Der Freund meiner Tochter wird sterben....

    • (1) 26.01.16 - 23:02

      Hallo,
      Ich muss leider auch mal hier was schreiben. Vielleicht weiß jemand Rat.
      Meine Tochter ist 7 und hat einen Freund seit der Krabbelgruppe, er ist 8. sie waren zusammen im Kindergarten und sgehen zusammen in die Schule.
      Seit ca einem Jahr wissen wir das er einen Hirntumor hat. Er wurde operiert und hat Chemo und Bestrahlung bekommen. Leider konnte der Tumor nicht entfernt werden.
      Meine Tochter hat das natürlich von Anfang an mitgekriegt. Sie weiß das er sehr krank ist, weil was in seinem Kopf ist was da nicht hingehört. Bis vor ein paar Wochen hat sie ihn auch noch regelmäßig besucht. Jetzt geht das leider nicht mehr, weil es ihm so schlecht geht. Er wird es nicht schaffen.
      Das ist alles so schrecklich. Ich weiß jetzt nicht wie ich mich verhalten soll. Soll ich ihr sagen, dass er sterben wird? Oder warten bis Tag x gekommen ist?

      Sie fragt oft nach ihm und wieso er so lange krank ist. Ob er wieder gesund wird. Ich hab dann immer geantwortet das ich es nicht weiß und wir hoffen das er wieder gesund wird. Aber gestern habe ich mit der Mutter gesprochen und es sieht sehr schlecht aus, sie können nichts mehr tun.
      Wie geht man damit um? Was sage ich meiner Tochter?
      Lg sota

      • Ja, sag es ihr! Es ist ihr Freund, gib den beiden die Möglichkeit sich zu verabschieden!
        Sie hat die ganze Zeit über ja alles mitbekommen. Klar wird das schwer, aber die wird das verstehen.
        Wünsche euch viel Kraft!

        Hallo,

        das ist so furchtbar.

        Auf jeden Fall würde ich sie darauf vorbereiten, dass ihr Freund sterben wird. Bis jetzt hat sie Hoffnung, dass er wieder gesund werden könnte und wenn du dann sagst, dass er verstorben ist, wird das noch schlimmer für sie sein, als wenn du sie darauf vorbereitest.

        Sie merkt ja auch, dass er schon sehr lange krank ist. Kinder haben ein Gespür dafür, wenn etwas nicht stimmt.

        Sage es ihr, auch wenn es dir schwer fällt.

        Alles Gute für euch und die Familie des Jungen.

        Babydestiny

        (4) 27.01.16 - 11:24

        Ich würde ihr es auch sagen. Kinder gehen ganz anders mit so einer Situation. Wie schon geschrieben wurde, die beiden sollten die Möglichkeit haben sich zu verabschieden. Alles alles gute und viel Kraft wünsche ich euch

      • (5) 27.01.16 - 13:06

        Hallo,

        sag Deiner Tochter so schnell wie möglich die Wahrheit so schlimm es auch wird. Sie weis doch auf der einen Seite wie schlimm es um Ihn steht. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Chance das Sie Ihn nochmal besuchen kann. Wenn das nicht der Fall ist vielleicht möchte sich Deine Tochter auf eine andere Art und Weise von Ihm verabschieden. Vielleicht einen Brief schreiben, etwas basten, ein Fotoalbum mit gemeinsamen Fotos gestallten oder seine Lieblingslieder auf eine CD aufnehmen. Gib Ihr einfach die Möglichkeit sich irgendwie zu verabschieden wenn Sie es möchte.

        Ich wünsche Dir und Deiner Tochter ganz viel Kraft. Ihr werdet gemeinsam den richtigen Weg finden das Sie sich verabschieden kann.

        MfG
        Hennes7

        Hallo Sota #winke

        Oje das ist schrecklich und tut mir wahnsinnig leid #schmoll

        Ich hatte mit acht auch einen Freund, der gestorben ist, er hatte Leukämie. Meine Mum war immer ehrlich zu mir, auch als man wusste, dass er sterben wird. Und dafür bin ich ihr bis heute Dankbar, deshalb mein Tipp, sei ehrlich zu deiner Tochter und sag ihr, dass ihr Freund bald ein Engel wird, sie wird es verkraften und so kannst du ihr am Besten helfen dabei. Viel Kraft deiner Kleinen, dir und vorallem derFamilie vom kleinen Mann #kerze

        Grüessli Fischli

      • (7) 27.01.16 - 21:41

        Hallo Sota,

        das ist wirklich unglaublich tragisch.
        Aber ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen: sie muss es wissen und das, solange er noch lebt. Für den Kleinen wird es ja sicher auch wichtig sein, seine Freundin noch einmal zu sehen - vielleicht um über lustige Dinge zu reden, vielleicht auch, um mit ihr zu weinen, vielleicht aber auch nicht...du hast offensichtlich ganz guten Kontakt zur Mama - könnt ihr nicht zusammen eine Lösung finden (und nicht denken, ach, sie hat sicher andere Sorgen - nein, ich glaube, es hilft, wenn sie merkt, dass andere ihrem Sohn nahe stehen und nahe bei ihm stehen wollen!)
        ...und was du ihr sagst steht sicher im engen Zusammenhang mit deinen (nicht) religiösen Überzeugungen. Sag das, an was du glaubst. Ich mag die Idee mit dem Schmetterlingshauch, oder wenn plötzlich eine Blume mehr leuchtet als die anderen oder der Wind anders rauscht...dass er dann in der Nähe ist, aber das musst du wissen...
        Viel Kraft euch und vor allem dem Kleinen, denn er geht nun einen sehr schweren Weg und seiner Familie, die ihn dabei begleitet und ich hoffe, ihr könnt das auch noch ein Stück tun.
        Nicht nur deine Tochter auch er hat das verdient.
        Gruß, Andra

        (8) 28.01.16 - 13:46

        Danke, für die zahlreichen Antworten.
        Ich werde mit meiner Tochter reden. Sie will ihm am Wochenende einen Brief schreiben und dabei ergibt es sich sicher, das ich ihr die Wahrheit sage.
        Das sie ihn nochmal sehen kann, glaube ich nicht. Es geht ihm wirklich sehr schlecht und die Mutter möchte keinen Besuch.
        Ich hoffe wir kriegen es gut hin, das sie sich trotzdem irgendwie verabschieden kann.
        Danke. Grüße sota

        (9) 09.02.16 - 00:14

        Hallo,

        hast mal geschaut ob es Bücher zu dem Thema gibt http://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID39327312.html?ProvID=11000522 sowas zum Beispiel?

        Ich würde es ihr offen sagen und - da sie ihn ja nicht mehr besuchen kann - vielleicht einen Brief mit ihr an ihn schreiben. Irgendwas wo sie sich verabschieden kann....Video, Kassette,.... irgendwas.

        Ich finde es wichtig, dass sie sich damit auseinandersetzen kann und damit nicht überrascht wird. Mein bester Freund starb als ich 17 war unerwartet.... es war ein Schock. Und auch wenn deine Maus noch sehr jung ist, ich glaube auch sie rechnet nicht mit seinem Tod.

        ich wünsche ihr - und vorallem dem kleinen alles alles gute.

        (10) 24.02.16 - 12:13

        Hallo,

        Kinder können mit dem Tod überraschend gut umgehen, wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, sich zu verabschieden.

        Erzähl ihr, wie es ist und geb ihr die Möglichkeit sich zu verabschieden, wenn sie es möchte.

        lg

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