Mein Sohn leidet unter dem Tod seiner Schwester

    • (1) 02.01.11 - 21:54

      Hallo zusammen

      ich bin neu hier und vielleicht kann mir/uns jemand helfen.
      Zu meiner Person , bin 29 Jahre alt , habe zwei Jungs 6 und 4,5 Jahre alt und lebe mit meinen Lebensgefährten zusammen (nicht leiblicher Vater) .

      Ich habe am 22.01.03 meine Tochter (erstes Kind) in der 23 SSW. verloren . Sie hat noch für über eine Stunde gelebt und dann bei mir und mein jetztigen Ex-Mann in den Armen verstorben :-(
      Es fällt mir noch schwer zum Friedhof zugehen.

      Jetzt meine eigendliche Frage:
      Mein ältester Sohn wird am 28.01.2011 6 Jahre alt und hat einiges vom erzählen mitbekommen.Das seine Schwester Tod ist und das sie nicht lange gelebt hat.Wir waren bis jetzt 3 mal mit ihn zum Friedhof gefahren weil er gerne zu seiner 'Schwester wollte.Wir haben ihn aber nicht erzählt das Lea dort begraben ist sondern standen vorm Steinkreuz (sie ist anonym beerdigt) . Dustin fragte dann warum wir vor dem Kreuz stehen und ich antwortete darauf , das hier eine Gedenkstätte ist und wir hier an sie denken.
      Letztes Jahr im Sommer war es ganz schlimm für mich , plötzlich fing er an nur von Lea zu erzählen , er schaute aus dem Küchenfenster und sagte :Mama schau mal Lea sitzt da oben auf dem Dach und schaut uns zu.Wo ich ihn Mittags ins Bett gebracht hatte meinte er zu mir , Mama paß auf Lea liegt neben mir.Ich war wie vorm Kopf gestoßen und musste raus weil ich weinen musste.Wo er dann wieder aufgestanden ist , tat er so als er Lea an der Hand hat.Dann haben sich Dustin und Marlon (mit Lea)sich aufs Sofa gesetzt.Marlonsatnd auf und holte 3 Eis aus dem Gefrierschrank und sagte zu mir , eins für mich , eins für Dustin und eins für Lea.Ich wusste im ersten moment nicht was ich machen bzw. sagen sollte.Plötzlich sagte ich Lea darf kein Eis.Beide schauten mich an und brachten ein Eis wieder weg.
      Seid längerer Zeit sitzt Dustin in der Ecke und ist am Weinen , wenn ich oder mein Lebensgefährte ihn fragen was lossei , dann antwortet er , ich vermisse meine Schwester . Marlon versteht das wohl noch nicht alles!!! Ich weiss es nicht.
      Heute waren wir mal wieder auf dem Friedhof weil Dustin da hin wollte . Auf dem Weg dorthin sagte Dustin , Mama wo ist Lea begraben? Ich habe ihn da keine Antwort geben können . Als wir am Friedhof waren , habe ich ihn gezeigt wo Sie begraben ist .Darauf schaute er ganz komisch . Die Kinder haben dann ein Teelicht hingestellt für Lea.
      Auf dem weg nach Hause schaute Dustin so in sich gekehrt aus dem Fenster . Kaum zu Hause angekommen ging er sofort in sein Zimmer und war bitterlich am Weinen . Ich habe mit ihn ein wenig geredet um ihn zu beruhigen . Nach unseren Gespräch haben wir gekuschelt und nach ca. 1 Stunde ging e ihn wieder besser.

      So fertig geschrieben...Kann mir vielleicht jemand ein Tip geben wie ich mit der Situation besser um gehen kann oder andere hilfreiche Tips???

      Danke im Vorraus Tanja

      eine #kerze für meine Lea-Maus

      • Hallo,

        Hmm, also da ich eine etwas andere Situation, denn mein verstorbenes Kind ist nach meinen beiden anderen geboren. Vielleicht kann ich dir trotzdem helfen.

