Ein 3.Kind? Kinderwunsch oder doch biologische Uhr?

Hallo und guten Abend :)

Gestern hatte ich bereits eine Gruppe gegründet (Kinderwunsch oder biologische Uhr).
Heute (da die Gruppe recht unbesucht ist #rofl...) wollte ich doch mal in die Runde fragen und erhoffe mir ein paar hilfreiche Ideen bezüglich meines "Problems".

Ein 3.Kind war immer mal Thema bei uns. Allerdings eine lange Zeit nicht. Nun flammt der Wunsch seit ein paar Wochen immer mal wieder auf. Ich bin 36 Jahre alt, mein Mann ebenfalls, unsere Kinder 2&4 1/2 Jahre.

Es war für uns immer klar, dass es mindestens 2.Kinder geben soll. Daher habe ich mir all diese Gedanken vor der 2.Schwangerschaft nicht gemacht.
Nun stehen wir aber eben vor der Entscheidung eines möglichen 3.Kind es. Und mein Kopf rattert und rattert.

Aktuell ist mein Wunsch wieder sehr groß geworden. Dabei stelle ich mir nicht nur das Leben mit einem Baby/Kleinkind vor. Ich weiß, dass Kinder und damit Sorgen und mögliche Probleme größer werden.
Dennoch finde ich die Vorstellung eines weiteren Kindes sehr schön. Auch im höheren Alter.

Und dann kommt da der Kopf. "Muss es wirklich sein...?" "Sei froh über 2 gesunde Kinder!" "Es läuft doch grade alles so gut und du hast wieder etwas mehr Zeit für dich...!". "Was ist, wenn das Kind nicht gesund ist, oder es Zwillinge werden..."? "Nochmal von vorne anfangen"? "Schafft man das auch später finanziell?"

Und ich frage mich, liegt es an meinen Hormonen #rofl oder ist der Wunsch tatsächlich so groß?

Wie habt ihr eure Entscheidung treffen können? Ich bzw.wir tun uns so schwer damit. Oder sollte man ein Kind nur bekommen, wenn es keinerlei Zweifel gibt?

Wie erging es euch?
Keimte im Alter von 35+ plötzlich noch ein Kinderwunsch auf? War er kurz da und schnell wieder weg? Oder blieb er länger?
Wie habt ihr euch entschieden?
Was waren die Gründe für oder gegen ein weiteres Kind?
Wenn ihr euch gegen ein Kind entschieden habt, kam der Wunsch dennoch wieder auf oder war das Thema dann endgültig durch? Oder habt ihr euch eine persönliche Altersdeadline gesetzt, die dann da war? Oder hat es einfach nicht mehr geklappt?

Mein Mann ist aktuell nicht 100% überzeugt. Vollkommen ok. Er ist aber genauso unsicher und stellt sich ähnliche Fragen wie ich. Eigentlich war er damals der treibende Punkt, wollte gerne ein 3.Kind.

Ich freue mich auf eure Gedankengänge :) und eure persönlichen Geschichten.

Vielen Dank.

Die ratlose Mery

3

Ich wollte immer 2 Kinder, mein Mann 3.
Wir haben 2 Kinder, 3 und 6 Jahre. Ich trage mit großem Abstand den Löwenanteil an deren Erziehung und Zeit mit ihnen.
Mir reichen meine beiden Kids völlig aus. Ich hätte sogar liebend gerne noch mehr Zeit für jedes Einzelne, aber sie sind nun mal zu Zweit. Ich möchte nicht viele Kinder haben, ich möchte meine Beiden so gut es geht begleiten und für sie da sein. Das finde ich bei jedem weiteren Kind schwierig. Weil man dann noch weniger Zeit für jedes Einzelne hat.
Es ist gut so wie es ist, ich bin oft gefordert und manchmal überfordert. Ein 3. Kind passt da nicht mehr dazu.
Bei mir schwang aber tatsächlich auch mal der Gedanke über ein 3. Kind eine Zeit lang mit. Da war das Zweite 1 Jahr alt und da war ich einfach wehmütig, dass alles schon das letzte Mal gewesen sein soll. Diese Wehmut ging dann erst vorüber, als mein Mann eine Vasektomie machen lies. Das hatte sowas endgültiges und verhalf mir wieder klar zu denken. Danach wich die Wehmut, einem Gefühl der Erleichterung, endlich keine Babyanstrengungen mehr erleben zu müssen, es wandelte sich also sogar ins Gegenteil.
Jeder muss das natürlich für sich selbst entscheiden. Wenn ihr euch noch ein Kind wünscht und die Kraft dafür habt, dann ist es richtig, ist es nur eine Wehmut, könnte es vielleicht unpassend sein. Dafür spricht, dass du den Kinderwunsch noch in der Trotzphase des 2. Kindes hast, da wich meiner komplett 😅

