Ssw 30, Totgeburt stille Geburt, Trauer

    • (1) 28.12.15 - 13:27

      Hallo ihr lieben. Heute ist es 10 Tage her, dass ich mein kleines Mädchen still geboren habe. Habe vorhin alle möglichen Emails an meine Arbeitsstelle verschickt und dabei einfach nur rotz und Wasser geheult :(

      Es sollte Richtschnur nicht so sein. Es war doch alles ganz anders geplant :( alle sind schwanger und ich bin einfach unglücklich darüber. Ich wünsche niemandem etwas schlechtes. Aber ich möchte momentan das Glück der anderen einfach nicht sehen. Da es etwas ist das ich noch vor einigen Tagen selbst hatte und es nicht zu retten war. Es ist einfach unfair und schrecklich traurig. Habe mich eigentlich die letzten Tage gut gehalten und Ruhe gefunden, aber heute heißt es wieder eine heulattacke nach der anderen.

      Wie kann es sein, dass mein kleines Mädchen einfach jede verdammte Statistik abgeräumt hat. Wie kann es sein, dass so viel auf ein einziges Kind kommt?!!!
      1. kompletter AVSD (großer Herzfehler)
      2. Trisomie 21

      3. Plazenta Insuffizienz (durch Trisomie unterentwickelt, erst festgestellt als es schon zu spät war)
      4. Wachstumsverzögerung, die immer größer wurde (zum Schluss hin waren es ganze 6-7 Wochen) auch wegen der Plazenta (ist eigentlich aber untypisch, normal wachsen diese Kinder erst zum Ende der SS kaum bzw langsamer)
      5. hirnödem (aufgrund der Plazenta Insuffizienz, hat mein Mädchen das ganze Blut, das eh schon viel zu wenig Sauerstoff enthielt, in den Kopf geleitet... So mit das ödem geschaffen inkl stärker geistiger Behinderung & dadurch dass sie das Blut nur in den Kopf geschleust hat, wurde der Körper nicht/minder versorgt, d.h.
      6. starke körperliche Behinderung

      7. Wasser im Bauch/aszites (da Blut nicht verteilt wurde, konnte das es schon kranke Herz, das aufeinmal aus einer Richtung kommende Blut nicht ausschleusen... Und da die Plazenta es auch nicht richtig zurück zu mir ließ, Einstand ein widerstand, und so drückte das Blut in die freie Bauchhöhle)
      8. sturzgeburt in beckenentlage

      9. bei kaum geöffnetem Gebärmutterhals (3-4 cm war er offen, da nicht mal der winzige Kopf durchlassen wollte)

      10. mitten bei der Geburt hörten die wehen auf, als sie den Kopf noch in der GM hatte
      11. in den letzten 6-7 Tagen ihres Lebens, hat sie sich noch 2 Schlingen im den Hals gelegt
      12. und einen kreisten Knoten in die Nabelschnur gemacht

      Warum???? Warum soooooo viele Sachen auf ein einziges Kind????

      Ich weiß, dass es besser für sie, dass sie gegangen ist, aber musste das wirklich sein?! Das immer eins nach dem anderen kam??? Immer noch und noch eine Schippe drauf???

      Ich möchte gerne trotzdem Kinder haben, habe aber jetzt schon Panik, dass wieder etwas schief geht,hab ja hier schon jede verdammte Statistik abgeräumt...
      Und wie läuft das mit dem Job?? Ich habe Panik wieder hin zugehen. Ich weiß das es mir gut tun wird wieder zu arbeiten ich habe aber einfach Angst vor dummen Fragen oder einfach Ende blicken (die evtl nicht mal so gemeint sind aber von mir fehl interpretiert werden) ich will auch kein Beileid oder sonstiges von den allen hören :((
      Hab mir gedacht, schreibe denen einen Brief in. Dem ich einfach alles erkläre (obwohl es ja privat ist) und die Leute darin bitte, mich nicht darauf anzusprechen...Menschen sind ja leider neugierig und stecken überall ihre blöde Nase rein... Ich arbeite im KH, und schon als ich SS wurde, machte es innerhalb von 2 Wochen die Runde, so dass es bei mir ankam, mit einer sehr liebevollen Nachricht "wir haben gehört, du kommst nächstes Jahr zur Hochzeit mit Anhang" :-[ ich könnte ausflippen!!!!!

