ganz anders. Wir können nun mal seltenst Ratschläge im Job des Partners geben, wenn wir diesen nicht selber ausüben oder zumindest die Firma kennen. Von daher hören wir uns hier zwar zu, raten aber nichts....außer wir werden explizit um Rat gefragt. In dem man über den neuen Job redet, sortiert man sich auch selber irgendwie dabei. Wir haben wirklich festgestellt, das wir zwar ein offenes Ohr des Partners dann mögen, aber gar keine Lösungen oder andere Sichtweisen hören wollen. Ja, im Grunde könnte man auch ein Sebstgespräch führen;-) udn irgednwie behandlen wir das auch so....wir lassen den anderen einfach reden und hören nur zu. Natürlich geht das nicht in Dauerschleife und von daher genießen wir es auch, wenn der Partner einen dann aus seiner Welt wieder rausholt und erdet. Es gibt ja auch noch andere Themen als die Arbeit.

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Hallo KDL,

ich finde auch, Du machst nach ein paar Wochen doch ein wenig viel Wind.
Ich möchte nicht sagen, dass das Verhalten Deines Partners gut ist mit seinem plötzlichen Wind um seine so wichtige Arbeit. Deinen Job abwerten geht gar nicht.
ABER: ich glaube auch, dass es ihm eben einfach wichtig ist gut zu sein und er überpaced hier einfach mental wie es sich anhört. Lass ihn doch mal machen, ich denke wenn er richtig eingearbeitet ist, legt sich das ganze wieder. Ich würde nur zuhören und maximal Verständnisfragen stellen. Keine Ratschläge geben.

Die anderen Themen sehe ich schon bei Dir. Da bist Du sehr ambivalent:
Du möchtest nicht, dass das Kind Vollzeit betreut wird, bist aber gleichzeitig irgendwie unzufrieden, dass Du den Dir angebotenen Job mit mehr Arbeit nicht machen kannst.
Du fühlst Dich einsam, möchtest aber keinen Kontakt zulassen.
Du möchtest Termine für Dich wahrnehmen, aber Deinem Partner gleichzeitig keine Termin aufdrücken.

Das erinnert mich an "...dusch mich, mach mich dabei aber nicht nass"

Entweder gibst Du aktuelle berufliches Weiterkommen erstmal auf und arbeitest halbtags oder stockst eben auf. Dann muss Euer Kind eben länger in die Betreuung. Kinder überleben das schon.
Entweder suchst Du Kontakte und lässt die zu oder eben nicht und bist einsam. Aber warte nicht darauf, dass Dein Partner die Lücke Deiner Einsamkeit tagsüber schließt. Du musst doch auch Dein eigenes Ich pflegen.
Ebenso bei Deinen Terminen. Friseur, Arzt, Abends mal mit einer Freundin weg: ja dann springt der Partner eben ein. Auch wenn er grummelt. Was solls. Das ist eben so mit Familie dass man auch MAL dort sein sollte... Also bestimmt nicht zu viel verlangt und ich würde jegliches Grollen des Partners geflissentlich ignorieren. Du bist auch ein Mensch.

Viel Erfolg dabei und lerne Dich zu entscheiden.
Nichts zu tun ist übrigens auch eine Entscheidung.

LG shealove

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Danke für eure Antworten! Der Punkt „keine Ratschläge geben“ hat mich echt zum nachdenken gebracht. Vielen Dank das werde ich auf jeden Fall befolgen und einfach nur Verständnisvoll reagieren und zuhören. Scheinbar muss er tatsächlich erst einfach ankommen.

Das mit meiner Karriere ist mir gerade eigentlich nicht so wichtig. Da ist das wohl im Text etwas falsch rübergekommen. Mir ging es mehr darum, dass wir darüber gesprochen haben und zusammen als Familie entschieden haben, aufgrund mehrerer Gründe, dass er weitergeht und ich erstmal stehenbleibe halbtags arbeite und dafür mehr Zeit für unseren Sohn habe. Dabei jedoch nicht gedacht hatte, dass er darin so sehr versinkt und es grundsätzlich nur um die Arbeit geht.

Unser kleiner wird unser einziges Kind bleiben und meine Zeit wo er noch so klein ist, widme ich sehr gerne ihm zu. Ich bin noch jung und habe genug Zeit mich weiterzuentwickeln.

