Beikost

Hallo zusammen :-)

Meine Tochter ist jetzt genau 8 Monate alt & leider immer noch eine schlechte Esserin. Ich stille sie noch voll, das macht mir auch nichts aus, allerdings mache ich mir schon Gedanken, ob sie auch noch alle Nährstoffe bekommt, die sie braucht (da gibt es anscheinend viele unterschiedliche Meinungen zu)?

Sie isst morgens ein paar Löffelchen OGB, mittags bekommt sie Fingerfood & einen Brei dazu. Sie isst immer mal etwas, aber nicht ansatzweise genug, um eine Mahlzeit zu ersetzen.
Interessiert ist sie allerdings schon, aber nach ein paar Löffelchen und etwas Fingerfood hat sie keine Lust mehr.
Nachmittags gebe ich ihr auch nochmal etwas Obst, oder einen OGB.

Abends & nachts wird sie ganz normal gestillt. Sollte ich evtl auch schon mal versuchen, einen Abendbrei einzuführen?

Brot habe ich gelesen, darf sie noch nicht (wegen dem Salz).
Haben Sie ein paar Tipps für mich, was ich ihr noch anbieten könnte?

Vielen Dank im Voraus!

Liebe Grüße

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Liebe "M.Ke",

ich würde deine Tochter jetzt nicht als „schlechte Esserin“ bezeichnen – im Moment sättigt sie sich eben fast ausschließlich über die Muttermilch, denn du das Glück, noch voll stillen zu können.

Möchtest du also die Beikost bei ihr weiter einführen wird das nur funktionieren, indem du die MuMi entsprechend reduzierst.

Lass den Abendbrei im Moment noch weg, und konzentriere dich nun ganz auf eine Mahlzeit, wie z.B. der am Mittag. Soll dein Mädchen also hier die Menge an fester Kost steigern, dann biete keine MuMi im Anschluss an die Mittagsmahlzeit an – auch wenn deine Tochter im ersten Moment überrascht darauf reagiert. Möchte sie nicht mehr weiteressen, dann mach kurz Pause, lenke sie ein wenig ab (Lieblingsspielzeug, aus dem Fenster schauen etc.), und versuche es nach ein paar Minuten erneut. Hat sie weiterhin keine Lust zu essen akzeptiere es, und versuche es am nächsten Tag wieder – am besten um die gleiche Uhrzeit.

Die anderen Mahlzeiten bleiben wie gehabt, hier darfst du auch ruhig noch im Anschluss stillen. Bleib aber bei der Mittagsmahlzeit wirklich konsequent – du wirst sehen, Ruhe und Gelassenheit zahlen sich irgendwann aus, auch wenn es jetzt noch nicht danach aussieht.

Bestreiche auch mal einen weichen Plastiklöffel oder ihr Fingerchen mit ganz wenig Brei und lass sie so das Essen selbst „.erforschen“. Auch wenn es zunächst noch eher chaotisch zugeht und die Essensmengen eher gering ausfallen, wird sich deine Tochter so immer mehr auf das Essen einlassen, und auch die Mengen werden ganz langsam mehr.

Brot ist im Moment tatsächlich noch nicht so gut geeignet. Bleib hier lieber noch bei babygerechter Kost und Fingerfood wie z.B. gedünstetem Gemüse oder Obst.

Ich wünsche dir und deiner Familie ein schöne Woche!

Viele Grüße und alles Gute
Barbara

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Vielen Dank für die schnelle Antwort! :-)

Da meine Kleine eher an Fingerfood interessiert ist, frage ich mich, ob ich ihr auch schon etwas Rindfleisch / Hähnchen anbieten kann?

Ich habe Sorge, dass sie sonst nicht mit ausreichend Nährstoffen (Eisen etc.) versorgt wird.

Danke & liebe Grüße

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Liebe „M.Ke“,

dadurch, dass die Menge vom Mittagsbrei steigen wird, musst du dich um die Nährstoffversorgung nicht sorgen. Etwa 190 g Mittagsbrei wären optimal. Auch sollte folgende Empfehlung beachtet werden: pro Woche 5x ein Menü mit Fleisch, 1x mit Fisch und 1x ein vegetarisches Menü – so wird deine Kleine gut mit Eisen, Zink bzw. Jod und essentiellen Fettsäuren versorgt.

Du kannst auch mal probieren ganz weiches Fleisch klein geschnitten zu reichen. Achte hier aber auf eine gute Qualität und eine hygienische Zubereitung. Bleib auch beim Essen dabei, falls sich deine Tochter verschluckt.

Sonnige Grüße und noch eine schöne Woche
Luise