7

Danke für deine Erfahrung! Schön formuliert hast du das Ganze.
Genau, das gilt es eben auch rauszufinden. Ob es nur eine Wehmut oder ein Wunsch ist!
Und das möchte ich auch.

Mein 2 jähriger trotzt tatsächlich wesentlich mehr als meine Tochter damals. Aber ich komm gut klar damit #rofl
Habe eher meine Probleme mit Schlafmangel #rofl und die Zeit von 6 Monaten bis 1,5 Jahren ist eher nicht so ganz meine Zeit. Aber gehört wohl dazu...

Danke dir noch mal für die Gedankenansätze!

1

Ich habe momentan das gleiche "Problem"...
Nur, dass ich vier Kinder habe und mir nach jeder Geburt geschworen habe, dass nun endlich Schluss ist.
Mein Mann wollte ursprünglich nur eins. Naja, seit einem Monat wünsche ich mir noch eins. Aber mein Mann will gar nicht mehr😥
Meine Altersgrenze liegt bei 40, wobei ich doch schon gerne noch 'ne drei vorne dran hätte.
Ich werde nächsten Monat 38 😮 und habe schon leichte Panik deshalb.
Er hat gesagt, die einzige Möglichkeit auf Nr. 5 ist, wenn wir im Lotto gewinnen... Heißt also nein.
Die letzten drei Kinderwünsche sind bei mir erst vergangen, als die jeweiligen Babys dazu geboren waren.
Ich bin da ziemlich standhaft...Mal schauen, was so passiert.
LG

4

Respekt! 4 Kinder und noch immer nicht genug <3
Ich drücke dir die Daumen, dass ihr beide euch einig werdet, einen Weg findet!

Ich bin mir eigentlich sehr sicher, dass ich dann kein 4.Kind wollen würde. Daher babe ich auch ein bisschen Schiss, dass es Zwillinge werden könnten. Aber wenn es so, nehme ich auch dankend ein 4.Kind.
Aber geplant... Kann ich mir derzeit absolut nicht vorstellen.

Alles Gute!

2

Hey,

das kann dir wahrscheinlich keiner sagen. Meine Kinder sind fast 5 und 7 und ich bin definitiv fertig. Ich bin froh, dass die beiden aus dem gröbsten raus und auch beide gesund sind (und hoffentlich auch bleiben).
Unser Großer ist dieses Jahr in die Schule gekommen und ich muss ehrlich sagen, dass das unser Stresslevel deutlich erhöht hat. Das stell ich mir ab der weiterführenden Schule noch schlimmer vor.

5

Das glaube ich wohl.
Ich habe auch schon öfter gelesen, dass größere Kinder natürlich ganz andere Sorgen mit sich bringen. Vorstellen kann man sich das natürlich nicht in welchem Ausmaß.
Ich hoffe einfach, dass man da rein wächst...

Aber es ist schon mal interessant zu lesen, dass du persönlich durch mit dem Thema bist. Ich dachte es bei mir ne zeitlang auch und bin ja auch froh, dass es grade so gut läuft und die Kinder echt "einfach" sind... Aber irgendwie ist da wohl doch etwas Wunsch in mir versteckt...

Danke dir!

