Geringer Altersunterschied

Hallo zusammen,vielleicht kann mir hier jemand Mut zu sprechen,Meine Tochter ist fast 9 Monate alt.Eigentlich wollten wir nur ein Kind,aber der Wunsch nach einem 2. hat bei uns beiden nicht lange auf sich warten lassen.
Mein Partner würde am liebsten schon sofort loslegen,da wir beider schon 37 sind und die Kinder keinen allzu großen Altersunterschied haben sollen.
Ich bin mir noch etwas unsicher,ob es nicht noch zu früh ist.Ich habe Angst,beiden Kindern nicht gerecht zu werden (sofern es klappt). Man muss dazu sagen,dass unsere Familien ca 1h entfernt wohnen und mein Mann viel arbeitet und einen anstrengenden sowieso verantwortungsvollen Job hat.Elternzeit kann er aus finanziellen Gründen nicht nehmen bzw. wir wollen nicht an unser Erspartes,da wir noch bauen wollen.Ich wäre also ziemlich viel alleine und auf mich gestellt.Die Kleine hat allerdings einen Kitaplatz ab 1 Jahr,da ich eigentlich nach 14 Monaten wieder arbeiten gehen wollte.
Gibt es hier jemanden,der von seiner Erfahrung berichten kann,wenn man zwei Kinder hat mit kurzem Altersunterschied und wenig Unterstützung?

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Hallo,

meine Kinder haben 19 Monate Altersunterschied. Ich finde es super. Heute sind sie 3,5 und 2 Jahre alt. Bisschen Erfahrung habe ich also schon, aber nicht allzu lange. Die zwei sind so süß zusammen, dass wir auf Nr.3 hoffen.
Ich denke, es kommt sehr auf die Charaktere an. Wie anstrengend/eifersüchtig oder entspannt ist das ältere Kind? Bekommst du ein "Anfängerbaby" oder ein Schreikind? Aber auch: wie sind deine/eure Ansprüche an Haushalt, exklusiv-Zeit, Paarzeit. Hast du andere zeitintensive Verpflichtungen (Pflege, Haustiere, großer Garten etc). Der Stress entsteht meiner Meinung nach aus dem Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Also schraub deine Ansprüche zB was Haushalt angeht runter...
Unser zweites Baby war ein zufriedenes Neugeborenes, dreht jetzt als Kleinkind aber auf ;) das weiß man vorher einfach nicht. Kind 1 ist immer noch eher ruhig, aber sensibel und braucht viel Begleitung.
Wir haben ebenfalls keine Familie in der Nähe. Kita für Kind 1 ist aber sicherlich eine gute Unterstützung, so hättest du doch exklusiv-Zeit für das Baby und das große Kind ist ausgepowert.

Kritische Momente waren/sind bei uns eigentlich nur das hinlegen zum Mittagsschlaf. Baby wollte auf dem Arm getragen werden, großes Kind brauchte ebenfalls Körperkontakt. Da musste ich oft mit dem Kinderwagen lange Runden gehen, damit beide gleichzeitig schlafen. Im Wochenbett wäre Unterstützung aber aus meiner Sicht schon angebracht. Zumindest die Partnermonate und Urlaub wären doch für deinen Mann möglich?

Welche Fragen hast du noch?

Alles Gute!
mavikelebek

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Vielen Dank für Eure Tipps und Erfahrungen.
Die Kleine ist wirklich pflegeleicht,allerdings ist sie ein Kind,dass ohne Körperkontakt nicht schlafen kann.Ich habe aber Hoffnung,dass sich das irgendwann bessern wird.Sie ist auch sehr auf mich fixiert und möchte noch gestillt werden.
Genau mir graut es davor zB zwei Kinder ins Bett bringen zu müssen.Aber auch den Alltag zu bewältigen.
Ja,mein Mann wäre im Wochenbett sicherlich zu Hause.Die Zeit war nicht einfach. Auf eine Schwangerschaft bin ich auch nicht sonderlich scharf,ohne Kind war die schon anstrengend.
Ich glaube aber auch,dass Geschwister mit kurzem Altersunterschied sicherlich schön zusammen spielen können etc.

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Hallo du Liebe, Erfahrung habe ich nicht aber eben aus diesen Gründen bewusst nach 6 Monaten abgestiillt. Plan ging aber nicht auf, der kleine wird demnächst 14 Monate und ich werde mal wieder nicht schwanger. Von daher ist es ein ungewollt großer Unterschied.

Wir haben hier niemanden in der Nähe, Männe arbeitet viel auch am We und ist alle 14 Tage in einem andern Bundesland weil er schon mal eine Familie hatte. Ich fahre nur manchmal mit, bleibe aber ganz gern hier alleine.. in die Kita kommt der kleine mit 18 Monaten und ich arbeite wieder (TZ) seit er 12 Wochen ist.

