Mein 3 jähriger Sohn hat Ticks

Hallo :)
Ich habe eine für mich sehr wichtige Frage bzgl. meines Sohnes und hoffe das mir eventuell eine Antwort auf meine ganzen Fragen bzw. Ratschläge oder Tipps gegeben werden können.

Nun zu meinem Problem :
Mein Sohn, 3 Jahre alt fing mit ca. Mit 2 Jahren an abends die Augen zusammen zu kneifen. Einige Wochen später sprach mich die Erzieherin meines Sohnes aus der Kita auch darauf an. Ich beobachtete es, ging aber nicht zum Arzt damit weil es sich nicht verschlimmert hat und ich davon ausging das es aufgrund von Müdigkeit kam.
Vor ca. 3 Monaten zog der Papa meiner Kinder wieder zu uns(er konnte leider eine sehr lange Zeit nicht bei uns wohnen und mein Sohn hat ihn nur alle paar Monate mal kurz gesehen) wir sind in eine andere Stadt gezogen und fangen jetzt bald die Eingewöhnungszeit in einer neuen Kita an.
Seit wir in der neuen Wohnung wohnen hat mein Sohn weitere Ticks bekommen. Er zuckte erst vermehrt mit den Augen, danach fing er an die Arme dazu alle paar Minuten anzuwinkeln oder seinen Kiefer hin und her zubewegen. Nun kommt dazu dass er mal mehr und mal weniger stark mit dem Kopf zuckt. Ich mache mir riesige Sorgen um meinen Sohn. Nächste Woche haben wir einen Kinderarzttermin und ich hoffe das mir dort weitergeholfen wird. Vorab würde ich aber gerne wissen in welche Richtung dieses Verhalten meines Kindes geht und ob Stress eventuell ein Auslöser sein kann..
Vielen Dank im voraus.

1

Liebe Miriam,

dass Sie einen Kinderarzt-Termin ausgemacht haben, ist sehr gut. Wenn möglich, dann filmen Sie das von Ihnen beschriebene Verhalten Ihres Sohns. Da reicht ein kurzes Video, aufgenommen mit dem Handy. Das wird für den Kinderarzt hilfreich sein, um Ihnen eine erste Einschätzung zu geben.

In Ihrer Familie haben viele Veränderungen stattgefunden und vielleicht ist Ihr Sohn sehr damit beschäftigt, das zu verarbeiten. Tics im Kleinkindalter gibt es relativ häufig, diese können aber auch sehr gut wieder verschwinden. Zunächst ist jedoch eine Abklärung wichtig, ob es in diese Richtung geht. Eine Ferndiagnose kann ich hier nicht leisten. Wenn Sie sich starke Sorgen machen, dann gehen Sie bitte morgen zum Kinderarzt und auch dann, wenn Sie das Gefühl haben, es geht ihrem Sohn nicht gut.

Sollte sich bestätigen, dass es ein Tic ist, dann können Sie Hilfe bei einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bekommen. Sie wird dann gemeinsam mit Ihnen erarbeiten, wie Sie damit umgehen können.



herzliche Grüße,
Dr. Eliane Retz