Plötzlich Witwe mit Baby....

Hallo,

es beschäftigt mich schon sehr lange und fühle mich mit der Trauer um meinen Mann einfach alleine...und ich möchte gerne wissen,ob jmd eine ähnliche (leider) Erfahrung machen musste.

Mein Mann verstarb nach kurzer schwerer Krebserkrankung am 1. Weihnachtsfeiertag 2011! Unser Sohn kam am 2.11.zur welt,er konnte ihn kennen lernen,leider viel zu kurz!
er war gerade mal 33Jahre und ich 25j.!

Es ist so schrecklich,plötzlich alleine zu sein,...es war sehr schwer für mich,weiter für unser Sohn dazu sein(stillen,wickeln...etc.),wo man doch eigentlich in tiefer Trauer ist!
Freunde und Familie stehen hinter uns,dennoch kann man mit nen "falschen"Wort mich tief verletzten...und dann ist da der gr. Schmerz wieder da...

Die kommenden Wochen werden so hart werden,denn ich erinnere mich sehr,an jeden Tag,wie wir gekämpft,gehofft und doch verloren haben...

In stiller Trauer, Franzi mit Samuel (fast 11Monate)

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Hallo!!#liebdrueck
Ich kann gut verstehen ,dass diese ERinnerungen jetzt wieder real werden...
Weihnachten wird nie mehr das unbeschwerte und fröhliche Fest werden wie vorher!!
Unsere Tochter starb vor fast 8Jahren zwei Tage nach Weihnachten bei einem Verkehrsunfall..sie war 19Jahre alt und wäre jetzt etwas älter als Du,nämlich 27Jahre alt.
Jedes Jahr,wenn die kalte Jahreszeit kommt und ganz besonders wenn WEihnachtsschmuck zu sehen ist ,geht es mir schlechter,ich werde traurig und fange bei jeder KLeinigkeit an zu weinen.Es ist schwer zu beschreiben .....Du wirst wissen was ich meine.
Ein jahr ist ja noch sehr kurz..
Ich kann mir vorstellen ,wie Du Dich fühlst:-(
Ich denke ,auch wenn es schwer ist Dein Baby jetzt gut zu versorgen ,sei froh dass du den Kleinen hast (aber das weißt Du ja sicher auch so!).
Ich hatte vor 8Jahren gerade unsere kleinste Tochter geboren und sie hat uns allen hier viel Kraft gegeben.
Nichts und Niemand kann dir etwas von Deiner Trauer und Deinem Schmerz abnehmen.....aber glaube mir ,es wird erträglicher mit der Zeit!!
Dein Mann ist nicht weg....er ist immer bei Dir und passt auf Dich und Euren Sohn gut auf!!
Hast du Menschen um Dich ,die Dich in dieser schweren Zeit auffangen??Gerade WEihnachten wird sehr schwer sein.....
WEnn du magst ,melde dich bei mir,vielleicht können wir in KOntakt bleiben.
Ganz liebe Grüße Iris

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Hallo

Erstmal tut es mir unendlich leid was die bzw euch passiert ist.

Ich persönlich kenne diese Situation nicht, aber meine Schwiegermutter. Mein Schwiegervater ist gestorben, als mein Mann gerade 11 Monate war. Er hatte einen Gehirntumor. Seinen SOhn, also meinen Mann hat er noch kennenlernen dürfen, obwohl es ihm da schon sehr schlecht ging
Mein Mann hat keinerlei Erinnerungen an seinen Vater.
Meine Schwiegermutter lebte damals wie auch noch heute in ihrem Elternhaus, was für sie großes Glück war, da ihre Eltern damals schon Rentner waren und sich überwiegend um meinen Mann gekümmert haben. Es war das erste Kind und einzige Kind.
Meine Schwiegermutter ist dann Vollzeit arbeiten gegangen um den Lebensunterhalt zu sichern.

Ich kann dir nur den Tip geben, nimm deinen Sohn nicht als Männersatz. Meine Schwiegermutter hat sich zu sehr an seinen Sohn geklammert, sodass ich zb mit ihr ein schlechtes Verhältnis habe, weil sie mir von Anfang an das Gefühl gegeben hat das ich ihr den Sohn wegnehme, weil sie nur ihn hat. Dazu muss man sagen, das meine Schwiegermutter seit diesem Jahr Januar einen Freund hat, den ersten nach fast 28(!!!) Jahren. Sie hat sich nie auf etwas neues eingelassen und sich deswegen immer an ihrem einzigen Kind geklammert. Es ist für meinen Mann total doof gewesen, weil er immer zwischen den Stühlen stand, weil er ja auch nur sie hat. Seit sie den Freund hat, hat sich einiges geändert.

Ich denke es ist sehr schwer für dich und ich hoffe das ich nicht in diese Situation komme. Nimm Hilfe an oder such dir welche und versuche dein Leben so einigermaßen normal wie möglich zu leben, auch wenn es schwer ist.

Fr die nächste Zeit wünsche ich dir ganz viel Kraft und du darfst mich gerne anschreiebn wenn du einfach nur "reden" willst.

LG Schorti

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Ich finde keine tröstenden Worte - ich wünsche dir nur von Herzen, dass dein kleiner Samuel dir hin und wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert und du zumindest für einen Moment glücklich sein kannst.

Weiterhin viel Kraft!

Taenscher

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Hallo Franzi,
ich würde dir wünschen, dass du Menschen kennenlernst mit denen du dich austauschen kannst.
Denke, dass es bestimmt eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe gibt.

Alles Liebe Dir und dem kleinen Mann!

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huhu,

ja das ist sehr sehr schwer damit klar zu kommen. meiner mutter ging es vor 24 jahren ähnlich. sie verlor meinen vater.....damals war ich 8, meine schwestern 9 und 18. plötzlich stand sie allein da.

den verlust meines vaters hat mich auch bis jetzt begleitet. erträglich wurde es vor einigen jahren, dass man positiver zurückschaut.

bleib auf keinen fall allein zu weihnachten. ne therapie ist auch sehr hilfhreich, ich spreche nicht nur aus eigener erfahrung. denn du hast nen ganzen haufen zu verarbeiten.

ich wünsche dir dennoch alles gute und viel kraft auch wenn es super schwer ist.

lg

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Hallo Du,

ich hätte das fast erlebt, letzte Woche.

Mein Mann hatte einen sehr, sehr schweren Autounfall. Ein 40 Tonner ist bei rot über die Ampel und ihm direkt in die Fahrerseite geknallt.

Er hatte unglaubliches Glück. Er hat unzählige Verletzungen, es wird lange dauern - aber er lebt. Ich habe in dieser Woche die Hölle durchgemacht und musste mich übergeben, wenn ich nur daran gedacht habe, dass er es nicht schafft.

Unser Sohn ist allerdings schon 5.

Es tut mir so leid für Euch, dass ich keine Worte finde. Du musst eine wahnsinnig starke Frau sein.

Ganz liebe Grüße
Katie