3 Fehlgeburten und nun sind beide Schwestern schwanger

Hallo zusammen,

Versuche mit Unterbrechung seit 8 Jahren schwanger zu werden. Habe drei Fehlgeburten hinter mir, die letzte Dezember 2020. Nun sind meine jüngeren Schwestern das erste Mal schwanger. Wie kommt ihr mit dem Frust klar? Mein Freund meint bei mir Anzeichen einer Depression festzustellen. Hat das jemand ähnlich erlebt und was hat geholfen? Danke

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Liebe Kassy,

wow, das ist hart. Tut mir echt leid. wie unfair :(

Vll. hat dein Mann Recht und es wäre besser ein weng hilfe in Anspruch zu nehmen? Ex ist sicherlich nicht eifnach, damit alleine fertig zu werden. Muss ja nicht unbedingt in Form von Psychologen sein. Manchmal hilft der Ganz z.B. zum Heilpraktiker. Einfach, damit es ein bisschen einfacher wird.

Halte durch, toi, toi, toi!!!

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Danke für deine lieben Worte.
Ich hoffe so dass es beim vierten Mal klappt. Versuchen es seit letztem Monat wieder mal schauen

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Das ist hart und es tut mir von Herzen so leid, dass Du das durchmachen musst, denn man fragt sich einfach "Womit hab' ich das verdient?" Ich glaube, dass man den Blickwinkel verändern muss, denn die Fehlgeburten sind keine Strafe. Irgendwas war nicht in Ordnung und aus diesem Grund hat es bis jetzt einfach noch nicht sein sollen. Es ist unfair, keine Frage, aber Deine kleine Seele ist hoffentlich schon beim nächsten Versuch bereit und kann/darf dann endlich bleiben. Verlier' nicht den Mut und gib' die Hoffnung nicht auf. Versuch' Dich für Deine Schwestern zu freuen - auch wenn es schwerfällt - und dann wird das Glück ganz bald bestimmt auch zu Dir kommen! Ich drück' Dir von Herzen die Daumen!

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Meine Schwester war dieses Wochenende zu Besuch, wir waren zusammen im Babyfachmarkt. Ich dachte es macht mir nichts aus, aber als sie wieder ging war mir so schwer ums Herz. Sie weiß von meinem Fehlgeburten aber sie möchte das nicht thematisieren, kann das auch verstehen. Nur fühle ich mich so alleine mit allem. Woher kann ich nur die Kraft nehmen wieder Hoffnung für das nächste mal zu haben.
Danke für deine lieben Worte...

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Ich weiß genau wie Du Dich fühlst! Das Leid habe ich 3x mit mir ganz allein ausgemacht und es war wahrlich nicht leicht! Aber Durchhalten lohnt sich - ganz bestimmt! Schade, dass auch Du niemanden hast, der Dich da gerade auffängt. Insbesondere Deine Schwester wäre vielleicht eine Hilfe gewesen, aber es ist wie es ist. Für einen Besuch im Babymarkt war es einfach noch zu früh...das weißt Du jetzt und nun kannst Du damit arbeiten. Meide, was Dir das Herz schwer macht und glaub' mir...irgendwann kommt der Zeitpunkt da siehst Du wieder Licht am Horizont! Du packst das! 💪🏼❤😘

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Das ist eine Situation, die mich aus der Bahn werfen würde. Ich habe ähnliches erlebt und mich hat es nach der ersten Fehlgeburt 2 Jahre gekostet, bis ich unvoreingenommen (ohne Stich ins Herz) Schwangere oder Babies gegenüber treten konnte.
Im Nachhinein denke ich, dass zum einen der Gang zum Psychologen (oder Heilpraktiker, je nachdem was dir lieber ist) zum Reden mir gut getan hätte. Ob das, was du fühlst eine Depression ist oder nicht, ist eher zweitrangig. Du befindest dich in einer Situation, die dich belastet und wahrscheinlich hilft die Input von außen. Ich würde es probieren! :-)
Die zweite Sache ist die eher biologisch-körperliche: Gibt es einen Grund für die Fehlgeburten? Würde es dir helfen das abklären zu lassen? Dann sprich mit deinem Frauenarzt darüber welche Möglichkeiten es hier gibt. :-)

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Danke dir, ich bin gerade in Klärung ob meine Fehlgeburten eine Ursache haben. Ich frage mich wie andere in dem Zusammenhang offen und hoffnungsvoll bleiben können. Ich ertappe mich dass ich manchmal einfach mit dem Thema abschließen möchte, so lange Zeit in der ich es schon probiere. Alles was ich mir wünsche ist ein gesundes Kind...

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Hallo,

mein Beileid. 8 Jahre, das ist wirklich sehr lange. Weiß dein Umfeld davon? Wir hatten auch eine lange Zeit einen unerfüllten Kinderwunsch. Besonders getroffen haben mich weniger die Schwangerschafts-Verkündigungen im Umfeld (ich gönne es jedem), sondern die Beschwerden über anstrengende Kinder, schlaflose Nächte, vollgespuckte Shirts. Ich hätte das so gerne gehabt! Genau das wollte ich, was hätte ich dafür gegeben. Manche kamen mir undankbar vor. Geholfen hat mir der Gang in die Kiwu-Klinik (das Gefühl, jetzt wird etwas getan, uns wird geholfen von Experten) und am Ende eigentlich nur ein positiver Schwangerschaftstest. Jetzt kann ich nachvollziehen, warum man sich ab und an über trotzende Kinder beschweren muss. Heute kenne ich auch einige Frauen, bei denen es lange dauerte, nur mit Hilfe klappte, die Fehlgeburten hatten. Damals wurde gefühlt jede sofort und ohne Probleme schwanger. War ja wahrscheinlich nicht so, ich hatte aber keinen so persönlichen Zugang zu anderen Frauen mit Kiwu/schwieriger Geschichte. Also mein Rat: professionelle Hilfe für den Kiwu, Gespräch mit Betroffenen.