      Sorry fürs auskotzen

      • (2) 28.12.15 - 15:15

        Hallo!

        Erst mal mein Beileid zu Deinem Verlust!

        Die Menschen sind unterschiedlich. Der eine möchte gerne angesprochen werden, weil es ihm gut tut darüber zu reden, und der andere eben nicht.
        Wenn es Dir gut tut, dann würde ich vorab eine Mail oder einen Brief schreiben, wo Du das wichtigste rein schreibst und darum bittest, dass Dich niemand darauf anspricht.
        Es gibt ganz viele Menschen, die nach so einem schlimmen Ereignis nicht angesprochen werden, und die finden das ganz schlimm und denken, die anderen interessieren sich nicht dafür.
        Deswegen ist es gut, offen zu sagen (schreiben) was man möchte.

        Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit!

        Liebe Grüße paula

        • (3) 13.01.16 - 12:03

          Hallo Paula. Dankeschön

          Ja genau so denke ich auch. Momentan ist es eher so. Ich will nicht mit allen darüber reden. Bei manchen Menschen fang ich nur das Heulen an. Daher will ich von msnchen einfach nicht darauf angesprochen werden. Hab es auf Arbeit per schreiben verkünden lassen ... Ich hoffe die halten sich alle daran!!

          Das blödeste ist grad von bekannten, die es nicht wissen angesprochen zu werden "wann ist es denn soweit. Wann kommt das Baby" (wenn ich mit weitem Pulli/Mantel gesehen werde.... Und die die mich ohne weite Sachen sehen, sondern mit nem engen Shirt, starren mich einfach nur an. Teils ist es so dass die Leute gleich verwirrt die Flucht ergreifen. Ich hoffe das vergeht schnell.... Ich will es nicht jedem Passanten erklären und auch nicht darauf angesprochen werden müssen. Kann ja schlecht mit nem
          Schild auf der Straße rum laufen auf dem steht nicht ansprechen hahaha :D

          Liebe Grüße

          Kat

      (4) 28.12.15 - 16:34

      Es tut mir so leid für dich! Das Schicksal ist verdammt ungerecht, eine Antwort auf das Warum wird es wohl nicht geben :-(

      Dass du im Moment mit dem Glück von anderen nicht umgehen kannst, finde ich nachvollziehbar und normal. Mir geht es heute noch ganz oft so....und der Tod meiner Tochter ist "schon" fast zwei Jahre her.

      Für die Arbeit: hast du dort evtl eine vertraute Person, mit der du darüber sprechen (oder alternativ halt schreiben) kannst, was du dir wünschst? Diese kann dann mit den Kollegen sprechen.

      Ich wünsche dir, dass du einen Weg findest, mit deinem Verlust umzugehen.

      Lg, mokli

      • (5) 13.01.16 - 12:12

        Hallo mokli. Nein diese Antwort wird es nicht geben. Aber ich krieg es auch zu 90% hin nicht daran oder die Gründe zu denken. Grinde und warum-antworten hab ich ja. Aber eben keine auf "warum sie".... Naja. Ich bin froh. Dass ich weiß, dass es besser for sie so ist.

        Das ist doch schrecklich. Warum geht das nicht. Ich bin doch froh dass es den anderen gut geht. Aber es ist schrecklich sie zu sehen und zu wissen, dass man es momentan nicht haben wird... Und grad gibt es sovieleeeee Schwangere und frisch geborene. Egal ob draußen in der Umgebung oder im tv :( grad begegnet mir tgl eine mit Mini Baby in so nem Bauchhalter/trager... Und denk mir nur "so würde ich jetzt auch spazieren gehen" :(

        Ich hab den Kollegen geschrieben. Die Chefs wollten es zuerst nicht. Haben dann aber doch Einsicht gezeigt. Dass ich mir so keine Fragen bekomme...
        War aber so "nett" und hab reingeschrieben dass ich es nicht sagen will und es eig privat ist. Aber ich es sagen muss. Damit die mich nicht darauf ansprechen...