Wäre aber dann komplett daheim geblieben, wenn wir noch ein zweites hätten... Wie gesagt, das war der Plan, er kam anders. Aber ich hätte es toll gefunden, bin aber auch ein sehr belastbarer Mensch, den nichts schnell umhaut:)

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Meine großen sind einmal 2 Jahre auseinander und einmal 1,5 Jahre und ich muss ehrlich sagen, dass ich es nicht nochmal so nah beieinander haben müsste.
Ist schon recht anstrengend mit mehreren Kleinkindern.

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Hallo
Ich würde nicht so viel Angst haben. Ist ja dann fast wie Zwillinge und meine haben zb bis sie 9 Jahre alt waren das Familienbett gewollt.

Ich bin jetzt 41 Jahre und ja wir haben uns den Wunsch nach einem Folgekind jetzt erfüllt.

Meine Zwillinge sind dann 10 Jahre alt. Bei uns hat es etwas länger gedauert. Auch ich hätte lieber einen nicht so hohen Altersunterschied aber wenn das hier gut gehen sollte ich habe noch eine Blasto eingefroren. Ansonsten genieße ich mein Einzelkind.

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Wir haben lauter kleine Altersabstände. Der geringste sind 18 Monate, der größte sind 22 Monate.
Ich finde es super so, deshalb haben wir es auch immer wieder gemacht (mittlerweile sind Nr. 8 und 9 unterwegs)😊

Ja, natürlich ist es anstrengend, aber das ist es immer.
Ich finde sogar, dass bei uns immer das 1,5-jährige viel verständnisvoller war als das 3-jährige.
Sie haben von Anfang an viel miteinander gespielt und es war so viel einfacher, sie gemeinsam zu beschäftigen.

Unterstützung haben wir keine. Hin und wieder brauchen wir mal einen Babysitter, aber das ist eher die Ausnahme. Das machen dann verschiedene Leute (Freunde oder jemand aus der Familie, der vor Ort wohnt).

Mein Mann hat einen sehr anstrengenden Job, in dem er eine enorme Verantwortung trägt, allerdings von der Stundenzahl er ca. eine durchschnittliche Woche (lässt sich nicht so genau sagen, weil er eine 8-Tage-Woche hat). Er arbeitet im Schichtdienst.
Ich habe von Anfang an verlangt, dass er auch seinen Teil übernimmt, sobald er da ist. Im Haushalt und mit den Kindern habe ich ja auch einen Vollzeitjob. Natürlich macht er an manchen Tagen mal nichts. Aber das kann umgekehrt auch vorkommen, dass ich nach seinem Feierabend die Beine hochlege. Oder übernimmt eine absolut stupide Aufgabe, bei der er seine Ruhe haben kann, weil mehr gerade zu viel für ihn wäre.

Wenn ich es im Shutdown mit 7 Kindern zwischen 10 und Neugeboren über 9h komplett allein ausgehalten habe, dann wirst du das mit zwei Kindern auch schaffen😉

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Hallo
Also meine Freundin ist selbst nur knapp ein Jahr älter als ihrer Schwester, sie waren schon immer ein super Team - sie wohnten noch bis sie 30 waren zusammen;)

Eine gute Freundin hat auch weitergemacht. Und das 2 in der zweiten Elternzeit gemacht und somit gleich wieder in das Beschäftigungsverbot gekommen

Heute sind sie 3 und 4 es ist super
Die anfangs Zeit war schon schwer und nur mit Oma machbar -

Lg

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5) Hallo,
also meine beiden Mädels sind 1.5 Jahren auseinander. Am 1. Geburtstag unserer großen haben wir uns für das zweite entschieden, hat auch relativ schnell geklappt. Das erste halbe Jahr ist wirklich schwierig, was einem aber erst im Nachhinein auffällt. Du musst sie bewusst machen, dass nicht das zweite Mitläuft sondern das erste. Da du für dein erstes Kind nicht mehr alle Zeit opfern kannst, bleiben sie ein bisschen hinterher finde ich. Das hab ich gerade dann gemerkt als die große mit drei in den Kindergarten kam. Andere waren in ihrer Entwicklung schneller, aber das ist nichts tragisches und fällt auch nur im Detail auf.
Dafür hat es aber auch viele Vorteile, sie haben schnell gleiche Interessen, haben sozusagen ihre beste Freundin in ihrer Schwester. Die kleine war in ihrer Entwicklung dadurch auch sehr viel schneller, auch was Interessen betrifft. Sie wollte ja unbedingt mit der großen mithalten. Die große hat durch den kurzen Altersabstand keine Eifersucht entwickelt oder so. Es war ja schnell vergessen das es das Baby vorher nicht gab. Jetzt sind sie beide aus der Kleinkind Phase raus und ich würde es nie anders machen zwischen Kind 1 und 2. Aktuell bin ich frisch mit Kind 3 schwanger. Haben uns dieses mal etwas Zeit gelassen, waren uns nicht sicher ob nochmal eins dazu kommt usw. Liebe Grüße