Baby von Freundin gestorben

    • (1) 15.05.16 - 11:48

      Hallo ihr Lieben,

      ich bräuchte einen Rat.

      Ich habe eine Freundin, die ich schon seit Kindertagen kenne. Sie und meine jüngste Schwester sind quasi gemeinsam geschlüpft und wie es so auf dem Dorf ist, sind wir zusammen aufgewachsen und haben uns auch durch die Jugend gemeinsam geschlagen.

      Mittlerweile lebt sie fast 3 Autostunden entfernt, doch der Kontakt blieb.

      Letztes Jahr wurden sie und ich fast gleichzeitig schwanger und nachdem ich Anfang Januar entbunden habe, kam ihr Sohn Ende Februar zur Welt. Ihr Kind hatte einen schweren Herzfehler, der bereits während der Schwangerschaft bekannt war und wurde daher gleich in seinem ersten Lebenstagen operiert. Alles lief gut und nach 6 Wochen Krankenhaus durfte er endlich nach Hause.

      Vor 2,5 Wochen dann aber das Unvorstellbare: der Kleine atmete nicht mehr und auch die Reanimation, erst durch meine Freundin und dann durch den Rettungsdienst, konnten ihn nicht mehr retten.

      Als ich es erfuhr, war es wie ein Schlag in den Magen... mein Innerstes zog sich zusammen und ich hab 4 Tage geheult. Der Gedanke daran, was sie durchmacht, macht mich fertig. Zwischenzeitlich hatten ihre Eltern sie heim geholt um Abstand zu kriegen und sich um sie zu kümmern, doch mittlerweile ist sie wieder weg.
      Keiner von uns hat sie in der Zeit gesehen und das erste und einzige Mal nachdem das passierte habe ich vor 2 Wochen von ihr gehört. Mittlerweile kommt nix mehr von ihr und nur noch meine jüngste Schwester hat Kontakt mit ihr. Wenn sie nix sagen würde, wüsste ich nix von ihr und würde vor Sorge durchdrehen. Ich habe ihr angeboten zu ihr zu kommen und ihr bei allem zu helfen, auch wenn es nur Haushalt oder zum drücken ist, aber darauf ging sie nicht ein. Meine Schwester meinte sie hätte den Eindruck, dass sie zur Zeit nicht mit mir umgehen könne, da ich mein gesundes und fast gleich altes Baby habe.... in 1 Woche findet die Beisetzung im engsten Familienkreis statt und ich überlege krampfhaft... schicke ich eine Karte mit Geld (das klassische Trauergeschenk), aber das finde ich irgendwie unpassend. Lasse ich eine Trauerkerze machen...? Mache ich überhaupt was? Wenn ja, was? Soll ich ihr zwischendurch schreiben oder bedränge ich sie dadurch zu sehr? Ich fühle mich furchtbar, weil ich ihr nicht helfe und scheinbar dies auch nicht kann. Und nun zu warten bis sie sich meldet ist für mich irgendwie so, als würde ich das Geschehene ignorieren. Dabei wäre es mir doch egal ob sie nur weint, immer wieder von ihrem Kind erzählt oder ungerecht wird... Hauptsache sie redet und lässt alles raus. Ich weiß nicht wie ich mich weiter verhalten soll.... Habt ihr einen Rat oder Erfahrung?