        Lg Kat

    Liebe catnurse!

    Ich möchte dir mein herzlichstes Beileid aussprechen. #liebdrueck Es tut mir unendlich leid das dein kleines Mädchen so schwer krank war und keine Chance hatte. Ich kann deine Verzweiflung, Wut, Trauer....einfach all die Gefühle die in dir toben vollkommen nachvollziehen. So erging es mir vor 5 Jahren als sich herausstellte das mein kleiner Sohn schwer krank ist und somit ein gemeinsames Leben nicht möglich sein wird. Wir mussten die Entscheidung treffen ihn gehen zu lassen. Er hatte ein Erkrankung und da aber auch immer eine Schippe obendrauf und in schwerwiegendster Form....

    Ich hatte damals die Erfahrung gemacht das viele zwar neugierig sind, einen allerdings die wenigsten ansprechen. Wir hatten damals in unserem Stadt-Anzeiger eine Todesanzeige für unseren kleinen Schatz schalten lassen. Somit wussten viele Bescheid und die Fragen nach dem Baby im Bauch hielten sich "relativ" in Grenzen. Denn das war das Schlimmste für mich.

    Die meisten Menschen gehen einem eher aus dem Weg, da sie mit Trauer und gerade mit dem Tod eines Babys nicht umgehen können. Das tat genauso weh, wenn es gerade auch gute Bekannte, Freunde oder Familie waren. Am meisten gut getan hat einfach wenn einen Menschen ohne Worte in den Arm genommen haben. Diesen Menschen zolle ich meinen größten Respekt.

    Du hast noch Zeit mit dem arbeiten gehen. Ich war genau die 6 Wochen Wochenbett zuhause und bin dann arbeiten gegangen. Es war alles andere als einfach, sollte ich doch eigentlich noch schwanger sein und überglücklich anstatt todtraurig. Aber nach einigen Tagen tat mir die Ablenkung gut und ich fand langsam wieder zurück ins Leben.

    Nur 1% aller Schwangerschaften enden so spät in so einem Drama, damit habe ich mich immer getröstet, denn die 1% hatte ich ja schon erfüllt. :-( Nur drei Monate nach der Stillen Geburt war ich erneut schwanger und hielt nur 11 Monate nachdem wir unser Kind zu Grabe getragen haben, ein gesundes Baby im Arm.

    Lasst euch Zeit, geht den Weg der Trauer. #liebdrueck Er endet nie aber man gewöhnt sich an den Schmerz, lebt irgendwann damit und kann auch wieder lachen und das Leben genießen, nur eben anders als zuvor.

    Ich wünsche euch ganz viel Kraft und liebe Menschen die euch begleiten.

    Francie

    • Hallo Francie. Dankeschön. Mir tut es auch für deinen Verlust leid. Wie bist du damit umgegangen? Hast du danach noch ein Kind bekommen?? Wie verlief das?

      Und noch ne frage, ist es nach der SS normal oder liegt es eher an der Situation, ich hab seit ner Woche nen kompletten Ekel und Abneigung gegen Berührungen, außer sie gehen von mir aus... Ich liebe es wenn mein Mann mich küsst oder in den Arm nimmt. Aber momentan kommt n richtiger Ekel auf :(

      Das ist ja das schlimme. Immer und immer wieder ne Schippe oben drauf.

      Hab gestern auch gesagt, ich muss beim USA Lotto mitspielen. Wenn ich schon soviele Statistiken mit meinem Mädchen abgeräumt habe.

      Hast du zufällig nem Befund von deiner Plazenta? Meiner kam letzte Wucht und war alles andere als rosig. Das einzige was die Plazenta nicht hätte waren Verwaltungen aber sonst alles ....