6

Hallo
Wir wurden jung Eltern. Langsam in die Richtung Mitte 30 kam bei uns wieder ein Kinderwunsch auf. Jahrelang konnten wir uns das absolut nicht vorstellen, dementsprechend war der Altersunterschied schon größer. Ich denke, so richtig in Worte fassen und begründen kann man das nicht. Man hat den Wunsch, oder eben nicht.
Ob man sich dafür entscheidet, ist natürlich eine andere Frage. Die Umstände haben für uns gespaßt. Der Altersunterschied war der einzige Punkt, über den wir anfänglich grübelten. Nicht wegen den Kindern, sondern weil da die Überwindung war, nochmal schwanger zu sein und nochmal ganz vorne anzufangen.
Das hat uns aber auch nicht abgehalten. Wir haben uns dann dazu entscheiden, es zu probieren. Hätte es nicht geklappt, wäre das auch ok gewesen. Wir waren auch damals als Familie sehr glücklich und zufrieden. Der Wunsch war nicht so groß, dass wir bereit gewesen wären, weitere Schritten (Arzt, Kinderwunschbehandlung,..) zu gehen.
Eine Altersgrenze hatten wir nie. Das würde auch absolut nicht zu uns passen. Für uns gibt es Dinge, die kann man nicht Jahre planen.


LG

12

Hier finde ich mich ungefähr wieder.

Man kann vieles bedenken und Argumente dafür und dagegen finden, letztlich ist es eine Frage des Gefühls. Trotzdem kann es helfen, darüber nachzudenken, was dagegen spricht - wenn man das alles nicht gelten lässt, weiß man, warum...

Bei uns wird der Abstand auch recht groß sein (6 1/2) Jahre, wir fangen also auch nochmal komplett von vorne an, wenn das mittlere in die Schule kommt. Aber es ist total schön, wie die Großen das alles jetzt miterleben, dem kleinen Geschwisterchen im Bauch Gute Nacht sagen, immer wissen, wie groß es jetzt ungefähr ist... Und natürlich planen sie schon, wie und wo sie dann helfen können.

Kinderwunschklinik stand bei uns auch schon im Raum, das hätten wir aber nicht gemacht. Letztlich hat es dann noch geklappt, als wir beide (unabhängig voneinander) eigentlich schon nicht mehr ernsthaft damit gerechnet haben.

Ursprünglich haben wir (soweit man das kinderlos oder mit einem Kibd sagen kann) übrigens immer gesagt: mindestens zwei, höchstens drei.

8

Hallo Mery,

wir haben drei Kinder und finden es wundervoll.
Der Wunsch nach dem dritten Kind klang bei mir etwa so: Unsere Kinder sind so toll und ich hätte gerne mehr davon. Die zeitlichen, nervlichen, finanziellen, räumlichen und gesundheitlichen Ressourcen sind vorhanden.
Es ist wundervoll, ein Baby zu haben, und ich bin wehmütig wenn ich wieder zu klein gewordene Sachen wegräumen muss. Grundsätzlich könnte ich mir auch noch mehr Kinder vorstellen, aber ich bin jetzt 40 und froh über drei gesunde Kinder. Und da ich jedem von ihnen Zeit und Fokus zugestehen möchte und zudem beruflich ziemlich engagiert bin, bleibt es wohl bei den dreien.

Liebe Grüße und gute Entscheidungen, c

9

Ich bin 39, mein Mann 40 unsere Kinder sind 10 und 4,5 Jahre. Die Familienplanung ist von meiner Seite aus definitiv abgeschlossen. Mein Mann hätte gerne noch ein drittes. Ich bin so froh dass die Kids jetzt langsam selbstständiger werden und man einfach viel mehr mit ihnen machen kann. Auch mehr Zeit für mich selbst ist drin auch wenn die Anforderungen mit Schule und demnächst Pubertät sicher auch nicht leichter werden. Ich würde niemals nochmal von vorne anfangen wollen. Mein Mann akzeptiert das und ist auch mit unseren zweien glücklich. Bei mir war tatsächlich noch nie ein Wunsch nach einem dritten Kind vorhanden. Und ich kann mir auch nicht vorstellen dass er nochmal kommt.