      • Es ist schön, dass Du so viel echt empfundenes Mitgefühl mit Deiner Freundin hast - und ganz sicherlich hat sie dies auch registriert. Aber, so schwer es Dir auch fällt: offenbar möchte die junge Frau gegenwärtig ihre Trauer und ihren Schmerz nicht mit Dir teilen, aus welchen Gründen auch immer. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einfach zu schmerzlich für sie ist, mit Dir konfrontiert zu sein: denn Du hast was sie NICHT hat und SO auch nie mehr haben wird.
        Das solltest Du akzeptieren. Schreibe ihr eine nette Karte, lass sie wissen, dass Du für sie da bist wenn sie es so will - aber bedränge sie nicht. Ich würde auch keine Kerze basteln, das finde ich zu persönlich - es ist ja offensichtlich, dass Deine Freundin eher Distanz zu Dir möchte zur Zeit und eine selbst gestaltete Kerze stellt sehr viel Nähe her. Geld für Beerdigungen zu schenken ist in meiner Gegend nicht üblich, aber vielleicht ist das bei Euch anders....das weißt Du sicher besser. Rein gefühlsmäßig würde ich es in Deiner besonderen Situation lassen.
        Menschen trauern sehr unterschiedlich und es ist das Recht eines jeden, sich in schweren Zeiten mit den Menschen zu umgeben, die ihm/ihr am meisten Kraft geben. Deine Freundin signalisiert durch ihre Nicht-Kontaktaufnahme, dass Du im Moment nicht zu diesen Menschen gehörst - nimm es nicht als Kränkung, sei unauffällig da und lass Zeit verstreichen. Irgendwann werdet ihr vielleicht auch wieder Kontakt haben - aber der Anstoß dazu muss von IHR kommen, nicht von Dir.

        Alles Gute für Dich und Dein Baby
        evi

        • Danke für Deine Wünsche und Antwort.

          Bei uns ist tatsächlich eine Trauerkarte mit Geld das klassische "Trauergeschenk" oder eben Blumen. Ich finde das aber immer so seltsam.... das hat immer was von "ihr habt es schließlich nicht so dicke" oder "kauf Dir was Hübsches, dann geht es wieder". Vielleicht geht es da aber nur mir so....

          Ich hätte halt was Individuelles geschenkt, zumal es nun mal auch ein Baby war. Eben die Trauerkerze oder (was ich schöner fände) eine Kette mit dem Namen als Erinnerung. Da die Beisetzung im engsten Familienkreis stattfindet, kann ich die über 300km eh nur was schicken

          • Ja, Deine Gefühle bezüglich Trauerkarte inklusive Geld kann ich sehr gut nachvollziehen - ich fände das auch sehr, sehr seltsam und kenne diesen Brauch (wie gesagt) auch gar nicht. Aber ich schenke ohnehin nie Geld, auch zu Hochzeiten und Geburtstagen nicht - da kann man immer viel falsch machen (entweder man kommt unfreiwillig als Großkotz daher oder als Mickerling....). Ein persönliches Andenken fände ich daher schön. Die Geste mit dem Schutzenglein, die hier gepostet wurde ist sehr berührend. Suche Dir doch einfach irgendetwas, was Dir persönlich die Möglichkeit gibt, das, was Du möchtest auszudrücken. Vielleicht doch eine Kerze, warum eigentlich nicht - so beim zweiten Nachdenken.... . Da könntest Du dann auch nochmal all Deine Gefühle reinlegen...

            Alles Gute! evi

          • Bei uns ist es so, dass das Geld für die Hinterbliebenen für eine Messe ist. So wird der Toten extra nochmal bedacht. Vielleicht ist es bei anderen anders.

            TE, das ist furchtbar und es gibt nichts schlimmeres, als sein Baby zu verlieren. Vielleicht kannst du ihr deine Hilfe anbieten und eine Karte mit einem lieben Spruch schreiben. Es gibt auch Alben für Sternenkinder, wäre das vielleicht etwas für sie?

            Alles Gute für euch und die Familie des Verstorbenen Babys.

            • Meine Hilfe angeboten hab ich ihr ja mehr als nur einmal, aber sie geht da nicht so drauf ein. Und von sich aus, denke ich zumindest, wird nie die Bitte um Hilfe kommen. Sie scheint alles mit sich und ihrem Freund ausmachen zu wollen, was auch ok ist

      Hallo,

      oh Gott wie ungerecht! Schlimme, traurige Geschichte! #kerze

      Wäre ich an der Stelle Deiner Freundin, würde ich mir wünschen, dass Ihr mich alle einfach nur in Ruhe lasst. Ich mache das ganz alleine mit mir aus. Möchte keinen um mich haben, damit ich weinen, reden oder lachen kann. Einfach nur Ruhe, nichts hören oder sehen. Bei mir würde das schon einige Zeit dauern, bis ich wieder unter Menschen könnte. Das muss aber ganz alleine von mir aus geschehen.