      Ja das ist schlimm. Man vergisst seinen Stern ja nicht. Aber trotzdem möchte man vorallem anfangs nicht ständig darauf hingewiesen werden :(
      Ich hoffte die Menschen in meinem Umfeld werden sich auch raffen oder nicht trauen etwas zu sagen.

      Mir reicheres schon, von der Familie fragen und teils blicke zu ertragen :(

      Guck. Mich freut es dass du solche Menschen um dich rum hattest. Aber Das wäre bei mir zum nicht gegangen. Weil ich dann anfange zu heulen. So wie schon immer beim trösten, da fang ich erst recht an zu schluchzen ????

      Ich hoffe es. Hab aber neulich gesehen. Dass eine Frau zwei Babys verloren hat. Und das macht mir Angst. Auch dieses eine % ist sooooo gering. Und trotzdem ist es zugetroffen :(

      Schön. Und wie verlief die SS? Wie oft dürftest du zu Untersuchungen?? Wie sind die Leute damit umgegangen?

      Anders ja. Aber man genießt es. Und man MUSS es Geniesen. For sich und for seinen Stern mit :) ich versuche for sie mit zu leben.

      Lg

      • Liebe Catnurse!

        Ich denke deine momentanen Probleme körperliche Nähe zuzulassen sind ganz normal. Nach einer so psychisch belastenden Ausnahme-Situation funktioniert man nicht wie vorher. #liebdrueck

        Ich hatte bevor mein Sohn geboren wurde eine Fruchwasser-Untersuchung machen lassen. Die Gene waren alle unauffällig, seine Krankheit war rein zufällig. 1 von 1000 Babys hat diese Erkrankung. Die Plazenta war vollkommen in Ordnung und obduzieren haben wir ihn nicht lassen. Seine Erkrankung war mit bloßem Auge erkennbar das hat uns gereicht.

        In meiner Folge-Schwangerschaft war ich risikoschwanger und durfte anfangs alle 2 Wochen zum Arzt. Irgendwann haben wir auf 4 Wochen erhöht und zwischendurch kam meine Hebamme. Mein Arzt hat jedes Mal Ultraschall gemacht und extra viel auf die kleine Maus geschaut. Noch dazu war ich zur Feindiagnostik bei einem der besten Spezialisten für Feindiagnostik (Degum III). Insgesamt hatte ich drei Feindiagnostiken um ja auf Nummer sicher zu gehen. Das alles hat mir Sicherheit gegeben, gerade wenn die alles umgreifende Angst wieder hoch kam.

        Ich bin mit meiner Tochter im Dezember schwanger geworden und wir haben es anfangs geheim gehalten und durch eine dicke Winterjacke ist es auch nicht gleich aufgefalllen. Erst im April/Mai als es wärmer wurde haben es viele erst mitbekommen. Die meisten haben sich gefreut und selbst wenn sie geredet hätten, hätte es mich nicht die Bohne interessiert. Um zu urteilen sollten sie erst einmal fünf Minuten in meinen Schuhen laufen und den Schmerz fühlen den wir durchlitten haben.

        Ich wünsche dir ganz viel Mut, Kraft und das du deinen Weg der Trauer findest.

        LG Franca

(9) 30.12.15 - 20:31

Hallo
Ich kann mir nicht mal annähernd vorstellen wie weh dir das alles tut und wie stark man sein muss um diesen schicksalsschlag zu ertragen. Manchmal ist das leben einfach unfair und ich denke man kann es nicht immer verstehen. Manch einer zerbricht vor lauter grübeln und schmerz daran.
Ich wünsche dir dass du nicht daran zerbrichst. Dass du einen umgang mit dem schmerz findest und dass du irgendwann ein gesundes baby in deinen händen hältst. Dieses baby wirst du wohl niemals rumtragen und aufwachsen sehen....ich bin aber dennoch der meinung dass es immer bei dir ist. Dich liebt auf dich aufpasst und sich freut wenn du glücklich bist und lachst.
Von ganzem herzen alles alles liebe
Susanne

  • (10) 13.01.16 - 12:32

    Hallo Faxl,

    Danke for deine lieben Worte.