Alles Gute!
mavikelebek

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Danke dir für deine lieben Worte.
Wegen den Fehlgeburten bin ich bereits in Behandlung in der KiWu. Dort hat man eine Insulinresistenz festgestellt. Ich hoffe dass ist der Schlüssel, dieser lange Weg zerrt so an meinen Kräften

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Hey,
ich kann dich leider auch so gut verstehen. Wir versuchen es seit fast vier Jahren- fünf FGn inklusive. Mittlerweile bin ich schon so weit, dass ich wenigstens mal wieder schwanger werden möchte, damit ich weiß, dass es noch geht. Aber da tut sich seit 1,5 Jahren nix mehr.
In dieser Zeit hat eine Schwägerin schon ein 2.Kind bekommen, drei andere jeweils ein Kind und meine drei Schwestern auch jeweils ein Kind.
Diese traurigen und auch neidischen Gefühle lassen sich sooo schwer steuern. Mir fällt es wesentlich leichter, wenn die Krümel dann nicht mehr ganz so winzig sind.
Außerdem fand ich es immer lieb, wenn meine Schwestern mich mit dem Baby einfach mal alleingelassen haben zum Kuscheln. Das hat unglaublich gut getan, denn ich liebe sie ja alle.
Die wird es bestimmt auch so gehen.
Mir einzureden, dass es ja nicht meine Kinder sind und ich deshalb nicht traurig sein muss, war nur mäßig erfolgreich.
Der Kopf weiß das ja alles, aber das dumme Herz...
Ich wünsch dir sehr, dass du dieses Wunder bald erleben darfst und alle schlechten Gefühle damit auch verschwunden sind.
Wurde bei dir denn alles abgecheckt....hab jetzt die anderen Beiträge garnicht gelesen?

LG, Ani

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Hallo Ani,
Danke danke für deine Worte. Wir beide sind in einer ähnlichen Situation. Wie alt bist du denn wenn ich fragen darf? Ich bewundere dich dass du die Kraft hast weiter zu machen.
Meine Cousine hat Freitag ihr zweites Kind bekommen, meine Schwestern bekommen ihr erstes dann beide im Herbst. Ich hatte direkt ein Bild vor Augen als du beschrieben hast wie du mit den kleinen Knirpsen kuschelst.
Ich bin seit März im kiwu in Behandlung. Man hat eine Insulinresistenz und ein mögliches Potential zur Verkalkung der Blutgefäße festgestellt. Dagegen nehme ich Metformin und ab der nächsten Schwangerschaft dann ASS. Hat man bei dir was gefunden?
Liebe Grüße und danke

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Ich bin über den Kiwu schon 45 geworden.😔
Allerdings habe ich schon Kinder. Das ist schon ein Unterschied. Trotz allem sind die Gefühle und auch der Wunsch stark. Es tut einfach weh, wenn man selbst immer wieder danebensteht.
Beim letzten Mal war ich mit meiner Schwägerin schwanger. Sie bekam zwei Wochen vor meinem ET ihr Kind, ich habe meines in der 11. bzw. 14.SSW verloren. Das war und ist manchmal noch echt schwer.
Ich habe eine chronische Endometritis, die vermutlich auch nicht ausgeheilt ist. Eine 5. Biopsie hab ich nicht mehr machen lassen, weil ich austherapiert bin.
Ich hoffe, dass die IR und das ASS der Schlüssel zum Erfolg sind. Manchmal sind nur kleine Rädchen nötig. Von Heparin war aber nicht hat die Rede?

LG

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Fühl dich ganz festgedrückt. Ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst. Wir haben vor einigen Jahren zeitgleich mit einer Freundin angefangen zu hibbeln. Sie wurde sofort schwanger, ich nach drei Jahren immer noch nicht. Seitdem kann ich die kleine von ihr nicht anschauen, weil ich mir immer vorstelle, dass mein kleines jetzt genauso groß wäre.
Letztes Jahr wurde ich nach der zweiten ICSI schwanger mit Zwillis und dann in der 13.SSW die Fehlgeburt. Das schlimme ist, dass im Freundeskreis und Bekanntenkreis alle um den dreh ihren ET haben wie ich den hätte. Ich habe jetzt schon Angst davor was mich erwartet und wie ich reagiere. Auch ich versuche treffen mit Freunden die Kinder haben und von unserem steinigen Weg nichts wissen so gut es geht zu vermeiden. Mir hilft es viel zu unternehmen, was mit einem Kind nicht möglich ist und auch die Ruhe zu genießen. Ich weiß, dass wir alle mit einem kleinen Zwerg belohnt werden und das Elternsein mehr schätzen als alle anderen und das gibt mir Hoffnung

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Hallo meine Liebe,

Vielen Dank für deine lieben Worte und deine Geschichte.
Ich fühle das total nach, man möchte sich ja freuen aber es zerreißt einen förmlich. Habe mich heute im Restaurant wieder ertappt wie ich neidvoll an den Nachbartisch mit kleinem Kind geblickt habe.
Fühlst du dich von der medizinischen Seite gut betreut? Für meinen Teil habe ich zumindest eine kleine Hoffnung dass nach zwei gut zu behandelnden Diagnosen eine erneute Schwangerschaft anders verlaufen kann. Und nun versuchen wir es gerade im zweiten ÜZ, aber ich habe weder Geduld noch Kraft es immer und immer wieder zu versuchen. Aber wir wissen ja alle wie lange es manchmal dauern kann :(

Ich drücke dir auch fest die Daumen für den nächsten Versuch, startet ihr bald wieder?