      Sehr wohl würde ich Nachrichten lesen, die zu mir kommen. Es kommt auch an, dass Andere für mich da sind. Nur möchte ich das in dem Moment nicht nutzen.

      Ich an Deiner Stelle würde das respektieren und ihr nicht ständig hinterherlaufen. Lasse sie noch ein Mal wissen, dass Du jederzeit da bist, sie soll sich bei Dir melden. Mehr nicht!

      Wenn Du weißt, wann und wo die Trauerfeier ist, schau, dass Du hingehst. Bedränge sie aber nicht, halte Dich im Hintergrund. Vor allem stelle keine Fragen oder Bitte sie nicht, die tragische Geschichte haarklein zu erzählen. Sie wird irgendwann kommen!

      Das mit der Kerze ist eine ganz tolle Idee! Finde ich besser als Geld! Nichts im Leben kann man mit Geld aufwerten!

      Ich kann Dir eine Geschichte erzählen, was mich wirklich tief bewegt hat. Ich hatte damals als Azubi eine Kollegin. Wir hatten losen Kontakt auch später, wo ich gar nicht mehr in der Firma gearbeitet habe.

      Haben uns aber Jahre nicht gesehen. Vor 8 Jahren war mein Mann von jetzt auf gleich ganz schwer krank, lag lange auf Intensiv und kämpfte mit seinem Leben. In den Tagen wo es bei ihm Spitz auf Knopf stand, habe ich unser gemeinsames, ungeborenes Kind verloren. Ich musste ebenfalls ins Krankenhaus. Ich schickte eine Rundmail an alle, dass ich in den kommenden Tagen nicht erreichbar sein werde. Mir ging es so elendig, dass ich zu Hause zusammengebrochen bin und mit dem RTW direkt ins Krankenhaus gebracht wurde.

      Wie im Nebel bekam ich bloß mit, dass dort diese lose Bekannte gewesen ist. Sie hat auf mich gewartet und mich einfach nur kurz in den Arm genommen - so wie es halt auf der Trage möglich war. Sie hat mir einen kleinen Schutzengel in die Hand gedrückt und hat sich dezent wieder verabschiedet.

      Das rechne ich Ihr noch heute ganz, ganz hoch an! Sie fragte nicht, sie forderte nicht, sie war einfach nur 2 Minuten da, hat mir gezeigt, du bist nicht alleine! Im Übrigen hat sie bis heute nicht gefragt, was damals passiert ist! Ich habe es ihr bzw. eigentlich niemanden erzählt. Ich will nicht. Ich habe meinen eigenen Weg um aus dieser unrealen Welt wieder herauszufinden.

      Alles Gute!
      LG
      Caro

      • Danke für die Antwort und mein aufrichtiges Mitgefühl für Dein Schicksal. Das ist furchtbar schwer und verlangt enorm viel Kraft.

        Zur Beisetzung fahren kann ich nicht.... Die findet nur im engsten Familienkreis statt und das respektiere ich natürlich. Es wäre auch sinnlos hinzufahren ohne zu wissen wo die Beerdigung stattfindet und dann mit einem zahnenden Baby im Hintergrund Krawall zu machen....
        Wegen der Kerze weiß ich halt auch nicht... eigentlich wöllte ich sogar lieber eine Kette mit seinem Namen und einem kleinen Flügel oder so ihr schenken. Aber egal was ich mir überlege, ich hab Angst, dass sie gerade sowas persönliches nicht will und generell sich überfordert oder bedrängt dadurch fühlt

    Hallo!

    Ich denke, dass ich eine Karte schicken würde. Geld packt man bei uns rein, wenn man zur Beerdigung geht. Damit finanziert man die doch recht teure Trauerfeier und den Leichenschmaus. Eine Kerze würde ich nicht schicken. Wenn du noch was mitschicken möchtest, würde ich mal im "Frühen Ende" fragen. Als betroffene Eltern haben sie bestimmt gute Ideen.

