Wie Kind (4) Einäscherung erklären

    • (1) 11.04.16 - 21:28

      Hallo zusammen,

      die Mutter einer Freundin ist gestorben.

      Nun möchte sie die Kleine nicht zur Beerdigung mitnehmen, weil sie nicht weiß, wie sie die "Urne" erklären soll. Oma und dir Kleine standen sich sehr nahe.

      Vielleicht hat von euch jemand einen Rat?
      Herzlichen Dank

      • Liebe Verena,

        den Tod und seine "Nebenwirkungen" Kindern zu erklären zwingt uns, uns selber damit auseinander zu setzen.

        Ich persönlich erkläre unseren Kindern die Dinge so, wie sie (für uns) sind.

        Wir sind Christen, also habe ich beim Tod meiner Oma erklärt, dass ihre Seele, alles was sie ausgemacht hat, zurück zu Gott gegangen ist. Ihren Körper braucht sie nicht mehr, er ist nur wie ein alter Mantel, daher wirdmdieser entweder in die Erde gelegt oder verbrannt. Man sieht nur noch die Aufbewahrungsgegenstände, Sarg oder Urne.

        Unseren Jungs, damals 3 und 4 Jahre alt, hat das gereicht. Selbstverständlich waren sie bei der Beerdigung dabei, der Große hat den Leichnam auch noch einmal gesehen. Als Urenkel gehörten sie zum Leben meiner Oma und damit auch zu ihrem Tod. Sie erzählen immer noch oft und gerne von ihr.

        LG
        Kyrilla

        • Danke für deine Antwort. Ich sehe es genauso. Wenn sie sich an das Thema "verbrennen" nicht ran traut, könnte sie auch sagen, dass die Oma dahin geht wo sie als Baby hergekommen ist und dazu ist sie eben wieder klein geworden....

          Ich fände es nur schade, wenn sie ihr Kind einzig aus dem Grund (einer fehlenden Antwort) nicht mit zur Beerdigung nehmen würde.
          Viele Grüße

          • Meine Kinder würden dann fragen, in wessen Bauch denn die Verstorbene nun zurückgeht und vermutlich nur noch zusätzlich schlechte Träume bekommen.
            Kinder können sachliche und vor allem wahre Informationen ganz gut verarbeiten. Da sollte man nicht mit nebulösen und im schlimmsten Fall noch verstörenden Geschichten daherkommen.

      Hallo!

      Ich finde, meine Vorschreiberin hat schon eine wirklich gute Erklärung geschrieben.

      Es gibt auch noch ein gutes Buch zu dem Thema.
      Es heißt:

      "Wie kommt der große Opa in die kleine Urne"

      Das ist ein wirklich ganz tolles Buch und auch die Kleinsten können damit schon gut verstehen, was passiert und warum.
      Als meine Schwiegermutter ganz plötzlich verstarb war meine Große gerade fünf Jahre alt und wir waren auch etwas ratlos, wie wir die Urne kindgerecht erklären. Das Buch hat uns gut geholfen!

      LG

    Es dem Kind sagen wie es ist, natürlich! Mein Opa ist im vergangenen Jahr gestorben. Da war meine große drei. Bei der Beerdigung war sie nicht dabei. Aber , ich habe ihr erklärt, dass der Opa eben sehr krank war und das er nun an einem schöneren Ort ist und von da aus auf uns alle aufpasst. Wir gehen regelmäßig zum Grab gießen. Letzens hat sie ihm ein Gänseblümchen auf Grab gesteckt und gemeint, er freue sich darüber!
    Ob man nun ein so kleines Kind mit zu einer Beerdigung mitnehmen soll, soll jeder selbst entscheiden. Ich würde es noch nicht tun. Ist wahrscheinlich auch vom Gemüt des Kindes abhängig.
    Der Tod gehört nun mal zum Leben dazu und ist ganz natürlich, wenn auch sehr traurig. Aber das ist einfach menschlich!

    LG und viel Kraft für deine Freundin und deren Angehörige

    • Hallo.

      Danke für deine Antwort. Es ging nicht darum, ob u wie der Tod erklärt wird , sondern nur, wie die große Oma in das kleine Gefäß kommt.
      Sie schicken jetzt schon Küsse in den Himmel und sie weiß, dass ihr Oma auf Linn (meine gestorbene Tochter) aufpasst...
      Viele Grüße

Hallo

Muss man tatsächlich alles was geschieht derart im Detail erklären? Das Kind ist vier,. Klar kann man sagen, dass die Oma jetzt beim lieben Gott ist und und aber dass ihr Körper jetzt in diesem kleinen Gefäss ist, muss man glaub ich dem Kind noch nicht zumuten.

LG

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