10

Ich kann dich total gut verstehen und ich mache mir auch Gedanken um ein drittes Kind. Wenn ich ein großes Haus hätte, ich finanziell sehr gut aufgestellt wäre und die nächsten Jahre beruflich sehr viel kürzer treten könnte, würde ich mich sicherlich für ein drittes Kind entscheiden. Aber leider sind die Bedingungen nicht so und ich merke, dass ich mit meinen zwei Kindern total ausgelastet bin und ich mich freue, wenn die kleine noch selbstständiger wird und ich noch mehr Zeit für mich habe. Ich schaffe ein drittes Kind von der Kraft her einfach nicht. Ich bin jetzt schon häufig sehr müde. Meine Kinder sind im übrigens 7 und 2. Uns geht es finanziell eigentlich ganz ok und mit den zwei Kindern müssen wir auf fast nichts verzichten. Wir können ein bis zwei mal in den Urlaub fahren, haben zwei Autos und auch ein kleines Haus und gönnen uns auch hier und da mal was feines (essen gehen, Ausflüge, ein neues Fahrrad, gute Schuhe und Winterjacken, Geschenke für die Kinder etc.). Mir sind diese Dinge auch sehr wichtig und ich möchte den Lebensstandard schon halten. Mit einem dritten Kind wird das allerdings sehr schwer. Es ist halt die Frage, welche Prioritäten man im Leben setzt. Könnte ich den Lebensstandard mit dreien halten, wäre ich sofort dabei. Eine erneute Schwangerschaft fände ich toll. Aber der Preis ist natürlich sehr hoch. Deshalb werden wir zu 99% kein drittes Kind bekommen. Denn leider kann man nicht alles im Leben haben.

11

Achja, der liebe Kinderwunsch... wir haben uns ja nun für ein drittes Kind entschieden (und damit vielleicht sogar schon für ein viertes, weil ich mir drei so schlecht vorstellen kann, aber mal schauen, was das Leben so bringt). Bei mir ist es nur bedingt die biologische Uhr (wobei ich auch 34 werde dieses Jahr, also ewig ist auch nicht mehr), aber trotzdem ist die Frage schon relevant.

Mir ging es wie einer Vorschreiberin. Ich wollte immer mindestens 2 Kinder, deswegen war die Frage nie, ob es ein zweites geben würde. Beim dritten nun aber stellt sich die Frage. Ich bin ehrlich, ich glaube einen Nachzügler/eine Nachzüglerin könnte ich mir nicht vorstellen. Jetzt kommt es mir vor als wäre es irgendwie "okay" nochmal von vorne anzufangen, in 5 Jahren hätte ich dazu sicherlich keine Lust mehr. Ich zerdenke das Ganze ehrlich gesagt nicht so sehr. Wir leben in einer Wohnung, die für 3 Kinder noch grade so ausreichend wäre, wir haben kein besonders großes Auto (und eigentlich habe ich auch erstmal nicht vor ein größeres zu kaufen), unsere finanzielle Situation ist aktuell super, aber die Jobs nicht auf Lebenszeit, ... Es gibt objektiv betrachtet viele Gründe es nicht zu tun, aber... wenn ich die beiden sehe, wenn ich uns als Eltern erlebe, wenn ich sehe, zu welch besserem Menschen mich diese Kinder gemacht haben, wie viel entspannter ich zwei Kinder handeln kann als ich es bei einem konnte, wenn ich unsere Ausbildungen sehe, wenn ich darüber nachdenke, wie ich monatelang ganz ohne Auto auskam, sowohl in der Großstadt als auch in der Kleinstadt, wenn ich daran glaube, was wir diesen Kindern mitgeben können, dann denke ich - es wird schon. Es ist so vieles möglich, Leben hat so viele Facetten und "nur", weil objektiv nicht alles passt, kann es subjektiv doch so wertvoll sein....

Rede ich es mir schön? Wer weiß es schon. Aber ich glaube Kinderwunsch lässt sich nicht endgültig mit dem Kopf entscheiden, denn es gibt immer Gründe dagegen. Beim ersten wie auch beim achten Kind.

Ob es bei dir eher Wehmut oder ein echter Wunsch ist... puh... das kann man von außen wohl schlecht sagen. Ich wünsche dir viel Glück dabei, es für dich herauszufinden.

Alles Liebe

13

Ja, es kann tatsächlich sein, das Du so eine Art "Torschlusspanik" spürst.

Aber man merkt auch, das Du gewisse emotionale Einwände spürst und das solltest Du auch ernst nehmen und nicht einfach so weg winken.

Ich denke immer, wenn man einen wirklich tiefen und echten Kinderwunsch hat, "macht man einfach". Sieht es vielleicht alles sogar etwas rosaroter als es ist. Du aber ahnst genau, das vieles eben nicht mehr so sein wird wie vorher und bist Dir nicht ganz sicher, ob Du das so auch wirklich möchtest. Ich kann es gut verstehen.

Die Entscheidung kann Dir aber niemand abnehmen. Das müsst Ihr für Euch treffen.