    Vermutlich wird eure Freundschaft einen Wandel durchleben. Jedes Mal, wenn sie dein Baby sieht, wird sie innerlich vor Schmerz zerrissen. Sie wird jedes mal denken, wenn sie euer Kind sieht, dass ihr Kind das auch grad lernen würde usw. Das tut so heftig weh, dass betroffene Menschen solche Situationen häufig meiden. Lass ihr die Zeit... Es kann Monate oder Jahre dauern. Das ist individuell. Eine Karte empfinde ich als Anteilnahme. Danach warte, bis sie auf dich zukommt. Ihr ist das schlimmste passiert, was einer Mutter widerfahren kann.

    Liebe Grüße und eine virtuelle Kerze für das kleine Baby!

    • Es ist halt sehr schwer. Ich möchte ihr gerne so viel sagen und helfen, aber nix scheint richtig zu sein. Und gleichzeitig geht es einen ja selbst nicht gut... es klingt vielleicht komisch, aber seit das passiert ist hab ich auch meiner Kleinen gegenüber die unterschiedlichsten Gefühle. Die Ängste und Sorgen, die man gerade beim ersten Kind hat, sind deutlich mehr geworden. Außerdem hab ich ihr gegenüber ganz schnell ein schlechtes Gewissen, wenn ich ungeduldig oder völlig kaputt bin, weil sie den ganzen Tag nur weint, quengelt oder ich bis zu 6mal die Nacht raus muss (der letzte Schub war furchtbar). Ich denke dann auch immer schnell warum ich jetzt eigentlich so ungeduldig bzw fertig ich bin.... schließlich ist mein Kind gesund und meine Freundin wäre froh, wenn sie das mit ihrem Kind durchmachen könnte. Also stecke ich schon voll in den Selbstvorwürfen drin. Und dann kommen auch noch langsam die Überlegungen, ob unsere Mausi ein Geschwisterchen bekommen soll... aber wie würde sie dann reagieren? Ich werd mich eh schon nicht mehr so schnell getrauen ihr niedliche oder lustige Bilder zu schicken. Aber dann auch nochmal schwanger zu sein? Ich will sie doch nicht mit meinem Glück verletzen... sie ist mir doch auch lieb und wichtig

      • Hey!

        Ich habe grad einen ähnlichen Fall im Bekanntenkreis. Unsere Große ist sehr krank und dadurch behindert. Natürlich habe ich auch Freunde mit Kindern, die ähnliche Erkrankungen und Handicaps haben. Vor 2 Monaten ist das Kind einer Bekannten gestorben. Meine ohnehin schon heftige Angst meine große Maus durch die Krankheit zu verlieren, wurde dadurch nur noch größer. Mit der Zeit wird es besser. Auch ich habe die Gedanken, dass ich mal nicht jammern darf, wenn sie die ganze Nacht nur brüllt oder oder oder. Aber ein schlechtes Gewissen ist fehl am Platz. Dich trifft keine Schuld. Das Schicksal kann jeden treffen. Heute oder morgen oder in 20 Jahren. In einem anderen forum bin ich gerade zu dem Thema aktiv. Sei dir durch das Geschehene bewusst, wie viel Glück du eigentlich hast. Genervt wirst du immer wieder sein. Das ist normal.

        Dass ich dir den tipp gegeben habe keine Fotos usw zu schicken, liegt daran, das ich mir in stark abgeschwächter Form vorstellen kann, wie es ihr geht. Als unsere Große so krank wurde und klar war, dass sie ein Leben lang ein schwerer Pflegefall bleiben wird, ertrug ich gesunde Kinder in dem Alter nicht. Die Welt war unfair und es tat heftig weh. In der Zeit musste ich den Traum vom Leben mit gesundem Kind begraben. Ich hatte eine sehr gute Freundin, deren Sohn ist zwei Wochen jünger wie unsere Maus. Obwohl ich versuchte es mir nicht anmerken zu lassen, merkte sie deutlich dass ich es nicht ertrug, ständig vorgelebt zu bekommen, was meine Tochter eigentlich auch grad erlernen sollte. Ich war extrem dankbar, dass sie mir Zeit gab. Sie hat extrem gelitten, da ich Abstand brauchte. Ihr war mein Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Tochter so wichtig und ich ließ es nur bedingt zu.