    Ich denke auch so. Und versuche tägl nicht daran zu Grunde zu gehen. Ich lache und seine. Und versuche das Leben wieder glücklich zu machen.

    Ich glaube daran. Das mein Stern auf mich aufpasst und vllt irgendwann zu mir zurück kommt. Und bis dahin soll sue sich daran erfreuen dass ihr Eltern glücklich sind.

    Lg

(11) 03.01.16 - 13:30

Hallo!

Zuerst einmal mein Beileid. Es ist das Schlimmste was Eltern passieren kann das eigene Kind zu verlieren. Auch wir mussten leider unsere erste Tochter in der 29./30. SSW gehen lassen. Ich hatte von Anfang an der Schwangerschaft Blutungen, die ganze Zeit. Ich war wirklich eine Weile fast jeden zweiten Tag bei der Frauenärztin zum Ultraschall. Danach war ca. 1 Monat Ruhe. Dann wurde festgestellt die Kleine wächst nicht richtig. Ich wurde zu einem Spezialisten für Ungeborene geschickt. Der Arzt erklärte mir sofort diese Schwangerschaft wird niemals 40 Wochen dauern. Wenn wir es bis zur 30. Woche wäre es super. Ich wurde engmasching kontrolliert und hatte natürlich immer furchtbare Angst dass was nicht stimmt. Ende 29. SSW bekam ich vor dem Wochendende auf der re. Seite im Oberbauch starke Schmerzen. Ich dachte vielleicht liegt die Kleine einfach blöd. Es wurde dann wieder besser aber kam wieder. Am Sonnta Morgen sagte mein Mann so fertig wir fahren in die Klinik. Wir sind dort angekommen, Blut wurde abgenommen, US gemacht. Der Bluttest war niederschmetternd. Ich hatte das HELLP-Syndrom. Eine schwere Schwangerschaftsvergiftung, die bekomen manche Schnwangere erst Ende der Schwangerschaft. Da ist es nicht so schlimm, da man ja eh kurz vor der Entbindung steht. Wir waren aber erst 29.SSW. Der Arzt meinte eine Stunde warten wir noch ob sich was bessert ansonsten Not-KS. Ich war fertig, mein Mann auch.

Nach ner Stunde stürmten Krankenschwestern und Ärzte mein Zimmer. Sofort ausziehen, Not-KS. Die Kleine muss raus. Es war wie im Film. Jana wurde geholt. Sie hatte 866 gr. und war 33 cm klein. Sie sah so süß aus. Viele Haare. Einfach wunderschön. Es ging ihr eigentlich gut. Am 4. Lebenstag hatte sie starke Bauchschmerzen. Wir waren bis um 23 Uhr bei ihr. Alle behandlenden Ärzte und Schwestern waren so zufrieden mit ihr. Sie machte es so gut. Doch wie geschrieben bis 23 Uhr waren wir bei ihr. Ich ging einen Stock tiefer in mein Zimmer und mein Mann fuhr nachhause. Um 24 Uhr stand der Primar von der Kinderstation in meinem Zimmer und meinte er müsse mit mir reden. Ich wußte sofort Jana ist gestorben. Es war so schlimm. Wir haben wirklich den Boden unter den Füßen verloren. Wir hatten soviele Träume.... Wir wußten nicht wie soll das weitergehen. Mein Mann war 1 Woche bei mir zuhause danach ging er arbeiten. Ich hatte so Angst wieder arbeiten zu gehen. Ich arbeite auch im KH. Der Tag kam und ich musste wieder arbeiten. Was soll ich sagen, die Angst war total unbegründet. Alle verhielten sich ganz normal. Ich wurde nicht bemitleidet. Ganz normal. Ich habs geschafft. Ich war so dankbar. Zuerst wollte ich kein Kind mehr. Nach 6 Monaten war ich wieder schwanger. Die Angst war natürlich groß dass wieder was schieff läuft. Alles ging gut. Heute haben wir zwei gesunde Mädels. Wir sind sehr froh, dass beide gesund sind.