        Wir haben unsere Kinder bei allem miteinbezogen, sie haben ihren Bruder gesehen, waren bei der Beerdigung mit dabei, sie wissen, dass der Körper in der Erde liegt. Alles, was das übersinnliche angeht, benenne ich mit "ich stelle mir vor, dass..." "ich finde es schön, zu glauben, dass.." sage aber klipp und klar, dass niemand weiß, ob es eine Seele gibt und wie sie aussieht. Ich lasse ihnen bewusst den Raum, für eigene Vorstellungen.

        Mit diesem Konzept konnte ich bis jetzt alle fragen beantworten, oder eben, die Kinder können akzeptieren, dass auch Mama Dinge nicht weiss, weil niemand sie weiss.

        "Lea darf kein Eis" ist ja nicht wahr. Sie kann keins mehr essen, weil der Körper keine Nahrungsmittel mehr braucht. Bleib soviel wie möglich bei der Wahrheit! Alles andere ist verwirrend. Sie bilden sich dann ihre eigenen Erklärungen oder trauen sich evtl nicht mehr, mit dir darüber zu reden, weil sie merken, dass sie dich traurig machen, oder in Verlegenheit bringen.

        Dein Sohn hat das Bedürfnis, seine Schwester zu besuchen, er muss seinen eigenen Weg finden, zu trauern, und Antworten zu finden. Du darfst ihm das nicht verwehren. (machst du ja auch nicht, gehst ja mit ihm zum Friedhof). Wenn es dir aber so schwer fällt, vielleicht könnt ihr euch zusammen etwas anderes ausdenken. Vielleicht einen Baum im Wald, eine "Lea Ecke" in seinem Zimmer, oder eine kleine Dose mit "Lea Dingen" die du gemeinsam machst. Wenn er traurig ist, sollte er die Gelegenheit haben, sich zurück zu ziehen und an sie zu denken. Vielleicht hast du ja auch eine andere Person, die du bitten kannst zum Grab zu gehen mit ihm? Dass Mutter und Kind verschiedene Bedürfnisse haben ist ja legitim.

        Sie kriegen mehr mit, als wir denken! Mein Sohn ist 3 Jahre tot, und die Details, die in den Erinnerungen meiner Kinder noch vorhanden sind, sind unglaublich. Sie gehen aber sehr locker mit ihrem verstorbenen Bruder um.

        Ich verstehe, dass du manchmal geschockt bist, und im ersten Moment nicht weisst, was du sagen sollst, aber man kann ja auch immer später nochmal darauf zurück kommen. Auch Mütter müssen nicht immer direkt für alles DIE eine Antwort parat haben!

        Wahrscheinlich ist es jetzt so die Phase, in der Begriffe wie Tod verstanden werden. Wenn du so normal wie möglich damit umgehst, hören die Fragen von selber bestimmt bald wieder auf und die "Anwesenheit" der Schwester wird etwas Normales.

        Alles Gute Euch,

        LG

        Hallo,

        so wie du das beschreibst, scheint dein Kind "mehr" zu sehen und es belastet ihn. Ich weiß nicht, ob du dich schon mit der Materie beschäftigt hast? Am besten lässt du dein Kind erzählen und versuchst dann, zu trösten. Natürlich ist das für dich auch schwer, aber lass dir vom Kleinen beschreiben, wie seine Schwester aussieht, ob sie miteinander spielen, ob sie was erzählt ..... Nehm ihn ernst und versuche, selbst nicht traurig zu sein. Seh es einfach als Normalität an, dass seine Schwester dabei ist.
        Lese dich mal hier rein
        http://www.esoterikforum.at/forum/forumdisplay.php?s=0fa8c7c6b91192504d4ad47a10b1b1b2&f=109

        Es gibt auch erwachsene Menschen, die "mehr" sehen und helfen, aber es ist nicht einfach, vertrauenswürdige Medien zu finden,

        LG Pechawa

        • Da hast Du ihr ja den "besten" Link herausgesucht. Sry...ist nicht böse gemeint, aber was dort zu finden ist, ist wohlwollend ausgedrückt hysterischer und kindischer Unsinn von Menschen, die sich zum Teil für die Übermütter und Väter des Mystischen halten, aber gelinde gesagt sich entweder wichtig machen wollen, oder gewaltig einen an der Klatsche haben.