Ich merke auch bereits selber, dass ich mich echt mal um mich selbst kümmern sollte: „Dusch mich aber mach mich nicht nass“ trifft es wohl wirklich sehr gut 😅😂

Bearbeitet von KDL
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"dass er weitergeht und ich erstmal stehenbleibe halbtags arbeite und dafür mehr Zeit für unseren Sohn habe."

Viel zu viele entscheiden so und rennen in eine Falle. Sorry, wenn ich das sage. Besser wäre es gewesen, man hätte ein Modell entworfen, auf dessen Grundlage beide für ihr berufliches Weiterkommen sorgen können und die Versorgung der Kinder auf den Schultern beider Partner ruht.

So wird das nichts mehr mit fähigen Frauen in Führungspositionen. Und abgesehen von ungenutzten Talenten läuft man ggfs. auch noch in die Falle der Altersarmut, von der v.a. Frauen betroffen sind.

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Wenn sie schreibt, dass sie noch jung ist, es bei einem Kind bleiben wird und sie aktuell zufrieden ist mit der Halbtagsarbeit, dann ist das doch okay so. Immerhin arbeitet sie ja nicht nur 5 Stunden pro Woche. In 3-4 Jahren, wenn das Kind in die Schule geht, ist auch noch Zeit fürs mehr arbeiten und in die eigenen finanzielle Existenz investieren. Zumal ja auch nicht jeder eine Führungsposition möchte.

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Erstmal ich finde es nicht gut, wenn der Vater unter der Woche gar nicht greifbar für das Kind ist und das auch langfristig so ist.

Aber wenn ich deinen Post lese, habe ich das Gefühl, dass sich eure Beziehungsdynamik so verschoben hat, dass er Karriere macht und du ihm dafür zu Hause den „Rücken“ freihalten soll.

Also das ganz klassische 50er Jahre Mann Arbeit, Frau Kind und Heim. Und wenn du in dieser Dynamik hervorbringst, dass du ihn mehr zuhause haben möchtest, kann er seine Arbeit als Grund nehmen. Das finde ich keine gute Dynamik.

Die Prioritäten bei euch würde ich wie folgt sehen: Verbindung von ihm zum Kind nicht verlieren, Beweisen in der Arbeit, mittelfristig (auf 6 Monate Horizont) wieder nachmittags flexibler sein und ggf. abends weiter arbeiten.

Mein Mann und ich haben beide Jobs, wo wir auch mal 50-60 Stunden pro Woche arbeiten müssen. Jeder von uns hat aber täglich Zeiten für unser Kind und Familie freigeblockt, wo es Priorität hat. Da gehe ich nicht ans Handy und lese keine Emails. Abends arbeite ich weiter.

Und ehrlich, wenn dein Mann nicht sieht, dass der Job ihm mittelfristig mehr Zeit für die Familie lässt, kannst du ihm auch sagen, dass das kein Leben ist, was du führen möchtest. Das ist klare Kommunikation. Es bringt ja nichts, wenn ihr in 3 Jahren vor einer kaputten Beziehung steht.

Bearbeitet von Cassie88
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Mal angenommen Ihr trennt euch: Würdest du dann noch immer sagen, dass sein Job wichtiger ist? Würdest du auch dann weiterhin zurück stecken, damit er Karriere machen kann, während du in der Teilzeitfalle hängst um die Familie zu managen? Meinst du, dass du bei der Rente auch nur ansatzweise von deiner jetzigen Entscheidung profitierst?

Warum um alles in der Welt machen das Frauen heutzutage noch? Du hast genauso das Recht in deinem Job weiterzukommen! Am Ende schenkt dir keiner was.
Jetzt hast du nicht nur den schlechteren Job, sondern auch alles anderen an der Backe kleben.

