In einer Beziehung vergeben?

Hallo ihr Lieben!

Wie könnt ihr in einer Beziehung Sachen hinter sich lassen/vergeben?
Bei uns sind jetzt nicht allzu schlimme Dinge passiert sowie Gewalt oder echter Betrug. Aber dennoch, um die Situation verständlich zu machen, haben wir im ersten Beziehungsjahr unsere Grenzen nicht wirklich gekannt. Ich bin eindeutig zu weit gegangen mit einem bekannten und mein Partner war zu touchy mit den Mädls in seinem Freundeskreis (Pohauen, Bussi auf die Wange) auf das ich dann sehr eifersüchtig reagiert habe. Oft fällt es uns schwer offen miteinander zu reden, da er sich schnell angegriffen fühlt und ich schnell laut und „angreifend“ werde, er sagt dann „irgendwas“ und geht auf Distanz!

Wir sinr jetzt 4 Jahre zusammen und die Sachen aus dem 1. Jahr schwirren mir noch ab und zu im Kopf herum, ich komm nicht weg davon. Wie soll ich die passierten Situationen abhaken? Verbuchen?

Ich hab einfach angst das unsere Beziehung einen schlechten Start hatte und sie somit zum Scheitern ist da bei uns solche Dinge vorgefallen sind… ich hoffe es versteht jemand wie ich das meine?

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Aber offensichtlich läuft es doch seit drei Jahren dann gut...? Dann würde ich das einfach als Erfahrung abhaken. In jeder Beziehung gibt es Zeiten, wo man irgendwas falsch macht und sich verzeihen muss. So wirklich vergessen im Sinne von "komplett aus dem Gedächtnis gelöscht" sind größere Sachen meistens trotzdem nicht. Aber sie spielen eben keine Rolle mehr.

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Vielleicht habt ihr noch andere Probleme als die vor 3 Jahren. Ich kann das verstehen. Man möchte einen normalen Start und hat den Anspruch, dass man weder mit jemand anderem zu weit geht noch dass der andere mit anderen Frauen rumflirtet. Auf den Po bei anderen Frauen hauen, wie alt seid ihr? Könnte so etwas auch nicht vergessen und würde mich in meiner Haut auch unwohl fühlen. Ich würde mich ändern und es bei dem nächsten Partner besser machen. Und wenn so etwas immernoch im Kopf schwirrt, scheint es nicht so als wären die weiteren 3Jahre so schön gewesen, dass das zu vernachlässigen ist.

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Warum wiegen diese Dinge so schwer, dass sie nach drei Jahren nicht vergessen sind? Also auch die Sachen selbst. Ich meine, wenn man sich die Punkte anschaut, die Du nennst, so wären diese in manche Beziehungen noch nicht mal erwähnenswert. Also ich küsse auch Männer auf die Wange.

Aber eigentlich: mein Freund und ich hatten auch keinen einfachen Start. Der Schritt von Freundschaft zu Beziehung hatte so seine Tücken für uns und es krachte oft im ersten Jahr. Also rosarot war bei uns nichts. Wir standen einige Male davor es hinzuschmeißen, aber … wir haben es nicht getan. Das ist nun 21 Jahre her. Manche Beziehungen haben eben Startschwierigkeiten. Wenn man sich dann zusammengerauft bekommt, ist das doch toll.

Also warum kannst Du nicht loslassen davon?

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Ich stelle mir halt oft die Frage WARUM es zu diesen Eskapaden gekommen ist damals, obwohl wir uns ja treu sein wollten. Also an was lag es?

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Du wirst doch wissen, warum du getan hast, was du getan hast...?

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Hallo,

Ich weiß ja nicht wie alt ihr seid. Aber ich erzähle dir mal von meiner Beziehung / Ehe.

Ich war 18 und mein Mann 20 als wir zusammen kamen. Die ersten 2 Jahre liefen super. Er in Ausbildung, ich auf dem Weg zu Abi. Nach meinem Abi schitterten wir in die Krise. Ich entwickelte mich schnell weiter. Bin zum Studium ausgezogen und habe parallel dazu meine Ausbildung angefangen. Mein Mann veränderte sich nicht. Wohnte noch zu Hause, sprang wenn Mama rief. Nach mehreren Streits haben wir uns getrennt. Ich hatte keine Lust mehr die zweite Geige hinter deinen Eltern zu spielen. Nach knapp 2 Monaten waren wir wieder zusammen.

Heute sind sind wir 24 Jahre zusammen (Trennung ignoriert), 13 verheiratet und habe zwei kleine Kinder. Über die Trennubg haben wir im ersten Jahr ein oder zweimal gesprochen. Seitdem war es nie wieder ein Thema. Auch nicht in unseren harten Krisenzeiten. Es ist Vergangenheit, die zu uns gehört, aber abgeschlossen ist. Alles andere was wir erlebt haben ist wichtiger ubd entscheidender für uns.

Wenn du nach 3 Jahren immer noch daran zu knabbern hast, dann ist in eurer Beziehung wahrscheinlich sehr viel im argen. Denn ansonsten wäre es abgeschlossen und die guten Jahre würden das überstrahlt. Daher würde ich mal sagen, gehe in dich und finde den echten Grund gmheruas, warum du an eurer Beziehung zweifelt.

MfG

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Das ist ja nun nicht dein erster Thread in den letzten Wochen.

Du hattest geschrieben, ihr hättet euch vorzeitig getrennt, in einem anderen Thread schreibst du, dass du längst weg wärst, wenn der Verbleib der gemeinsamen Hunde geklärt wäre. Jeden Tag wird getrunken, die Schwiegereltern mischen sich ein.

Hier geht es jetzt um ein Verzeihen von "Fehlern" des anderen, die Jahre zurückliegen.

Ich kann dir nur empfehlen, dir erst mal selbst darüber klar zu werden, wo deine Prioritäten liegen und was du eigentlich willst (auch von der Forengemeinschaft hier). Es macht keinen Sinn, alles schlecht zu reden, was er so macht. Das hat nicht mit dem Dorfleben zu tun, sondern mit dir und mit ihm. Manches erscheint regelrecht infantil, anderes so verfahren (du willst nichts mit seinen Freunden zu tun haben, lehnst alles ab, was er mag), dass ich auch nicht weiß, was du hier noch hören möchtest.

Was mich wundert: "Klicke" und "Pohauen"? Du hast studiert, scheinst dich da auch über ihn zu erheben und drückst dich so aus? Da habe ich schon Zweifel, ob du das hier alles ernst meinst. Fragen über Fragen.

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Ich sollte mir echt merken, erstmal die Historie durchzupflügen. Mit so einem Durcheinander ist das Problem ein anderes.