          • Ich weiß, aber mit ein wenig Gespühr lernt man zu differenzieren ;-)

            LG

            • Den Beitrag den man speziell auf dem von Dir genannten Forum finden kann, wo es sich lohnt ernsthaft darüber nachzudenken, müsstest Du mir aber bitte mal zeigen.

              Ich habe mich wahllos durchgeklickt und versucht ohne Vorurteile an einige der dort genannten "Vorfälle" heranzugehen, was aber aufgrund dessen, dass dort nur seltsames Gebrabbel zu finden ist, schwierig bis unmöglich wird.




              • Ich würde das jetzt nicht "seltsames Gebrabbel" benennen. Schließlich finden sich dort viele Menschen, die zum ersten Mal was Seltsames feststellen. Ob das jetzt was mit Spiritualität zu tun hat, oder mit Engel, oder mit Nahtoderfahrung/Jenseitserfahrung...... sei dahingestellt. Mit wem sollen sie sich austauschen? Die Qualität der Antworten lassen natürlich oft zu wünschen übrig, aber nicht immer. Ich würde sagen, 75 % der Fragen/Threadthemen sind ehrlich gemeint, beschäftigen die/den TE und haben verdient, nicht ins Lächerliche gezogen zu werden,

                LG

      Hallo Tanja,

      mir geht es genauso. Als ich meinen Sohn 2008 in der 25.SSW verloren habe, war meine Tochter 2,5 Jahre alt. Wir hatten sie in der Schwangerschaft überall miteinbezogen.

      Sie fragt total oft nach ihrem Bruder. Sie erzählt auch jedem das sie einen Bruder hat, der im Himmel wohnt. Vor ein paar Wochen hatte ich mich mit einer Nachbarin unterhalten und da meinte sie aus heiterem Himmel, dass da oben Julian sitzen würde und zu uns schaut.... Das kam schon mehrmals vor...

      Als wir das Grab von Julian für Weihachten gemacht hatten, fing sie zuhause total an zu weinen, dass sie Julian vermissen würde.

      Eigentlich kann ich es kaum verstehen, da sie beim Tod noch soooo jung war. Aber sie hat es wohl doch sehr verinnerlicht. Sie kann z.B die Farbe schwarz nicht leiden (ich hab zwei Jahre lang nur schwarz tragen können) Und sie möchte sehr viel über das Thema wissen.

      Als sie drei Jahre alt war, fragte sie mich mal, ob es schlimm ist wenn man stirbt. Ich musste so schlucken... Aber ich versuche es ihr auch zu erklären.

      Leider kann ich dir keine Tipps geben, aber ich versuche so ehrlich damit umzugehen, wie es halt für ihr Alter richtig ist. Warum es so ist, würde ich auch gern wissen...

      Suse

      Hallo Tanja,

      das ist mit Sicherheit schwer für dich. Du willst für deinen Sohn da sein, bist aber selbst wegen deiner Trauer hin und hergerissen. Wie soll man sich verhalten? Das kann dir wahrscheinlich niemand sagen. Du kannst nur für Dustin da sein und es ihm so erträglich wie möglich machen und mit ihm reden oder auch weinen, wenn es sein muss.

      Vor gut einem halben Jahr ist meine Mutter gestorben. Meine Kinder (fast 5 und 6 Jahre alt) hatten eigentlich eine sehr innige Beziehung zu ihr. Aber sie reden fast garnicht über sie, das tut mir sehr weh, denn es macht mir klar, dass sie sich irgendwann garnicht mehr an sie erinnern. Sie sind halt noch recht klein um sich an die gemeinsame Zeit mit ihrer Oma zu erinnern.

      Sei einfach für deinen Sohn da, mehr kannst du nicht tun.

      Alles liebe für euch
      Silke

      Hallo Tanja

      Ich bin in der Situation wie du , nur dass meine Tochter noch Klein ist

      Ich möcht dich dazu Folgendes Fragen :

      Warum habt ihr euche Nachfolgenden Kinder nicht mit einbezogen?

      Ich frage das deshalb , weil meine tochter schon von Geburt an zig mal auf dem Friedhof war , wir sprechen über ihren Bruder sie kennt seinen Namen gibt ihm Küsschen schenkt ihm Blumen giesst die Blumen schenkt ihm kleine Spielsachen und zuhause steht ganz offen auf ihrer Höhe das Foto von ihm und mir und sie küsst ihn auch und wenn man fragt wer das ist dann sagt sie auch "fabian mit mama"!