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Mal angenommen man stirbt früher als man sollte.. wird man Rückblickend glücklich darüber sein das Leben unter Druck und Verantwortung geführt zu haben und nur die Arbeit im Kopf gehabt zu haben obwohl man es vielleicht gar nicht wollte ? Und das nur weil es Menschen wie Du erwarten, das Frauen heutzutage Karriere machen müssen. Ja sollen sie aber bitte die, die es auch von Herzen möchten und nicht weil die Gesellschaft es von einem erwartet. Was bringt dir die Rente wenn du dein ganzes Leben vorher dumm und dämlich geackert hast weil soziale Medien, Freunde und Familie etc. es so vorgeben weil es ja „heutzutage“ ist. Man setzt die Menschen so unter extremen Druck und am Ende leiden diese Menschen dann an psyischen und pysischen Krankheiten weil sie sich gezwungener Maßen beruflich weiterentwickelt haben. Da bringt dir ne gute Rente auch nichts wenn du dein Leben lang unglücklich warst und anschließend nur noch ein Wrack bist als alter Mensch.

Jedem das seine! Für die einen bedeutet Erfolg Glück und andere wiederum leben gerne bescheiden und sind mit weniger verantwortungsvollen Jobs auch wunschlos glücklich.

Sterben tun wir schlussendlich alle egal ob Geschäftsmann/frau oder Kassierer/in.

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Ich sage nicht, dass Frauen Karriere machen sollen, aber Sie sollten unabhängig sein und das sind die wenigsten mit einem Teilzeitjob.
Wenn man dann doch die Rente erreicht, kann man natürlich gerne an der Armutsgrenze leben..ich glaube aber nicht, dass das der Wunsch ist.

Zumal die Dame ja im Job aufsteigen wollte und es nur wegen dem Mann nicht gemacht hat. Somit passt dein Text leider überhaupt nicht zum Thema.

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Angesichts solcher Geschichten glaube ich langsam, manche Frauen machen sich absichtlich abhängig, um sich hinterher, wenns schiefgeht, sagen zu können, dass sie ja "nicht anders konnten". Seit zwei Jahren bekommst du die Möglichkeit angeboten, dich beruflich weiterzuentwickeln und was machst du? Drei Schritte zurück.

Bearbeitet von Fla.mingle
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Warum 3 Schritte zurück? Wie bereits erwähnt bin ich noch sehr jung und mein Sohn feiert nächsten Monat, ich korrigiere, seinen 3.!!! Geburtstag.

Warum darf ich diese Zeit nicht einfach genießen? Ich werde keine weiteren Kinder bekommen und nichts und niemand auf dieser Welt wird mir diese Zeit zurückgeben.

Stattdessen fühle ich mich nach diesen Post mehr als nur verurteilt obwohl ich zumindest Teilzeit arbeite. Was macht ihr mit Müttern die 3 Jahre Elternzeit nehmen und gar nicht arbeiten gehen?

Genau die selben Personen sind dann diejenigen die einen auch als Rabenmutter darstellen, wenn sie ihre Kinder von morgens bis Abends in der Kita abgeben um Karriere zu machen und am Wochenende keine Kraft und Energie für ihre Kinder haben wegen dem Druck unter der Woche auf einen lastet.

Man kann es doch sowieso niemanden Recht machen.

Ich bin von niemanden abhängig und plane doch nicht mein ganzes Leben in Teilzeit zu arbeiten 😂 und ich habe noch etwas Zeit um über den letzen Abschnitt meines Lebens nachzudenken.
Meiner Meinung nach hat jeder für sich selbst zu entscheiden wie er sein Leben und seine Zukunft gestaltet. Keiner sollte gesagt bekommen wie er was machen „sollte“.. ihr schreibt mir ich solle keine Ratschläge dieser Art geben und was macht ihr ? 😅

Leben und leben lassen.. vorallem wenn man die Details im Leben eines anderen nicht kennt! Das ist verurteilend, erniedrigend und verletzend hier und ich wollte doch einfach nur Dampf ablassen 🙄

Bearbeitet von KDL
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Schön geschrieben, sehe es genauso.

Man kann es der Gesellschaft nicht recht machen, egal für welchen Weg man sich entscheidet.

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Also was du als allererstes nicht tun solltest ist auf deine Karriere und Chancen verzichten! Was wäre wenn eure Ehe nicht hält und du irgendwann alleinerziehend bist? Ich denke es gibt immer Wege und Möglichkeiten. Ich würde ihm sagen das es mehr als nur seine Karriere gibt. Wenn er jetzt so viel mehr arbeiten muss, finde ich kannst du erwarten das der Job zu Hause nicht auch noch Thema nr. 1 ist und das er da einen weg findet.