Ich wünsche euch von Herzen liebe Menschen um euch, die das traurige Erlebnis mit euch tragen und euch unterstützen. Ich weiß es ist sehr schwer. Die Trauer verändert sich auch. Ich war traurig, wütend, neidisch auf andere mit Kindern, konnte keine Glücklichen sehen.

Alles Gute und liebe Grüße
Gabi

  • (12) 13.01.16 - 12:39

    Hallo lella,

    Danke dir für deine Erlebnisse. Die machen mir Hoffnung. Ich freue mich sehr für euch. Dass ihr doch noch eure Mädels bekommen habt :) ich hoffe ich krieg auch noch mal ein Mädchen, dabei wollte ich vor dieser SS nie ein Mädchen. Witzig wie schnell sich das ändert. Und wie nebensächlich das ist. Solange das Kind einfach gesund und glücklich ist.

    Ich hoffe meine Kollegen werden auch so damit umgehen. Aber es war damals schon bei SS Verbindung ein Drama und läster Thema. Hab auch von anderen Kolleginnen vorgelästert bekommen "die hat nen MA gehabt. Und war dann psych so labil. Dass sie nicht arbeiten kam". Aber negativ O.o wie bitte!!!! Ich hab damals schon gedacht ich ticke aus. Und jetzt hab ich einfach Angst.

    Ich hab es daher Absicht per schreiben über die Chefs verkünden lassen. Da ich dann auch Beschwerde einreichen kann. Falls es jmd übertreibt und ich ausraste :D

    Lg

(13) 10.01.16 - 20:20

Es tut mir sehr leid was du durch machen musstest und auch das kleine in deinem Bauch.

Es gibt Dinge die man nicht verstehen kann und einen nur wütend machen. Dir frage nach dem Warum kann dir leider niemand beantworten. Klar, haut dir jeder Arzt sämtliche Diagnosen vor den Kopf. Damit ist für den Arzt die frage beantwortet.

Wir als leid tragender verstehen die Welt trotzdem nicht mehr. Für uns ist das unverständlich das so ein kleines Wesen schon im Mutterleib soviel durch machen muss und keine Chance bekommt.

Aber du wurdest für diese Prüfung anscheinend auserwählt und hast gezeigt das man dieses kleine Wesen trotzdem lieben konnte und muttergefühle entwickelt. Dein Baby hat in diesen ganzen Wochen trotzdem deine liebe gespürt.

Es ist gut das du allen von Anfang an geschrieben hast was passiert ist und das du nicht möchtest das man dich darauf anspricht. So wissen doch alle Bescheid wie sie irgendwie mit dir umgehen sollen.

Jedoch sind gerade wir Frauen sehr mitfühlende Menschen und können manchen traurigen Blick nicht verbergen. Es tut natürlich vielen Menschen leid.

Die bevorstehende zeit wird sicher nicht einfach werden. Jedoch wünsche ich dir viel Kraft dafür und den Mut es in gegebener zeit doch noch einmal zu probieren....

  • (14) 13.01.16 - 12:45

    Hallo. Du hast recht. Die Ärzte und ihre Diagnosen.

    Das macht es nicht besser :(

    Heute frage ich mich. Hätte ich es wissen oder merken können. Ich hab mich immer gefragt. Warum Andere Babys mehr treten und meins nicht. Aber mir kam nie der Gedanke. Dass ihr einfach die Kraft dazu fehlt :(

    Das hoffe ich. Ich hoffe es. Ich hoffe dir hat all meine Liebe mitbekommen. Und wusste dass sie geliebt wurde

    Das ist schrecklich. Frauen und ihre Blicke und Worte. Meine Freundin war die woche da. Und hat von 3h ganze 2,5 h nie von mir und meinem Baby geredet. Ich dachte mir nur "halt die Klappe und geh"

(15) 13.01.16 - 12:47

HAT JMD VON EUCH NEN PLAZENTA BERICHT?? ODER GAR NE AUTOPSIE??

Wie sind eure Ärzte auf die neue SS eingegangen???

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