      Ich könnte mir selber nicht vorstellen Jahrelang mein Kind davon fern zuhalten , mein Sohn ist jetzt 4,5 Jahre Verstorben und meine Tochter erst 2,3 Jahre alt , noch zu klein um alles zu verstehen und ich habe auch Angst vor dem Moment wenn sie mal NACHFRAGT aber so "zu tun" als gäbe es ihn nicht (also natürlich nur vor ihr) das hätte ich garnicht gekonnt , dazu gehen wir zu oft zum friedhof (er hat ein eigenes Grab)!

      Nun mal zu deinem Sohn :

      Mir tut das richtig Leid dass er da so reagiert , er tut mir Leid und auch du , da du nur das Beste wolltest , wer weiss ob er nicht auch so wäre wenn du es so gemacht hast wie ich zb , darum geht es aber auch nicht! Ich schätze du musst ihm wirklich versuchen zu Helfen da raus zu kommen , vieleicht ist ihm das ganze zu Surreal . habt ihr ein Foto eurer Lea? Oder irgendwelche andenken? Ich schätze dass deine kinder eh in einem Alter sind wo sie "imaginäre" figuren sehen , wieso also nicht die Große Schwester?

      Ich kann dir natürlich nicht wirklich einen tip geben , wir sind ja noch nicht soweit , mir macht dein Beitrag auch ein wenig angst , weil es auch für mich immerwieder schwer ist zu wissen das da unter der erde mein baby liegt und ich Denke noch tagtäglich an ihn , aber ich habe es bisher als gut empfunden ihn in unser Leben miteinzubeziehn..ich frage mich ob das immer so richtig ist , jetzt wo ich sowas lese?

      Was ist schon das richtige!

      Ich Hoffe für dich dass du genug tips hast um ihm zu helfen ,ich wünsche es euch nur , muss schlimm für ihn sein! ♥

      Ganz liebe Grüße
      kueckchen

      hi,

      was ich nicht nachvollziehen kann, wieso dem kleinen überhaupt jetzt schon davon erzählt wurde???

      auch sonst ist dein "bericht" schon etwas eigenartig...

      naja, hast auf jedenfall viele antworten bekommen...
      seit wann bist du bei urbia?

      • Hallo,

        ich denke, dass er mit fast 6 Jahren schon sehr viel mitbekommt und auch verstehen kann. Trauer kann man halt nicht verbergen und schon garnicht vor Kindern, die sind cleverer als man denkt...

        Denkst du, dass das ganze ein Fake ist oder bist du generell misstrauisch?

        Ich finde es schlimm, ob es wahr ist oder nicht. Es kommt auf der Welt jeden Tag unzählige Male genau so vor.

        S.

        • hi,
          ich bin nicht generell misstrauisch, aber ich wundere mich doch immer wieder, mit welchen themen frischlinge hier ihren einstieg praktizieren und welche resonanz damit erreicht wird. vielleicht, gerade weil diese themen das bewirken sollen?
          in dem falle tippe ich auf fake! wer den text aufmerksam liest, merkt auch warum!

          • (14) 03.01.11 - 19:49

            Ich kann deine Zweifel nachvollziehen, zumal so gar keine Antwort mehr kommt.
            Dennoch halte ich es so, lieber 10 Mal auf einen Fake reinfallen, als ein Mal jemanden mit SO einem Problem sitzen zu lassen. Erst recht wenn es um Kinder geht.

            Was jemand davon hat, sowas zu faken wird mir wohl für immer schleierhaft bleiben, aber bei urbia ist ja bekanntlich nichts unmöglich.

            Schade eigentlich, dass die, die echt hilfe brauchen wahrscheinlich bald gar keine Antworten mehr bekommen.

    hmmmm koennten allgemeine Verlustaengste sein, die sich so aeussern. Wie hat er die Trennung vom Vater erlebt? Vielleicht spricht er von seiner Schwester, meint aber den Vater? Ich weiss es nicht, aber so was habe ich schon mal gehoert....

    Ich wuerde einen Kinderpsychologen aufsuchen!

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