        Wie gesagt. Das lässt sich nur ganz schwach vergleichen. Denn der Tod des eigenen Kindes ist das schlimmste, was es gibt. Man kann sich nur im Entferntesten vorstellen, wie es dem Gegenüber geht... Ich habe meiner Bekannten mit verstorbenem Sohn zwei Monate Zeit gelassen und sie wusste, dass sie sich immer bei mir melden kann. Nach zwei Monaten fragte ich einfach wie es ihr geht. Sie schrieb sehr viel und ihr tat es gut. Von meiner Schwangerschaft weiß sie noch nichts. Es wird ihr sicherlich weh tun. Aber sie muss es ja wissen. Spricht aber auch von zukünftigen Kindern.

        Dass dir zu der zukünftigen Schwangerschaft Gedanken durch den Kopf jagen, verstehe ich auch. Meine beste freundin hat auch ein schwerstbehindertes Kind und es klappt mit der Schwangerschaft nicht. Ich habe bereits eine zweite gesunde Tochter und ziehe mit dem dritten vor. Ich habe mir heftig Sorgen gemacht wie sie reagiert. Sie geht souverän damit um und sagt, dass sie damit klar kommen muss. Ich erzähle ihr dennoch nichts zur Schwangerschaft. Sie fragt auch nicht. Das ist ok. Denn als es einige Zeit hieß, dass ich nicht mehr schwanger werden darf wegen gesundheitlicher Probleme, erging es mir auch so. Ich freute mich für Freundinnen, aber ertrug es nicht. Teile es ihr dann mit und schaue, wann sie auf dich zukommt.

        Aber mache deine Planung nicht von ihr abhängig.

        Liebe Grüße

        Ninly

Hi,

ich habe vor Jahren einen ähnlichen Beitrag hier geschrieben:
http://www.urbia.de/forum/18-trauer-trost/3046981-eine-frage-an-die-sternenkindereltern/19284576

Deine und meine Ausgangssituation sind sehr ähnlich. Inzwischen ist meine lockere Freundschaft zu dieser Freundin ganz intensiv und eng geworden. Sie hat mir in den letzten Jahren immer wieder gesagt, dass sie sehr froh war, dass ich ihr offen meine Gefühle geschrieben habe und ihr einfach nur das Gefühl gegeben habe, immer da zu sein - wenn sie es wollte.
Ich habe damals zusätzlich zu der Karte noch einen Schutzengel - Anhänger für sie, für ihren verstorbenen Sohn und so ein kleines Herz für sein Grab besorgt.

Meine Freundin sagt noch heute "man kann in dieser Situation nichts falsch machen, außer man macht einfach nichts"

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen mit meiner Erfahrung helfen.

Lg

  • Der Satz Deiner Freundin stimmt zu 100%.

    Am Aller-Allerschlimmsten ist der Satz "ruf an, wenn du was brauchst".
    Die dümmste und unüberlegteste Floskel, die es gibt; denn kein Trauernder kann irgendwo anrufen und sagen, hey mir gehts miserabel, hilf mir.
    Und - man schiebt die Verantwortung des Anrufs von sich weg und kann sagen, ich hätte ja geholfen, aber der/die hat sich ja nicht gemeldet ....das ist schlimm.
    LG Moni

    • Ich hätte kein Problem damit einfach vor ihrer Tür zu stehen und sie zu drücken und alles mit ihr zu machen, was sie will oder machen muss. Aber ich muss zwangsläufig mein Baby mitnehmen und das kann sie zur Zeit anscheinend momentan einfach nicht haben. Ich habe deswegen auch schon ein furchtbar schlechtes Gewissen gegenüber meiner Freundin und meiner Kleinen....

Das hat meine Hebamme mir auch gesagt und ihr habt ja auch recht. Es ist einfach die Angst davor ihr noch mehr Schmerz zu bereiten, denn gefühlt lauern überall Fettnäpfchen mit Kilometer Durchmesser. Und dann noch das "Problem ", dass mein gesundes Baby fast gleichalt mit ihrem toten Kind wäre... es fühlt sich an, als würde ich es ihr unter die Nase reiben

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