Vorteile Muttermilch bei geringer Milchmenge

Guten Tag,

unsere mittlerweile 9 Wochen alte Tochter kam sehr zart zur Welt. Leider habe ich auch nach diversen Anstrengungen, die Milchmenge zu erhöhen, zu wenig Milch. Da sie bei der Geburt kaum Reserven und direkt danach auch kurz Probleme mit dem Blutzucker hatte, bekam sie schon im Krankenhaus Prenahrung. Zu Hause habe ich sie zunächst weiter gestillt und zu jeder Mahlzeit Prenahrung zugefüttert. Seit einigen Wochen pumpe ich täglich insgesamt ca. 150 ml Muttermilch ab. Zusätzlich trinkt sie noch etwa 500-600 ml Prenahrung. Auf diese Weise hat sie gut zugenommen.

Vorausgesetzt, dass eine weitere Erhöhung der Milchmenge derzeit ebenso wenig realistisch erscheint wie ein Stillen an der Brust (dies wurde nach ausgiebiger Erörterung mit der Hebamme beendet), stellt sich mir die Frage, wie sehr meine Tochter von den 150 ml Muttermilch täglich (bzgl. der Entwicklung der Darmflora, Übertragung von Antikörpern etwa nach der nunmehr erfolgten COVID-Impfung etc.) derart profitiert, dass sich der erhebliche Aufwand, diese zu gewinnen, gegenüber der alleinigen Ernährung durch Prenahrung lohnt. Wie schätzen Sie die medizinischen Vorteile einer weiteren Ernährung durch Muttermilch in dieser Konstellation, also bei einem Anteil von unter 25% der täglichen Trinkmenge, ein?

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Hallo lachkind,

es ist natürlich sehr schwierig diese sehr theoretische Frage zu beantworten. Hierfür gibt es keinerlei wissenschaftliche Untersuchungen, zumal die Frage nach dem positiven Effekt der Muttermilch mit ihren ganz persönlichen Erschwernissen bzgl der Gewinnung kombiniert wird.

Grundsätzlich profitiert das Kind sicherlich von einem 1/4 MM, allerdings profitiert es auch von einer weniger gestressten oder zumindest geforderten Umgebung, wenn dieser Faktor wegfällt.

Rein pragmatisch könnte man folgenden Ansatz wählen: ihr baby bekommt noch Muttermilch (vorausgesetzt es ist für sie machbar) bis zur ersten bzw. zweiten 6-fach Impfung. So könnten sie noch den positiven Effekt des Nestschutzes, der ja auch in gewissem Maß über die Muttermilch übertragen wird (nicht nur aber zb auch corona) ausnutzen und dann das Immunsystem sozusagen sich selbst überlassen.

Wenn das nicht möglich erscheint, stillen sie ab. Auch dann wird das Immunsystem ihres Kindes immer weiter gestärkt werden.

Zum Thema Nestschutz haben wir auch eine eigene Folge in unserem Podcast:
https://handfussmund.de/nestschutz/

Viele Grüße
Ihr Hand Fuß Mund Team